Newsletter April 2015

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1 Gefördert durch: Newsletter April 2015 Dieser Newsletter erscheint im Rahmen des geförderten Projektes EVA III mit Mitteln von BMEL über den Projektträger FNR. E.V. und informiert Sie kostenfrei über Projektarbeiten, Veranstaltungen etc. DLG-Fachtagung Ackerbau im Rahmen der AGRA am Thema: Wo liegen die Grenzen des Ackerbaus bezüglich Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz und Düngung? Auf der DLG-Fachtagung in Leipzig am konnten verschiedene Vorträge zum Thema Grenzen des Ackerbaus besucht werden. Dr. J. Rücknagel von der Uni Halle, der Forschungsergebnisse zu Bodenstruktur und -bearbeitung vorstellte, definierte zunächst intensiven Ackerbau mit extensiver Bearbeitung, eingeschränkten Fruchtfolgen und der Nutzung großer Maschinen. Die Grenzen der extensiven Bearbeitung sah er in den Feldmauspopulationen. Zur Eindämmung müsse mindestens flach gepflügt oder tiefer gegrubbert werden. Zu beachten bei der Wahl der Bodenbearbeitung sei immer der Standort und die betriebliche Situation. Schadverdichtungen würden vermehrt bei hohem Getreideanteil in der Fruchtfolge auftreten, noch mehr bei Sommerungen und weniger bei hohem Rapsanteil. Seiner Ansicht nach neigten Standorte mit skelettreichen Böden weniger zu Störungen im Bodengefüge und solche mit hohen Niederschlägen verstärkt. Dabei blieben Schadverdichtungen in Bodenschichten unter 30 cm bestehen, während sich in den darüber liegenden Schichten die Bodenstruktur regenerierte. Die Grenze für Bodenschäden würde bei einem Druck von 0,8 bis 1 bar erreicht, was ca. 5-6 t Radlast entspricht. Dr. S. Deike von der Landberatung GmbH für Mitteldeutschland stellte in seinem Vortrag die Grenzen des Pflanzenschutzes vor. Man müsse davon ausgehen, dass intensiver Ackerbau auch immer intensiven Pflanzenschutz nach sich ziehe. Probleme ergäben sich durch Nichtvorhandensein von Fruchtfolgen und Betriebsgrößenwachstum, was zur Folge hätte, dass keine optimierte schlagspezifische Pflanzenschutzbehandlung mehr stattfände. Grenzen zeigten sich zum einen durch die Begrenztheit der legalen Wirkstoffe und zum anderen durch die Resistenzbildungen. Davon seien alle Mittel betroffen. Die Lösung sei also nicht bei den Pflanzenschutzmitteln zu finden, sondern in Bewirtschaftungsmaßnahmen, die ein Auftreten von Schadorganismen möglichst gering hielten. Beispiele dafür wären angepasste Bodenbearbeitung und möglichst vielfeldrige Fruchtfolgen. Wenn keine Maßnahme mehr greife, müsse man eben ein zweijähriges Kleegras anbauen. Dr. M. Grunert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfLUG) in Nossen sprach zum Thema Düngung. Um hohe Erträge bei geringeren schadhaften Einträgen in die Ökosysteme zu gewährleisten, müsse der exakte Bedarf der Kulturpflanzen an Düngemitteln ermittelt werden.

2 Eine gesteigerte Nährstoffeffizienz könne mit der Berücksichtigung standörtlicher Voraussetzungen wie Humusgehalt, Grundnährstoffversorgung, Bodenstruktur und Berechnung realistischer Zielerträge erreicht werden. Besonders zu beachten sei beim Anbau von Energiepflanzen (Biomasse), dass die Humusbilanz oft nicht ausgeglichen sei, selbst bei der Rückführung der Gärreste. Die LfLUG habe ein Programm zur schlagspezifischen Düngung bei Beachtung der Umweltparameter entwickelt, welches für Landwirte kostenlos zur Verfügung steht. (K. Winter, TLL) BfN-Workshop Erneuerbare Energien in der Landschaft der Zukunft am in Bonn Die ca. 60 Teilnehmer des vom Bundesamt für Naturschutz initiierten Workshops zur strategischen und fachlichen Planung der Forschungslinie Erneuerbare Energien in der Landschaft der Zukunft erhielten in Vorträgen Informationen zur aktuellen Situation der Erneuerbaren Energien aus verschiedenen Sichtweisen und zum Stand der Forschungsaktivitäten und Planung im BfN. Erfreulich sind die mit der strukturellen Umstellung der Ministerien BMEL, BMWi und BMUB zusätzlich verfügbaren Forschungsmittel. Die angeschlossene Gruppenarbeit in 3 thematischen Arbeitsgruppen diente dazu, Forschungsschwerpunkte und eventuelle Projektideen aus verschiedenen fachlichen Richtungen zu schärfen und auszuloten. Nach einführenden Inputvorträgen zu bisherigen Forschungsarbeiten wurden in angestrengter Arbeitsatmosphäre in kleine Gruppen Wissenslücken und Forschungsbedarf ausfindig gemacht und formuliert. In der im Plenum vorgestellten Ergebniszusammenstellung wurde wiederum deutlich, dass Biomasse trotz der zu erwartenden schmalen Ausbaupfade weiterhin Forschungsschwerpunkt bleiben muss. Zum einen um mögliche Folgen abschätzen und minimieren zu können, zum anderen um die sich auftuenden Möglichkeiten zur Bereicherung der Landschaft zu nutzen. Das Erarbeitete fließt in die 2016 vom BMUB neu zu erarbeitenden Förderschwerpunkte ein. (J. Eckner, TLL) FNR-Tagungsband zur Veranstaltung Pflanzenbauliche Verwertung von Gärrückständen aus Biogasanlagen am 10. Und in Berlin Seit dieser Woche kann der Tagungsband zur Veranstaltung Pflanzenbauliche Verwertung von Gärrückständen aus Biogasanlagen inklusive der 4 Beiträge aus dem EVA-Projekt auf der FNR-Seite kostenfrei herunter geladen werden unter: Downloadlink (14,37 MB)

3 Regionale und überregionale Veranstaltungen ab April ALL-Energy 2015 (Glasgow) Praxistag Öko-Grünland (Walkendorf) ungen/anzeige.jsp?id= Internationale Bioökonomie Konferenz (Halle/ Saale) Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2014) - Auswirkungen, Erfahrungen und Tipps für die stromintensive Industrie (Dortmund) Stakeholder-Workshop im Rahmen des Projektes RegioBalance (Leipzig) ogramm_regiobalance.pdf Energiepflanzen auf dem Prüfstand - Einladung zur Feldversuchsführung (Straubing und Ascha)

4 LFA-Feldtag (Vipperow) ungen/anzeige.jsp?id= Fachveranstaltung / Feldtag Getreide (Teltow/ Ruhlsdorf) Feldtage_2015_Stand pdf Europäischen Biomasse Konferenz und Ausstellung (Wien, Österreich) Tag des ökologischen Landbaus (Gülzow) ungen/anzeige.jsp?id= Fachtagung Biogas 2015 (Stadtroda) LWK Feldtag (Borlede) n/biogas/ ticle/26901.html Bioenergieforum (Rostock) Biogas in der Landwirtschaft Stand und Perspektiven (Potsdam)

5 Fachtagung Biogas 2015 (Bösleben) n/biogas/ Downloads Auf unserer Internetseite sind mittlerweile die ersten drei Ausgaben von EVA informiert kostenlos erhältlich: Ausgabe 01/ 2015 Treibhausgaseinsparungspotentiale verschiedener Anbauverfahren zur Biogassubstratbereitstellung fileadmin/user_upload/bilderforum/eva_01_2015.pdf Ausgabe 02/ 2015 Zwischenfrüchte im Energiepflanzenanbau fileadmin/user_upload/bilderforum/eva_informiert_02_2015.pdf Ausgabe 03/ 2015 Pflanzenschutz in Energiepflanzenfruchtfolgen 03_2015.pdf

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