Das ist kein Spiel! Pädagogisches Vorgehen bei sexuellen Übergriffen durch Kinder im Vor- und Grundschulalter. Ursula Enders Meiningen, den

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1 Das ist kein Spiel! Pädagogisches Vorgehen bei sexuellen Übergriffen durch Kinder im Vor- und Grundschulalter Ursula Enders Meiningen, den

2 wahrnehmen

3 stoppen und benennen

4 uneindeutige Reaktionen reichen nicht!

5 uneindeutige Reaktionen reichen nicht!

6 klar stoppen und benennen!

7 einzeln befragen und Stellung beziehen

8 Fragen an das übergriffige Kind Wer hat dir das beigebracht? Wo hast du das schon mal gesehen?

9 Fragen an das übergriffige Kind Merke: Bei Hinweis auf Gewalterfahrungen des Kindes keine intensive Befragung durch päd. Fachkräfte Achtung: Bei aktuellen/nicht verarbeiteten Gewalterfahrungen Kindeswohlgefährdung abklären ( 8a SGB VIII)

10 dokumentieren Wichtig: Spiegelstrichdokumentation - zunächst kein Bericht!!! sachliche und genaue Wiedergabe der Fakten, Aussagen und Verhaltensbeobachtungen (wie Notizen nach einem Unfall)

11 kooperieren mit Fachstelle gegen sexuellen Missbrauch abklären ob Kindeswohlgefährdung ( 8a SGB VIII): betroffenes Kind übergriffiges Kind kindliche Zeuginnen und Zeugen ggf. Kooperation mit Jugendamt

12 kooperieren mit Müttern und Vätern mit Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt mit Jugendamt

13 sexuelle Übergriffe kindgerecht sanktionieren wichtig: Zwischen Person und Verhalten unterscheiden Botschaft: Wenn jemand deine Grenzen verletzt, dann halte ich auch zu dir!

14 abklären ob Verbleib des übergriffigen Kindes in der Gruppe möglich ist Schutz der anderen Mädchen und Jungen sicher stellen

15 mit Klasse/Gruppe sprechen wichtig: Persönliche Grenzen achten, kein Kind durch Detailschilderung entblößen!

16 Informationsabend für Mütter und Väter

17 nachhaltige Aufarbeitung

18 nachhaltige Aufarbeitung Würdigung des Leids der unmittelbar und mittelbar betroffenen Mädchen und Jungen und deren Eltern langfristige externe Hilfen für alle

19 Hilfen für Opfer und übergriffige Kinder

20 Hilfe für Opfer diagnostische Abklärung evtl. Traumafolgen Verlaufsdiagnostik (kontinuierliche Beobachtung unter fachl. Anleitung) keinesfalls ausreichend: Punktdiagnostik etwa durch übliche kinderpsychiatrische Testdiagnostik Ergotherapie

21 Belastungen betroffener Kinder und der Zeuginnen und Zeugen ernstnehmen!

22 Erste Reaktion auf Gewalterfahrungen sagt nichts über Langzeitfolgen aus! Dissoziation Erstarrung Verzweiflung

23 Erste Reaktion auf Gewalterfahrungen sagt nichts über Langzeitfolgen aus! Anpassung Kampf Flucht

24 (geschlechtsspezifische) Hilfen für kindliche Zeuginnen/Zeugen sowie Gruppe/Klasse

25 Hilfen für übergriffige Kinder Übergriffigem Kind keine vermehrte Aufmerksamkeit schenken! Delegation der Verantwortung für die Aufarbeitung des übergriffigen Verhaltens an verhaltens- bzw. traumatherapeutische Angebote Kindeswohlgefährdung an Jugendamt Achtung: Ergotherapie nicht geeignet! Spieltherapie nur begrenzt geeignet!

26 Hilfen für Mütter und Väter der Opfer, übergriffigen Kinder und Gruppe/Klasse

27 Mütter und Väter sexuell grenzverletzender Kinder Spezialisiertes Beratungsangebot, da oftmals fehlendes Wissen über (Un-)angemessenheit sexueller Aktivitäten von Kindern Angst vor Beschuldigungen Abwehr massiver Schuldgefühle in der Erziehung des Kindes und als Familie versagt zu haben

28 Mütter und Väter sexuell grenzverletzender Kinder Abwehr der eigenen Traumageschichte familiäre Kultur, die Annahme von Hilfe erschwert - insbesondere bei schambesetzten Themen

29 Fachberatung/Fortbildung/Supervision der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

30 Fachberatung/Fortbildung/Supervision für Pädagoginnen/Pädagogen und Team (Fachberatung) nicht pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Leitung (Supervision/Coaching) Fachberatung bei Entwicklung eines institutionellen Kinderschutzkonzeptes

31 Ursula Enders/Dorothee Wolters: Wir können was, was ihr nicht könnt. Ein Bilderbuch über Doktorspiele und sexuelle Übergriffe mit didaktischem Begleitmaterial Köln 2009

32 Tschööö Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

33 Wenn ein Mädchen oder Junge sich Ihnen anvertraut

34 Reaktionen Reagieren Sie besonnen und nicht mit Panik! Machen Sie dem Kind keinen Vorwurf! Stellen Sie ruhige und sachliche Fragen über den Ablauf des Missbrauchs! Trösten Sie das Opfer, ohne zu dramatisieren! Beziehen Sie sachlich Stellung, wenn ein Kind über Missbrauchshandlungen spricht! ( Das ist nicht in Ordnung, das ist gemein )

35 Reaktionen Spontane physische Reaktionen sind in Ordnung und nicht übertrieben (Weinen, Zittern, Magenkrämpfe ). Auf keinen Fall zum Entspannen auffordern! Bewegung ist hilfreich, um Kinder in die Realität zu holen. Sprechen Sie das Kind nicht vor dem Einschlafen auf die sexuellen Gewalterfahrungen an. Behalten Sie eine möglichst klare und normale Tagesstruktur bei.

36 Reaktionen Vermeiden Sie die Forderung nach drastischen Strafen für den Täter/die Täterin! Holen Sie sich eine fachliche Beratung, um dem Kind eine wirkliche Hilfe zu sein! Loben Sie das Kind, weil es den Mut hatte darüber zu sprechen! Die Verantwortung für einen sexuellen Missbrauch trägt immer der Täter/die Täterin!

37 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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