Die Personalabteilung aus Sicht der Führungskräfte in Westeuropa

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1 Die Personalabteilung aus Sicht der Führungskräfte in Westeuropa Zusammenfassung Forschungsprogramm der Economist Intelligence Unit Mit Unterstützung von und

2 Über das Forschungsprogramm Die Personalabteilung aus Sicht der Führungskraft in Westeuropa ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse eines Forschungsprogramms, das von der Economist Intelligence Unit mit Unterstützung von Oracle und IBM durchgeführt wurde. Im April und Mai 2012 führte die Economist Intelligence Unit eine Befragung unter 235 Führungskräften weltweit durch. 95 Befragte arbeiteten in Westeuropa, darunter Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Schweiz und Großbritannien. 57% der 235 Befragten sind CEOs und 43% CFOs (bzw. jeweils in einer vergleichbaren Position). Bei der Befragung waren zahlreiche Branchen vertreten, unter anderem Finanzdienstleistungen (15%), Gesundheitswesen, Pharmazie und Biotechnologie (12%), sonstige Dienstleistungen (12%), Produktion (10%) und IT & Technologie (8%). Bei rund der Hälfte der Unternehmen handelte es sich um Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500 Mio. USD, bei der anderen Hälfte um kleine und mittelständische Firmen. 1

3 Zusammenfassung Die aktuelle konjunkturelle Situation zwingt Unternehmen in ganz Westeuropa zu schwierigen Personalentscheidungen. Nach Untersuchungen der Economist Intelligence Unit wurde in keiner Region weltweit in den vergangenen drei Jahren prozentual mehr Personal abgebaut als in Westeuropa. Das allgemeine Geschäftsklima dürfte sich darüber hinaus weiter verschlechtern. Die OECD prognostiziert für das Jahr 2012 in den 17 Staaten der Eurozone einen wirtschaftlichen Rückgang um bis zu 2%. 1 Diese Entwicklungen machen eine weitere Verschlankung eventuell unausweichlich. Unüberlegte Entlassungen können jedoch dazu führen, dass an entscheidenden Stellen im Unternehmen zu wenige kompetente Mitarbeiter übrig bleiben. Das behindert wiederum eine schnelle geschäftliche Erholung. Laut Die Personalabteilung aus Managementsicht in Westeuropa, sind zahlreiche CEOs und CFOs in der Region der Überzeugung, dass die Personalabteilungen über das notwendige Know-how und die nötige Erfahrung für diesen Drahtseilakt verfügen. So möchten 80% der Befragten, dass der Leiter der Personalabteilung eine zentrale Rolle bei der Strategieplanung des Unternehmens spielt. Bei der Befragung wurden folgende zentrale Punkte ermittelt: Q Die Befragten in Westeuropa betrachten die Beziehung zur Leitung der Personalabteilung als eng und vertrauensvoll und messen ihr eine hohe Bedeutung bei. Mehr als zwei Drittel (69%) der Befragten in Westeuropa betrachten die Beziehung zur Leitung der Personalabteilung als eng und vertrauensvoll, und 63% messen ihr eine hohe Bedeutung bei. 69% close and trustful, 7% distant and mistrustful; 63% among my most valued profes 1. Associated Press. Euro Zone Warned by OECD: Severe Recession Looming (Warnung der OECD vor schwerer Rezession in Eurozone), 22. Mai

4 Q Dennoch betrachtet nur eine Minderheit der Befragten den Leiter der Personalabteilung als zentralen Akteur bei der Strategieplanung. Nach Ansicht von 38 Prozent der Befragten in Westeuropa spielt der Leiter der Personalabteilung eine wichtige Rolle bei der unternehmerischen Strategieplanung, nur jeder Zehnte hält ihn für einen äußerst wichtigen Akteur. Aufgrund der Sorgen in Bezug auf eine engagierte Belegschaft rückt der Leiter der Personalabteilung jedoch immer mehr in den Mittelpunkt. 63 Prozent der Befragten in Westeuropa sind der Überzeugung, dass ein unternehmensweit festgestellter Mangel an talentierten Mitarbeitern dem Unternehmen in den nächsten 12 Monaten finanziell schadet. 56 Prozent äußern die gleiche Befürchtung 42% 25% 36% 30% angesichts unzureichenden Talents auf Führungsebene. Nahezu die Hälfte (48%) der Befragten macht sich Sorge um die Auswirkungen einer geringen Mitarbeiterzufriedenheit, die sich durch die aktuelle konjunkturelle Situation zweifellos verschärft hat. Diese Sorgen führen im leitenden Management zur Überzeugung, dass der Leiter der Personalabteilung, dem in Fragen des Verhältnisses der Mitarbeiter zum Unternehmen eine höhere Kompetenz zugesprochen wird, eine wichtigere Rolle bei der Festlegung der Strategie spielen kann. Zweifel äußern die Befragten am Verständnis des Personalabteilungsleiters vom unternehmerischen Gesamtbild. 42% der Befragten in Westeuropa sind der Auffassung, dass der Leiter der Personalabteilung zu sehr auf seine Prozesse fokussiert ist und das Gesamtbild nicht im Auge hat. 36% geben an, dass er die geschäftlichen Abläufe nicht gut genug kennt. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um die Wahrnehmung durch die Unternehmensleitung. Diese Wahrnehmung kann sich ändern, wenn die Personalabteilung etwa in Besprechungen die Gelegenheit erhält, ihre strategischen Pläne darzulegen. Personalabteilungsleiter, die ähnliche Ansichten wie CEO und CFO vertreten, haben mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr Einfluss. Obwohl nur 38% der Befragten in Westeuropa insgesamt den Leiter der Personalabteilung für einen wichtigen Akteur halten, sind es 81% unter denjenigen, die mit dessen Personalstrategie in hohem Maße einverstanden sind. Es ist also durchaus wahrscheinlich, 63% dass die Leiter der Personalabteilung among ihren my most Einfluss auf valued professional die strategische Ausrichtung des Unternehmens relationships deutlich steigern können, wenn sie die Ansichten von CEO und CFO teilen. Die Möglichkeit, dass der umgekehrte Fall zutrifft dass also eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Strategien dazu beitragen kann, andere von bestimmten Ansichten zu überzeugen, kann jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. 3

5 Führungskräfte in großen Unternehmen beschäftigen sich mit größerer Wahrscheinlichkeit mit Fragen der Unternehmenshierarchie. Wenn sich CEOs und CFOs großer Unternehmen um Probleme aus dem Bereich des Personalmanagements kümmern, geht es meistens um die Auswirkungen auf der Managementebene. So sorgen sich beispielsweise zwei Drittel (67%) der Befragten aus Unternehmen mit über 1500 Mitarbeitern über eventuelle finanzielle Folgen innerhalb der kommenden 12 Monate aufgrund eines Mangels an kompetenten Führungskräften. In ihren Augen ist dies das größte Problem im Zusammenhang mit dem Personalmanagement. Bei kleinen Unternehmen stimmen nur 49% der Aussage zu, dass ein Mangel an kompetenten Führungskräften drohe. Für diese stellt der Mangel an kompetenten Mitarbeitern im gesamten Unternehmen eine größere Gefahr dar. Bei den größten befragten Unternehmen (mit einem Jahresumsatz von über 10 Mrd. USD) werden Bedenken des leitenden Managements häufig bei Gesprächen zwischen dem Leiter der Personalabteilung und dem CEO sowie CFO erörtert. So werden die Leistung und Entwicklung auf Führungsebene in 42% dieser größten Unternehmen besprochen, aber nur in 24% der kleinen Unternehmen. 33% führen regelmäßig Gespräche über Nachfolgeregelungen. In kleinen Unternehmen werden diese Gespräche in ähnlicher Regelmäßigkeit nur bei 6% geführt. Bei der Frage der Vergütung der Führungskräfte liegen die Werte bei 17% in großen und 3% in kleinen Unternehmen. Die Ergebnisse aus Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit sind in größeren Unternehmen die weitaus gängigsten Messgrößen aus dem Personalmanagement. Die Leistung der Personalabteilung wird in mehr als zwei Drittel (69%) der Unternehmen mit über 1500 Mitarbeitern mittels Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit gemessen. Damit weisen die Befragungen einen deutlich höheren Anteil als alle anderen Messgrößen auf. Mit 39% bei den befragten großen Unternehmen war die nächsthäufigste Messgröße die Vergütungskosten im Vergleich zu Industrie-Benchmarks. Offensichtlich gibt es für Personalabteilungen in westeuropäischen Unternehmen noch einiges zu tun, bis die Unternehmensleitung davon überzeugt ist, dass die Personalabteilungen eine wichtige Rolle bei der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens spielen können. Aus der Befragung geht auch hervor, dass der Leiter der Personalabteilung seinen Einfluss durch überzeugende Vieraugengespräche mit dem CEO erhöhen kann. Die Genauigkeit dieser Informationen wurde nach bestem Wissen geprüft. Dennoch können weder The Economist Intelligence Unit Ltd. noch die Sponsoren dieses Berichts die Verantwortung für diesen Bericht oder die darin enthaltenen Informationen, Meinungen und Schlussfolgerungen und darauf basierende Entscheidungen übernehmen. 4

6 London 26 Red Lion Square London WC1R 4HQ Großbritannien Tel.: (44.20) Fax: (44.20) New York 750 Third Avenue 5th Floor New York, NY USA Tel.: (1.212) Fax: (1.212) Hongkong 6001, Central Plaza 18 Harbour Road Wanchai Hongkong Tel.: (852) Fax: (852) Genf Boulevard des Tranchées Genf Schweiz Tel.: (41) Fax: (41)

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