(((esim 2020 Einsteigen und losfahren: Das Forschungsprojekt zum Ticketingsystem der Zukunft

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1 Einsteigen und losfahren: Das Forschungsprojekt zum Ticketingsystem der Zukunft

2 Einsteigen und losfahren Wer kennt das nicht: Am Ticketautomat fehlt das passende Kleingeld. Und welches Ticket ist überhaupt das richtige? Welche Preisstufe, wie viele Zonen? Der vermeintlich komplizierte Ticketkauf hält viele potenzielle Bus- und Bahnfahrer davon ab, sich von den Vorzügen des ÖPNV überzeugen zu lassen. Sie fragen sich: Warum kann ich nicht einfach einsteigen und losfahren? Allerdings haben eticket auf Chipkarten und Handy-Ticket-Systeme eines gemeinsam: Egal ob im Vorverkauf oder unmittelbar vor Fahrtantritt, der Nutzer benötigt nach wie vor eine Fahrkarte nun in elektronischer Form statt auf Papier. Dieser klassische Fahrscheinkauf vor Fahrtantritt entfällt mit Touch&Travel, dem innovativen eticketing-verfahren der Deutschen Bahn AG. Der Ticketkauf wird dabei ersetzt durch einen Check-in und Check-out über das Smartphone bei Fahrtantritt bzw. Fahrtende. Auf der höchsten Komfortstufe, dem Be-In/Be-Out-System, entfällt nach dem Grundsatz Einsteigen und losfahren auch das Ein- und Auschecken. Bislang wurde Be-In/Be-Out im eticket Deutschland noch nicht im Massenbetrieb umgesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, startete der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) 2013 das Forschungsprojekt (EFM-Systemintegration und -migration für den Zielhorizont 2020). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. ist ein Leuchtturmprojekt für das Ticketing der Zukunft, mit dem die Partner des Konsortiums ihr Know-how in Bezug auf In-Out-Systeme des elektronischen Fahrgeldmanagements (EFM) bündeln und weiterentwickeln. Bis Mitte 2016 wird die Anwendung eines Be-in/ Be-out-Systems auf Basis der WLAN- Funktion von Mobiltelefonen untersucht und prototypisch umgesetzt. Be-in/Be-out Unkomplizierte Nutzung von Bussen und Bahnen Verkehrsunternehmen und -verbünde haben in einem vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) initiierten Projekt technische Standards für elektronische Tickets erarbeitet. Diese sogenannte Kernapplikation wird deutschlandweit in drei Stufen eingeführt. Die höchste Komfortstufe, die sogenannte VDV KA Ausbauvariante 3b, beschreibt die automatische Raumerfassung und automatisierte Fahrpreisermittlung. Einsteigen und losfahren : Die Fahrt des Kunden wird über eine exakte Raumerfassung via Smartphone genau abgebildet und über ein innovatives System abgerechnet. Der Kunde ist im ÖPNV unterwegs, ohne sich über Tickets und Tarife Gedanken machen zu müssen. Bei der technischen Umsetzung im Projekt werden alle einschlägigen datenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigt. Dem Thema Datenschutz ist sogar ein eigenes Hauptarbeitspaket gewidmet. Auf dem Weg zur unkomplizierten Nutzung des ÖPNV nach dem Motto Einsteigen und losfahren sind schon bedeutende Schritte getan. Wer eine Zeitkarte besitzt, schätzt den Gewinn an Service und Komfort, den das eticket auf einer Chipkarte bringt. HandyTicket-Systeme helfen nicht nur bei der Fahrplanauskunft, sondern machen das Smartphone zum handlichen Ticketautomaten, der jederzeit und überall mitgeführt wird. Ziel ist die höchste Komfortstufe für die Fahrgäste: die automatisierte Fahrpreisermittlung. 2 3

3 Vision 2020 Einsteigen und losfahren Raumerfassung = höchste Komfortstufe des etickets Deutschland Be-in/Be-out-System auf WLAN-Basis mit Mobiltelefonen als Nutzermedium Pilotbetrieb zum Nachweis der Praxistauglichkeit 4 BiBo EINSTEIGEN Aktivierung der (((esim App auf dem Smartphone 2 LOSFAHREN (((esim App empfängt Fahrt- und Positionsdaten über WLAN, speichert diese auf dem Smartphone und sendet sie an die BiBo-Bordeinheit 3 AUSTEIGEN Datenkommunikation wird beendet 4 DATENÜBERTRAGUNG Automatische Übertragung der Nutzungsdaten an das Hintergrundsystem 5 MOBILITÄTSRECHNUNG Rechnung mit allen Fahrten am Monatsende (nicht Gegenstand des Forschungsprojekts) 4 5

4 Wesentliche Merkmale von Grundlagenforschung zur fahrzeugscharfen Fahrtenbildung über Raumerfassung auf Basis von vorhandenen und standardisierten Schnittstellen (WLAN) in marktüblichen Smartphones Möglichkeit der komplementären Ergänzung durch ein massentaugliches verbundeigenes Nutzermedium Modularer Systemaufbau mit weitgehender Nutzung von Standardkomponenten Nutzung von Sensoren in Smartphones (Magnetometer, Beschleunigungssensor) zur Optimierung der Raumerfassung Nutzung der Raumerfassungsdaten für individualisierte Mobilitätsinformationsdienste Entwicklung einer Migrationsstrategie zur Einführung von Be-In/Be-out - Systemen für den ÖPNV unter Einbeziehung von Touch&Travel Fahrzeugkomponente zur Raumerfassung als autarke Einheit möglich (nicht von Bordrechner abhängig) Automatisierte Fahrpreisbildung Smarter reisen von Tür zu Tür ist der nächste Schritt zum Be-in/Be-out-System. Ziel ist eine Systemlösung zur fahrzeugscharfen Fahrtenbildung mit Raumerfassung der Fahrgäste, unter Nutzung der WLAN-Schnittstelle und von Smartphones als Nutzermedium. Fahrtenbildung und Preisermittlung erfolgen anhand der Raumerfassungsdaten im Hintergrundsystem. Der Projektansatz berücksichtigt einen ergänzenden Einsatz verbundeigener Nutzermedien im späteren Produktivbetrieb. Damit werden erstmals umfassende Grundlagen für die Realisierung der höchsten Komfortstufe Einsteigen und losfahren unter Einbeziehung von Smartphones und verbundeigenen Nutzermedien geschaffen. Die entworfenen Konzepte für die Ausbauvariante 3b sollen in enger Abstimmung mit der VDV eticket Service GmbH & Co. KG (VDV-ETS) in die VDV-Kernapplikation einfließen. Die erarbeiteten Lösungen werden mit einem Technologiedemonstrator sowie im Pilotversuch unter Praxisbedingungen getestet. Als Grundlage für die Praxiseinführung werden Migrationsszenarien entwickelt, ausgehend vom bestehenden In-Out- System Touch&Travel hin zu einem Be-in/ Be-out-System mit Raumerfassung der Nutzermedien. Für die Umsetzung der höchsten Komfortstufe im ÖPNV ist damit von einzigartiger Bedeutung. Unter dem Motto Vision 2020: Einsteigen und losfahren ist nach Projektabschluss im Sommer 2016 die zeitnahe Verwertung der Projektergebnisse im Rahmen der sukzessiven Einführung eines EFM-Systems der Ausbauvariante 3b des VDV-KA Standards im RMV vorgesehen. Ablauf des Forschungsprojekts 3. JUNI 2013 Projekt gestartet MÄRZ 2014 Modulares Systemkonzept erstellt NOVEMBER 2014 Demonstrator Fahrgastzelle realisiert MÄRZ 2014 Anforderungen an die Raumerfassungskomponente erstellt JANUAR 2015 Technologiedemontrator JANUAR 2016 Entscheidung über Fortführung mit Pilotversuch Stand: April 2014 APRIL 2015 Sicherheitsanforderungen FEBRUAR 2016 Entscheidung über Fortführung mit Business Case JUNI 2016 Business Case JUNI 2016 Spezifikationen Migrationsstandard FEBRUAR 2016 Anforderungen für ein verbundeigenes NM 30. JUNI 2016 Projekt beendet 6 7

5 KONTAKT Reinhard Reher Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH Alte Bleiche Hofheim am Taunus Tel.: +49 (0) Fax.: +49 (0) Matthias Wirtz Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbh Am Hauptbahnhof Frankfurt am Main Tel.: +49 (0) Fax.: +49 (0) Konsortialführer: Konsortialpartner: Assoziierter Patner: Systemarchitekt (im Auftrag des RMV):

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