Von der Königin bestiftete Zellen: Eier (Stifte) am Zellboden. Rundmaden in verschiedenen Stadien im Futtersaft.

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2 15 Von der Königin bestiftete Zellen: Eier (Stifte) am Zellboden. Rundmaden in verschiedenen Stadien im Futtersaft. Verdeckelte Arbeiterinnenbrut (links) und Drohnenbrut (rechts) mit den typisch buckelförmigen Wachsdeckeln. Drohnen- und Arbeiterinnenbrut Drohnen und Arbeiterinnen werden in waagrechten Zellen aufgezogen. Brutzellen für Drohnen sind etwas größer als die der Arbeiterinnen. Außerdem können Sie verdeckelte Drohnenbrut gut an den buckelförmigen Wachsdeckeln erkennen. Königinnen- oder Weiselzellen hängen wie eine Erdnuss meist am unteren Rand der Wabe.

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4 17 Brutnest, Pollen- und Honigkranz Es ist wichtig zu wissen, wie Bienen natürlicherweise eine Brutwabe aufbauen: Unten und im Zentrum befindet sich das meist ovale Brutnest mit Arbeiterinnenbrut. Werden Drohnen aufgezogen, liegen diese größeren Zellen wie eine flache Wanne seitlich und vor allem unterhalb der Arbeiterinnenbrut. Um die Brut direkt mit Pollen und Honig versorgen zu können, schließen ein Ring aus pollengefüllten Zellen, der Pollenkranz, und ein weiterer Ring aus honiggefüllten Zellen, der Honigkranz, das Brutnest nach oben hin ab. Auf dieser Wabe ist das Brutnest mit Pollen- und Honigkranz gut erkennbar.

5 18 Bienen bedeuten viel mehr als Honig Ohne Bienen könnten wir schlichtweg nicht überleben! Sie bestäuben 80 % der Kulturpflanzen, die wir täglich essen. Neben Obst und Gemüse sind das auch Nüsse, Gewürze und Pflanzenöle. Deswegen ist die Biene nach dem Rind und dem Schwein unser drittwichtigstes Nutztier. Ein perfektes Team: Bienen und Blüten Bienenbestäubung führt nicht nur zu mehr, sondern auch zu größeren und schwereren Früchten mit einem höheren Fruchtzuckeranteil. Über Jahrmillionen haben sich Bienen und Blütenpflanzen perfekt aneinander angepasst. Früher waren alle Pflanzen grün, ohne Duft und ohne Farbe. Doch im Laufe der Evolution entdeckten die Pflanzen, dass summende Liebesboten ihnen bei der Fortpflanzung dienlich sind. Um ihre kleinen Helfer anzulocken, entwickelten sie betörende Düfte, reizvolle Signalfarben und Nektar. Will eine Biene an das mineral- und zuckerreiche Flüssigfutter gelangen, kommt sie mit Blütenstaub (Pollen) der männlichen Geschlechtsorgane der Pflanze in Berührung. Der Pollen bleibt im Haarkleid hängen und wird beim Besuch der nächsten Blüte auf das weibliche Geschlechtsteil der Pflanze, die Narbe, abgestreift. Es folgt die Befruchtung und aus der Blüte entsteht eine Frucht.

6 19 Blütenstete Sammlerin Gut zu wissen Der Mehrertrag, den die Landwirtschaft durch die Bienenbestäubung erwirtschaftet, beträgt ungefähr 2,5 Milliarden Euro. Darin ist die Bestäubung der Wildpflanzen nicht enthalten diese Leistung ist unbezahlbar! Im Gegensatz zur eher zufälligen Windbestäubung ist die Bestäubung durch die Bienen punktgenau und wesentlich erfolgreicher. Dabei bestäubt kein Lebewesen so effektiv wie die Honigbiene. Sie sammelt solange Nektar oder Pollen von ein und derselben Blüte, bis die Tracht erschöpft ist, das heißt, eine Honigbiene ist blütenstet. Auch Wildbienen und andere Insekten sind bedeutsame Bestäuber. Sie aber wechseln beim Sammeln häufig die Blütenart und der für die Frucht- und Samenbildung der Pflanze wichtige Pollen geht verloren. Alles hängt zusammen Blütenpollen, der in ihrem Haar hängen bleibt, bürstet die Biene zum Transport in ihre Pollenhöschen. Natürliche Wegweiser Da Bienen auch im UV-Bereich sehen können, tragen manche Blüten für uns unsichtbare Saftmale. Sie weisen der Biene den Weg zum Nektar. Manche Blüten wechseln die Farbe ihres Saftmals, sobald sie befruchtet sind. Wir haben den Bienen nicht nur ein reichhaltiges Nahrungsangebot zu verdanken, sondern auch eine vielfältige Natur. Ohne die Bienen würden zahlreiche Nutz-, Zier- und Wildpflanzen verschwinden, deren Beeren, Früchte und Samen Futter und Lebensgrundlage für Vögel, kleine Säugetiere und Kleinstlebewesen sind. Die Tiere sorgen dafür, dass die Pflanzensamen an anderer Stelle ausgeschieden werden: Eine neue Pflanze wächst heran und der fruchtbare Kreislauf beginnt von vorne. Eine ertragreiche Landwirtschaft kommt nicht ohne Artenvielfalt aus. Pflanzen bilden besonders viele Früchte und Samen aus, wenn es viele verschiedene Bestäuber gibt: Dazu gehören neben den Honigbienen vor allem die Wildbienen, aber auch Fliegen, Käfer und Schmetterlinge.

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