Teurer Kampf gegen Aids

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Teurer Kampf gegen Aids"

Transkript

1 ISSN X G 4120 Präsident: Dr. Hans-Dietrich Winkhaus Direktor: Professor Dr. Michael Hüther Mitglieder: Verbände und Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland 48 Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Jg. 32, 30. November 2006 Teurer Kampf gegen Aids Um die Immunschwächekrankheit Aids zu bekämpfen, braucht es vor allem viel Geld. Das Koordinierungsprogramm der Vereinten Nationen, UNAIDS, veranschlagt seine Kosten für präventive und medizinische Maßnahmen allein in den Entwicklungs- und Schwellenländern im Jahr 2007 auf gut 18 Milliarden Dollar. Angesichts der steigenden Zahl von HIV- Infizierten werden 2008 sogar mehr als 22 Milliarden Dollar benötigt, um in den armen Regionen der Welt Aufklärung zu betreiben, die Versorgung mit Medikamenten zu verbessern und Aids-Waisen zu Aids: Vorbeugung an erster Stelle So viele Milliarden Dollar veranschlagt die UNAIDS für die Bekämpfung von Aids in den Niedriglohn- und Schwellenländern Personal Verwaltung Unterstützung für Kinder Pflege und Behandlung Prävention Quelle: UNAIDS Bereits bewilligte Mittel insgesamt 14,9 0,4 1,5 1,6 3,0 8,4 8,9 helfen. Diese Beträge aufzubringen, ist für die Vereinten Nationen ein mühsames Unterfangen. Für 2007 sind erst 10 Milliarden Dollar gesichert immerhin 1,1 Milliarden Dollar mehr als im laufenden Jahr. Einen Großteil des Geldes steuern regelmäßig die 22 Mitgliedsstaaten des OECD-Entwicklungshilfeausschusses bei. Deutschlands Anteil belief sich im Jahr 2004 auf vergleichsweise bescheidene 105 Millionen Dollar. In den UN-Topf fließen zudem Mittel anderer internationaler Organisationen wie der Weltbank sowie private Spenden. 18,1 0,6 1,4 2,1 4,0 10,0 10,0 22,1 0,9 1,8 2,7 5,3 11, In dieser Woche Konjunktur: Wie die Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, blicken die deutschen Unternehmen optimistisch ins kommende Jahr. Die Firmen rechnen nicht nur mit einer weiter steigenden Produktion, höheren Exporten und mehr Investitionen, sondern auch mit neuen Arbeitsplätzen. Seite 2 Arbeitsmarktregulierung: Wenn Vater Staat seine schützende Hand über die Arbeitsplätze legt, sollten sich die Menschen eigentlich sicherer wähnen. Eine IW-Studie belegt das Gegenteil: Die Beschäftigten empfinden ihren Arbeitsplatz gerade in den Ländern als sicher, in denen die Arbeitsmärkte weniger reguliert sind. Seite 3 Wohneigentum: Die Deutschen können derzeit unter vergleichsweise vielen und hochwertigen Mietwohnungen wählen. Daher wohnt die Mehrzahl der Bundesbürger nicht in der eigenen Immobilie. Für die Gesamtwirtschaft ist das kein Nachteil. Deshalb sollte der Staat weiterhin darauf verzichten, Wohnungskäufern finanziell unter die Arme zu greifen. Seite 4-5 Steuerreform: Die Unternehmenssteuersätze für einbehaltene Gewinne sinken zwar unter die psychologisch wichtige 30-Prozent-Marke. Insgesamt werden die Firmen aber nur um 5 Milliarden Euro entlastet. Da der Staat aufgrund der guten Konjunktur von den Unternehmen allein in diesem Jahr 16 Milliarden Euro zusätzlich einnimmt, gehören einige Gegenfinanzierungsmaßnahmen noch einmal auf den Prüfstand. Seite 6-7 Globalisierungsvorteil: Würden Spielzeug, Digitalkameras und Laufschuhe nicht in Niedriglohnländern, sondern in Deutschland hergestellt, wären sie für zahlreiche Bundesbürger vermutlich zu teuer. Seite 8 Redaktion: Abo-Service Fax -504

2 Seite 2 / Nr November 2006 Konjunktur Ungebrochener Aufwärtstrend Die Unternehmen in Deutschland blicken recht optimistisch ins kommende Jahr wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Die Firmen rechnen unterm Strich nicht nur mit einer weiter steigenden Produktion, höheren Exporten und mehr Investitionen. Auch die Chancen auf neue Arbeitsplätze stehen gut. Obwohl die Mehrwertsteuererhöhung die Verbraucher nicht kauflustiger stimmen dürfte und die Weltwirtschaft einen Gang zurückschaltet, wird der Aufschwung keinesfalls abgewürgt. Die vom IW Köln im Herbst befragten Unternehmen sind jedenfalls guter Dinge: Geschäftslage im Herbst Die Firmen zeigen sich mit ihrer Situation so zufrieden wie noch nie seit der ersten gesamtdeutschen IW-Umfrage im Jahr Gut 55 Prozent verzeichnen einen Produktionsanstieg gegenüber dem Vorjahr, nur noch knapp 13 Prozent melden eine rückläufige Geschäftstätigkeit. In Westdeutschland ist das Verhältnis mit 58 zu 12 Prozent besonders günstig. Vor allem in der Bauwirtschaft geht es bergauf dort beurteilen 63 Prozent der Betriebe ihre Lage als verbessert. Von den ostdeutschen Firmen schätzen knapp 40 Prozent ihre geschäftlichen Verhältnisse vorteilhafter ein als im Herbst 2005; lediglich 16 Prozent sprechen vom Gegenteil. Unter den Investitionsgüterproduzenten in Ostdeutschland halten sogar 68 Prozent den Daumen hoch. Erwartungen für das Jahr Die vom IW befragten Unternehmen sehen ihre nähere Zukunft eher rosig: Produktion. Der Aufwärtstrend hält im nächsten Jahr fast ungebremst an (Grafik): Jedes zweite Unternehmen in Deutschland erwartet für 2007 eine höhere Produktionsleistung als 2006 nur jedes neunte rechnet mit einem sinkenden Output. Von den westdeutschen Investitionsgüterherstellern haben sogar 56 Prozent ein Produktionsplus auf der Rechnung und lediglich 6 Prozent ein Minus. In den anderen Zweigen des Verarbeitenden Gewerbes übersteigt der Anteil der Optimisten jenen der Pessimisten um jeweils rund 35 Prozentpunkte. Damit zieht die West- Industrie als Konjunkturmotor die mit ihr verbundenen Dienstleistungen mit. Und selbst in der Bauwirtschaft der alten Bundesländer hält ein Drittel der Betriebe eine Verbesserung für wahrscheinlich. In Ostdeutschland rechnen 39 Prozent der Befragten mit einer Produktionsausweitung und nur 16 Prozent mit einem Rückgang. Hier fällt jedoch das starke Branchengefälle auf. Während die Erzeuger von Investitionsgütern zu 60 Prozent von einem höheren Output im Jahr 2007 überzeugt sind, gilt dies im Bausektor gerade einmal für 21 Prozent. Export. Die Chancen stehen gut, dass die Ausfuhren der Unternehmen im kommenden Jahr erneut auf Rekordniveau steigen. Denn 42 Prozent der Firmen gehen von einem Exportplus aus und weniger als 5 Prozent von einem Minus. Anlass zu diesen positiven Erwartungen gibt unter anderem, dass die Betriebe mit ihrer Produktpalette den Wünschen der Auslandskunden entsprechen und dank der zuletzt moderaten Kostenentwicklung ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern konnten. Investitionen. Die robuste Exportkonjunktur verleiht der inländischen Wirtschaft Impulse und kurbelt die Investitionstätigkeit an: Gut ein Drittel der Unternehmen wird seine Investitionen auch im kommenden Jahr voraussichtlich ausweiten lediglich ein Sechstel plant, die entsprechenden Budgets zu kürzen. Zu dieser Entwicklung dürften nicht zuletzt die in diesem Jahr wieder gestiegenen Erträge beigetragen haben. Beschäftigung. Der Aufschwung hat 2006 den Arbeitsmarkt erreicht von Januar bis September wurden knapp bzw. 0,5 Prozent mehr Erwerbstätige gezählt als im gleichen Zeitraum Laut IW-Umfrage wollen 29 Prozent der Betriebe auch 2007 ihre Belegschaft vergrößern, nur 18 Prozent halten Stellenstreichungen für erforderlich. Allerdings ist vor allem im Osten die Spanne groß. Während in der dortigen Investitionsgüterindustrie 43 Prozent einen Jobzuwachs und lediglich 10 Prozent Kürzungen planen, überwiegt im Bausowie im Konsumgütergewerbe noch der Beschäftigungsabbau. Konjunktur: Auf der Sonnenseite So viel Prozent der befragten Unternehmen erwarten für das Jahr 2007 eine Abnahme Zunahme von... Produktion Export Erträgen Investitionen Beschäftigung Westdeutschland Ostdeutschland Insgesamt 10,1 51,5 15,7 39,2 10,9 49,7 4,5 44,2 4,2 28,6 4,5 41,9 20,6 34,1 21,8 30,7 20,8 33,6 15,8 37,8 23,5 26,0 17,0 36,0 18,0 29,9 19,3 22,6 18,2 28,8 Rest zu 100: gleichbleibend; Quelle: IW-Befragung von Unternehmen in Westdeutschland und 596 Unternehmen in Ostdeutschland im Oktober/November 2006

3 Seite 3 / Nr November 2006 Arbeitsmarktregulierung Nicht immer eine sichere Bank Wenn Vater Staat schützend über die Arbeitsplätze wacht, sollten sich die Menschen eigentlich sicherer wähnen. Dem ist nicht so. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) empfinden die Beschäftigten gerade in den Ländern ihren Job als sicher, in denen die Arbeitsmärkte weniger reguliert sind. *) Wie eins die Menschen mit ihrem Leben sind, wird meist anhand von harten Fakten gemessen. Dabei setzt man schlicht voraus: Je höher das Einkommen, desto höher ist die individuelle Lebenszufriedenheit. Dass Geld allein aber nicht glücklich macht, ist eine Binsenweisheit. Denn ob man glücklich und zufrieden ist, hängt von weitaus mehr Faktoren ab etwa von Gesundheit und Bildung, aber auch davon, wie sehr man den Mitmenschen vertrauen kann, wie stabil das politische Umfeld ist und wie verlässlich das Rechtssystem. Eine Befragung der Bürger in 17 europäischen Ländern im Jahr 2004 brachte zutage: Die Menschen in Polen waren kaum weniger glücklich und zufrieden mit ihrem Leben als die Menschen in Norwegen obwohl diese gut das Dreifache verdienten. Wesentlich für das Well Being ist auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und die subjektiv empfundene Arbeitsplatzsicherheit. Im letzten Punkt sind sich die Europäer aber längst nicht einig, wie eine Befragung von rund Beschäftigten im Jahr 2004 im Rahmen des European Social Survey ergab. Demnach meinten etwa 42 Prozent der Befragten in der Schweiz, ihr Arbeitsplatz sei eine sichere Bank, nur 5 Prozent konnten dies nicht bestätigen. In Dänemark halten sich knapp 32 Prozent der Beschäftigten vor Unbill gefeit, und nur 9 Prozent machen sich Sorgen. Ganz anders sieht es hierzulande aus: In Deutschland halten trotz hohem Kündigungsschutz lediglich 18 Prozent der Beschäftigten ihren Job für sicher; genauso viele waren anderer Meinung. Arbeitsmarktregulierung: Jobs nicht sicherer Index für Arbeitsmarktregulierung (0=geringe, 6=hohe Regulierung) und für empfundene Arbeitsplatzsicherheit (1=geringe, 4=hohe Sicherheit) Arbeitsmarktregulierung Arbeitsplatzsicherheit Vereinigtes Königreich Schweiz Dänemark Belgien Finnland Polen Norwegen Österreich Griechenland Spanien Deutschland Schweden 1,1 1,2 1,5 1,7 2,2 2,2 2,3 2,4 2,4 2,6 2,7 2,9 2,97 3,21 2,93 3,09 3,04 2,59 3,00 2,91 2,62 2,91 2,56 2,93 Tschechien 3,3 2,36 Portugal 4,3 2, Stand: 2004; Arbeitsmarktregulierung: bezogen auf unbefristete Beschäftigung; empfundene Arbeitsplatzsicherheit: Befragung von rund Beschäftigten in 17 Ländern Europas im Jahr 2004; Ursprungsdaten: European Social Survey, OECD Dabei sind in Dänemark und der Schweiz die staatlichen Schutzzäune rund um den Arbeitsplatz weitaus niedriger als hierzulande. Ein Vergleich von Arbeitsmarktregulierungsdaten und den Umfrageergebnissen zeigt denn auch, dass strikte Regulierung die Menschen nicht zwangsläufig in Sicherheit wiegt (Grafik): Trotz der strengen Arbeitsmarktvorschriften empfinden die Beschäftigten in Tschechien, Deutschland, Polen, Griechenland und Portugal ihre Jobs tendenziell als gefährdet. Länder, die auf mehr Flexibilität setzen, haben zufriedenere Arbeitnehmer. Erklären lässt sich dieser zunächst vielleicht überraschende Zusammenhang durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Struktur der Arbeitslosigkeit. So wird die eigene Stelle dann als wenig gefährdet angesehen, wenn die Arbeitslosigkeit insgesamt sowie deren durchschnittliche Dauer gering sind. Während in Deutschland mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen zu den Langzeitarbeitslosen zählt und damit länger als ein Jahr ohne Beschäftigung ist, hat in Dänemark, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich durchschnittlich nur jeder vierte Arbeitslose länger als zwölf Monate keinen Job. In allen drei Ländern haben weniger Menschen Angst um ihre Stelle, offensichtlich auch in dem Wissen, dass sie nach einer Kündigung nicht lange arbeitslos bleiben. Die gefühlte Jobsicherheit hängt zudem vom Bildungsniveau ab: Nur jeder vierte Höherqualifizierte in den betrachteten Ländern hat Angst vor einem Jobverlust, aber vier von zehn Geringqualifizierten machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Wichtig ist offenbar, dass jemand nach einem Arbeitsplatzverlust gute Chancen auf eine schnelle Wiederbeschäftigung hat, dann sind die Sorgen um den derzeitigen Job auch kleiner selbst wenn dieser befristet ist. Es ist also sinnvoll, die um die Jobs errichteten Schutzzäune zu senken. Die Dänen machen das längst vor mit einer Kombination aus geringer Regulierung, vergleichsweise großzügigem und zeitlich begrenztem Arbeitslosengeld, aber auch klaren Forderungen an Arbeitslose und umfangreicher Unterstützung bei der Arbeitssuche. Dort sind die Menschen nicht nur sehr zufrieden mit ihren Jobs, sondern auch sehr optimistisch, diese zu behalten. *) Vgl.: Dominik H. Enste, Stefan Hardege: Regulierung, Arbeitsplatzsicherheit und Wohlbefinden, in: IW-Trends 4/2006.

4 Seite 4 / Nr November 2006 Wohneigentum Staatliche Aufbaukur unnötig Die Immobilienseiten der Tageszeitungen lassen es schon erahnen: Die Bundesbürger können unter vergleichsweise vielen und hochwertigen Mietwohnungen wählen. Im Gegensatz etwa zu Spaniern und Briten wohnt daher die Mehrzahl der Deutschen nicht in der eigenen Immobilie. Für die Gesamtwirtschaft ist das kein Nachteil. Der Staat sollte deshalb weiterhin darauf verzichten, Wohnungskäufern finanziell unter die Arme zu greifen. *) Die Deutschen sind nach wie vor eine Mieternation. Das zeigen die aktuellsten Daten der Europäischen Union (Grafik). Danach lebten im Jahr 2002 rund 16,5 Millionen Haushalte und damit lediglich 43 Prozent aller Haushalte hierzulande in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus. In Großbritannien zum Beispiel lag die so genannte Wohneigentumsquote dagegen bei 69 Prozent, in Spanien sogar bei 82 Prozent. Dass die Bundesbürger lieber Monat für Monat Miete zahlen, als sich die eigenen vier Wände zu kaufen, hat vor allem zwei Gründe: 1. Gute Auswahl an Mietwohnungen. Mit den staatlichen Geldern des sozialen Wohnungsbaus im Rücken haben die öffentlichen und gemeinnützigen Immobilienunternehmen bereits seit den fünfziger Jahren Hunderttausende günstiger Mietwohnungen geschaffen. Die Mittel des sozialen Wohnungsbaus flossen jedoch auch an private Investoren. Diese mussten sich lediglich verpflichten, die Mieten für einen bestimmten Zeitraum unter dem Marktniveau zu halten. War die Mietbindungsfrist abgelaufen, konnten sie die Wohnungen an jeden Bewerber zu den üblichen Konditionen vermieten. Auf diese Weise entstand in Deutschland ein großes Angebot an privat vermieteten Wohnungen. Bei den Bundesbürgern sind diese Immobilien durchaus beliebt, selbst in der zahlungskräftigeren Mittelschicht. Denn der Staat verlangt, dass Wohnungen, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstehen, hohen Qualitätsansprüchen genügen. In anderen Ländern hat der soziale Wohnungsbau dagegen nicht zu einem großen Angebot an attraktiven Mietobjekten geführt. In Großbritannien etwa erhielten private Investoren keine öffentlichen Gelder und interessierten sich daher kaum für den Bau von Mietwohnungen. Stattdessen flossen die Mittel Wohneigentum: Mieterrepublik Deutschland So viel Prozent der Haushalte wohnen im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung Spanien Italien Irland Vereinigtes Königreich Belgien Österreich Auswahl; Spanien, Vereinigtes Königreich, Belgien: 1981 statt 1980; Frankreich: 1978 statt 1980; Irland, Frankreich, Deutschland: 2002 statt 2003; Vereinigtes Königreich, Schweden: 2001 statt 2003; Deutschland: 1980 Westdeutschland; Ursprungsdaten: EU Housing Statistics Frankreich Niederlande Dänemark Schweden Deutschland ausschließlich an gemeinnützige Gesellschaften und Kommunen, die aber alleine nicht in der Lage waren, eine ausreichende Zahl an Mietimmobilien zu schaffen. Zudem schrieb die britische Regierung vor, dass die Council Flats möglichst billig gebaut werden mussten. Entsprechend sehen die Behausungen aus. Wer es sich leisten kann, kauft daher lieber seine eigene Bleibe. Auch abseits des sozialen Wohnungsbaus bot der deutsche Markt für Wohnimmobilien lange Zeit deutlich bessere Perspektiven. Zwar ist das hiesige Mietrecht gerade im Bereich des Kündigungsschutzes stark reguliert. Aber zumindest dürfen die Eigentümer die Mieten in Richtung Marktniveau anheben, so dass sie unterm Strich Geld verdienen können. In Großbritannien dagegen waren die Mieten lange Zeit staatlich stark reguliert. Die Vermieter erhielten daher von ihren Bewohnern teilweise nicht mal die Hälfte des Marktpreises. Diese Politik verkaufte die britische Regierung als fair rent, was für die Vermieter wie reiner Hohn geklungen haben muss. Den Spaniern und Österreichern erging es allerdings nicht besser. In beiden Ländern wurden die Mieten bis weit in die achtziger Jahre hinein eingefroren. Zudem durften Bewohner ihre Mietverträge an bis zu zwei Generationen weitervererben und eine Kündigung von Seiten der Vermieter war praktisch ausgeschlossen. All diese Maßnahmen sollten die Mieter schützen. Wie so viele staatliche Regulierungen erreichten sie jedoch das Gegenteil: Die Vermietung von Immobilien versprach keine guten Geschäfte. Viele private Investoren verkauften daher ihre Wohnungen an Selbstnutzer, andere verzichteten auf Renovierungen. Erst in den neunziger Jahren haben Länder wie Großbritannien, Spanien und *) Das Gutachten des IW Köln Mietwohnungsmarkt und Wohneigentum Zwei Seiten einer Medaille ist beim Verband deutscher Pfandbriefbanken erhältlich; Weitere Informationen über den Zusammenhang zwischen Immobilienmärkten und Gesamtwirtschaft: Manfred Jäger, Michael Voigtländer: Immobilienfinanzierung Hypothekenmärkte und ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung, IW-Analysen Nr. 22, Köln 2006, 60 Seiten, 16,80 Euro, Bestellung über Fax: , oder unter:

5 Seite 5 / Nr November 2006 USA: Mehr Immobilienbesitzer, weniger Ersparnisse So viel Prozent der Haushalte in den USA wohnen im eigenen 10 Haus oder der eigenen Wohnung 8 6 8,37 68,5 4 64,3 2 0 So viel Prozent ihres verfügbaren Einkommens sparen die US-amerikanischen Haushalte -0, jeweils Januar; negativer Wert: Haushalte haben sich unterm Strich verschuldet Ursprungsdaten: OECD, US Census Bureau Österreich ihren Mietwohnungsmarkt liberalisiert. Bis die Investoren Vertrauen in die neue Politik gewinnen und ihr Geld wieder in Mietimmobilien stecken, wird jedoch einige Zeit vergehen. Solange haben die Bürger oft kaum eine andere Wahl, als eine Wohnung zu erstehen. 2. Geringere Unterstützung für Käufer. Wer in den Niederlanden, Spanien und Österreich den Kauf einer eigenen Wohnung über Kredit finanziert, kann einen großen Teil der Zinsen anschließend von der Steuer absetzen. Der deutsche Fiskus dagegen erlaubt das seit 1986 mit einigen Ausnahmen nicht mehr. Stattdessen förderten Bund und Länder seit Mitte der neunziger Jahre Haushalte, die selbst genutzten Wohnraum erwarben, mit bis zu 8 Milliarden Euro Eigenheimzulage im Jahr. Unterm Strich erhielten deutsche Immobilienkäufer jedoch weniger Unterstützung, als in anderen Ländern: Durch die Zulagen und steuerlichen Abzugsmöglichkeiten sank die Zinsbelastung für Immobilienkäufer in Deutschland im Jahr 2000 um 0,43 Prozentpunkte, während sie in den Niederlanden um gut 2 Punkte und in Spanien um 1 Punkt schrumpfte. Zudem können die steuerlichen Vorteile im Ausland bei jedem Immobilienkauf neu in Anspruch genommen werden. Die Deutschen durften die Eigenheimzulage hingegen nur ein- oder zweimal in ihrem Leben beantragen. Viele Bundesbürger haben daher mit dem Einzug in die eigenen vier Wände so lange gewartet, bis sie sich ihre Traumimmobilie leisten konnten. Im Januar 2006 hat die Bundesregierung die Eigenheimzulage gestrichen und befindet sich damit in bester Gesellschaft. So stiegen etwa auch Großbritannien und Frankreich in den vergangenen Jahren aus der Eigenheimförderung aus. Dennoch wird in Deutschland immer wieder der Ruf nach der Rolle rückwärts laut: Der Staat müsse die Bürger wieder zum Kauf einer Wohnung animieren, weil die geringe Wohneigentumsquote der Volkswirtschaft schade, so die Befürworter von Subventionen. Überzeugen können die Argumente jedoch nicht: Auch Mieter engagieren sich. In den USA setzen sich Hauseigentümer häufiger als Mieter für die soziale Stabilität in ihrem Viertel ein. Das belegt etwa eine Studie renommierter Forscher der Universitäten Harvard und Boston. Für Deutschland lässt sich daraus aber keine Forderung nach einer höheren Wohneigentumsquote ableiten. Denn hierzulande wohnen Mieter deutlich länger in ihren Wohnungen als in den USA. Daher haben sie ähnliche Anreize, sich für ihren Stadtteil zu engagieren wie Hauseigentümer. Arbeitsmarktprobleme. Für den Arbeitsmarkt kann eine höhere Wohneigentumsquote sogar Nachteile bringen. Beispielsweise sind arbeitslose Immobilienbesitzer weniger bereit, für einen neuen Job umzuziehen. Mehr noch: Treibt ein Wirtschaftsboom die Mieten einer Stadt in die Höhe, wandern einige Mieter ins Umland ab. Wohneigentümer bleiben jedoch in der Stadt. Dadurch werden weniger Wohnungen frei und das Mietniveau entspannt sich nicht. Gute Arbeitskräfte von außerhalb überlegen es sich in der Folge zweimal, ob sie einen Job in der Stadt annehmen und sich die hohen Mieten antun. Die Unternehmen können daher so manchen Arbeitsplatz nicht optimal besetzen. Sparquote könnte sinken. Ersparnisse sind wichtig für die Wirtschaft: Was die einen auf die hohe Kante legen, leihen sich die anderen aus, um damit zu investieren. Gerade vor diesem Hintergrund sei eine steigende Wohneigentumsquote wünschenswert, argumentieren Befürworter von Subventionen. Schließlich sparen Immobilienbesitzer in Deutschland mehr als Mieter vor allem in den höheren Einkommensklassen: Von Euro verfügbarem Monatseinkommen legt ein westdeutscher Immobilieneigentümer im Schnitt 20,7 Prozent beiseite. Ein vergleichbarer Mieter spart nur 17,5 Prozent. Dass die gesamtwirtschaftliche Sparquote wächst, sobald mehr Bundesbürger in der eigenen Immobilie wohnen, ist jedoch nicht gesagt. In den USA beispielsweise passierte in den vergangenen Jahren genau das Gegenteil (Grafik). Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) führt jenseits des Atlantiks eine Erhöhung der Wohneigentumsquote um 1 Prozentpunkt zwei Jahre später zu einem Rückgang der Sparquote um fast 0,4 Prozentpunkte. Der Grund: Die Amerikaner gehen aktiver mit Immobilien um. Beispielsweise verkaufen viele ihr Eigenheim an eine Bank. Im Gegenzug sichert ihnen das Geldhaus ein lebenslanges Wohnrecht und eine Rente zu, so dass die Bürger weniger für die Altersvorsorge sparen müssen. Nach dem Tod wird die Bank offiziell Eigentümer und darf die Immobilie dann verkaufen. Solche Geschäfte könnten auch in Deutschland zunehmen. Denn zum einen hat die wachsende Gruppe der Kinderlosen kaum den Wunsch, eines Tages ein schuldenfreies Haus zu vererben. Zum anderen müssen sich die Bürger angesichts sinkender Renten nach zusätzlichen Einkommensquellen im Alter umsehen.

6 Seite 6 / Nr November 2006 Prämierter Erfindergeist Auf Wüstensand soll saftiges Gras wachsen. Mit dieser kühnen Vision verbindet sich ein komplizierter Name: Saatenträgerplatten auf Cellulosefaserkompositbasis. Gemeint ist ein Boden, der bereits Saatgut und alle wichtigen Nährstoffe enthält und nur noch ausgelegt und bewässert werden muss. Diese Erfindung sicherte zwei Mitgliedern des INSTI-Innovationsclubs Pfalz den ersten Platz unter den Senioren beim Wettbewerb insti ideen impulse: i hoch 3, für den das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstmals die Schirmherrschaft übernommen hatte. Derzeit brüten in deutschlandweit 133 INSTI-Erfinderclubs Kreative vom technisch interessierten Kind bis zum gestandenen Ingenieur über ihren Einfällen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) begleitet die Erfinder bei der Entwicklung und Vermarktung der Innovationen. Mit der Maßnahme INSTI Innovationsstimulierung will das BMWi ein innovationsfreundliches Klima in Deutschland schaffen. Die pfiffigsten Neuheiten wurden bei der Preisverleihung am 3. November auf der Internationalen Erfinder-Fachmesse IENA in Nürnberg von Dr. Rainer Jäkel vom BMWi ausgezeichnet. Eine Experten-Jury hatte die jeweils besten drei Erfindungen in den Altersstufen Kinder, Junioren und Senioren ermittelt. Insgesamt gab es Euro zu gewinnen. Bei den Jugendlichen siegte ein Mädchenteam vom Saarbrücker Ludwigsgymnasium und das, obwohl mehr als 82 Prozent der Erfinderclub-Mitglieder männlich sind. Ihr Experimentierkoffer TERRA ermöglicht Versuche im Geografie-Unterricht, so dass die Schüler aktiver in das Unterrichtsgeschehen einbezogen werden können. Der Grundstein für den Koffer wurde bereits im Rahmen des IW- Projekts JUNIOR gelegt. In der Kategorie Nachwuchsforscher bis 13 Jahre überzeugte der elfjährige Michael Stamp vom Ingolstädter Erfinderclub Querdenker die Jury. Sein Papier- Abroller trägt den einprägsamen Namen zack und ab.... Damit lässt sich einhändig Papier von der Küchenrolle abtrennen. Durch das kontrollierte Abreißen soll zum Wohle der Umwelt der Papierverbrauch verringert werden. Näheres zu den Vorhaben INSTI-Erfinderclubs und INSTI-Innovationsstimulierung finden Sie unter: und Steuerreform Psychologische Komponente Die Unternehmenssteuerreform 2008 ist zumindest ein geschickter Schachzug für den Steuerstandort Deutschland: Die Steuersätze für einbehaltene Gewinne sinken nämlich unter die psychologisch wichtige 30-Prozent-Marke. Den Reigen aus Entlastungs- und Finanzierungsmaßnahmen lässt sich der Fiskus allerdings unter dem Strich nur 5 Milliarden Euro kosten. Da der Staat von den Firmen aufgrund der guten Konjunktur allein in diesem Jahr 16 Milliarden Euro zusätzlich an Steuern einnimmt, sollte über einige umstrittene Gegenfinanzierungsmaßnahmen noch einmal nachgedacht werden. Gute Zeiten schlechte Zeiten. Dieser Titel einer TV-Soap lässt sich trefflich auf die Unternehmenssteuerreformpläne von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück übertragen. Denn zum einen verbessert das Reformpaket die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Zum anderen müssen die Unternehmen aber so manche Kröte, genannt Gegenfinanzierung, schlucken, damit die Staatsfinanzen nicht aus dem Ruder laufen heißt es offiziell. Auf der Habenseite können vor allem fünf Posten verbucht werden: 1. Senkung des Körperschaftssteuersatzes. Er wird von 25 auf 15 Prozent reduziert. Das kostet den Fiskus jährlich 11,6 Milliarden Euro. 2. Senkung der Steuermesszahl. Der Steuersatz der Gewerbesteuer besteht aus der Steuermesszahl und dem Hebesatz. Die Steuermesszahl ist ein bundeseinheitlicher Tarif. Dieser beträgt momentan 5 und künftig 3,5 Prozent. Er wird mit dem Gewinn multipliziert. Auf den damit errechneten Steuermessbetrag wird dann der örtliche Hebesatz angewandt, den die Kommunen jedes Jahr individuell festlegen. Den Staat kostet die niedrigere Messzahl 6,3 Milliarden Euro. 3. Anhebung des Anrechnungsfaktors der Gewerbesteuer bei der Einkommenssteuer. Weil bei Personenunternehmen die Gewerbesteuer den Gewerbeertrag, der als Quelle: IW-Berechnung Gewinn der Einkommenssteuer unterliegt, zusätzlich belastet, darf die Gewerbesteuer auf die Einkommenssteuer angerechnet werden in pauschalierter Form. Dieser Faktor wird von 1,8 auf 3,8 erhöht. Den Personenunternehmen bringt das 4,2 Milliarden Euro. 4. Senkung des Einkommenssteuerspitzensatzes für Personenunternehmen bei Gewinneinbehalt. Wenn Eigentümerunternehmer ihre Erträge direkt wieder in die Firma stecken, müssen sie diese wie Kapitalgesellschaften nur noch mit insgesamt 29,8 Prozent versteuern. Bisher war der übliche Einkommenssteuerspitzensatz fällig. Dadurch konnte die Gesamtbelastung für Personenunternehmen Unternehmenssteuerreform: Spürbare Entlastung Von je 100 Euro zusätzlichem Gewinn müssen so viel Prozent an Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag an den Fiskus abgeführt werden im Jahr 2009 nach Umsetzung aller geplanten Reformschritte einbehaltene Gewinne Personenunternehmen 45,7 45,7 Kapitalgesellschaften ,6 52,2 ausgeschüttete Gewinne 29,8 29, ,4 48,3

7 Seite 7 / Nr November 2006 Unternehmenssteuern: Kräftiges Plus in Milliarden Euro Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag 93,1 27,0 33,0 33,0 80,4 79,1 24,5 23,5 22,5 33,3 23,0 32,6 31, ab 2006: Schätzungen; ab 2008: ohne Steuerreform Ursprungsdaten: Bundesministerium der Finanzen Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag 103,1 37,8 87,4 80,1 32,1 73,1 28,4 24,1 32,9 24,9 17,1 21,2 30,5 bis zu 45,7 Prozent betragen (Grafik Seite 6). Der Fiskus verzichtet hier auf fast 5 Milliarden Euro. 5. Einführung einer Abgeltungssteuer mit Veranlagungsoption. Ab 2009 werden von allen Kapitalerträgen (Zinsen, Dividenden etc.) an der Quelle 25 Prozent Steuern abgezogen. Der Staat hat dadurch einen Einnahmeverlust von 1,7 Milliarden Euro. Die entlastenden Maßnahmen führen beim Fiskus insgesamt zu Aufkommenseinbußen von knapp 29 Milliarden Euro im Jahr. Um seine Steuerausfälle gleichwohl in Grenzen zu halten, hat Steinbrück neun Gegenfinanzierungsmaßnahmen in den Gesetzentwurf geschrieben. Sie sind zum Teil ökonomisch und steuerrechtlich problematisch. Die wichtigsten: Abschaffung des Betriebsausgabenabzugs der Gewerbesteuer. Bislang wurde in der Gewerbesteuer eine Art Kostenerstattung für die örtliche Infrastruktur gesehen. Deshalb konnte sie wie jede andere Kostenposition auch als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Jetzt braucht der Staat das Geld zur Gegenfinanzierung. Immerhin bringt diese Änderung dem Fiskus ein zusätzliches Steueraufkommen von jährlich gut 10 Milliarden Euro. Abschaffung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter. In Zukunft dürfen Unternehmen nur noch Jahr für Jahr den gleichen Betrag für den Kauf von Maschinen, Anlagen und Software als Betriebsausgaben abschreiben bislang konnten anfangs etwas größere Teile, und später dann geringere Teile geltend gemacht werden. Der schnellere Wertverlust am Anfang etwa bei Kraftfahrzeugen wird damit künftig nicht mehr berücksichtigt. Die Firmen verlieren dadurch Liquidität, und Investitionen werden weniger rentabel. Gerade innovative Unternehmen trifft das hart, der technologische Wandel wird gebremst. Zusammen mit der eingeschränkten Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter erhofft sich der Fiskus davon knapp 3 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Einführung einer Zinsschranke. Wenn ein international tätiges Unternehmen einen Kredit von seiner ausländischen Tochter aufnimmt und ihr dafür Zinsen zahlt, darf es diese in Zukunft nur noch in einem ganz bestimmten Fall in voller Höhe als Kosten steuerlich geltend machen: Nämlich dann, wenn das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital das in diesem Konzern international übliche Maß nicht überschreitet. Ansonsten muss ein Teil der Zinszahlungen versteuert werden. Auf diese Weise will man Konzerne bestrafen, die Gewinne durch überhöhte Zinszahlungen ins Ausland transferieren. Steinbrücks Beamten erhoffen sich dadurch jährliche Steuermehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro. Besteuerung von Funktionsverlagerungen. Hinter diesem kryptischen Stichwort verbirgt sich nichts anderes als eine Fluchtsteuer. Zwar ist das Verfahren noch nicht ganz klar. Allerdings gibt es Absichtserklärungen, wen man damit treffen will. Ein Dorn im Auge des Finanzministers sind zum Beispiel Unternehmen, die hierzulande aufwendige Forschungsarbeiten steuerlich absetzen, die Entwicklungsergebnisse aber von einem ausländischen Konzernteil nutzen lassen. Dieser produziert dann dort nach neuesten Methoden. Die Früchte der Arbeit erntet jedoch nicht der deutsche Fiskus, sondern der ausländische. Ob eine solche Strafsteuer mit EU- Recht vereinbar ist, bezweifeln Experten. Berlin hat trotzdem schon einmal 1,8 Milliarden Euro im Steuersäckel als Aktivposten eingeplant. 30,4 32,5 Gewerbesteuer 100,7 102,5 36,8 37,6 30,3 33,5 30,2 34,7 107,2 40,2 31,0 36,0 114,0 43,3 33,3 37,3 Insgesamt will sich der Finanzminister fast 24 Milliarden Euro durch die Gegenfinanzierung zurückholen, so dass er durch die Reform lediglich 5 Milliarden Euro verliert. Das stößt den Unternehmen gewaltig auf: Denn Steinbrück gibt damit nur rund ein Drittel der zusätzlichen Steuereinnahmen zurück, die er allein in diesem Jahr von ihnen einkassiert (Grafik). Auch mittelfristig bestünde Spielraum, die Gegenfinanzierungsmaßnahmen zu überdenken. Im Jahr 2010 werden die Finanzämter 26,6 Milliarden Euro Unternehmenssteuern mehr einnehmen als noch 2005 das ist sogar einen Schnaps mehr, als den Firmen durch alle Gegenfinanzierungsmaßnahmen aufgebürdet werden soll. Wenn auch nicht unbedingt finanziell, so ist die Reform doch aus psychologischen Gründen wichtig. Denn für europaweit oder gar weltweit operierende Unternehmen sind überhöhte Steuersätze ein Investitionshemmnis par excellence. Ab 2008 wird hierzulande der Rückgang der tariflichen Gesamtbelastung auf 29,8 Prozent dafür sorgen, dass die Bundesrepublik ihren international unrühmlichen Steuer-Spitzenplatz verliert. Sie wird damit einige wichtige westeuropäische Mitkonkurrenten wie z.b. Italien mit derzeit 37,3 Prozent, Spanien mit 35 Prozent und Frankreich mit 33,3 Prozent unterbieten sofern der internationale Steuerwettbewerb nicht auch dort für niedrigere Sätze sorgt.

8 Seite 8 / Nr November 2006 Globalisierungsvorteil Günstiger einkaufen Die Globalisierung hat viele Gesichter unter anderem lachende Konsumenten. Würden Spielzeug, Digitalkameras und Laufschuhe nicht in Niedriglohnländern, sondern in Deutschland hergestellt, wären sie für zahlreiche Bundesbürger kaum erschwinglich, wie ein Blick in die Verbraucherpreisstatistik schnell klarmacht. Wenn das Stichwort Globalisierung fällt, bekommen in Deutschland viele Menschen Bauchschmerzen vor allem jene Arbeitnehmer, deren Tätigkeiten zunehmend in Fernost für kleines Geld erledigt werden. Ihre Sorge ist nicht unberechtigt, denn China und andere aufstrebende Niedriglohnländer setzen die Arbeitsplätze in den Industrienationen zunehmend unter Druck. Doch wer die weltweite Arbeitsteilung aus diesem Grund geißelt, vergisst allzu leicht, wie sehr die westliche Hemisphäre von den Produkten aus Asien, Lateinamerika und Co. profitiert (Tabelle): In Deutschland sind die Verbraucherpreise von 1991 bis 2005 um fast ein Drittel gestiegen das entspricht einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2 Prozent pro Jahr. Die Preise der Importgüter sind unterdessen im selben Zeitraum sogar leicht gesunken. Und das, obwohl sich eines der wichtigsten Einfuhrgüter extrem verteuert hat: Der Ölpreis legte in den vergangenen Für Adressaufkleber Globalisierungseffekt Preisbremse Um so viel Prozent haben sich die Preise dieser Güter von 1991 bis 2005 verändert Importgüter insgesamt - 0,04 Verbraucherpreise insgesamt darunter stark unterdurchschnittliche Preissteigerung bzw. Preissenkung Unterhaltungselektronik -33,1 Foto- und Filmausrüstung, optische Geräte und Zubehör Ursprungsdaten: Statistisches Bundesamt +32,2-31,5 Haushaltsgeräte -2,7 Spiele, Spielzeug und Hobbywaren +1,7 Heimtextilien +6,0 Bekleidung und Schuhe +7,9 Werkzeuge und Geräte für Haus und Garten +9,2 Fahrräder +13,7 Teppiche und andere Bodenbeläge +14,6 Möbel und Einrichtungsgegenstände +18,1 darunter stark überdurchschnittliche Preissteigerung Freizeit- und Kulturdienstleistungen +56,8 Zeitungen und Zeitschriften +58,8 Versicherungsdienstleistungen +59,2 Pharmazeutische Erzeugnisse +62,0 Verkehrsdienstleistungen +63,4 Zentralheizung, Fernwärme etc. +80,0 Stationäre Gesundheitsdienstleistungen +82,3 Bildungsdienstleistungen +83,2 Tabakwaren +90,9 Leichtes Heizöl +92,9 14 Jahren um 175 Prozent zu. Rohstoffe und Energie herausgerechnet sind die Einfuhrpreise seit 1991 sogar markant rückläufig gewesen. Die Preissteigerungsrate der inländischen Erzeugnisse ist derweil noch deutlich höher, als es der Anstieg der Verbraucherpreise erkennen lässt, denn dort fließen auch die günstiger gewordenen Importwaren ein. Ohne die Lieferungen aus den Niedriglohnländern müssten die hiesigen Konsumenten heute also sehr viel tiefer in die Tasche greifen, um bestimmte Anschaffungen zu tätigen. Wie der Blick auf einzelne Gütergruppen in der Verbraucherpreisstatistik zeigt, haben sich die Preise gerade jener Produkte moderat entwickelt, die heute häufig made in China oder Taiwan sind. Für Unterhaltungselektronik sowie Foto- und Filmausrüstung waren 2005 sogar nur zwei Drittel des Geldes fällig, das 1991 dafür ausgegeben werden musste. Der Preisrutsch ist in diesem Fall zwar auch dem technischen Fortschritt zuzuschreiben und nicht allein der Produktion in Niedriglohnländern. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat diese gleichwohl, was sich in den einstelligen Verbraucherpreissteigerungen von arbeitsintensiven Erzeugnissen wie Kleidung, Schuhen, Spiel- und Werkzeug widerspiegelt. Dienstleistungen aus dem Bildungs- und Gesundheitswesen, die nicht aus dem Ausland bezogen werden können, stehen hingegen neben Tabak und Heizöl an der Spitze der Teuerungsskala seit Diese angenehme Folge der Globalisierung darf allerdings über eins nicht hinwegtäuschen: Die zunehmende internationale Verflechtung stellt für Deutschland eine wirtschaftliche Herausforderung ersten Ranges dar. Eine Stärke des Standorts liegt zweifelsohne auf dem Gebiet der wissens- und technologieintensiven Güter. Doch damit in diesen Bereichen genügend neue Jobs entstehen können, dürfen die Produktmärkte und vor allem der Arbeitsmarkt nicht zu stark reguliert sein. Was die Unternehmen brauchen, um ihre Potenziale hierzulande ausschöpfen zu können, sind beispielsweise größere Spielräume bei den Entgelten, ein gelockerter Kündigungsschutz sowie weniger bürokratische Auflagen. Dieser Ausgabe liegt unsere Veröffentlichung Wirtschaft und Unterricht bei. Herausgeber: Institut der deutschen Wirtschaft Köln Chefredakteur: Axel Rhein; Stellvertreterin: Brigitte Lausch Redaktion: Alexander Weber (verantwortlich), Irina Berenfeld, Klaus Chevalier, Redaktion Berlin: Klaus Schäfer Grafik/Layout: Ralf Sassen, Michael Kaspers Redaktionsassistenz: Angelika Goldenberg; Telefon: Erscheinungsweise wöchentlich (monatlicher Bezugspreis: 7,70 Euro, zzgl. 3,01 Euro Versandkosten) Deutscher Instituts-Verlag GmbH, Gustav-Heinemann-Ufer 84 88, Köln, Postfach , Köln, Telefon: , Fax: Druck: Bercker Graphischer Betrieb GmbH & Co. KG, Kevelaer. Dem iwd wird einmal monatlich (außer Januar und Dezember) Wirtschaft und Unterricht beigelegt.

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013

Pressemitteilung. Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Pressemitteilung Prognose zur Entwicklung der Schattenwirtschaft in Deutschland im Jahr 2013 Tübingen und Linz, 6. Februar 2013 Schattenwirtschaftsprognose 2013: Relativ günstige Wirtschaftsentwicklung

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent In Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Bruttoinlandsprodukts (BIP), (BIP), ausgewählte ausgewählte europäische europäische Staaten,

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Die Immobilienmärkte aus gesamtwirtschaftlicher Sicht. Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Frankfurt am Main, 26.

Die Immobilienmärkte aus gesamtwirtschaftlicher Sicht. Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Frankfurt am Main, 26. Die Immobilienmärkte aus gesamtwirtschaftlicher Sicht Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Frankfurt am Main, 26. März 2009 Forschungsstelle Immobilienökonomik Das Institut der

Mehr

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich

2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich Pressemitteilung vom 13. Mai 2009 179/09 2008: Verdienste in Deutschland und Arbeitskosten im EU-Vergleich WIESBADEN Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdienten vollzeitbeschäftigte

Mehr

Deutsche Politik ist Eigenheim-feindlich! Beim. Erwerb von Immobilien müssen unzählige Hürden

Deutsche Politik ist Eigenheim-feindlich! Beim. Erwerb von Immobilien müssen unzählige Hürden Tel.: 089/500315-0 Fax: 089/500315-15 E-Mail: birgit.muellner@gebhardt-seele.de Deutsche Politik ist Eigenheim-feindlich! Beim Erwerb von Immobilien müssen unzählige Hürden überwunden werden Bis zu 11,5

Mehr

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Ja zu Vorschlägen, die - Vermögen und Kapitaleinkommen höher besteuern und ein gerechteres Steuersystem

Mehr

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz

Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Eidgenössisches Finanzdepartement EFD Medienmitteilung Datum 17. Oktober 2007 Weiterhin vergleichsweise tiefe Steuerbelastung in der Schweiz Die Fiskalquote der Schweiz beträgt für das Jahr 2006 29,4 Prozent

Mehr

Argumente 06/04. Unternehmen besteuern! Wirtschafts- und Finanzpolitik. Wirtschaftspolitik ver.di. www.wipo.verdi.de

Argumente 06/04. Unternehmen besteuern! Wirtschafts- und Finanzpolitik. Wirtschaftspolitik ver.di. www.wipo.verdi.de Argumente 06/04 Wirtschafts- und Finanzpolitik Unternehmen besteuern! Wirtschaftspolitik ver.di www.wipo.verdi.de Auch Konzerne müssen Steuern zahlen! Unternehmen, die gesund sind und in Deutschland gutes

Mehr

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015

Industrieland Deutschland. Teil 2, Stand: Januar 2015 Industrieland Deutschland Teil 2, Stand: Januar 2015 Deutschland ist ein guter Industriestandort Stärken und Schwächen des Industriestandorts Deutschland 144 Länder im Vergleich; Bester Platz =1, Schlechtester

Mehr

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems.

Vorteile. und Fakten. des deutschen Gesundheitssystems. Vorteile und Fakten des deutschen Gesundheitssystems. Spitzenposition Das Deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten weltweit. 82 Prozent der Deutschen finden ihr Gesundheitssystem gut oder sehr gut

Mehr

Vorteile UND FAKTEN. des deutschen Gesundheitssystems.

Vorteile UND FAKTEN. des deutschen Gesundheitssystems. Vorteile UND FAKTEN des deutschen Gesundheitssystems. SPITZENPOSITION Das Deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten weltweit. 82 Prozent der Deutschen finden ihr Gesundheitssystem gut oder sehr gut

Mehr

Internetnutzung (Teil 1)

Internetnutzung (Teil 1) (Teil 1) Internetnutzung (Teil 1) Europäische Union Union und und ausgewählte europäische Staaten, 2010 nie nutzen**, in Prozent regelmäßig nutzen*, in Prozent 5 Island 92 5 Norwegen 90 ** Privatpersonen,

Mehr

Gründe für die niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland. Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Mannheim, 9.

Gründe für die niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland. Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Mannheim, 9. Gründe für die niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland Dr. Michael Voigtländer, Forschungsstelle Immobilienökonomik Mannheim, 9. Oktober 2008 Inhalt Mieternation Deutschland Der Zusammenhang zwischen

Mehr

IMMOBILIENMARKT Arbeitsauftrag

IMMOBILIENMARKT Arbeitsauftrag Aufgabe 1 Weshalb nehmen Immobilien in der Volkswirtschaft der Schweiz eine bedeutende Stellung ein? Nennen Sie drei Beispiele. Aufgabe 2 a) Weshalb beeinflusst das Zinsniveau die Nachfrage nach Immobilien

Mehr

Kundennähe und Kundenvertrauen als Erfolgsfaktoren in der Immobilienfinanzierung. München, 18. Mai 2010

Kundennähe und Kundenvertrauen als Erfolgsfaktoren in der Immobilienfinanzierung. München, 18. Mai 2010 Kundennähe und Kundenvertrauen als Erfolgsfaktoren in der Immobilienfinanzierung München, 18. Mai 2010 Agenda Immobilienfinanzierung in Deutschland Auswirkungen der Finanzkrise auf das Kundenvertrauen

Mehr

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003

Anteil am Rentenzugang nach Rentenarten, Westdeutschland 1960-2003 8. Alterssicherung Bisher konnten sich die Deutschen auf die staatliche Rentenkasse verlassen, die über 80 Prozent ihres Renteneinkommens deckt. Daneben gibt es auch andere Formen der Altersvorsorge. So

Mehr

AHK World Business Outlook. Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen

AHK World Business Outlook. Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen AHK World Business Outlook Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen 2 AHK World Business Outlook Der AHK World Business Outlook wurde in diesem

Mehr

Steuerreform 2000. Grafische Darstellungen und internationale Vergleiche

Steuerreform 2000. Grafische Darstellungen und internationale Vergleiche Steuerreform 2000 Grafische Darstellungen und internationale Vergleiche Steuerpolitische Gesamtstrategie: Konsequente Steuersenkung in kalkulierbaren Stufen von 1998 bis 2005! 1998 1999 2000 2001 2002

Mehr

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014

Zweite Schätzung für das erste Quartal 2015 BIP im Euroraum und in der EU28 um 0,4% gestiegen +1,0% bzw. +1,5% im Vergleich zum ersten Quartal 2014 2005Q1 2005Q2 2005Q3 2005Q4 2006Q1 2006Q2 2006Q3 2006Q4 2007Q1 2007Q2 2007Q3 2007Q4 2008Q1 2008Q2 2008Q3 2008Q4 2009Q1 2009Q2 2009Q3 2009Q4 2010Q1 2010Q2 2010Q3 2010Q4 2011Q1 2011Q2 2011Q3 2011Q4 2012Q1

Mehr

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen

Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Wirtschaftspolitische Informationen ver.di Bundesvorstand Berlin - Dezember 2002 Bereich Wirtschaftspolitik Beitragserhöhungen in den Sozialversicherungen Die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge trifft

Mehr

Pressemitteilung Seite 1

Pressemitteilung Seite 1 Seite 1 Essen, den 18. März 2008 RWI Essen: Deutsche Konjunktur derzeit im Zwischentief Das RWI Essen geht für das Jahr 2008 weiterhin von einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7%

Mehr

Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform der Koalition werden saldiert.

Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform der Koalition werden saldiert. Finanzielle Auswirkungen und Gegenfinanzierung 1. Finanzielle Auswirkungen der gerechten Steuer Die steuerlichen Auswirkungen der entlastenden Maßnahmen sowie die Rücknahme insbesondere der Unternehmensteuerreform

Mehr

Weniger Rente und mehr arme und minijobbende Alte Vorboten der heran rauschenden Welle von Altersarmut

Weniger Rente und mehr arme und minijobbende Alte Vorboten der heran rauschenden Welle von Altersarmut Matthias W. Birkwald, MdB Rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Platz der Republik 1, 11011 Berlin Telefon 030 227 71215 Fax 030 227 76215 matthias-w.birkwald@bundestag.de www.matthias-w-birkwald.de

Mehr

77/2012-21. Mai 2012

77/2012-21. Mai 2012 77/2012-21. Mai 2012 Steuerentwicklungen in der Europäischen Union Mehrwertsteuersätze steigen im Jahr 2012 weiter an Nach anhaltendem Rückgang steigen Körperschaft- und Spitzeneinkommensteuersätze langsam

Mehr

Die Bedeutung des Transatlantischen Freihandelsabkommens. Informationen zu TTIP

Die Bedeutung des Transatlantischen Freihandelsabkommens. Informationen zu TTIP Die Bedeutung des Transatlantischen Freihandelsabkommens Informationen zu TTIP Aufbau der Präsentation I. Darum geht es bei TTIP II. Das haben wir alle von TTIP III. Darum ist TTIP für Deutschland wichtig

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de SCHOOL-SCOUT Die Pendlerpauschale ganz einfach

Mehr

Hamburger Kreditbarometer

Hamburger Kreditbarometer Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer Konjunkturumfrage, 1. Quartal 2010 Der Aufwärtstrend in der Hamburger Wirtschaft hält insgesamt an, so das Ergebnis der Handelskammer

Mehr

INFORMATIONEN FÜR PRESSE, FUNK UND FERNSEHEN

INFORMATIONEN FÜR PRESSE, FUNK UND FERNSEHEN INFORMATIONEN FÜR PRESSE, FUNK UND FERNSEHEN Ihr Ansprechpartner Björn Cukrowski E-Mail bjoern.cukrowski@coburg.ihk.de Tel. 09561/74 26-27 Datum 10.10.2014 IHK-Konjunkturumfrage zum Herbst 2014: Weiterhin

Mehr

www.geld-ist-genug-da.eu

www.geld-ist-genug-da.eu www.geld-ist-genug-da.eu - Geld ist genug da. Zeit für Steuergerechtigkeit Wir wollen ein Europa, in dem jeder Mensch Arbeit findet und davon in Würde leben kann. Wir wollen ein Europa, in dem erwerbslose,

Mehr

Deutschland in guter Gesellschaft

Deutschland in guter Gesellschaft Deutschland in guter Gesellschaft Zur Entwicklung der Regelaltersgrenze und des Rentenzugangsalters im internationalen Vergleich Kurzgutachten INSM Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH Georgenstr.

Mehr

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern?

Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F Fordern? Soziale Sicherung auf dem Prüfstand Stimmt die Balance zwischen Fördern F und Fordern? Hans-Werner Sinn 9. Oktober 2008 Armut und Armutsgefährdung Der Einfluss der Arbeitslosigkeit Das deutsche Jobwunder

Mehr

Standort Deutschland 2011. Deutschland und Europa im Urteil internationaler Manager

Standort Deutschland 2011. Deutschland und Europa im Urteil internationaler Manager Standort Deutschland 2011 Deutschland und Europa im Urteil internationaler Manager Befragungssample Befragung von 812 international tätigen Unternehmen durch telefonische Interviews der Führungskräfte

Mehr

Unternehmen sehen Finanzierung weitestgehend entspannt

Unternehmen sehen Finanzierung weitestgehend entspannt Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, 4. Quartal 2010 Unternehmen sehen Finanzierung weitestgehend entspannt Zum Jahresende 2010 hält das Konjunkturhoch

Mehr

Pressegespräch. Allianz Pensionsbarometer und demografischer Stresstest. Dr. Wolfram Littich Vorstandsvorsitzender

Pressegespräch. Allianz Pensionsbarometer und demografischer Stresstest. Dr. Wolfram Littich Vorstandsvorsitzender Allianz Pensionsbarometer und demografischer Stresstest Dr. Wolfram Littich Vorstandsvorsitzender Pressegespräch Andreas Csurda Bereichsleiter Versicherungstechnik Lebensversicherung Allianz Gruppe in

Mehr

Kinder haften. für ihre Eltern! www.unsere-kinder-haften.de

Kinder haften. für ihre Eltern! www.unsere-kinder-haften.de Kinder haften Stoppen Sie die Staatsverschuldung! Geben Sie Ihre Unterschrift für einen Schuldenstopp in der Landesverfassung! Die Schulden und Haftungen von heute sind die Steuern von morgen. Wir wollen

Mehr

Unkelbach Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Unkelbach Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Unkelbach Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Kaiser-Joseph-Straße 260 D-79098 Freiburg Telefon 0761/38542-0 Telefax 0761/38542-77 e-mail: info@unkelbach-treuhand.de

Mehr

Fachkräfte sichern. Jugendliche ohne Schulabschluss in der Ausbildung

Fachkräfte sichern. Jugendliche ohne Schulabschluss in der Ausbildung Fachkräfte sichern Jugendliche ohne Schulabschluss in der Ausbildung Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 1119 Berlin www.bmwi.de Redaktion

Mehr

Unternehmensbesteuerung

Unternehmensbesteuerung Unternehmensbesteuerung Unternehmensbesteuerung Steuersätze in in Prozent, EU-Durchschnitt und und ausgewählte europäische Staaten, Staaten, 1996 1996 bis 2010 bis 2010* * Prozent 59 56,6 55 53,2 51,6

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken Durch die Gewährung von Krediten schaffen die Geschäftsbanken neues Geld. Der Anteil von

Mehr

Fakten gegen die Bürgerversicherung.

Fakten gegen die Bürgerversicherung. Fakten gegen die Bürgerversicherung. Deutschland hat das beste Gesundheitssystem der Welt Alle Menschen in Deutschland profitieren von kurzen Wartezeiten, freier Arztwahl und gutem Zugang zum medizinischen

Mehr

Zukunft Selbständigkeit

Zukunft Selbständigkeit Zukunft Selbständigkeit Eine europäische Studie der Amway GmbH und des LMU Entrepreneurship Center November 2010 Initiative Zukunft Selbständigkeit Das Thema Selbständigkeit ist derzeit so präsent wie

Mehr

SchuldnerAtlas Deutschland 2013

SchuldnerAtlas Deutschland 2013 Presseinformation SchuldnerAtlas Deutschland 2013 Überschuldung stagniert in Deutschland Im Oktober 2013 zählt Deutschland 6,58 Mio. überschuldete Privatpersonen. Im Vorjahr lag die Zahl geringfügig höher

Mehr

RENTE MIT 67 ENTWICKLUNGEN AM ARBEITSMARKT

RENTE MIT 67 ENTWICKLUNGEN AM ARBEITSMARKT RENTE RENTE MIT 67 ENTWICKLUNGEN AM ARBEITSMARKT INFORMATIONEN ZUR VERLÄNGERUNG DER LEBENSARBEITSZEIT UND ZU DEN CHANCEN ÄLTERER BESCHÄFTIGTER DIE MITTE. Rente mit 67 Entwicklungen am Arbeitsmarkt Informationen

Mehr

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS.

INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. INFOS FÜR MENSCHEN AUS DEM AUSLAND WENN SIE FÜR EINEN FREIWILLIGEN-DIENST NACH DEUTSCHLAND KOMMEN WOLLEN: IN DIESEM TEXT SIND ALLE WICHTIGEN INFOS. Stand: 29. Mai 2015 Genaue Infos zu den Freiwilligen-Diensten

Mehr

Die Wohnimmobilie als Teil der Altersvorsorge

Die Wohnimmobilie als Teil der Altersvorsorge Die Wohnimmobilie als Teil der Altersvorsorge Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftswissenschaft der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Mehr

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe»

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Schweiz am Sonntag / MLZ; 12.07.2015; Seite 2 Sonntags-Thema «Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Der deutsche Starökonom Heiner Flassbeck, ehemals Chefökonom der

Mehr

Deutschland-Check Nr. 32

Deutschland-Check Nr. 32 Umsetzung und Folgen der Energiewende Ergebnisse des IW-Unternehmervotums Bericht der IW Consult GmbH Köln, 14. September 2012 Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH Konrad-Adenauer-Ufer 21

Mehr

Energieeffizienz in Zahlen 2015

Energieeffizienz in Zahlen 2015 Energieeffizienz in Zahlen 2015 Entwicklung bis 2013 ENERGIEEFFIZIENZ IN ZAHLEN Zahlen und Fakten Die konsequente Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im

Mehr

Für 2,60 Euro mehr im Monat: sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente.

Für 2,60 Euro mehr im Monat: sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente. Für 2,60 Euro mehr im Monat: Stabile Beiträge sichern gute Renten. Rentenniveau sichern. Erwerbsminderungsrente verbessern. Rente mit 67 aussetzen. ichwillrente.net Fürs Alter vorsorgen: Ja, aber gemeinsam.

Mehr

Demographischer Wandel

Demographischer Wandel Demographischer Wandel Zukunftsgespenst oder betriebliche Realität? Entwicklung der letzten Jahre Umbau der Sozialsysteme Reform des Arbeitsmarktes Förderung des Wirtschaftswachstums Die Rente mit 67 Als

Mehr

Zeitfenster des Glücks

Zeitfenster des Glücks Zeitfenster des Glücks Wellenreiter-Kolumne vom 23. April 2015 Im Bundes-Haushaltsplan 2015 sind 26,8 Milliarden Euro für Zinszahlungen veranschlagt. Nach einem Bericht der Welt soll schon jetzt klar sein,

Mehr

Deutschlands Zukunft Wie wir morgen leben und arbeiten werden

Deutschlands Zukunft Wie wir morgen leben und arbeiten werden Deutschlands Zukunft Wie wir morgen leben und arbeiten werden Vortrag im Rahmen des 5. APOLLON Symposium der Gesundheitswirtschaft, am 15. November 2013 in Bremen Einwohnerzahlen in Deutschland 1950 bis

Mehr

Konsumkredit-Index im Detail

Konsumkredit-Index im Detail im Detail Stark fallend Fallend Stabil Steigend Stark steigend Gesamt Neuwagen Möbel, Küche Der Konsumkredit- Index für den Herbst 2012 ist mit 113 Punkten relativ stabil, mit einer leicht positiven Tendenz.

Mehr

Arm trotz Arbeit? Wie man in die Schuldenfalle rutscht

Arm trotz Arbeit? Wie man in die Schuldenfalle rutscht Arm trotz Arbeit? Wie man in die Schuldenfalle rutscht 10.06.15 Kreiszeitung + Schuldnerberater haben viel zu tun. In Deutschland sind 6 bis 7 Millionen Menschen verschuldet. Foto: Jochen Lübke Jochen

Mehr

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2013

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2013 Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2013 Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2013 Inhalt Textteil: 1. Konjunkturumfrage 2013 - Zusammenfassung der Ergebnisse... 3 Statistiken: 2. Geschäfts-, Auftrags- und Ertragslage

Mehr

Hamburger Kreditbarometer Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I.

Hamburger Kreditbarometer Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I. Ergebnisse der Sonderbefragung zur Kreditversorgung im Rahmen der Handelskammer-Konjunkturumfrage, I. Quartal 2015 Zugang zu Fremdkapital für Unternehmen weitgehend problemlos Nur 6,4 % der Hamburger Unternehmen

Mehr

Lebenszufriedenheit Deutschland Glücksatlas - Studie nach Regionen 2014

Lebenszufriedenheit Deutschland Glücksatlas - Studie nach Regionen 2014 8 7 5 6,83 7,07 7,01 7,03 4 7,02 7,08 6,71 6,76 7,04 7,05 7,08 7,06 7,05 Quelle: Glücksatlas, Deutsche Post * Die allgemeine Lebenszufriedenheit wird in jeder Region mit einer Skala von 0 = "ganz und gar

Mehr

Eigenheime sind nur eine Säule der Alterversorgung. Die Finanzkrise hat nicht nur in den Depots, sondern auch in

Eigenheime sind nur eine Säule der Alterversorgung. Die Finanzkrise hat nicht nur in den Depots, sondern auch in 16. Oktober 2009 Eigenheime sind nur eine Säule der Alterversorgung Die Finanzkrise hat nicht nur in den Depots, sondern auch in den Köpfen der Privatleute tiefe Spuren hinterlassen. Die monatlichen Aufwendungen

Mehr

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020

Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020 - Februar 2011 Harald Hagn Referat Sonderaufgaben und statistische Analysen Telefon: 0361 37-84110 e-mail: Harald.Hagn@statistik.thueringen.de Die Entwicklung der Pflegebedürftigen in Thüringen bis 2020

Mehr

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere

Busunternehmen Taxi und Autovermietung Billigfluglinien & Charter Airlines Andere Umfrage KMU Panel zu Tourismus Fragebogen Bevor Sie die folgenden Fragen beantworten, ersuchen wir Sie um folgende Informationen zu Ihrem Betrieb: (für Fragen a) f) ist jeweils nur eine Option zur Auswahl

Mehr

Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für. Angela Schmidt

Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für. Angela Schmidt Fragenkatalog zur finanziellen Risikobereitschaft für Angela Schmidt 1) Wie schätzen Sie Ihre finanzielle Risikobereitschaft im Vergleich zu anderen Menschen ein? 1. Extrem niedrige Risikobereitschaft.

Mehr

- Es gilt das gesprochene Wort -

- Es gilt das gesprochene Wort - Statement von Reinhold Prohaska, Vorsitzender des Dienstleisterausschusses der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, anlässlich der Pressekonferenz der IHK zur Konjunkturlage für Handel

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten

Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten Arbeitskammer des Saarlandes Abteilung Wirtschaftspolitik - Stand: 22.5.2013 AK-Fakten Öffentliche Finanzen im Saarland Das Saarland leidet unter Einnahmeschwäche und Altlasten fakten Das Saarland hat

Mehr

Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba

Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba Konjunkturumfrage Herbst 2011: Wirtschaft im Bezirk der IHK Frankfurt am Main steht auf stabilen Beinen Die regionale Wirtschaft steht weiterhin

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Jahrgang 2005 Seite 1

Jahrgang 2005 Seite 1 Leseprobe Spartrends 2005 Jahrgang 2005 Seite 1 Leseprobe aus Kapitel 4: Spareinlagen >>> Safety first so entscheiden sich die Deutschen, wenn es um das Thema Kapitalanlage geht. Ein möglichst hohes Maß

Mehr

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) So nutzen Sie das Buch Ohne große Worte zeigen Abbildungen die

Mehr

Die Investition in Humankapital Hochschulen als Magnet für kluge Köpfe? Prof. Dr. Joachim Weimann Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Die Investition in Humankapital Hochschulen als Magnet für kluge Köpfe? Prof. Dr. Joachim Weimann Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Die Investition in Humankapital Hochschulen als Magnet für kluge Köpfe? Prof. Dr. Joachim Weimann Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 1. Humankapital ist wichtig Warum eigentlich? Wie wächst man als

Mehr

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente Sind Ihre Talente bereit zum Abflug? Die Weltwirtschaft wächst wieder und konfrontiert die globalen Unternehmen mit einem Exodus der Talente. 2013 und 2014 kommt das Wachstum in Schwung die Arbeitsmärkte

Mehr

Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH

Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH Reinhard Busse, Prof. Dr. med. MPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin (WHO Collaborating Centre for Health Systems Research and Management) & European Observatory on Health

Mehr

Konjunkturlagebericht Herbst 2007 Bergische Wirtschaft bleibt gut in Form und optimistisch

Konjunkturlagebericht Herbst 2007 Bergische Wirtschaft bleibt gut in Form und optimistisch Konjunkturlagebericht Herbst 2007 Bergische Wirtschaft bleibt gut in Form und optimistisch Im Herbst 2007 sehen sich die bergischen Unternehmen weiterhin in guter Verfassung. Dies zeigen die Antworten

Mehr

Offene Immobilienfonds: Ausgewogene Portfoliostruktur sichert Stabilität. Objektgrößen, Nutzungsarten und Mietvertragslaufzeiten

Offene Immobilienfonds: Ausgewogene Portfoliostruktur sichert Stabilität. Objektgrößen, Nutzungsarten und Mietvertragslaufzeiten Investment-Information Offene Immobilienfonds: Ausgewogene Portfoliostruktur sichert Stabilität Bundesverband Investment und Asset Management e.v. Objektgrößen, Nutzungsarten und Mietvertragslaufzeiten

Mehr

Zum 1. Januar 2008 wird das Unternehmenssteuerreformgesetz

Zum 1. Januar 2008 wird das Unternehmenssteuerreformgesetz Foto: dpa Die Reform der Unternehmenssteuer Auswirkungen auf die Besteuerung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs einer gemeinnützigen Krankenhaus GmbH : Dr. M. Kaufmann, Dr. F. Schmitz-Herscheidt Die

Mehr

Migration und Arbeitslosigkeit

Migration und Arbeitslosigkeit From: Die OECD in Zahlen und Fakten 2011-2012 Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft Access the complete publication at: http://dx.doi.org/10.1787/9789264125476-de Migration und Arbeitslosigkeit Please cite

Mehr

LOHNARGUMENTARIUM CHEMIE/PHARMA. Oktober 2014

LOHNARGUMENTARIUM CHEMIE/PHARMA. Oktober 2014 LOHNARGUMENTARIUM CHEMIE/PHARMA Oktober 2014 Herausgeber BAKBASEL Redaktion Max Künnemann Adresse BAK Basel Economics AG Güterstrasse 82 CH-4053 Basel T +41 61 279 97 00 F +41 61 279 97 28 info@bakbasel.com

Mehr

DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN

DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN EUROBAROMETER-BERICHT 54 DIE EUROPÄER UND DIE SPRACHEN ZUSAMMENFASSENDER BERICHT Diese spezielle Eurobarometer-Erhebung wurde zwischen dem 6. Dezember und dem 23. Dezember 2000 in allen 15 EU-Mitgliedstaaten

Mehr

Zukunft Selbständigkeit

Zukunft Selbständigkeit Zukunft Selbständigkeit Eine Studie der Amway GmbH in Zusammenarbeit mit dem Entrepreneurship Center der Ludwig-Maximilians- Universität München November 2009 Initiative Zukunft Selbständigkeit Die vorliegende

Mehr

Fachkräfte sichern. Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung

Fachkräfte sichern. Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung Fachkräfte sichern Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 1119 Berlin www.bmwi.de Redaktion

Mehr

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015 Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015 Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2015 Inhalt Textteil: 1. Konjunkturumfrage 2015 - Zusammenfassung der Ergebnisse... 3 Statistiken 2. Geschäfts- und Auftragslage...

Mehr

Manfred Jäger / Michael Voigtländer

Manfred Jäger / Michael Voigtländer Forschungsberichte aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Nr. 22 Manfred Jäger / Michael Voigtländer Immobilienfinanzierung Hypothekenmärkte und ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung Forschungsberichte

Mehr

Country factsheet - Oktober 2015. Die Vereinigten Staaten

Country factsheet - Oktober 2015. Die Vereinigten Staaten Country factsheet - Oktober 2015 Die Vereinigten Staaten Inhalt Einleitung 3 Kaufverhalten der E-Shopper in den USA 4 Bevorzugte Zahlungsverfahren 4 Grenzüberschreitender Handel 5 Der Einfluss der sozialen

Mehr

Vermögensbildung: Sparen und Wertsteigerung bei Immobilien liegen vorn

Vermögensbildung: Sparen und Wertsteigerung bei Immobilien liegen vorn An die Redaktionen von Presse, Funk und Fernsehen 32 02. 09. 2002 Vermögensbildung: Sparen und Wertsteigerung bei Immobilien liegen vorn Das aktive Sparen ist nach wie vor die wichtigste Einflussgröße

Mehr

HDH. Aufschwung in Deutschland setzt sich fort. Möbel: Kapazitätsauslastung steigt ordentlich. Holz: Kleines Umsatzminus im März

HDH. Aufschwung in Deutschland setzt sich fort. Möbel: Kapazitätsauslastung steigt ordentlich. Holz: Kleines Umsatzminus im März Aufschwung in Deutschland setzt sich fort Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute, die Bundesregierung und die internationalen Institutionen gehen für 2015 und 2016 derzeit von einem stabilen Wirtschaftswachstum

Mehr

Informationen zu Steuern und Sozial versicherung

Informationen zu Steuern und Sozial versicherung Informationen zu Steuern und Sozial versicherung INHALT Besteuerung von Beiträgen und Leistungen der Pensionskasse Rundfunk für Mitgliedschaften seit 2005 im Lebenspartnertarif Steuern und sbeiträge bezogen

Mehr

Titel 1: Mündliche DSH Wintersemester 2015/16

Titel 1: Mündliche DSH Wintersemester 2015/16 Titel 1: Der Anteil der Personen in Deutschland, die von Armut bedroht sind, ist im Jahr 2014 auf 16,7 Prozent gestiegen. Die beiden Jahre davor lag er noch bei jeweils 16,1 Prozent. Das geht aus den Zahlen

Mehr

Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld

Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld Unternehmensfinanzierung in wirtschaftlich schwierigem Umfeld Peter Heckl Leiter Unternehmenskunden Regionalbereich Filder Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen Zweitgrößte Sparkasse in Baden-Württemberg

Mehr

Positionspapier MEHR JOBS FÜR ÖSTERREICH (Stand: 19. April 2016)

Positionspapier MEHR JOBS FÜR ÖSTERREICH (Stand: 19. April 2016) Positionspapier MEHR JOBS FÜR ÖSTERREICH (Stand: 19. April 2016) Lohnnebenkosten fällen, Körperschaftsteuer stutzen Beschäftigung kultivieren Österreich verliert in allen relevanten Standort- und Innovations-Rankings

Mehr

Armut. Armut 57,1 61,6 64,3. Personen in Mio. 69,4. Anteil an der Bevölkerung, in Prozent 47,0 2.875 813 2.828 744 2.800 2.646 719 2.

Armut. Armut 57,1 61,6 64,3. Personen in Mio. 69,4. Anteil an der Bevölkerung, in Prozent 47,0 2.875 813 2.828 744 2.800 2.646 719 2. Armut Personen Personen mit mit weniger weniger als als 1,25 1,25 bzw. bzw. 2 US-Dollar 2 US-Dollar pro Tag, pro in Tag, absoluten in absoluten Zahlen und Zahlen in Prozent, und in 1981 Prozent, bis 2005

Mehr

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Ausgewählte europäische Staaten, prozentuale Veränderung des des BIP BIP* * im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich

Mehr

Fachkräfte sichern. Altbewerber in der Ausbildung

Fachkräfte sichern. Altbewerber in der Ausbildung Fachkräfte sichern Altbewerber in der Ausbildung Impressum Herausgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Öffentlichkeitsarbeit 1119 Berlin www.bmwi.de Redaktion Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung

Mehr

BAK. Pressemitteilung. Unternehmen werden bei Kosten für Hochqualifizierte entlastet. Basel Economics. 3.380 Zeichen Mannheim/Basel, 26.

BAK. Pressemitteilung. Unternehmen werden bei Kosten für Hochqualifizierte entlastet. Basel Economics. 3.380 Zeichen Mannheim/Basel, 26. BAK Basel Economics Pressemitteilung Ihre Ansprechpartner in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Gunter Grittmann Katrin Voß Telefon 0621/1235-132, Fax -222 Telefon 0621/1235-103, Fax -222 E-Mail grittmann@zew.de

Mehr

Was sagen Konsumenten- und Pensionistenschützer?

Was sagen Konsumenten- und Pensionistenschützer? Allianz Pensionsbarometer Dr. Wolfram Littich Vorstandsvorsitzender Presse- gespräch Andreas Csurda Bereichsleiter Versicherungstechnik Lebensversicherung Allianz Gruppe in Österreich Wien, 18. März 2014

Mehr

Binnenmarktanzeiger Leistung nach Mitgliedstaat Rumänien

Binnenmarktanzeiger Leistung nach Mitgliedstaat Rumänien Binnenmarktanzeiger Leistung nach Mitgliedstaat Rumänien (Berichtszeitraum: 2013-2014) Umsetzung des EU-Rechts Mit einem Umsetzungsdefizit in Bezug auf den Binnenmarkt von 1,1 % (14 Richtlinien) zählt

Mehr

Eigentumswohnungen 4,4 Prozent teurer als vor einem Jahr Druck auf Preise in Großstädten lässt nach Preise in kleineren Städten ziehen nach

Eigentumswohnungen 4,4 Prozent teurer als vor einem Jahr Druck auf Preise in Großstädten lässt nach Preise in kleineren Städten ziehen nach PRESSEMITTEILUNG IVD: Stabile Preisentwicklung für Wohneigentum Eigentumswohnungen 4,4 Prozent teurer als vor einem Jahr Druck auf Preise in Großstädten lässt nach Preise in kleineren Städten ziehen nach

Mehr

Mittelstandsbarometer Österreich und Europa, Jänner 2015

Mittelstandsbarometer Österreich und Europa, Jänner 2015 Mittelstandsbarometer Österreich und Europa, Jänner 05 Befragung von 6.000 mittelständischen Unternehmen in Europa Page Design der Studie Repräsentative Befragung von 6.000 mittelständischen Unternehmen

Mehr

Die Schuldenlawine stoppen

Die Schuldenlawine stoppen Pressekonferenz, 26. März 2007, Berlin Die Schuldenlawine stoppen Statement Prof. Dr. Michael Hüther Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln Es gilt das gesprochene Wort. 1. Die Schuldenlawine

Mehr

Zinserträge der Banken im Vergleich Mit 724 Mrd DM lagen die Bankzinserträge im Jahr 2000 bei:

Zinserträge der Banken im Vergleich Mit 724 Mrd DM lagen die Bankzinserträge im Jahr 2000 bei: Zinserträge der Banken im Vergleich Mit 724 Mrd DM lagen die Bankzinserträge im Jahr 2000 bei: 18% des Bruttoinlandsprodukts (3.960 Mrd) 28% des verfügbaren Einkommens (2.564 Mrd) 31% der Haushaltsausgaben

Mehr

Staaten mit der höchsten Anzahl an Migranten USA 13,5. Russland 8,7. Deutschland 13,1. Saudi-Arabien. Kanada. Frankreich 10,7 10,4.

Staaten mit der höchsten Anzahl an Migranten USA 13,5. Russland 8,7. Deutschland 13,1. Saudi-Arabien. Kanada. Frankreich 10,7 10,4. Migration Nach Aufnahmestaaten, Migranten in absoluten in absoluten Zahlen Zahlen und Anteil und an Anteil der Bevölkerung an der Bevölkerung in Prozent, in 2010 Prozent, * 2010* Migranten, in abs. Zahlen

Mehr