Informatik I WS 07/08 Tutorium 24
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- Adolph Bayer
- vor 10 Jahren
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1 Info I Tutorium 24 Informatik I WS 07/08 Tutorium astian Molkenthin [email protected] Web:
2 Organisatorisches / Review is zum 2.2 müssen alle Praxisaufgaben einschließlich Übungsblatt 5 vorgeführt werden Keine Vorlesungen von Sa, bis So, Nicht von letztjähriger Musterlösung abschreiben! -> Punktabzug! Die Schleife terminiert da j streng monoton wächst. Nicht ausreichend da nicht jede streng monoton wachsende Funktion jeden beliebigen Grenzwert überschreitet. Richtig: j wächst linear oder j wächst in jedem Durchlauf um eins 2
3 Graphen Ein Graph wird durch zwei Elemente gebildet: Ecken bzw. Knoten Kanten Was ist ein gerichteter und ein ungerichteter Graph? Wenn mit den Kanten eine Richtung vorgegeben ist (z.. von Knoten nach Knoten ), handelt es sich um einen gerichteten Graphen. Kanten werden als Pfeile dargestellt. ei ungerichtetengraphen kann entlang einer Kante in beide Richtungen gegangen werden Gerichteter Graph Ungerichteter Graph Positionierung der Ecken/Kanten beliebig! 3
4 Graphen (2) Was ist ein Weg? Eine oder mehr Kanten, welche zwei Knoten im Graph verbinden, bilden einen Weg. Zyklus oder Kreis? Existiert ein Weg mit gleichem nfangs-und Endknoten, so spricht man von einem Zyklus bzw. Kreis. ei einem einfachen Zyklus ist jeder Knoten im Graph maximal einmal enthalten. Eulerscher Weg? Ein Weg, der alle Kanten im Graph genau einmal enthält. Eulerscher Zyklus? Ein Zyklus, der alle Kanten im Graph genau einmal enthält. Hamiltonscher Kreis? Ein Zyklus, der jeden Knoten des Graphen genau einmal enthält. 4
5 Graphen (3) Was ist ein aum? Ein Graph ohne Zyklen. Wald? Mehrere äume. Zwei Wälder lassen sich durch eine zusätzliche Kante zu einem aum zusammenführen. E D D äume Wald 5
6 Graph (eispiel) Hat der folgende Graph einen (einfachen) Zyklus? einen Hamiltonschen Kreis? einen EulerschenWeg? einen Eulerschen Zyklus? Ja Nein Ja Nein D E 6
7 Graph (eispiel 2) estimmt den Eingangs- und usgangsgrad der Knoten des Graphen G! D E Knoten Eingangsgrad e usgangsgrad e D 2 2 E Grad des Graphen: grad(g) = 7 7
8 Repräsentation von Graphen Graphisch: djazenzliste: : [, ] : [] : [] djazenzmatrix: "Von hier" "nach hier" 8
9 Graphentheorie Reflexivität: Jeder Knoten steht in Relation zu sich selbst d.h. als Relation ausgedrückt: Transitivität: Wenn gilt: und Dann folgt: Vollständigkeit: Für jeweils zwei beliebige Knoten, gilt: (Jeder Knoten ist von Jedem erreichbar) D 9
10 Reflexive transitive Hülle Für die reflexive transitive Hülle wird der Graph um reflexive und transitive Kanten ergänzt Für bestehende "indirekte" Verbindungen wird eine "direkte" Verbindung hinzugefügt, sodass man sofort erkennen kann, welche Knoten von einem usgangsknoten erreichbar sind Reflexive Kanten: Jeder noch nicht mit einer Schlinge versehender Knoten wird um eine solche ergänzt Transitive Kanten: Wenn für beliebige Knoten e, e 2,, e n gilt: e e 2 e n, so wird die Kante, welche die Relation e e n repräsentiert, ergänzt D 0
11 Warshall-lgorithmus lgorithmus zur estimmung der reflexiven transitiven Hülle Gegeben sei ein Graph mit n Knoten 0,, 2,, n durch eine djazenzmatrix nschauliche Durchführung des lgorithmus: Ergänze sämtliche Knoten um eine Schlinge (Einsen auf der Diagonalen der Matrix) etrachte k-tezeile der Matrix. lle weiteren Zeilen, welche in Spaltek ebenfalls eine beinhalten können verändert werden: Sämtliche Nullen in diesen Zeilen werden durch eine Eins ersetzt, sofern die usgangszeile k an dieser Stelle eine enthält
12 oolsche lgebra Signatur der booleschen lgebra = (,,,6,, ) ist kleinstes Element und ist größtes Element Gesetze der booleschen lgebra (x, y, z ): V ssoziativität (x y) z = x (y z) (x y) z = x (y z) V2 Kommutativität x y = y x x y =y x V3 Idempotenz x x = x x x=x V4 Verschmelzung (x y) x = x (x y) y = y V5 Distributivität x (y z) = (x y) (x z) x (y z) = (x y) (x z) V6 Modularität (falls z x gilt): x (y z)= (x y) z V7 Neutrales Element x = x = x x = x x = V8 Komplement x x= x x= V9 Involution ( x) = x V0 DeMorgan (x y) = x y (x y) = x y 2
13 oolsche lgebra (2) 0-stellige Operationen:, -stellige Operationen : 2-stellige Operationen:, Negation bindet stärker als Konjunktion und Disjunktion In Info binden Konjunktion und Disjunktion gleich stark! Richtige Klammerung notwendig! 3
14 oolsche lgebra - ufgabe Vereinfache folgenden booleschen usdruck: ( a (a b)) (Distributivität) (( a a) ( a b)) (Komplement) ( ( a b)) (neutr. Element) ( a( a b) (De Morgan) a b 4
15 Kantorowitsch-äume Ein Term der boolschenlgebra lässt sich durch einen sogenannten Kantorowitsch-aum darstellen Ziel: minimale Darstellung der Vorränge in usdrücke us diesem lässt sich leicht die Infix- Präfix- und Postfix-Schreibweise ablesen eispiel: Stelle folgenden Term als Kantorowitsch-aum dar! ( a (a b)) a a b 5
16 Kantorowitsch-äume (2) Präfixschreibweise: Schreibe Knoten bei. esuch auf. Postfixschreibweise: Schreibe Knoten beim letzten esuch auf. Gib den zum folgenden Kantorowitsch-aum gehörigen Term in Präfix- und Postfix-Schreibweise an! Präfixschreibweise: a a b Postfixschreibweise: a ab a a b 6
17 oolsche lgebra - Normalformen Disjunktive Normalform : Disjunktion konjunktiv verknüpfter Teilterme z.. ( a b c) (a b c) (a b c) Konjunktive Normalform : Konjunktion disjunktiv verknüpfter Teilterme z.. ( a b c) (a b c) (a b c) In den Teiltermen müssen jeweils alle Variablen des gesamten usdrucks vorkommen! 7
18 oolsche lgebra Normalformen (2) Eine Möglichkeit, die DNF oder KNF eines booleschen usdrucks zu bestimmen ist das blesen der Normalform aus der Wahrheitstabelle. Für die DNF betrachtet man die Zeilen, an denen der usdruck ergibt. Die Teilterme setzen sich nun so aus den links stehenden Werten zusammen, dass die Konjunktion der Variablen ergibt. Für die KNF betrachtet man die Zeilen, an denen der usdruck 0 ergibt. Die Teilterme setzen sich nun so aus den links stehenden Werten zusammen, dass die Disjunktion der Variablen 0 ergibt. a 0 b 0 a ( a b) 0 DNF: ( a b) (a b) (a b) 0 0 KNF: a b 8
19 oolsche lgebra Normalformen (3) Weitere Möglichkeit zur estimmung der Normalform ist das nwenden der booleschen Rechenregeln. eispiel : Überführe folgenden usdruck in disjunktive Normalform! (a b) c (a b) ( a b) c (a b ) ( a b ) (c ) (a b (c c)) ( a b (c c)) (c (a a)) (a b c) (a b c) ( a b c) ( a b c) (c a) (c a) (a b c) (a b c) ( a b c) ( a b c) (c a ) (c a ) Fehlt hier nur aus Platzgründen! lle Schritte angeben! (a b c) (a b c) ( a b c) ( a b c) (a b c) ( a b c) Ülatt: in jeder Zeile angewendete Regel angeben! 9
20 Semi-Thue-Systeme Ein Semi-Thue-System besteht aus zwei Mengen: Zeichenvorrat Σ Menge von Regeln T Eine Regel aus T besteht aus einer linken und einer rechten Seite, getrennt durch einen einfachen Pfeil ( ) Existiert der linke Teil im eingegebenen Wort, so kann dieser durch den rechten Teil ersetzt werden Die Reihenfolge der Regeln oder die Position der zu ersetzenden Zeichen im Wort spielt keine Rolle es kann jede Regel zu jeder Zeit angewendet werden (!) Der Übergang zwischen zwei Worten wird durch einen Doppfelpfeil( ) gekennzeichnet + edeutet, dass oder mehr Regeln angewendet wurden * edeutet, dass 0 oder mehr Regeln angewendet wurden 20
21 Semi-Thue-Systeme (2) Pseudcode : Solange anwendbare Regel vorhanden { wähle beliebige anwendbare Regel wähle beliebige nwendungsstelle wende Regel an } eispiel: Gegeben ist das Semi-Thue-System mit Σ= {I} T = {IIII I, III I} Geben Sie alle bleitungen des Wortes IIIIII an:. Möglichkeit: IIIIII III I (Regel, 2) 2. Möglichkeit: IIIIII IIII I (Regel 2, ) 3. Möglichkeit: IIIIII IIII II (Regel 2, 2) 2
22 Semi-Thue-Systeme (3) Terminieren folgende Semi-Thue-Systeme? egründung! Σ= {I} und T = {II I, ε I} Terminiert nie, da Semi-Thue-Systeme mit ε-regeln nicht terminieren Σ= {a, b} und T = {aaa a, aa b, a aa} Terminiert nicht immer. Wenn z.. immer nur die erste und letzte Regel angewendet werden, terminiert das Semi-Thue-System nicht: aaa a aa aaa a Σ= {I} und T = {III I, IIII II} Terminiert immer, da die Wortlänge bei jeder Regelanwendung echt kleiner wird 22
23 Das wars für heute Fragen??? Viel Spaß mit dem Übungsblatt! 23
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