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1 2009 NEWSLETTER für KMU s Mit Finanz-Treuhand A-Z GmbH sind Sie immer auf dem neusten Stand! November 2009 Editorial Liebe Leserin MWSt.-Änderungen Neues MWSt.-Gesetz Lieber Leser Neue Grenzbeträge 2010 Quellensteuer 2010 Neuerungen im Finanzwesen Newsletter für KMU s abonnieren Auch zum Jahresende hat sich die Wirtschaftslage noch nicht konsolidiert und es besteht grosse Unsicherheit, wie sich der Aufschwung im 2010 gestalten wird. Ich will jedoch hier nicht als ein weiterer Prophet auftreten. Mir liegt viel mehr am Herzen Sie über die zahlreichen Neuerungen zu informieren, welche im 2010 in Kraft treten werden. Der Schwerpunkt in dieser Ausgabe liegt daher auf den Änderungen im neuen Mehrwertsteuergesetz. Die Praxiserfahrung zeigt, dass sich viele Unternehmen und insbesondere die Finanzverantwortlichen und die Geschäftsleitungen noch nicht bewusst sind, was im 2010 alles auf sie zukommen wird. Da wir kurz vor dem Jahreswechsel stehen, wird in der aktuellen Ausgabe der personalspezifische Teil nicht zu kurz kommen. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und ein gutes Jahresende Mit freundlichen Grüssen Bernadette Antener-Borer Geschäftsführerin

2 1.1 Mehrwertsteuersatzerhöhung Wie im September 2009 durch die MWSt.-Behörde fälschlicherweise prognostiziert wurde, erhöht sich der MWSt.-Satz nicht schon nächstes Jahr, sondern erst auf den um 0.4%-Punkte. Ab dann beträgt der Normalsteuersatz neu 8.00%, der reduzierte Steuersatz 2.5% und der Sondersatz für Beherbergung 3.8%. Der Sondersatz ist befristet bis Obschon es noch ein Jahr dauert, bis die Anpassung erfolgt, empfiehlt es sich dennoch jetzt schon zu prüfen, was mit der eingesetzten Software vorzukehren ist, damit die Umstellung ohne böse Überraschung vollzogen werden kann. Dabei ist nicht nur die Buchhaltungssoftware einer Prüfung zu unterziehen, auch die Fakturierungsprogramme und das Lohnprogramm muss für die Zukunft fit gemacht werden. Es ist zu berücksichtigen, dass während einer begrenzten Zeit unter Umständen sowohl der alte wie auch der neue MWSt.-Satz zur Anwendung kommen können. 1.2 Änderungen im MWSt. Formular Bereits per sind die Buchungssysteme anzupassen, da im neuen MWSt. Formular neu folgende Umsätze einzeln ausgewiesen werden müssen: Optierte Umsätze Leistungen im Ausland (getrennt von den Exportleistungen) Umsätze gemäss Meldeverfahren Spenden, Dividenden und Schadenersatz Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Vordruckmasken für die MWSt-Abrechnung angepasst werden muss. 1.3 Verordnung zum neuen MWSt.-Gesetz Die Verordnung, welche am in Kraft treten wird, ersetzt einen wesentlichen Teil der heutigen Publikationen der eidgenössischen Steuerverwaltung. Die Transparenz sowie die Rechtssicherheit für die Steuerpflichtigen Personen werden erhöht. Zu den wesentlichsten Neuerungen des total revidierten MWSt.- Gesetzes gehören eine flexiblere Ausgestaltung der Gruppenbesteuerung, die Ausweitung des Vorsteuerabzugsrechts für steuerpflichtige Unternehmen, die Einführung eines fiktiven Vorsteuerabzugs, welcher die komplexe Margenbesteuerung im Autogewerbe ablöst, oder die Ausweitung der einfachen Abrechnung mit Saldosteuersätzen. Die Verordnung enthält weiter eine Definition von Subventionen, die im Einklang mit dem Subventionsgesetz steht. Die bisherige Verordnung wird per aufgehoben. 1.4 MWSt.-Pflicht Die Steuerpflicht entsteht neu mit der Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit. Bis zu einem jährlichen Umsatz von CHF kann sich ein Unternehmen jedoch von der Streupflicht befreien lassen (Sport- und Kulturvereine sowie gemeinnützige Institutionen wie bisher bis zu einem steuerbaren Umsatz von CHF ). Eigenverbrauchtatbestände gelten nicht mehr als steuerbare Umsätze. Die Korrektur erfolgt neu über den Vorsteuerabzug. Sollten Sie als steuerpflichtiges Unternehmen den jährlichen Mindestumsatz nicht erreichen, können Sie sich bis aus dem Register der MWSt.-Pflichtigen löschen lassen. Danach erst wieder per Wechsel der Abrechnungsmethode Unabhängig von den bisherigen Fristen kann per 1. Januar 2010 die Abrechnungsmethode mit Hilfe von Saldo- bzw. Pauschalsteuersätzen beantragt oder zur effektiven Abrechnungsmethode gewechselt werden.

3 1.6 Neue Saldosätze und Pauschalsteuerschätze Ab gelten neue Pauschalsteuersätze. Wenn Sie mit einem automatischen MWSt.-Abrechnungstool arbeiten ist es wichtig, dass Sie Ihren neuen Satz per in Ihrem Buchungssystem anpassen. Nachfolgend finden Sie einen kleinen Auszug aus der Branchenliste. Abschleppunternehmen alt 4.6% neu 4.2% Altmaterialhandel alt 3.5% neu 4.2% Buchhaltungsbüro alt 6.0% neu 5.8% Computerhandel alt 1.2% neu 1.2% Druckerei alt 4.6% neu 3.5% Elektroinstallation alt 3.5% neu 3.5% Gebäudereinigung alt 6.0% neu 5.8% Gipserei alt 5.2% neu 5.0% Ingenieurbüro alt 6.0% neu 5.8% Sollten Sie Ihren neuen Satz nicht rechtzeitig von der MWSt.-Behörde zugestellt bekommen, so kontaktieren Sie uns. 2.1 Steuerobjekt Outsourcing wird nicht mehr dazu führen, dass eine ausgenommene Leistung zu einer steuerbaren Leistung umqualifiziert wird. Massgebend ist in Zukunft somit nur der Charakter der entsprechenden Leistung und nicht, wer sie erbringt. Entschädigungen für unselbständig ausgeübte Tätigkeiten wie Verwaltungsrats- und Stiftungsratshonorare, Behördenentschädigungen oder Sold gelten nicht als Entgelt und unterliegen somit nicht der MWSt. Der baugewerbliche Eigenverbrauch fällt ersatzlos weg. Dies führt jedoch in Zukunft zu komplizierten Berechnungen der Vorsteuerabzugskürzung. Die oben aufgeführten Neuerungen sind nur die wichtigsten Änderungen, welche per in Kraft treten werden. 2.2 Ort der erbrachten Leistung Die Schweiz hat den Grundsatz des Empfängerortsprinzips der EU für Dienstleistungen im Business-to-Business Bereich übernommen. Gastgewerbliche Leistungen sowie Beherbergungsleistungen gelten per Januar 2010 als an dem Ort erbracht, wo die Leistung tatsächlich ausgeführt wurde. Grenzüberschreitend tätige Catering-Services sowie Unternehmen, die solche Leistungen weiterfakturieren, müssen die sich daraus allenfalls ergebenden zusätzlichen Registrierungspflichten in den einzelnen Ländern abklären. Für elektronische Dienstleistungen gilt in der Schweiz und ebenfalls in der EU das Empfängerortsprinzip. Werden diese jedoch an nicht MWST.-pflichtige Abnehmer erbracht, ist eine MWSt.-Registrierung erforderlich. 2.3 Befreite Leistungen Die Vermietung eines beweglichen Gegenstandes ist nur dann von der MWSt. befreit, wenn dieser überwiegend im Ausland genutzt wird. 2.4 Vorsteuerabzug Die Vorsteuerkürzung von 50% für Verpflegung und Getränke fällt per ersatzlos weg. Spenden, Dividenden und andere Nichtumsätze führen nicht mehr zu Vorsteuerkürzung. Holdinggesellschaften können neuerdings im Beteiligungsbereich den Vorsteuerabzug geltend machen. Die Margenbesteuerung wird durch einen fiktiven Vorsteuerabzug ersetzt. Beim Kauf eines gebrachten, individualisierbaren und beweglichen Gegenstandes können % als Vorsteuer geltend gemacht werden (ab 2011 rund 7.41%) MWSt-Forderungen sind pfänd- und abtretbar.

4 Bis Ab Beitragspflicht ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. AHV 8.40% 8.40% IV 1.40% 1.40% EO 0.30% 0.30% Total von AHV-Bruttolohn (ohne Familienzulage) 10.10% 10.10% Je die Hälfte der Prämien zulasten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Maximalsatz 9.50% 9.50% Maximalsatz gilt ab einem Einkommen von pro Jahr CHF CHF Unterer Grenzbetrag pro Jahr CHF CHF Für Einkommen zwischen CHF und CHF kommt die sinkende Beitragsskala zur Anwendung. Minimalbeitrag für Nichterwerbstätige CHF 460 CHF 460 Beitragspflicht alle AHV-versicherten Arbeitnehmer. Bis zu einer Lohnsumme von pro Jahr CHF CHF ALV-Beiträge 2.00% 2.00% Je die Hälfte der Prämien zulasten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Minimal pro Monat CHF CHF Maximal pro Monat CHF CHF Maximale Ehepaarrente pro Monat CHF CHF Die Rente kann um max. 2 Jahre vorbezogen werden. Beitragspflicht ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität. Ab 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres zusätzlich auch Alterssparen. Eintrittslohn pro Jahr CHF CHF Minimal versicherten Lohn nach BVG pro Jahr CHF CHF Oberer Grenzbetrag nach BVG pro Jahr CHF CHF Koordinationsabzug pro Jahr CHF CHF Maximal versicherte Lohn nach BVG pro Jahr CHF CHF Altersgutschrift nach Reglement der Vorsorgeeinrichtung. Beitragspflicht Berufsunfall für alle Arbeitnehmer inkl. Praktikanten und Lehrlinge. Beitragspflicht Nichtberufsunfall für alle Arbeitnehmer mit mehr als 8 Arbeitsstunden pro Jahr. Maximal versicherter UVG-Lohn pro Jahr CHF CHF Prämien Berufsunfall zulasten Arbeitgeber. Prämien Nichtberufsunfall zulasten Arbeitnehmer. Erwerbstätig mit 2. Säule CHF CHF Erwerbstätig ohne 2. Säule (max. 20% vom Erwerbseinkommen) CHF CHF

5 Anlässlich ihrer Sitzung vom 25. September 2009 haben die Eidgenössischen Räte beschlossen, sowohl den Ausgleich der Folgen der kalten Progression als auch die steuerliche Entlastung von Familien mit Kindern erst auf den 01. Januar 2011 in Kraft zu setzen. Für das Steuerjahr 2010 werden deshalb keine neuen Quellensteuertarife für die direkte Bundessteuer berechnet. Ebenfalls unverändert bleiben die Quellensteuertarife für die Kapitalleistungen aus Vorsorge. Nicht so in den Kantonen AR, FR, GL, LU, SG, SH, VS und ZG. Hier werden die Quellensteuertarife per angepasst. Keine Änderungen für 2010 haben die Kantone NE und ZH. Von den übrigen Kantonen lag bis zum Redaktionsschluss keine verbindliche Mitteilung vor. Viele der im vorherigen Kapitel MWSt. angesprochenen Änderungen betreffen vor allem das Finanzwesen und die Buchhaltung. Es ist daher wichtig, dass die Zeit bis zum Jahresende noch genutzt werden kann um seine eigenen Mitarbeiter auf den neusten Stand zu bringen. Denn wie die Erfahrung zeigt, ist infolge des Jahresabschlusses und der Lohndeklarationen die Kapazität im Januar in der Regel nicht vorhanden um sich für diese Anpassungen und Schulungen die Zeit zu nehmen. Bis auf die bereits bekannten Änderungen im Revisionsrecht und im neuen GmbH-Recht, tut sich im Moment nicht viel im Finanzwesen. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Nachwievor basiert die Rechnungslegung vieler KMU-Firmen auf der Basis des Obligationenrechtes. Aufgrund vermehrten Drucks durch die Geldgeber und nicht zuletzt durch die Banken, haben die grösseren KMU s begonnen ihre Rechnungslegung auf die Fachempfehlung zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER umzustellen. Gerade für KMU s hat die Swiss GAAP FER ein günstiges Verhältnis von Nutzen und Kosten. Sie unterstützt einen verhältnismässigen Ressourceneinsatz für eine betriebswirtschaftliche Rechnungslegung als Entscheidungsgrundlage. Und ist mit ihrem modularen Aufbau der ideale Rechnungslegungsstandard für KMU-Unternehmen. Inzwischen hat das International Financial Reporting Standards (IFRS) auch selber ein abgespecktes Regelwerk speziell für KMU s (IFRS for SMEs). Dabei ist der Standard klar auf nicht kodierte Unternehmen ausgerichtet. Mit diesem Regelwerk wurde ein grosser Schritt zur Vereinfachung der Rechnungslegung gemacht und die Offenlegungsvorschriften gegenüber den IFRS wesentlich verringert. Die IFRS für KMU müssen um international überhaupt verbreitet anwendbar zu werden zuerst von den Ländern für deren jeweilige handelsrechtliche Berichterstattung zugelassen werden. So spricht z.b. Grossbritannien von einem möglichen Umsetzungsdatum im Jahr Daher dürfte dieser Standard auch wegen der bereits etablierten Swiss GAAP FEER kaum eine wesentliche Anhängerschaft gewinnen. In regelmässigen Abständen (ca. 3 5 Ausgaben pro Jahr) informieren wir Sie mit unserem Gratis-NEWSLETTER für KMU s über die wichtigsten Änderungen und Entwicklungen in den Bereichen Finanzwesen, Recht, Steuern, Personalwesen, Arbeitsrecht, Revision usw., von welchen auch Sie betroffen sein könnten. Das Ziel dieses Informationsblattes ist, Ihnen einen Informationsvorsprung zu verschaffen, damit Sie genügend Zeit haben eventuelle Änderungen oder Anpassungen welche Ihren Betrieb betreffen rechtzeitig vorzunehmen. Neu können Sie diesen NEWSLETTER für KMU s auch als PDF-File abonnieren. Senden Sie zu diesem Zweck ein mit dem Vermerk Gratisabo an Finanz-Treuhand A-Z GmbH Telefon: Altes Zeughaus Telefax: Niederebnetstrasse Erschwil

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