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1 Seminarinhalte Was ist ein guter Lehrer? Was ist guter (Deutsch-)Unterricht? Deutschunterricht: Was soll vermittelt werden und warum? Unterrichtsplanung und Stundenentwurf Schüler mit Deutsch als Zweitsprache Unterricht beobachten und reflektieren Präsentation von Unterrichtsstunden 1

2 21. und 28. Mai 2014 Unterrichtsplanung und Stundenentwurf Sachanalyse didaktisch-methodische Analyse Lerngruppenanalyse Lernziele Verlaufsplan Analyse von Stundenentwürfen Arbeit an eigenen Stundenentwürfen Lesen Sie dazu bitte die Texte 7-9 und analysieren Sie zur nächsten Sitzung, inwiefern die Umsetzung in dem Beispiel eines schriftlichen Stundenentwurfs (siehe HP) gelungen ist! 2

3 Warm Up 3

4 Wie plane ich Unterricht? 4

5 Was ist guter Unterricht? (Meyer 2004) 10 Merkmale: Klare Strukturierung Hoher Anteil echter Lernzeit Lernförderliches Klima Inhaltliche Klarheit sinnstiftendes Kommunizieren Methodenvielfalt Individuelles Fördern Intelligentes Üben Transparente Leistungserwartungen Vorbereitete Umgebung 5

6 Wie plane Unterricht? Einstieg Erarbeitung - Ergebnissicherung Unterrichtsschritte (vgl. Meyer 2009: 40) Stundeneröffnung/Begrüßung/Vorstellung Warming-Up/Konzentration/Einstimmung/Vorbereitung/Zielstellung Einstieg/Orientierung/Überblick/Hinführung/Info Arbeitsauftrag/Arbeitsplanung Erarbeitung/Verarbeitung Vertiefung/Problematisierung/Polarisierung/Konfrontation/Verallgemeinerung Ergebnissicherung/Zusammenfassung/Vergleich/Dokumentation Würdigung/Prämierung Übung/Anwendung Vorschau/Ausblick Pause/Erholung Wiederholung Erteilung der Hausaufgaben Ausstieg/Schlussritual/Rausschmeißer 6

7 Arbeit an eigenen Unterrichtsentwürfen - Verlaufsplan 15 Minuten 7

8 Der schriftliche Stundenentwurf -Gliederung im Portfolio- Lerngruppenanalyse Unterrichtsstand Sachanalyse Didaktische Analyse Lernziele Methoden Tabellarischer Unterrichtsverlauf Reflexion Planen von Unterricht 1. Analyse der Ausgangslage 2. Ziel- und Aufgabenplanung 3. Handlungsplanung 4. Durchführung 5. Auswertung Was lief gut? Was waren überraschende Ereignisse? Welche ungewollten Ergebnisse gab es? Was würde ich ändern? 8

9 Wie plane ich Unterricht? (vgl. u.a. Handreichung zur Anfertigung einer Ausführlichen Unterrichtsvorbereitung, Studienseminar Darmstadt) Unterrichtsplanung (vgl. Handreichung) WER? Lernvoraussetzungen WIE? und warum? Methodische Überlegungen WAS? und warum? Sachanalytische Überlegungen WARUM? WOZU? Didaktische Überlegungen 9

10 Wie plane ich Unterricht? (vgl. u.a. Handreichung zur Anfertigung einer Ausführlichen Unterrichtsvorbereitung, Studienseminar Darmstadt) WER? Lernvoraussetzungen Die Situation der Klasse Fachliche und methodische Voraussetzungen kompetenzorientiert! Organisatorische Voraussetzungen Beispielentwurf? 10

11 Wie plane ich Unterricht? (vgl. u.a. Handreichung zur Anfertigung einer Ausführlichen Unterrichtsvorbereitung, Studienseminar Darmstadt) gründliche Auseinandersetzung mit den stofflichen Lerninhalten, sich selbst Klarheit über den Gegenstand verschaffen Klärung der wichtigsten mit dem Thema verbundenen Sachfragen, knapp und klar strukturiert auf den Punkt gebracht Fachwissenschaftlicher Hintergrund WAS? und warum? Sachanalytische Überlegungen Zeigen Sie Ihre fachliche Kompetenz! FACHLITERATUR! 11

12 Was ist eine Sachanalyse? Leitfragen (vgl. Kretschmer & Stary 2010: 68f, Klafki 1958, Meyer 2007): Welche Bedeutung hat der Gegenstand in der Fachwissenschaft? Welches Teilgebiet vertritt er? Hat der Gegenstand verschiedene Sinn-/Bedeutungsgeschichten? Wie ist sein Komplexitätsgrad (Element, Klasse, System; Begriff, Form, Problem, Prinzip, Gesetz, Technik, Methode)? Wofür ist er repräsentativ, exemplarisch, welche Transfermöglichkeiten bietet er? Welche Fachinhalte müssen vorausgehen, welche folgen? Welche fachlichen Schwierigkeiten und Probleme sind mit dem Thema verknüpft? hilft, Unterrichtsinhalte und -einheiten zu strukturieren und zu portionieren 12

13 Wie plane ich Unterricht? (vgl. u.a. Handreichung zur Anfertigung einer ausführlichen Unterrichtsvorbereitung, Studienseminar Darmstadt) Begründung der inhaltlichen Entscheidungen Warum wird DIESES Thema in DIESER Form behandelt? Bedeutung des Unterrichtsthemas für den Lern- und Bildungsprozess der Lerner Curriculare Vorgaben, Bildungsstandards Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen didaktische Reduktion (begründen! abhängig von Lerngruppe und Lernzielen!) Begründung der Methoden Ziele, Inhalte und Methoden miteinander verknüpfen WARUM? WOZU? Didaktische Überlegungen Schwerpunktsetzung und Beschreibung des Lernziels 13

14 Was ist eine didaktische Analyse? Leitfragen, z.b. (vgl. Kretschmer & Stary 2010: 68f, Klafki 1958): Wie erscheint der Inhalt in Rahmenlehrplänen, Schulbüchern und fachdidaktischer Literatur? Welche Bedeutung hat der Inhalt zur Zeit im Bewusstsein der Schüler (Gegenwartsbedeutung)? Welche Vorkenntnisse haben die Schüler? Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schüler innerhalb und außerhalb der Schullaufbahn? Welche Transfermöglichkeiten innerhalb des Fachunterrichts und welche fächerverbindenden/ -übergreifenden Verknüpfungsmöglichkeiten bietet das Thema? Welche Lernschwierigkeiten bietet der Gegenstand, welche Lernhilfen sind bereit zu stellen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte sollen gesetzt werden? 14

15 Lernziele formulieren ( ( )) ergeben sich aus den sachanalytischen und didaktischmethodischen Überlegungen präzise formulieren! geben das Hauptziel der Stunde an die SuS können einem literarischen Text Informationen selektiv entnehmen die SuS können sprachlich angemessen von Vergangenem berichten, indem sie das Präteritum ausgewählter Verben verwenden 15

16 Lernziele formulieren ( ( )) ergeben sich aus den sachanalytischen und didaktischmethodischen Überlegungen präzise formulieren! geben das Hauptziel der Stunde an die SuS können einem literarischen Text Informationen selektiv entnehmen die SuS können sprachlich angemessen von Vergangenem berichten, indem sie das Präteritum ausgewählter Verben verwenden Kompetenz Handlungsebene 16

17 Wie plane ich Unterricht? (vgl. u.a. Handreichung zur Anfertigung einer ausführlichen Unterrichtsvorbereitung, Studienseminar Darmstadt) WIE vermittel ich diesen Inhalt? Werkzeug zur Vermittlung der didaktischen Überlegungen und fachlichen Inhalte Methodenauswahl (Begründen!) interessant, zugänglich, anschaulich, aktivierend etc. Begründung der Solzialform, Handlungsmuster (Vor- und Nachteile) Welche Lernzielkontrollen? eng verknüpft mit sachanalytischen und didaktischen Entscheidungen und den Lernvoraussetzungen WIE? und warum? Methodische Überlegungen 17

18 Der schriftliche Stundenentwurf Die didaktische Analyse (vgl. Meyer 2007) Dreischritt Die Didaktische Analyse und die Methodische Analyse können in einem Gesamttext oder getrennt verfasst werden!!! Sachanalyse Didaktische Analyse Methodische Analyse Klärung wichtigster Sachfragen Ziele, Inhalte und Methoden verknüpfen Wahl der Werkzeuge 18

19 Analyse eines Unterrichts(teil)entwurf 19

20 Analyse eines Unterrichts(teil)entwurfes Stammgruppe Expertengruppe: Analysieren Sie in der Kleingruppe, inwiefern die Umsetzung (Sachanalyse bzw. Did. Analyse bzw. Meth. Analyse) in dem Beispiel eines schriftlichen Stundenentwurfs gelungen/ nicht gelungen ist (unter Berücksichtigung der Leitfragen und Informationen aus den Texten). [12 Min] Stammgruppe: Tauschen Sie sich über die Ergebnisse in den jeweiligen Expertengruppen aus. [10 Min] 20

21 Portfolio Lerngruppenanalyse Unterrichtsstand Sachanalyse Didaktische Analyse Lernziele Methoden Tabellarischer Unterrichtsverlauf Reflexion (SCHWERPUNKT!) Was lief gut? Was waren überraschende Ereignisse? Welche ungewollten Ergebnisse gab es? Was würde ich ändern? 21

22 Präsentation einer Unterrichtsstunde Bitte führen Sie (zu zweit oder zu dritt) Ihre Präsentation in Gestalt einer (verkürzten) Unterrichtsstunde (20-30 Min.) für die Seminarteilnehmer durch. Es sollten alle Phasen (Einstieg, Erarbeitung, Ergebnissicherung/ Schluss) und geplanten Unterrichtsschritte erkennbar sein und angespielt werden. Sie können jedoch jeweils kürzen (z.b. beim Unterrichtsgespräch, den Arbeitsphasen.). Bitte stellen Sie für alle das Schema für den Unterrichtsverlauf und eine Auflistung des Stundenziels bzw. der Stundenziele zur Verfügung. (Diese sollten möglichst konkret formuliert sein!) Im Anschluss erfolgt eine Besprechung der Stunde auf Grundlage der ausgeteilten Materialien und der gemachten Beobachtungen. Bitte schreiben Sie darüber hinaus eine didaktisch-methodische Analyse sowie entweder eine Lerngruppenbeschreibung oder eine Sachanalyse (3-4 Seiten) inkl. eines Unterrichtsverlaufsplans. 22

23 Arbeit an eigenen Unterrichtsentwürfen - Sachanalyse, Didaktische Analyse, Methodische Analyse 23

24 Ausblick 28. Mai

25 Ausblick 6. Juni Besprechung der angefertigten Analysen. 2. SchülerInnen mit DaZ - Vom Übergang Kita-Grundschule bis in die Sekundarstufe Bitte Lesen Sie die Texte 10 bis 12 (insbesondere Tracy) 25

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