Forum 3: Und wer glaubt mir?

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2 Hilfen durch Professionelle für Kinder und Jugendliche nach erlebter sexueller Gewalt in Institutionen Kinderschutz-Zentrum Westküste Ursula Funk, Hilde Schneider

3 1. Signale von Kindern und Jugendlichen verstehen 2. Interventionen und Hilfeangebote 3. Präventive Maßnahmen in Institutionen 4. Handlungsstrategien für den Umgang mit sexueller Gewalt in Institutionen 5. Kinder mit Beeinträchtigungen

4 Sexuelle Gewalt in Institutionen kommt vor: zwischen Erwachsenen von Erwachsenen zu Kindern und Jugendlichen zwischen Kindern und Jugendlichen

5 1. Signale von Kindern und Jugendlichen verstehen: jede Form von plötzlicher Verhaltensveränderung depressiver Rückzug, Isolation, Selbstverletzung aggressives Verhalten, Delinquenz, sexualisiertes Verhalten, dem Alter nicht angemessenes sexuelles Wissen und Handeln

6 1. Signale von Kindern und Jugendlichen verstehen: Folie 2 grenzüberschreitendes Verhalten in Sexualität, Eigentum, Sprache, Regeln, etc. Essstörungen Schulschwierigkeiten Schlafstörungen Angststörungen emotionale Anpassungsstörungen im Einzelfall: keine Symptome

7 2. Interventionen und Hilfeangebote: jeden Verdacht und Hinweis ernst nehmen dem Kind/ Jungendlichen glauben Ruhe bewahren, erzählen lassen, nicht bohren, keine unterstellenden (suggestiven) Fragen Unterstützung und Hilfe anbieten, aber keine Geheimhaltung zusichern mit der Leitung besprechen für sich selbst und das betroffene Kind/Jugendliche Fachberatung holen

8 2. Interventionen und Hilfeangebote: Folie 2 betroffene Jugendliche in den Hilfeprozess miteinbeziehen Täter und Opfer trennen beiden getrennte Unterstützung und Hilfe zukommen lassen (Krisenintervention) nie Täter und Opfer miteinander konfrontieren Unterstützung für nicht betroffene Gruppenmitglieder anbieten alle Schritte dokumentieren

9 3. Präventive Maßnahmen das Thema sexuelle Gewalt muss benannt werden - im Vorstellungsgespräch und in der Einarbeitungszeit erweitertes Führungszeugnis auch für nichtpädagogische Kräfte Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung Aus- und Fortbildung zu diesem Thema ist Pflicht private Kontakte mit Betreuten müssen bekannt sein offener Umgang mit einer Fehlerkultur

10

11 4. Handlungsstrategien für den Umgang mit sexueller Gewalt in Institutionen verbindliche Regeln für alle informieren und thematisieren jede Einrichtung hat einen FachbeauftragteN das Recht von Kindern und Jugendlichen auf (sexuelle) Selbstbestimmung sichern Mitbestimmungsgremien für Kinder und Jugendliche Erstellen eines sexualpädagogischen Konzepts

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13 5. Kinder mit Beeinträchtigungen erhöhtes Risiko Übergriffe zu erleben Signale unterscheiden sich nicht stärkere Abhängigkeit von Bezugspersonen häufig eingeschränkte Möglichkeit sich zu schützen sind in der Wahrnehmung von Übergriffen (als solche) eingeschränkt

14 5. Kinder mit Beeinträchtigungen Folie 2 Faktor Zeit: es braucht mehr Zeit einen Missbrauch zu erkennen es braucht mehr Zeit in der Aufarbeitung Zugangswege zu Hilfeangeboten sind erschwert eigenständige Sexualität wird abgesprochen weniger Aufklärung erhöhter Bedarf an Vernetzung und Zusammenarbeit Tabuthema: erlebte (sexuelle) Gewalt als Auslöser für die Beeinträchtigung

15 Glauben Sie uns? Welche Fragen sind noch offen? Vielen Dank für s Zuhören

16 Murmelgruppe: 2-3 Personen, 5 Minuten lang murmeln Thema: Was von dem gehörten gibt es bei meiner Arbeit schon? Was möchte ich in naher Zukunft umsetzen? Was nehme ich als Impuls mit?

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