Interaktiver Lehren und Lernen mit Social Media? Julia Klammer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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1 Interaktiver Lehren und Lernen mit Social Media? Julia Klammer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Lunchveranstaltung Uni Zürich, 21. Mai 2014

2 Überblick Einblick in das Forschungsprojekt Social Media in Lehr- und Lernszenarien Beispiele für Lehr/Lernszenarien Überblick über die Pilottests und ausgewählte Beispiele Evaluationsergebnisse Anforderungen an den Einsatz von Social Media

3 Hintergrund: Pilottests Social Media in Lehr- und Lernszenarien 5 Kurse in Studiengänge in Wirtschaft, Angewandte Psychologie, Pädagogik, Technik Studierende pro Kurs, insg. N=179 Projektziele: Szenarien-Entwicklung Pilottest und Evaluierung der Szenarien durch Studierende und Lehrende Partizipativer Ansatz: frühzeitige Einbindung von Dozierenden und Studierenden Einsatzkonzept Social Media in der Lehre FHNW Ist-Analyse Potenzialanalyse Szenario- Entwicklung Pilot und Evaluation Einsatzkonzept

4 Hintergrund: Unterschiedliches Verständnis von Social Media /17

5 Ansatz: Breites Verständnis von Social Media Social Media sind internetbasierte Medien, die es Nutzern und Nutzerinnen ermöglichen, einzeln oder gemeinsam mediale Inhalte zu gestalten, zu rezipieren, untereinander auszutauschen und zu kommentieren (user generated content). Zwei Ebenen: Inhalt - content : Themen und Personen. Die Gewichtung dieser beiden Bereiche kann je nach Tool und dessen Nutzung variieren. Aktivitäten user generated : Drei Aktivitätstypen: rezipieren (lesen, klicken), generieren (schreiben, sammeln, Neues entwickeln, Fotos und Videos posten), kommentieren (auch: crossposten, auch: Verlinken auf andere Themen). siehe auch Blogbeitrag:

6 Ablauf Pilottests FS Einsatz / Setup Einsatz / Durchführung Evaluation Erkenntnisse Jan Feb Mär Apr Diskussion in Yammer Diskussion in Yammer Diskussion in Yammer Studierende- VOR_Befragung Piloten VOR_Interviews Studierende- NACH_Befragung Piloten NACH_Interviews

7 Pädagogik Ziele-Cluster : Entwickelte Szenarien und Pilottests 5. Erfahrungsbasiertes Lernen durch Foren und Peer Review Wikis Tool: moodle Wirtschaft 1. Literaturrecherche mit Social Bookmarking, Social Network Gruppen und einem Videocast Tools: Facebook, SwitchCast, Diigo Technik 2. International Vernetzen für kollaborative Bearbeitung lokaler Problematiken mit Kollaborationsplattformen Tool: Ning Werte Vernetzung Aktivierung 4. Auftrittskompetenz fördern mit Video Foren Tools: SwitchCast, Moodle 6. Reflexion über Anwendung von Theorie in der Praxis mittels Blogging Tool: WordPress Reflexion Wirtschaft Ang. Psych. 3. Austausch und Reflexion über Praxiserfahrung mit einer Social Network Gruppe Tool: Linkedin Wirtschaft

8 Schritt 1 Szenarioentwicklung: Auftrittskompetenz fördern mit Video-Foren

9 Schritt 2 - Frühzeitige Evaluation von Szenarien mit Online-Pinnwand Tool: Linoit.com

10 Switchcast-Einbettung in moodle im Kurs Kommunikation (Wirtschaft) Studierende erstellen Videos, uploaden sie auf auf SWITCHcollection Tool: Switchcast von SWITCH (http://www.switch.ch/de/cast/) Link zum Streamen des Videos wird in einem Moodle-Forum eingebettet eine neue Aufgabe (Diskussionen aufzeichnen und bewerten) und ein neues Tool (Video-Forum) in den bestehenden Kurs integriert /17

11 Schritt 3 - Durchführung Video-Forum auf MOODLE

12 Schritt 2 Einbettung von Social Media in bestehende Lehrplanungen Theorie- Input Theorie- Input Work shop 1 Work shop 2 Work shop 3 Nachbearbeitung Nachbearbeitung Stud. 1. Vorbereitung Einzelauftritt 2. Vorbereitung Gruppendiskussion Stud. online Nachbereitung WS1 Nachbereitung WS2 Nachbereitung WS3 Feedback zu Videos der Reden und Diskussionen in Forum-Kommentaren Doz. techn. Set-up techn. Erst- Anleitung Auftrag zu 1. Auftrag zu 2. Beobachtung des Austauschs auf Plattform /17

13 Qualität statt Quantität Evaluationsergebnisse 4. Auftrittskompetenz fördern mit Video Foren Tools: SWITCHcast, MOODLE Feedbacks waren oft "einmalig aber Qualität der Feedbacks sehr hoch und Inhalt wurde sorgfältig und respektvoll gestaltet Insgesamt Kollaborationsbereitschaft der Studierenden niedriger als erhofft allerdings war der Kontakt zwischen den aktiven Studierenden und der Dozentin intensiver Technische Perspektive: Videoerstellung/-aufbereitung aufwändig, Qualität der Videos nicht zufriedenstellend Studierende: sehr positive Bewertung der Möglichkeit der Selbstbeobachtung und Beobachtung anderer sowie Möglichkeit des gegenseitigen Feedbacks /17

14 In verschiedenen Diskussionen lade ich Studierende dazu ein, sich vorzustellen und über ihre Erfahrungen bzgl. International Negotiating zu berichten und gebe ihnen auch kleine Hausaufgaben zwischen den Treffen. 3. Austausch und Reflexion über Praxiserfahrung mit einer Social Network Gruppe Dozent Dozent Dozent StudentIn 4 StudentIn 1 StudentIn 2 Dozent StudentIn 3 Dozent

15 Qualität statt Quantität - Evaluationsergebnisse LinkedIn-Gruppe: rasche Registrierung auf Plattform durch Studierende 3. Austausch und Reflexion über Praxiserfahrung mit einer Social Network Gruppe Tool: LinkedIn Studierende reagierten mehrheitlich auf die Anregungen des Dozierenden reagiert Für Kontakt zum Dozierenden allerdings haben die Studierenden verwendet Kaum Kommunikation unter den Studierenden auf LinkedIn (via ) /17

16 Die Studierenden vernetzen sich über das Social Network, organisieren sich in Gruppen und schreiben über lokale Problematiken in Form von Blogs mit Fotos..

17 Kollegialer Austausch über Einsatz von Social Media mittels Yammer Dozentin Dozent Dozentin

18 Die halbe Miete : Didaktische Einbettung von Social Media Tools Konkrete Formulierung der Lernziele und des Lernauftrags Dozierende/r: Was bedeutet die "Vorbereitung auf Einzelauftritte" genau? Student/in: Worüber diskutieren wir? Werden Themen vorgegeben? Was machen wir nachher? Konkreten Zeitplan erstellen, was wann mit welchen Tools passiert, wann Studierende was machen Achtung: Kollaboratives vs. individuelles Lernziel! Lehr-/Lernvereinbarung und Leistungsnachweis: Student/in: Wie viele Videos muss man kommentieren? Alle kommentieren alles? Werden die Feedbacks benotet? Transparente Aufstellung der ECTS, Kriterien und Anforderungen an Arbeiten (z.b. Hausarbeiten, Mitarbeit in Foren etc.)

19 Die ersten Schritte: ausprobieren, organisieren, einrichten Auswahl der Tools (technisch) Schulung/ Training Technische Vorab-Tests Organisator. Vorbereitung Installation Lizenzkosten Speicherplatz, Down-/Uploadgeschwindigke iten und - volumen Unterstützte Dateiformate externes oder Hochschulinternes (LMS) Tool Datenschutz Tool erlernen (Online- Tutorials, Manuale) Support/ Fachstellen für Schulungen anfragen Austausch mit erfahrenen Kolleg/innen Funktionen testen, Accounts anlegen (Videos hochladen/ einbinden, Gruppen anlegen) Eignung für Studierende/ Dozierende testen Benutzerrechte prüfen: Lese- /Schreibrechte, wozu braucht es Admin- Rechte? Einverständnis erklärungen/v ertraulichkeitsv ereinbarungen Zur- Verfügung- Stellen von Hardware und Räumen Anleitungen für Studierende Technische Supportmöglic hkeiten (Admins) Kurz- /langfristiger Speicherort Accounts Anlegen/Insta llieren der Social Media Tools Accounts anlegen bzw. Studierende, Dozierende für Anmeldung einladen Inhalte einpflegen, ggf. Layouts anpassen

20 Schulung/Tr aining Technische Vorab-Tests Lernen Sie neue Tools und deren Einsatzmöglichkeiten kennen! Weitere Informationen unter: ; Virtuelle Pinnwände: Sammeln von Ideen, Aktivieren von Vorwissen (z.b. als 15-minütige Vorbereitung von Lehrveranstaltungen) Kollaborative Präsentationen mit Prezi: Sammeln und Strukturieren von Ideen, gemeinsames Entwickeln von Präsentationen FAQ im Learning Management System: Sammeln von Fragen und deren Antworten als digitales FAQ, auch semesterübergreifend Wiki (z.b. im Learning Management System): Sammeln, Generieren, Kommentieren und Vernetzen von Inhalten in der Struktur eines Wikis & Diskussion von Inhalten in Foren:

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