IT-Innovation und -Transfer
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- Nelly Böhm
- vor 10 Jahren
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1 Fachbereich Informatik IT-Innovation und -Transfer Corvin Meyer-Blankart Arbeitsbereich IT-Management und -Consulting Wintersemester 2014/2015
2 Auto-didaktische Hausaufgabe MODELLIERUNG VON GESCHÄFTSPROZESSEN IN BPMN Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 2
3 Lernziele Sie wissen was ein Prozess ist. Sie kennen BPMN als einen Ansatz für die Prozessmodellierung Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 3
4 Geschäftsprozesse Prozess Eine Folge von logischen Einzelfunktionen, zwischen denen Verbindungen bestehen (Krcmar/Schwarzer 1994) Quelle: Krcmar, Informationsmanagement: 2009; S. 141 Prozessmanagement Gestaltung, Ausführung und Beurteilung von Funktionsfolgen (=Prozesse) Quelle: Krcmar; Informationsmanagement; 2009; S Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 4
5 Schematische Darstellung eines Prozesses Transformation durch den Prozess Trigger F 1 F 2 F 3 F 4 F 5 F 6 Input Output t 0 Anfangszeitpunkt Durchlaufzeit t 1 Endzeitpunkt Quelle: In Anlehnung an Schwarzer (1994); Krcmar (2009), Informationsmanagement, S Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 5
6 Prozesse modellieren? Warum? Gemeinsame Sprache und Visualisierung für Abläufe und Verantwortlichkeiten... Wie? Es gibt unterschiedliche Modellierungsansätze für Geschäftsprozesse Dokumentiert Probleme Veranschaulicht Lösungen... Business Process Model and Notation (BPMN) Breit unterstützter Modellierungsansatz Neuer Standard 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 6
7 BPMN: Aktivitäten Tätigkeiten In BPMN gibt es verschiedene Arten von Aktivitäten: Tätigkeiten, Unter-Prozesse und Aufruf-Aktivitäten Aktivitäten stellen Punkte in einem Prozess dar, bei denen Arbeit ausgeführt wird Die einfachste und am häufigsten verwendete Form sind Tätigkeiten Tätigkeiten stellen den kleinsten nicht weiter trennbaren Schritt eines Prozesses dar Tätigkeiten erkennt man an der rechteckigen Form, abgerundeten Ecken und einer einfachen, dünnen Umrandung Tätigkeit OMG: BPMN 2.0, S. 151ff, 156f, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 7
8 BPMN: Konvention zur Benennung von Tätigkeiten Benennung mit einheitlichem Vokabular, um gemeinsames Verständnis sicherzustellen und Missverständnisse zu vermeiden Vokabular kann im Modellierungs-Werkzeug durch ein Glossar bereitgestellt werden Konvention zur Benennung von Aktivitäten: Nomen Verb, z. B. Bestellung erhalten Hinweis: Die Verwendung von Konjunktionen in der Benennung einer Tätigkeit weißt darauf hin, dass diese noch weiter aufgeteilt werden sollte, z.b. Bestellung erhalten und bearbeiten muss aufgeteilt werden in Bestellung erhalten und Bestellung bearbeiten 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 8
9 BPMN: Sequenzfluss Die Ausführungsreihenfolge Aktivitäten und insbesondere von Tätigkeiten wird über Sequenzflüsse definiert A à B bedeutet: Die Tätigkeit B kann erst dann gestartet werden, wenn die Tätigkeit A beendet ist. Tätigkeit A Tätigkeit B 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 9
10 BPMN: Ereignisse Grundlagen (1/3) Der Auslöser und der Abschluss von Prozessen wird durch Ereignisse dargestellt. Während eines Prozesses können Zwischenereignisse auftreten Tätigkeit A Tätigkeit B Endereignis Zwischenereignis Startereignis 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 10
11 BPMN: Ereignisse Syntaktische Regeln (2/3) Startereignisse haben keine eingehenden Sequenzflüsse, Endereignisse keine ausgehenden Ein Startereignis muss einen ausgehenden Sequenzfluss haben, ein Endereignis einen eingehenden Ereignisse und Aktivitäten werden mit Hilfe von Sequenzflüssen zu Prozessen kombiniert Ein Prozess muss kein Startereignis haben. Sollte ein Prozess keines explizit darstellen, wird ein implizites Blanko-Startereignis angenommen aber (s. nächste Folie) OMG: BPMN 2.0, S. 238ff, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 11
12 BPMN: Ereignisse Syntaktische Regeln (3/3) Wenn die Startbedingungen komplex und/oder nicht eindeutig sind, wird die Verwendung eines Startereignisses empfohlen Wenn es ein Endereignis gibt, muss es mindestens ein Startereignis geben à Zu Übungszwecken setzen wir die explizite Modellierung von Start- und Endereignissen voraus Zwischenereignisse können genutzt werden, um Prozesse zu unterbrechen oder pausieren OMG: BPMN 2.0, S. 238ff, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 12
13 BPMN Ereignisse: Unterschiedliche Typen (Auswahl) Message: Nachricht trifft ein oder wird versendet; weißer Umschlag (hier gezeigt): eingehende Nachricht, schwarzer Umschlag: ausgehende Nachricht Timer: Bestimmter Zeitpunkt ist eingetreten oder eine bestimmte Zeitspanne vergeht Error: Der Prozess wird durch einen Fehlerfall unterbrochen oder beendet In enger Anlehnung an:, S. 211 Für weitere Ereignisse siehe: BPMB: Poster, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 13
14 BPMN: Pools und Swimlanes Pools stellen Beteiligte (oftmals Organisationen) dar Swimlanes stellen Verantwortliche oder Teilorganisationen innerhalb von Pools dar Pool Swimlane Swimlane BPMB: Poster, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 14
15 BPMN-Beispiel: Swimlanes und Pools Production Company Callcenter Materials Management Receive Order Check inventory Send Confirmation Wer macht was wann? 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 15
16 BPMN: Nachrichtenflüsse Pool Tätigkeit Nachrichtenflüsse werden zum Austausch von Informationen zwischen Pools verwendet (nicht innerhalb von Pools) Sie können direkt von Aktivität zu Aktivität oder per Nachrichtenereignis verbunden werden Unterschied: Nachrichtenflüsse während Aktivitäten sind zeitlich nicht weiter definiert sie werden zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Ausführung der Aktivität versendet Häufig werden Nachrichtenereignisse verwendet, um zu verdeutlichen, dass eine Nachricht erst nach Abschluss einer Aktivität versendet wird bzw. vor Beginn eintrifft 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 16 Pool Tätigkeit BPMB: Poster, zuletzt aufgerufen am OMG: BPMN 2.0, S. 43f, 154, zuletzt aufgerufen am
17 BPMN: Konventionen zu Sequenz- und Nachrichtenflüssen Sequenz- und Nachrichtenflüsse können grundsätzlich an jeder Seite einer Aktivität ausgehend bzw. andocken Es wird jedoch empfohlen, Sequenzflüsse einer Richtung zuzuweisen: Horizontale Modellierung von Sequenzflüssen ODER Vertikale Modellierung von Sequenzflüssen Weiter wird empfohlen die nicht gewählte Richtung für Nachrichtenflüsse zu verwenden Häufig Art der Umsetzung: Horizontale Modellierung für Sequenzflüsse Vertikale Modellierung für Nachrichtenflüsse OMG: BPMN 2.0, S. 42, zuletzt aufgerufen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 17
18 BPMN: Gateways Gateways stellen Verzweigungen der Aktivitätenfolge dar Sie dienen der Prozesssteuerung Tätigkeit B Tätigkeit A Tätigkeit C 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 18
19 BPMN: Gateways: Exklusives Gateway X Bei einer Verzweigung wird der Fluss abhängig von Verzweigungsbedingungen zu genau einer ausgehenden Kante geleitet Bei einer Zusammenführung wird auf eine der eingehenden Kanten gewartet, um den ausgehenden Fluss zu aktivieren Tätigkeit B Tätigkeit A X Tätigkeit C X in Anlehnung an: Anonymous (2012). BPMN 2.0, URL: Zugegriffen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 19
20 Beispiel: Exklusives-Oder-Gateway Evaluate Credit Risk Grant Credit Advanced Credit Check Reject Credit Request M. Weske: Business Process Management, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2007 Fig Sample business process with sequence flow and default sequence flow 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 20
21 BPMN: Gateways: Inklusives Gateway Bei einer Verzweigung wird der Fluss abhängig von Verzweigungsbedingungen zu mindestens einer ausgehenden Kante geleitet Bei einer Zusammenführung wird auf das Ende der Ausführung aller gestarteten Aktivitäten gewartet, um den ausgehenden Fluss zu aktivieren Tätigkeit B Tätigkeit A Tätigkeit C in Anlehnung an: Anonymous (2012). BPMN 2.0, URL: Zugegriffen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 21
22 Beispiel: Inklusives-Oder-Gateway 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 22
23 Gateways: Paralleles Gateway + Wenn der Sequenzfluss verzweigt wird, werden alle ausgehenden Kanten simultan aktiviert. Bei der Zusammenführung wird auf alle eingehenden Kanten gewartet, bevor der ausgehende Sequenzfluss aktiviert wird (Synchronisation). Tätigkeit B Tätigkeit A + Tätigkeit C + in Anlehnung an: Anonymous (2012). BPMN 2.0, URL: Zugegriffen am Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 23
24 Beispiel: Und-Gateway Get Order Update Inventory Ship Goods Send Invoice M. Weske: Business Process Management, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2007 Fig Example of an and split and and join gateway 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 24
25 BPMN-Beispiel: Kollaborativer Geschäftsprozess 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 25
26 Freie Tools zur Modellierung Signavio Online Client Kollaborationsunterstützung yed lokaler Java Client 2014 Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 26
27 Literatur Spezifikation OMG: Business Process Model and Notation (BPMN) Version 2.0, Januar 2011, zuletzt abgerufen am Kernliteratur Krcmar, H.: Informationsmanagement (2010), S Vertiefungsliteratur Allweyer:, T. (2009): BPMN 2.0 Business Process Model and Notation. Einführung in den Standard für die Geschäftsprozess-modellierung. 2. Aufl. Norderstedt: Books on Demand Weske, M. (2007): Business Process Management: Concepts, Languages, Architectures, Berlin: Springer Davenport, T. (1993). Process Innovation: Reengineering Work Through Information Technology. Boston: Harvard Business School Press Corvin Meyer-Blankart IT-Innovation und -Transfer: Hausaufgabe 27
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