Finance. HSG Alumni Konferenz: Rezepte zum Glück. Zukunft Finanzplatz Schweiz. 25 Jahre EMBA HSG

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1 Finance HSG Alumni Konferenz: Rezepte zum Glück Zukunft Finanzplatz Schweiz 25 Jahre EMBA HSG Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen # 1/ 2013

2 XF XJ XK DER NEUE JAGUAR XF SPORTBRAKE. LEBENSSTIL IM ELEGANTEN OUTFIT. Der neue XF Sportbrake ist bereit für den Alltag und wird dabei höchsten Ansprüchen gerecht. Seine eleganten Linien umfassen einen vielseitigen Laderaum, der mit bis zu Liter mehr Platz bietet als je ein JAGUAR zuvor. Der XF Sportbrake jetzt ab CHF * Emil Frey AG, Garage Zürich Nord Thurgauerstrasse 35, 8050 Zürich, Telefon Ihre blaue Garage beim Hallenstadion Der systemische St.Galler Management Ansatz auf dem neuesten Stand: anwendungsorientiert, integrativ und unternehmerisch. Institut für Systemisches Management und Public Governance

3 Inhalt Editorial Fokus 04 «Die Jungen verstehen nicht weniger von Finanzen» 07 Zukunft Finanzplatz Schweiz 08 Start-up: MyMoneyPark 29 Originalton: Kundenzentriertes Banking Wissen und Karriere 12 next Alumni in neuen Funktionen 13 lab Wer forscht an was? 15 HSG einmal anders: HSG Alumni fördern Führungsausbildung in Afrika Jahre EMBA HSG: Ein gelungenes «Homecoming» Netzwerk 11 Zurich Flagship Event on «Visionary Mobility» 22 Rezepte zum Glück an der 6. Internationalen HSG Alumni Konferenz 26 Alumni-Clubs aus dem Bereich Finance Rubriken 17 iq zurück in die Prüfungsphase 21 Presse 30 Blick zurück 32 Agenda Finance Das Thema ist definitiv zu gross für eine Zeitschrift im A4-Format: «Finance» in allen Facetten füllt seit Jahren die Wirtschaftsblätter ebenso wie die Regenbogenpresse, TV- und Radiosendungen. Skandale, Krisen, aber auch ethische Diskussionen epischer Länge viele haben längst genug davon. Dass nun die «alma» dem Thema dennoch einen zumindest kleinen Schwerpunkt widmet, hat mit einem Anlass zu tun, den HSG Alumni und die School of Finance der Universität St.Gallen gemeinsam organisieren: «Wie gross, wie komplex sollen Banken sein?» heisst die Veranstaltung, die am 4. Februar 2013 im Weiterbildungszentrum Holzweid den Auftakt zu einer Reihe unter dem Titel «Zukunft Finanzplatz Schweiz» macht. Wir haben neben der Ankündigung dieser Veranstaltung (auf Seite 7) ein Interview zu einer aktuellen Studie mit Bankenprofessor Martin Brown im Heft, ein Porträt eines Start-up in der «Finance»- Branche und einen Originalton zu kundenzentriertem Banking. Also nichts im «Mainstream» der Finanzplatz-Debatte, in der ja immer wieder auch HSG-Stimmen prominent zu hören sind. Bei der Diskussion im Gefolge der Finanzkrise gehörte es auch zum guten Ton, die universitären Ausbildungsstätten und ihre Lehre zu kritisieren. Das ist an sich legitim. Wer aber die Forschung und Lehre im Bereich Banking und Finance an der HSG vorurteilslos betrachtet, wird zum Schluss kommen, dass die Studierenden hier durchaus lernen, welche Risiken und Gefahren neben den Chancen in dieser Branche zu beachten sind. Impressum Das Alumni-Magazin der Universität St.Gallen (bis 1997: «St.Galler Hochschulnachrichten») ISSN , 13. Jahrgang, Nr. 1/2013 (Dezber 2012) Aufl age: 22'600 Exemplare, erscheint alle 3 Monate Herausgeber: HSG Alumni Verlagsleitung: Claudia Bartolini Chefredaktion: Roger Tinner Projektleitung/Redaktion: alea iacta ag, St.Gallen Gestaltung: Schalter&Walter GmbH, St.Gallen Druck: Stämpfl i Publikationen AG, Bern Beiträge: Rainer Alt, Manuel A,mmann, Thomas Bieger, Martin Brown, Roman Capaul, Daniela Engelmann, Peter Gomez, Iwan Köppel, Gebi Küng, Theresia Langosz, Linda Lorz, Alexander C. Melchers, Günter Müller-Stewens, Thomas Puschmann, Vito Roberto, Johannes Rüegg-Stürm, Thomas Schwabach, Mario Tinner, Anja Zwingenberger, Benedikt van Spyk. Redaktion: alma, alea iacta ag, Oberer Graben 12, CH-9001 St.Gallen, T , Anzeigen: Metrocomm AG, Irène Köppel, T , Zürcherstr. 170, CH-9014 St.Gallen, Adressänderungen: HSG Alumni, Dufourstrasse 50, CH-9000 St.Gallen, T , Roger Tinner, Chefredaktor Zum Titelbild: Finance. Die Volksmeinung ist klar, und auch die Medien transportieren das (Vor-)Urteil, dass die Bevölkerung insbesondere die Jugen von Finanzfragen überfordert sind. Eine HSG-Studie zeigt aber, dass dies keineswegs so ist. (Bild: Florian Brunner) 01 alma 1 / 2013

4 Nachrichten SIM bleibt an der Spitze Das Master-Programm in «Strategy and International Management» (SIM) der HSG ist von der «Financial Times» zum zweiten Mal in Folge als bestes Management-Master-Programm bewertet worden. Im SIM wird viel Wert auf Führungsverantwortung, Sozialkompetenz und integratives Denken gelegt. Die Kurse und Seminare werden durch «SIM Integratives» ergänzt. Darin untersuchen die Studierenden aktuelle Management-Herausforderungen wie internationale Wachstumsstrategien, Akquisition und Integration von Unternehmen oder die Entwicklung von Geschäftsideen. Dabei versuchen sie mit interdisziplinärem, ganzheitlichem Ansatz Lösungen zu finden. In den «SIMagination Challenge»-Projekten beweisen die Studierenden zudem, wie sie ihren Einfallsreichtum und ihre Fähigkeiten in sozialen Projekten in verschiedensten Ländern von Kolumbien über Togo bis Thailand nachhaltig und praktisch umzusetzen wissen. Mittlerweile gibt es schon 27 «SIMagination Challenge»-Projekte, die sich über mehrere Jahrgänge von Studierenden zu erstrecken beginnen. Leserbrief zur alma 4/2012 Manager-Latein In Ihrem neuesten Editorial erwähnen Sie zu Recht, dass der Begriff «managen» lateinische Wurzeln habe. Allerdings gehört zum Substantiv «manus» noch das Verb «agere»; mit der Hand soll etwas getan, erreicht werden. Im wörtlichen Sinn war der Manager deshalb ursprünglich ein Handwerker (mit der Hand arbeiten: manu agere). Beim Begriff Manufaktur (manu facere facere ist gleichbedeutend wie agere) ist dies noch deutlicher, weil beim Substantiv das «u» noch erhalten ist. Ich darf Sie um Verständnis für diesen Hinweis von einem alten «Lateiner» bitten... Ich freue mich bereits auf die nächste Ausgabe und grüsse Sie recht freundlich Dr. rer. publ. Pius Bischofberger, HSG-Alumnus Vorreiter systemischen Managements Mit Markus Schwaninger wird Ende 2012 einer der ausgewiesensten Systemdenker und -modellierer emeritiert, der auch über lange Jahre entscheidend an der Weiterentwicklung des St.Galler Management-Modells mitgewirkt hat. Auszüge aus der Würdigung im HSGBlatt. Günter Müller-Stewens Markus Schwaninger ist der Universität St.Gallen seit 1974 verbunden, denn in diesem Jahr startete er sein Zweitstudium an der HSG nahm er seinen ersten Lehrauftrag an der HSG wahr. Nach erfolgreicher Habilitation zum Thema «Integrale Unternehmensplanung» erhielt er 1988 den Titel eines Privatdozenten verliehen und wurde als vollamtlicher Dozent an das Institut für Betriebswirtschaft berufen wurde er zum Titularprofessor für Betriebswirtschaftslehre ernannt. Bis heute umfasst sein wissenschaftliches Werk mehr als 230 Publikationen in fünf Sprachen. Organisationskybernetik Seit bald 30 Jahren engagiert sich Markus Schwaninger primär in vier Forschungsgemeinschaften: Allgemeine Systemwissenschaften, Kybernetik, Systems Dynamic sowie computer-aided Systems Theory. Zu jeder hat er wesentliche Beiträge in der Theorieentwicklung geleistet. Markus Schwaninger hat als Schüler von Stafford Beer, Heinz von Foerster und Anatol Rapaport die Entwicklung der Organisationskybernetik entscheidend vorangetrieben. Als ein wichtiger Vertreter der Systemdenker und -modellierer hat er sich umfangreich mit Beer s Viable System Model und dem Team Syntegrity Model beschäftigt. Ein wesentlicher Beitrag von ihm ist die Integration verschiedener Systemtheorien und praktischer Erfahrungen im St.Galler Managementmodell. Dazu gehören unter anderem die Zusammenführung von Organisationskybernetik und System- Dynamics-Modellierung. Fruchtbare, ganzheitliche Lösungen Markus Schwaningers Ansatz des systemischen Managements scheint heute aktueller denn je. Wir stehen einer Vielzahl globaler Herausforderungen gegenüber, seien es politische Krisen, die globale Erwärmung, Wasserknappheit oder die Schuldenkrise, um nur einige wenige zu nennen. Das systemische Management bietet Organisationen Ansätze und Strukturen, die es ihnen ermöglichen, im Umfeld der globalen Herausforderungen fruchtbare, ganzheitliche Lösungen zu erstellen. Nur intelligente Organisationen sind in diesem Umfeld in der Lage, zu (über-)leben. Anforderungen an diese Unternehmen formuliert Markus Schwaninger zum Beispiel in seinem viel gelesenen Buch Intelligent Organizations (2006). Noch im Juli dieses Jahres zeichnete er mitverantwortlich für die 30. Durchführung der «International System Dynamics Conference», zu der über 500 Teilnehmer aus 40 Ländern an die Universität St.Gallen kamen. Markus Schwaninger Anwendungsorientiert und engagiert Während seiner Jahre an der HSG war es ihm auch immer wichtig, diese Ansätze der Unternehmenspraxis zugänglich zu machen, was ihm über Publikationen in Fachzeitschriften oder über eine direkte Zusammenarbeit mit Unternehmungen überzeugend gelang. Dies dokumentierte sich auch in der Lehre, wo er über viele Jahre die Gesamtleitung der Integrationsseminare, ein Kernstück der HSG-Ausbildung, innehatte. Zudem leitete er lange Zeit das Doktorandenprogramm der Betriebswirtschaftlichen Abteilung. 02 alma 1 / 2013

5 Nachrichten Rencontre de St-Gall: Umgang mit Paradoxien Die Forscherkonferenz «Rencontres de St-Gall» fand dieses Jahr wiederum am Weiterbildungszentrum der HSG statt. Knapp 50 extra dafür ausgewählte Forscherinnen und Forscher aus aller Welt trafen sich Anfang September im WBZ Holzweid zum Gedankenaustausch über KMU, Entrepreneurship und Family Business. Das Thema 2012 hiess «In search of a dynamic equilibrium: exploring and managing tensions in entrepreneurship and SMEs». Die «Rencontres» finden alle zwei Jahre statt und unterscheiden sich von anderen Konferenzen unter anderem dadurch, dass die zur Konferenz eingereichten Beiträge nicht einzeln vor den Teilnehmenden präsentiert werden. Stattdessen steht die moderierte und aktive Diskussion unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den jeweiligen Themen im Vordergrund. Das KMU-HSG organisiert die Konferenz seit Sie ist gemäss den Aufzeichnungen der Small Business Administration (SBA) die weltweit älteste Konferenz dieser Art für KMU. oikos misst CO2- Fussabdruck Studierende der Nachhaltigkeitsinitiative oikos an der HSG haben erstmals den CO2-Fussabdruck der HSG erfasst und dem Rektorat präsentiert. «Diese Initiative passt sehr gut zum traditionellen Nachhaltigkeitsengagement der HSG», sagt Thomas Dyllick, Delegierter des Rektorates für Verantwortung und Nachhaltigkeit. Der von oikos St.Gallen erstellte Fussabdruck zeigt, dass die Universität und ihre Studierenden total 6900 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr ausgestossen haben. Davon entfällt der grösste Teil, 2891 Tonnen, auf das Pendeln von Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden der Institute und der Verwaltung. An zweiter Stelle folgen die Dienstreisen (wie Kongresse, internationale Lehrtätigkeit und Forschungskooperationen) der Universitätsangehörigen mit 1477 Tonnen pro Jahr. Aufgrund dieser Ergebnisse hat oikos St. Gallen ein Massnahmenpaket entwickelt, wie die HSG ihren CO2-Fussabdruck reduzieren kann. Ein Vielkämpfer tritt ab Peter Gomez darf für sich in Anspruch nehmen, in seiner Zeit «den» HSG- Professor verkörpert zu haben. In vielen Funktionen, insbesondere auch als Rektor und anschliessend als Dean der Executive School (ES) leistete er Pionier-Arbeit. Auszüge aus der Würdigung im HSGBlatt. Peter Gomez Thomas Bieger und Johannes Rüegg-Stürm Peter Gomez machte seinen akademischen Lebensweg über Studium, Promotion 1975 zum Thema «Systemmethodik» und Habilitation 1978 zum Thema «Die kybernetische Gestaltung des Operations Managements», in St.Gallen, unter anderem beim Urvater des St.Galler Systemansatzes, Hans Ulrich. Er war in allen Bereichen des akademischen Mehrkampfes engagiert führte mit Kollegen erfolgreich das traditionsreiche Institut für Betriebswirtschaft, baute mit der Executive School unternehmerisch neue Bereiche auf, war in der Praxis als Verwaltungsrat engagiert, prägte mit seinem Ansatz des vernetzten Denkens Generationen von Studierenden und war ein vielbeachteter Forscher und Autor betriebswirtschaftlicher Standardwerke wie «Praxis des ganzheitlichen Problemlösens» (zusammen mit Gilbert Probst). Er kam nach einer Tätigkeit in der Praxis bei Ringier und bei Stephan Schmidheiny als Professor zurück an die HSG. Nach seinem Rektorat prägte er als Verwaltungsratspräsident der SIX Group einen wichtigen Akteur des Finanzplatzes Schweiz. Der Universitätsmanager In diesem Sinne plädierte Peter Gomez nicht nur für ein konstruktives Zusammenspiel zwischen Managementpraxis und Managementforschung. Er lebte dieser Forderung auch glaubwürdig nach, nicht nur durch den Wechsel zwischen Praxis und Lehre, sondern auch dadurch, dass er die HSG als Universitätsmanager in wichtigen Funktionen der akademischen Selbstverwaltung über Jahre prägte. Als Vorstand/Dekan der Betriebswirtschaftlichen Abteilung von 1997 bis 1999 blieb er vielen durch seine aktive Berufungspolitik in Erinnerung. Zwei Jahre wirkte er als Prorektor im Rektorat von Georges Fischer. Bologna-System eingeführt Als Rektor prägte er die wichtigste Reform der HSG der Neuzeit, die pionierhafte und mit vielen Innovationen verbundene Einführung des Bologna-Systems. Dabei musste er anfangs auch mit Bedenken und Widerständen aus dem Senat umgehen. In seiner Zeit wurden auch wichtige Projekte im Bereich der Infrastruktur vorwärts getrieben, beispielsweise die Schaffung zusätzlicher Räume mit dem Zentralen Institutsgebäude, den Ausbau des WBZ zu einem Executive Campus, und die Planungen für die Sanierung und Erweiterung des gewachsenen Campus auf dem Rosenberg. Es wurde die erste formelle Vision der HSG erarbeitet und von den Gremien genehmigt. Nach seiner sechsjährigen Rektoratszeit zog sich Peter Gomez nicht einfach auf seinen Lehrstuhl zurück. Für ihn war klar, dass der Weiterbildungsbereich der HSG neu organisiert werden musste, damit sich die HSG weiterhin unter den führenden Wirtschaftsuniversitäten behaupten konnte. Als Gründungsdekan baute er ab 2006 die Executive School auf, die er bis Anfang 2011 führte. Mit Peter Gomez geht nicht nur ein bekannter Professor in Pension. Aus dem Kreise der Kollegen tritt ein dynamischer, unternehmerischer Geist zurück, der sportlich diskutieren konnte, aber immer kameradschaftlich berechenbar war. 03 alma 1 / 2013

6 Fokus «Die Jungen verstehen nicht weniger von Finanzen» Die Finanzkrise dominiert die aktuelle Diskussion über den Finanz- und Bankenplatz Schweiz. Sie ist natürlich auch Thema bei Interviews mit Bankprofessoren an der HSG. Diese Professoren forschen aber auch an anderen interessanten Themen: Martin Brown, Professor für Bankwirtschaft am Schweizerischen Institut für Banken und Finanzen der HSG, hat etwa untersucht, wie sich die Finanzkenntnisse eines privaten Haushalts auf dessen Anlage- und Investitionsverhalten auswirkt. alma: Martin Brown, was sind Ihre Hauptforschungsgebiete? Ich unterrichte an der HSG Bankwirtschaft und Finanzintermediation und untersuche grundsätzlich die Rolle der Banken in der Wirtschaft: Wie gehen Banken Risiken ein, wie ist das Finanzverhalten von Haushalten und welche Rolle spielen die Banken für die Wirtschaft, zum Beispiel bei der Vergabe von Hypothekar- und Konsumkrediten? Historisch gesehen hat der Finanzsektor ja sehr viel zur wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Das sehe ich besonders gut bei meiner Forschung zur Entwicklung des Finanzsektors in Entwicklungs- und Transformationsländern. Da gibt es natürlich gewaltige Unterschiede zur Situation in der Schweiz, wo die meisten Leute zwei oder drei Bankkonten und innerhalb von 5 Kilometern Zugang zu einer Bank haben. Ausserdem liegt bei uns das gesamte Kreditvolumen weit über dem Bruttoinlandprodukt. In einer ganz aktuellen Studie, die erst in diesen Tagen publiziert wurde*, haben Sie sich mit dem Finanzverhalten von Privathaushalten in der Schweiz befasst. Was genau haben Sie untersucht? In letzten Jahren gab es immer wieder grosse Diskussionen darüber, ob Haushalte genügend über Finanzfragen wissen, um wichtige Entscheidungen zu treffen zum Beispiel für ihre Altersvorsorge, für einen Bezug von Pensionskassen-Mitteln bei einem Hauskauf, für eine bestimmte Hypothek mit variablem oder festem Zinssatz etc. In jüngster Zeit hat man begonnen zu messen, wie gut die Leute mit Finanzfragen vertraut sind. Idealerweise wäre es ja so, dass Leute, die Kredite aufnehmen oder in den Aktienmarkt investieren, auch etwas davon verstehen. Diese Forschungsarbeiten, die in den USA begannen und nachher auch in anderen OECD-Staaten erfolgten, versuchen also herauszufinden, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Finanzwissen und Finanzverhalten. Und wie haben Sie diese Studie konkret durchgeführt? Mittels einer Telefonbefragung haben wir Privathaushalten drei einfache Fragen gestellt: Was wissen Sie über Zinseszinsrechnung, über Inflation und über Diversifikation bei Investitionen in Aktien? Dabei hat sich herausgestellt, dass nur die Hälfte der Leute alle drei Fragen richtig beantworten konnten, also über genügend grundlegendes Finanzwissen verfügten. Einzelne Fragen konnten drei Viertel der Leute richtig beantworten. Diese Werte liegen ähnlich hoch wie in Deutschland oder in den Niederlanden, aber höher als in den USA. Gibt es klare Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen? 04 alma 1 / 2013

7 Fokus Das Resultat ist auch hier vergleichbar mit anderen Ländern: Zum Beispiel beantworten 60 Prozent der Männer die Fragen richtig, aber nur 40 Prozent der Frauen. Das kann bedeuten, dass sie sich weniger für diese Fragen interessieren und sich weniger damit beschäftigen. Weitere Erkenntnisse sind, dass Leute mit höherem Einkommen und Vermögen oder mit höherem Bildungsabschluss mehr wissen. Eher erstaunlich ist aber, dass es einen grossen Unterschied zwischen Schweizern und Nicht-Schweizern, die ebenfalls in der befragten Deutschschweiz leben, gibt: Über die Hälfte der Schweizer konnten die Fragen beantworten, aber nur etwa ein Drittel der ausländischen Bevölkerung. Dabei wurden nur Leute mit genügend Deutschkenntnissen befragt. Dieses Resultat könnte darauf hindeuten, dass die Schweizer im Schulsystem häufiger mit Finanzfragen konfrontiert sind. Tatsächlich ist es so, dass Fragen zur Inflation und Zinseszinsrechnung häufig zum Sekundarschulcurriculum gehören. Und was ist mit den Jungen, die gemäss den Medien ja sehr oft in die «Schuldenfalle» geraten? Unsere Ergebnisse zeigen nicht, dass die Jungen generell nichts über Finanzen wissen. Nur bei der Frage nach der Inflation schneiden sie schlecht ab verständlich, denn sie haben ja noch keine erlebt. Die ganz Jungen schneiden im Quervergleich am besten bei den Fragen nach Zinseszins und Diversifikation. Die ganz Alten wissen umgekehrt bei der Frage nach der Inflation am besten Bescheid. Dass Junge schlechter mit Finanzfragen umgehen als Ältere, ist nicht festzustellen. Was haben Sie noch herausgefunden? Im zweiten Teil der Studie haben wir die Frage gestellt: Sind die Leute, die mehr wissen, auch finanzaktiver: Verschulden sie sich eher, investieren sie in Aktien? Und es ist tatsächlich so: Wer mehr über Finanzen weiss, ist auch aktiver in Finanzdingen. Dieses Resultat ist auch für die Politik interessant: Man kann zum Beispiel die Frage stellen, ob man die Leute mit neuen Regulierungen wie dem Kollektivanlage-Gesetz besser schützen muss. Persönlich halte ich den besseren Schutz für eine gute Sache. Um als Konsument überhaupt von mehr Transparenz zu profitieren, muss ein Basiswissen in Finanzfragen vorhanden sein. Dies scheint gegeben. Müsste man nicht jene Hälfte der Bevölkerung, die zu wenig Bescheid in Finanzfragen weiss, besser schulen? Die Frage stellt sich tatsächlich, ob man nicht für die 50 Prozent der Leute, die wenig verstehen, spezielle Schulungs- und Ausbildungsprogramme schaffen müsste. Oft konzentrieren sich solche Spezialangebote etwa das Programm «Iconomix» der Schweizer Nationalbank auf Junge. Und gerade die wissen ja, wie wir herausgefunden haben, relativ gut Bescheid. Wenn solche Angebote geschaffen werden, dann müssten sie sich speziell an ärmere Haushalte, und an solche, welche die Grundschule nicht in der Schweiz besucht haben, wenden. Aber sollte man Frauen wirklich dazu «verdonnern», Finanzkurse zu belegen? Sie wissen in der Regel auch weniger über Fussball, Panzer oder Autos als Männer weil sie sich weniger dafür interessieren. Aus dem Ergebnis unserer Studie ist nicht schlüssig ableitbar, ob es mehr Ausbildung oder Schulung braucht. Und ich selbst habe hier auch keine schlüssige Antwort. Sicher aber bedeutet das Ergebnis für die Banken, dass sie mit ihrer weiblichen Kundschaft in der Beratung anders umgehen muss, weil sie weniger Basis-Finanzwissen mitbringt. Gibt es denn nicht eine umgekehrte Kausalität: Nicht weil ich viel über Finanzen weiss, investiere ich, sondern weil ich investieren will, informiere ich mich? Natürlich informieren sich die Leute dann, wenn sie investieren. Also wissen sie auch mehr. Wir haben auch versucht, das auseinanderzuhalten. Bei der Frage nach Diversifikation, also nach dem Risiko bei Investitionen, gibt es einen engeren Zusammenhang und daher auch eine umgekehrte Kausalität, wohl etwa in der Hälfte der Fälle. Bei Inflation und Zinseszins spielt das weniger eine Rolle. Nun könnte man ja sagen, dass Ihre Studie viel Bekanntes einfach bestätigt. Was ist dann der Erkenntnisgewinn einer solchen Arbeit? Empirische Studien bestätigen häufig den «common sense», das ist richtig. Gerade als praxis- und politiknahe Universität beschäftigen sich die HSG und damit ihre Professoren mit wichtigen Themen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Unsere Aufgabe ist es, diese zu analysieren und das, was man eigentlich meint zu wissen, nachzuprüfen. Dabei interessiert uns natürlich nicht nur, ob eine allgemeine Meinung stimmt oder nicht, sondern auch das Ausmass der Phänomene und deren Bedeutung für die Gesellschaft oder eine bestimmte Branche. Gibt es Fragen in der Studie, denen Sie in weiteren Forschungsarbeiten nachgehen werden? Ausgehend von diesen Ergebnissen gibt es verschiedene Themen: Interessant ist etwa die Frage, welche Risiken im Moment für Haushalte und Banken beim Kauf sehr teurer Häuser entstehen. Oder jene nach der Beziehung zwischen dem Finanzwissen von einzelnen Personen und der Art von Hypothekarverträgen, die sie abschliessen. Wie fliessen die Ergebnisse einer solchen Studie in die Lehre ein? Die Finance-Professoren auf der ganzen Welt haben sich im Zug der Finanzkrise gefragt, ob sie richtig ausbilden. An den meisten Universitäten, auch an der HSG, wird das aus meiner Sicht sehr gut gemacht. Wir lehren die grossen Zusammenhänge Rolle der Banken für die Volkswirtschaft, Risiken im Finanzsektor, Sinn von Regulierungen etc. genauso wie Führung und Management im Bereich Finance. Und auch die ganz konkreten Beispiele, wie sie in der Studie Thema sind: Was kann zur Überschuldung von Haushalten führen? Ich bin sicher, dass wir unseren Studierenden in diesem Sinn eine umfassende Ausbildung geben. Interview: Roger Tinner, Fotos: Flo Brunner * Martin Brown, Roman Graf: Financial Literacy, Household Investment and Household Debt: Evidence from Switzerland Lehrstuhl_Brown/Homepage_Brown. aspx 05 alma 1 / 2013

8 Sichern Sie Ihre Zukunft und sparen Sie Steuern. Mit Raiffeisen als Vorsorgepartner. Das finanzielle Wohl der Familie, ein Eigenheim, die frühzeitige Pensionierung oder einfach der Aufbau eines Vermögens. Ganz gleich, welches Ziel Sie verfolgen wir unterstützen Sie dabei. Und finden gemeinsam mit Ihnen eine individuelle Lösung. Zum Beispiel mit dem Vorsorgeplan 3, der nicht nur 1,75 % Vorzugszins bietet, sondern auch attraktive Steuerersparnisse ermöglicht. Planen auch Sie Ihre sichere Zukunft schon heute. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin. Wir machen den Weg frei

9 Fokus Zukunft Finanzplatz Schweiz: «Wie gross, wie komplex sollen Banken sein?» Eine Zusammenarbeit von: School of Finance Die Veranstaltungsreihe zum Thema «Zukunft Finanzplatz Schweiz» wird am Montag, 4. Februar 2013 eröffnet. Unter der Leitung der School of Finance der Universität St.Gallen und HSG Alumni wird von nun an jährlich ein aktuelles, politisches wie auch international relevantes Thema aufgegriffen, das den Finanzplatz Schweiz betrifft. Die Eröffnungsveranstaltung befasst sich mit dem Thema «Wie gross, wie komplex sollen Banken sein?». Zukunft Finanzplatz Schweiz «Wie gross, wie komplex sollen Banken sein?» Montag, 4. Februar 2013 Weiterbildungszentrum Holzweid (WBZ), St.Gallen Manuel Ammann und Martin Brown Grosse Universalbanken sind das Wahrzeichen des Finanzplatzes Schweiz. Das verwaltete Vermögen von Credit Suisse und UBS entspricht dem Sechsfachen des Schweizer BIP, während die Bilanzsumme der beiden Konzerne das Vierfache des BIP ausmacht. Die Grossbanken sind nicht nur global tätig, sondern dominieren auch den inländischen Bankenmarkt: Credit Suisse und UBS halten zusammen etwa ein Drittel der inländischen Kundeneinlagen und Kredite und spielen eine zentrale Rolle im Zahlungsverkehr. Weshalb brauchen wir diese grossen Universalbanken? Wo sind die Synergien und Skalenerträge zu orten? Welche betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Risiken bergen grosse integrierte Banken? Können und sollen diese Risiken durch Regulierung eingedämmt werden? Der Schweizer Bankensektor ist durch eine zunehmende Konzentration der Akteure gekennzeichnet. Seit dem letzten Immobilienboom Ende der Achtziger Jahre ist die Anzahl im Inlandgeschäft tätiger Banken von mehr als 250 auf weniger als 100 zurückgegangen. Gleichzeitig hat eine Diversifikation der Tätigkeiten aller Banktypen stattgefunden. Die Grossbanken haben ihr Kerngeschäft der Vermögensverwaltung mit dem Investmentbanking ergänzt. Retailbanken sind zunehmend auch in der Vermögensverwaltung tätig. Die Kantonalbanken weiten ihre Kredittätigkeit über ihren «Heimmarkt» hinaus aus. Wie wirkt sich diese Konzentration und Diversifikation auf die Profitabilität und Stabilität der einzelnen Banken aus? Ist der Bankensektor heute besser gerüstet für mögliche Zinsanstiege und Kreditausfälle als zu Beginn der 1990er? Sind durch die Konzentration und Diversifikation auch kleinere Banken «systemrelevant» geworden? Was bedeutet dies für die Politik zur Gewährleistung der Finanzstabilität? Für die Gestaltung der zukünftigen Finanzsektorpolitik und für die Akzeptanz dieser Politik in der Bevölkerung sind klare Antworten auf Referenten Dr. Josef Ackermann, Präsident des Verwaltungsrates, Zurich Insurance Group die obigen Fragen notwendig. Wir freuen uns auf eine kontroverse und konstruktive Diskussion mit Ihnen und unseren hochkarätigen Rednern (siehe Referentenübersicht). Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung unter: Dr. Patrick Raafl aub, CEO, Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Center for Financial Studies, Goethe-Universität, Frankfurt Raymond J. Bär, Ehrenpräsident des Verwaltungsrates, Julius Bär Gruppe AG Dr. Pierin Vincenz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen Gruppe Prof. Dr. Thomas Wiedmer, Stv. Mitglied des Direktoriums, Schweizerische Nationalbank 07 alma 1 / 2013

10 President s Corner Fokus Start-up «MyMoneyPark» ein «neues Kapitel» im Banking Bei «MyMoneyPark» werden Kunden persönlich zu Hypothekar- und Anlagefragen über eine innovative Beratungsplattform beraten. Der HSG-Absolvent Leo Grünstein will als Co-Gründer des Start-ups zusammen mit seinem Geschäftspartner ein neues Kapitel im Bereich Banking aufschlagen. Liebe Alumnae, liebe Alumni, Es gibt manchmal Themen, die so wichtig sind, dass es gleich eine ganze Veranstaltungsreihe dazu gibt. Das Thema «Zukunft Finanzplatz Schweiz» ist so eines, und unter der Leitung der School of Finance und HSG Alumni wird am 4. Februar 2013 die Veranstaltungsreihe zu dieser Thematik eröffnet. Von nun an wird jährlich ein aktuelles, politisches wie auch international relevantes Thema aufgegriffen, das den Finanzplatz Schweiz betrifft. Die Eröffnungsveranstaltung befasst sich mit dem Thema «Wie gross, wie komplex sollen Banken sein?». Das Programm im Detail findet Ihr auf Seite 7 dieser «alma». Für HSG Alumni sind solche Veranstaltungen aus mehreren Gründen wichtig: Hier steht das «Brainraising» im Vordergrund: Universität und Alumni treten zu einer bestimmten Thematik in einen Dialog und entwickeln zukunftsweisende Thesen, Modelle und Massnahmen. Dabei schaffen wir in der Zusammenarbeit auch gesellschaftlichen Nutzen, weit über HSG und Alumni hinaus. Wir freuen uns, wenn wir mit dieser neuen Reihe einen weiteren Schwerpunkt setzen und gemeinsam mit der Universität bzw. der School of Finance umsetzen können. Ich bin sicher, dass viele Alumnae und Alumni die Gelegenheit nutzen werden, bei dieser wichtigen Debatte mit dabei zu sein. Ich freue mich, Euch dort persönlich zu begrüssen. Herzlichst, Euer Urs Landolf Präsident HSG Alumni Mario Tinner Leo Grünstein ist Multi-Unternehmer: Bereits während seines Studiums an der HSG gründete er erstmals ein Unternehmen. Über die Jahre kamen viele Gründungen hinzu, sodass er heute an über 20 Firmen beteiligt ist. Die Grundlagen für seine Karriere eignete er sich im Bachelor-Studium an der HSG an. Darauf sammelte Grünstein Erfahrung als Investment-Banker bei der HSBC-Bank in London. Anschliessend absolvierte er den MBA-Studiengang an der Columbia Business School in New York. Vom «Start-up-Virus» infiziert Der HSGler sagt, er habe an der Universität St.Gallen gelernt, strukturiert zu denken und die wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen wie Buchhaltung vermittelt bekommen. Der Einblick in die «wahre» Welt habe ihm aber etwas gefehlt. Deshalb kamen die Anstösse für eine bzw. mehrere Gründungen eher aus eigenem Antrieb als durch die Uni. Dafür konnte er sich an der HSG, wie er sagt, «ein tolles Netzwerk, sowohl privat als auch beruflich, aufbauen». Grünstein scheint von einer Art «Startup-Virus» infiziert zu sein. Die Idee des «Group Buying» hat es ihm angetan: «Ich bin auf eigene Faust als Co-Founder los und habe in verschiedenen Ländern erfolgreiche Group Buying-Unternehmen, mit Unterstützung von starken lokalen Co-Founding Teams, aufgebaut.», erklärt der Unternehmer. Äusserst erfolgreich sei er damit zum Beispiel in Südafrika und Israel. Auch im Bereich E-Commerce konnte er erfolgreich gründen: Während seiner Zeit bei McKinsey gründete er eine Unternehmung, die das in «Mit einem Weltklasse- Team gemeinsam zur Veränderung einer gesamten Industrie beizutragen. So wird der Job zu einer Passion.» den USA erfolgreiche Konzept von Birchbox.com verfolgte. Wie er selbst sagt, hilft und half ihm im Geschäftsleben vor allem das strukturierte Denken bei der Neugründung, die viele Überlegungen, Verantwortung und Herzblut braucht(e), ein nützliches Werkzeug. «My- MoneyPark» ist allerdings die erste Unternehmung für Grünstein, bei der er sich vollzeitlich in die operative Geschäftsleitung einbringt. Neue Ansätze «Die Idee hinter MyMoneyPark ist es, Retailund Affluent-Banking (Geschäft mit Kunden, die sich im Vermögensaufbau befinden) wieder kundenfreundlich zu machen. Wir brechen die Wertschöpfungskette im Banking auf und konzentrieren uns einzig auf eine professionelle Beratung, um wirklich unabhängig sein zu können», meint Grünstein. Der Trend hin zu mehr Transparenz und Kundenfreundlichkeit bringt auch Aufschwung für das junge Unternehmen. Ob die Geschäftsidee längerfristig funktioniert, ist im Moment noch offen: «Die bisherige Entwicklung und die ersten Geschäftszahlen lassen jedoch auf erfolgreiches Wirtschaften hoffen.» Das Unternehmen mit aktuell gut 35 Mitarbeitern wird von Grünstein und seinem Geschäfts- und Gründungspartner, Dr. Stefan Heitmann, geführt. Ihre Kernprodukte sind die Hypothekar- und Anlageberatung. Dabei verfügen sie über «das grösste Netzwerk an Finanzierungspartnern in der Schweiz (Grossbanken, Kantonalbanken, Regionalbanken, Versicherungen, etc.)». Neben dem 8 alma 1 / 2013

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