TECHNISCHES MERKBLATT
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- Günther Heinrich
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1 MERKBLATT #1013 TECHNISCHES MERKBLATT Fluorfreie Löschschäume Fakten und Fiktion EINLEITUNG: The Solberg Company hat einen technisch ungenauen und irreführenden Forschungs-Testbericht und einen damit zusammenhängenden Nachrichtenartikel identifiziert. Diese wirken für Solberg rufschädinged. Der Nachrichtenartikel und der aus Dänemark stammende, technische Prüfbericht wurden von einem Flourtensid- Hersteller, und Gegner von fluorfreien Löschschäumen erstellt und finanziert. Dies lässt darauf schließen, dass man bei der Erstellung des Berichts nicht völlig unvoreingenommen gewesen sein könnte. Es ist zu beachten, dass bei den Tests keinen fluorhaltigen AFFF-Schäume geprüft wurden, was als Vergleichs-Maßstab für andere Löschschaumprodukte gedient hätte. The Solberg Company vertritt die Meinung, dass die Prüfstudie und die durch sie ermittelten Schlussfolgerungen, sowie der veröffentliche Zeitungsartikel, technisch inkorrekt, unfundiert und haltlos sind. Vom Standpunkt der technischen Genauigkeit aus würden die Dokumente einer Erprobung durch auf diesem Feld versierte technische Experten nicht standhalten. Solberg bietet daher die folgenden Korrekturkommentare zu den genannten Berichten: HINTERGRUND: Der technische Report mit dem Titel Fluorfreie Löschschäume (F3) im Brandversuch Mai 2012 wurde im Falck Nutec Trainingszentrum im dänischen Esbjerg erstellt. Der Bericht wurde von Resource Protection International auf betreiben der Dynax Corporation und mit Logistiksupport von Dafo-Fomtec in Auftrag gegeben. Der Nachrichtenartikel mit dem Titel Unabhängige Bewertung von fluorfreien Löschschäumen (F3) Eine Zusammenfassung der Ergebnisse von Brandversuchen gemäß ICAO-Zertifizierungsstufe B und EN 1568 wurde in der September 2012 Ausgabe des Magazins Asia Pacific Fire publiziert. Für die Autorenschaft des Artikels zeichnet die Dynax Corporation. Solberg ist ein globales Unternehmen für umfassenden Brandschutz mit Löschschaumkonzentraten und kundenspezifischen Löschschaumgeräten basierend auf traditionellen und innovativen Schaummitteltechnologien.
2 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 2 Die ausgeführten Brandversuche werden als mit dem Prüfprotokoll für die Zertifizierungsstufe B der International Civil Aviation Organization (ICAO) übereinstimmend bezeichnet. Dennoch wurden die Tests nicht unter Einhaltung des ICAO-Prüfprotokolls durchgeführt. Zu den beobachteten Abweichungen von den Protokollvorgaben zählen folgende: A. Der Bericht nennt einen Reihe von Prüfungen mit Treibstoffen, die nicht Teil des ICAO-Prüfprotokolls sind. Das ICAO-Protokoll legt lediglich 100 Het 1A (Avtur) fest 1, und nicht die Prüfung mit anderen Treibstoffen wie Heptan. Anzugeben, die Testresultate der ICAO-Zertifizierungsstufe B mit dem/den falschen Treibstoff(en) erreicht zu haben ist betrügerisch. B. Im Bericht ist vom Einsatz einer MMS -Düse die Rede, die als modifizierte, den militärischen Spezifikationen gerecht werdende Düse beschrieben wird. All jene Brandversuche, die mit dieser nicht anerkannten modifizierten Düse ausgeführt wurden, sind irrelevant, da diese Düse nicht den EN- und ICAO 2 -Normen entspricht. Die Bezeichnung von mit dieser Düse ausgeführten Brandversuchen als dem Brandversuchsprotokoll von ICAO, EN oder jedweder anderen Norm entsprechend ist nicht zutreffend. C. Es liegt keinerlei Beschreibung des Vorganges vor, der angewendet wurde, um die in den Brandversuchen eingesetzten Schaumlösungen herzustellen. Der Bericht gibt an, das spezifisches Gewicht sei bei der Zubereitung der in den Brandversuchen zum Einsatz kommenden Schaumlösungen nicht in Betracht gezogen worden. Diese fehlerhafte Vorgehensweise wirft die Frage auf, ob die Produkte tatsächlich im vorgeschriebenen 3 %- bzw. 6 %-Lösungsverhältnis geprüft worden sind. D. Aus dem Bericht geht hervor, dass die eingesetzte Ausrüstung und das Prüf-Brandgut über keinerlei der identifizierten oder vorgegebenen Zertifizierungen verfügten, wie seitens anerkannter Brandversuchs- Laboratorien obligatorisch. E. Im Bericht ist von einer heftigen Aufbringung des Löschschaums auf der Brandgutoberfläche die Rede. Dieses heftige Aufbringen des Löschschaums ist im Prüfprotokoll für die ICAO-Zertifizierungsstufe B nicht vorgesehen. Dies auf andere Weise darzustellen, ist irreführend und unangemessen. Es ist von ausgeführten Tätigkeiten die Rede, aus denen hervorgegangen sei, der Löschschaum RE HEALING von SOLBERG sei flammbar 3. Der Autor gibt an, dass die Nutzung des fluorfreien Produkts von Solberg der Aufbringung eines brennbaren Löschschaums auf dem Brand gleichkomme. Diese Aussage ist falsch und völlig haltlos, sie schädigt sowohl The Solberg Company selbst, als auch den Ruf des Unternehmens. Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Photographien, die einen durch Solberg ausgeführten, von Underwriters Laboratories bezeugten und im Einklang mit UL 162 (Standard for Safety for Foam Equipment and Liquid concentrates) durchgeführten Brandversuchen an einem typischen UL-zertifizierten AFFF-Schaumkonzentrats zeigen. Zur Herstellung des UL-zertifizierten Schaummittelkonzentrats wird von Solberg und von Herstellern anderer fluorierter Löschschäume ein Fluortensid eingesetzt. 1 Flughafen-Dienstanweisung S Brandversuchsmethode (c) 2 Die Tabelle 8.1 auf Seite 31 der Flughafen-Dienstanweisung legt die Nutzung einer UNI86-Schaumdüse beim Düsendruck von 700 kpa fest. 3 Dr. Chang Jho, Dynax Corporation Flammbarkeit und Zerfall von mit Brandgut kontaminierten fluorfreien Schäumen International Fire Fighter November 2012, S
3 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 3 Betrachten Sie bitte, dass die Photographien eine brennende Schaumdecke zeigen. Dieses Bildmaterial stammt aus der Anfangsphase eines Rückbrand-Versuchs, wie normalerweise bei AFFF-Schäumen durchgeführt. Das Brennen der Schaumdecke ist laut UL erwartungsgemäß, und für die Entscheidung darüber, ob ein Schaummittelkonzentrat von UL zertifiziert wird, nicht ausschlaggebend. In Tabelle 17 auf Seite 20 des zitierten Berichts heißt es, die Ergebnisse seien nicht mit der ICAO-Zertifizierungsstufe B konform. Doch die Ergebnisse weisen keine Konformität mit ICAO-Zertifizierungsstufe B auf, da die Tests zahlreiche Abweichungen vom veröffentlichen Prüfprotokoll aufweisen. Der Bericht wird als unabhängiger Prüfbericht dargestellt, dennoch ist auf Seite 13 zu lesen:... Es sei gesagt, dass während Fomtec den Großteil der Prüfungen im Einverständnis mit und unter Aufsicht von RPI bewertete, die Tests 19 und 21 (Fomtec Schaum) und die Tests 31 und 33 direkt durch RPI ausgewertet wurden... Als Löschschaum-Hersteller sollte Fomtec in einem angeblich unabhängigen Testprogramm unter keinen Umständen mit der Bewertung der Brandleistung von Schäumen konkurrierender Schaumhersteller betraut werden. Wie dies als unvoreingenommener Test eines einzelnen Schaummittels bezeichnet werden kann, ist schwer nachvollziehbar. Falck Nutec, die Einrichtung, in der die Brandversuche durchgeführt wurden, ist eine Trainingseinrichtung. Sie ist weder als Prüfbehörde anerkannt noch stellt sie Zertifikate für ICAO- oder EN- geprüfte Schaumprodukte aus. Die angeblich unabhängige Bewertung von fluorfreien Schäumen gemäß ICAO-Norm umfasst keinerlei Prüfungen von fluorhaltigen Schaummitteln. Ohne die nötigen Gegenproben mit einem fluoriertem Produkt als komparative Grundlage gegen derzeitig zertifizierte ICAO-Schaumprodukte, sind die Ergebnisse weder unparteiisch noch ICAO-relevant. In Absatz 3.3 auf Seite 18 des Berichts heißt es:... Die Tests wurden unter Befolgung der in der ICAO Flughafen-Dienstanweisung, Teil I, Rettung und Feuerwehr, 3. Auflage: Kapitel 8, S 190, Brandversuchsmethode vorgegebenen Prüfmethodologie durchgeführt. Die Schaumlösung wurde stets unter Einsatz von Trinkwasser hergestellt, als Brandgut wurde Jet-A1 (Gropasol D40) herangezogen...
4 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 4 Diese Aussage hinsichtlich der Herstellung der Schaumlösung ist nicht zutreffend, wie aus Tabelle 5 auf Seite 9 und 10 des genannten Berichts hervorgeht. Der zur Veröffentlichung eingereichte Artikel umfasst zahlreiche fehlerhafte Aussagen, wie: 1. Ungeachtet vereinzelter früherer Versuche seitens einiger Löschschaum-Hersteller, sind F3 Löschmittel selten unabhängigen Bewertungen unter denselben Prüfbedingungen unterzogen worden. Die Löschschaum-Produkte von Solberg verfügen über die ICAO-Zertifizierungsstufe B zum Vertrieb an Flughäfen rund um den Erdball und wurden von anerkannten unabhängigen Prüflaboratorien getestet. Im Falle von Solberg wurden dabei, anders als bei den durch den Bericht belegen Tests, die ICAO-Prüfanforderungen eingehalten. Die Belege über die erfolgreiche Prüfung gemäß der tatsächlichen ICAO-Prüfanforderungen können auf Anfrage vorgelegt werden. Laut einer Behauptung die der Autor des Artikels hinsichtlich der ICAO-Zertifizierungsstufe B macht, ist die bewegliche Düse nicht durch die ICAO-Zertifizierungsstufe B anerkannt oder gestattet. Das ist eine falsche Behauptung Dynax, der Sponsor dieses Projekts, beauftragte Resource Protection International (RPI) damit, eine unabhängige Zeugenschaft durch eine Drittpartei für Brandversuche gemäß der ICAO-Zertifizierungsstufe B und der Norm EN 1568 (Teil 3 und 4) beizubringen. Wie bereits erläutert, wurden die Prüfungen nicht gemäß der ICAO-Anforderungen durchgeführt (Prüf-Brandgut, veränderte Düsen, etc.). Die EN-Prüfanforderungen wurden durch den Einsatz von nicht mit dem Protokoll im Einklang stehenden Testdüsen ebenfalls ignoriert. 3. RPI ist bestens dazu qualifiziert, bei solchen Tests Zeugenschaft abzulegen, denn sie stellt ständige Mitglieder bei den Technischen Komitees zum Thema Löschschaum der NFPA- und CEN, Testkoordinatoren bei LASTFIRE und Mitglieder des LASTFIRE-Hauptausschusses. Dafo-Fomtec und Falck Nutec leisteten technischen Support. RPI ist nicht bestes für diese Tätigkeiten qualifiziert. Die genutzte dänische Einrichtung ist kein anerkanntes Prüflabor. Das gültige ICAO-Zertifikat und die EN-Zulassung für SOLBERG wurden durch zertifizierte und anerkannte Prüflaboratorien in ganz Europa durchgeführt und verliehen. Zudem ist Dafo-Fomtec ein direkter Konkurrent von Solberg, und trug dennoch zur Bewertung und Vergabe von Testergebnissen bei, was unverzeihlich ist. 4. Im Mai 2012 wurde eine 38 Brandversuche umfassende Testreihe durchgeführt, bei der fünf unterschiedliche fluorfreie Löschschaummittel (F3) von den Danish Fire Laboratories (DFL) in den Falck Nutec Einrichtungen für Freiland-Brandtest und Training im dänischen Esbjerg, geprüft wurden. Es wurden Prüfungen gemäß ICAO-Zertifizierungsstufe B und EN 1568 mit Süßwasser durchgeführt. Wie bereits festgestellt, wurden die ICAO-Prüfprozeduren nicht eingehalten. Wie ebenfalls bereits gesagt, ist die Einrichtung Falck Nutec kein zertifiziertes Prüflabor, und kann keine EN- oder ICAO-Prüfberichte ausstellen. 5. Feststellung, ob die gewählte Gruppe von F3 Löschmitteln unter denselben Prüfbedingungen, die Anforderungen der ICAO-Zertifizierungsstufe B und der Norm 1568 (Teil 3 und 4) erfüllt. 4 Siehe Flughafen-Dienstanweisung p.32 unter Testprozedur, Paragraph 1, nämlich,... Die das Schaumgemische beinhaltende Schaumkammer ist windwärts des Feuers mit horizontaler Düse auf einer Höhe von 1 m oberhalb der Wannenoberkante zu positionieren, wobei sicherzustellen ist, dass der Schaum ins Zentrum der Wanne fällt. Das Strahrohr kann während des Tests auf Horizontalen entfernt werden...
5 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 5 Die ICAO- und EN- Prüfprotokolle wurden nicht befolgt; die Behauptung, dass die Tests mit diesen übereinstimmen, ist nicht korrekt. 6. Vergleich der oben genannten Prüfergebnisse, die mit der Düse UNI 86 (jener Düse, die in ICAO und EN 1568, Teil 3 und 4, spezifiziert wird) erzielt wurden, mit jenen, die mit einer modifizierten luftansaugenden US Mil-Spec (MMS) Düse erzielt wurden, die über derselben nominalen Durchfluss wie die Düse UNI 86 verfügt, jedoch halb so hohe Werte, was Verschäumungszahl und Ablaufzeit betrifft. Die Ergebnisse dieser komparativen Brandversuche werden als wichtig erachtet, weil viele im Handel erhältliche luftansaugende Schaumbeaufschlagungsgeräte wie Handstrahldüsen, Strahlrohre und Schaumwerfer Schaum mit deutlich geringerer Verschäumungsrate und Abflusszeiten erzeugen als dies bei Düsen des Typs UNI 86 der Fall ist. Resultate, die mit einer modifizierten, nicht den Standards und Prüfprotokollen entsprechenden Düse erzielt werden sind nicht angemessen. Dies wäre im Rahmen von ICAO- und EN-Prüfungen nicht zulässig. Daraus gezogene Schlussfolgerungen sind gegenstandslos vorhergehende R&D-Arbeiten bei Dynax haben ergeben, dass F3-Schäume überraschenderweise brennbar werden, wenn sie mit Brandgut verunreinigt werden. Es wird vermutet, dass dieser schädliche Effekt der Verunreinigung durch Brandgut bei heftigem Aufbringen wie dies bei Luftfahrt-Anwendungen der Fall ist, stärker ist als bei sanftem Aufbringen. Diese Bemerkung ist, wie bereits oben gesagt und anhand der Photographien dargestellt, völlig unangebracht. Solberg ist ein Hersteller von fluorierten und fluorfreien Schaumprodukten. Im Rahmen der umfangreichen Prüfarbeiten zur UL-Zertifizierung der fluorhaltigen Löschschäume von Solberg (wie Schäume des Typs AFFF, die Fluortenside und Kohlenwasserstofftenside enthalten) wurde regelmäßig festgestellt, dass das Feuer in der Rückbrand-Phase des Testprogramms übergriff. Dieser Vorgang wird als Ghosting bezeichnet. Die Flammbarkeit dieser Schäume liegt höher als die Ergebnisse, die im Rahmen der Arbeiten zu den UL-Brandversuchen und der UL-Zertifizierung der fluorfreien Schäume von Solberg erzielt wurden. Die Flammbarkeit von AFFF belegt dass das Ghosting typischerweise die gesamte Schaumdecke betrifft. Bei der Anwendung desselben UL-Prüfprotokolls auf fluorfreien Löschschäumen von SOLBERG (z.b. RE HEALING Schaum) treten keine Ghosting-Feuer auf und die Brände erlöschen während der Rückbrandphase des Brandversuchs von selbst. Für die UL-Zertifizierung des fluorfreien Löschschaums RE HEALING RF6 6 % von Solberg wurden hintereinander sieben (7) Rückbrand-Prüfungen auf derselben Schaumdecke durchgeführt. Bei allen 7 Rückbrandtests erlosch das Feuer, und dies obwohl das Prüfprotokoll nur einen einzigen Rückbrandversuch festlegt. Es war Solberg ein Anliegen, UL diese mehrfache Löschwirkung vor Augen zu führen, da die RE-HEARING Löschschaum-Technologie neu ist und Solberg alle Zweifel an der Qualität und Löschkapazität dieser Produkten zerstreuen möchte. Es handelt sich hier im Unterschied zu den fluorierten Beispielen nicht um einen flammbaren Löschschaum. Die Autoren der Feststellung zu dessen Flammbarkeit treten bei dieser falschen und schädlichen Behauptung weder Beweise an, noch bringen sie stützenden Unterlagen bei. Die angebliche Flammbarkeit wurde von unabhängigen Prüfbehörden und -Laboratorien nicht beobachtete oder dokumentiert. 8. Wie erwartet, ergaben die Tests abhängig vom Hersteller unterschiedliche Resultate. Im Allgemeinen erbrachten die getesteten Schäume angemessene Ergebnisse zur Brandkontrolle, wiesen jedoch Flammpersistenz an den Rändern auf und erzielten daher die völlige Brandlöschung nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten. Werden die Anforderungen einer bekannten und veröffentlichten ICAO- oder EIN-Norm nicht eingehalten, kann keines der Testresultate als relevant angesehen werden.
6 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 6 9. Von besonderem Interesse sind die Testresultate der ICAO-Zertifizierungsstufe B (Tabelle 1), denn einige Flughäfen sind kürzlich zum Einsatz von F3-Löschmitteln anstatt von AFFF und FFFP-Löschmitteln übergegangen. Die Tests haben ergeben, dass keines der F3-Löschmittel Feuer innerhalb des durch die ICAO-Norm festgelegten Maximallimits von 60 Sekunden löscht. Entgegen der Erwartung dass viskoserer Schaum, der mit MMS Düsen hergestellt wird, Flammen auf Flugzeug-Kerosin (Jet A) schneller löscht und rascher zur Brandlöschung führt, sind die Kontrollzeiten bei zwei von drei Tests mit MMS-Düsen sogar länger, und in diesen beiden Fällen wurde keine Brandlöschung erzielt. Hierbei handelt es sich um haltlose und schädigende Attacke gegen die RE HEALING Löschschaum-Produkte von Solberg, und jene Kunden die RE HEALING Löschschaum-Produkte von Solberg derzeit einsetzen. Es sei erneut darauf hingewiesen, dass die ICAO-Prüfanforderungen nicht eingehalten wurden und die Ergebnisse haltlos und unglaubwürdig sind. Entgegen der Behauptungen dieser Autoren, verfügt Solberg die Zertifikate der ICAO- Zertifizierungsstufe B, die von anerkannten Drittpartei-Prüflaboratorien erstellt wurden. 10. In allen Fällen verlängerten sich die Kontroll- und Löschzeiten deutlich, wenn die UNI 86-Düsen mit MMS- Düsen ersetzt wurden, die Schaum unter realistischeren Umständen erzeugten. Es sei darauf hingewiesen, dass keines der Löschmittel bei heftigem Aufbringen eine IA-Bewertung erzielte (Tabelle 2). Sogar unter sanften Aufbringungsbedingungen (Tabelle 3), versagten einige F3-Schäume bei der Feuerlöschung wenn MMS-Düsen zum Einsatz kamen. Die Norm EN 1568 legt den Einsatz einer spezifischen Prüf-Düse fest, nämlich der bereits genannten UNI 86 Düse. Tests mit nicht anerkannten, undokumentierten, veränderten Düsen wie Dynax sie einsetzt, sind nicht glaubwürdig bei der Bewertung des Brandverhaltens oder zur Beurteilung der Erfüllung der Norm. 11. Die Brandleistung der geprüften F3-Löschmittel variierte abhängig vom Hersteller und den eingesetzten Brandgut-Typen. Die meisten Löschmittel wiesen Flammpersistenz an den Rändern auf, was hinsichtlich der Erfüllung der Löschanforderungen zu Schwierigkeiten führte. Die Ergebnisse der Tests mit einer UNI 86 Düse mit höherer Verschäumungsrate und einer MMS-Düse mit niedrigerer Verschäumungszahl zeigen, dass die Effektivität zur Brandbekämpfung mit der Schaumqualität abnimmt7. Die Verschäumungszahl und Ablaufzeit einer MMS-Düse sind realistischer jene, die im Ernstfall mit einer luftansaugenden Beaufschlagungsvorrichtung zu erwarten sind. Die Unternehmen, die mit diesen mangelhaft ausgeführten Testprogrammen angeschwärzt werden, haben keine Kenntnis davon, wie diese MMS-Düse aussieht, oder auf welche Weise sie modifiziert wurde. Solberg weiß jedoch, dass es sich nicht um ein in den Produkt-Prüfprotokollen verzeichnetes, anerkanntes Gerät handelt. Tests mit diesem Gerät sind nicht glaubwürdig und haben keinerlei Auswirkungen auf das zertifizierte Produkt. 12. Am alarmiertendsten ist das völlige Versagen von F3-Löschmitteln hinsichtlich der Erfüllung der Leistungsanforderungen, die durch die ICAO-Zertifizierungsstufe B festgelegt werden. Einige Flughäfen setzen neuerdings F3-Löschmittel anstatt konventioneller fluorhaltiger AFFF und FFFP Löschschäume ein. Zwei der fünf Produkte, die über die ICAO-Zertifizierungsstufe B verfügen, werden derzeit auf Flughäfen eingesetzt. Verfügen deren ARFF-Fahrzeuge über nicht ansaugende Schaumwerfer und Handstrahldüsen, ist der Einsatz von F3-Löschmitteln sogar noch bedenklicher.
7 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 7 Solberg verfügt über gültige Zertifikate der Erreichung der Leistung der ICAO-Zertifizierungsstufe B, die von international anerkannten Prüfkörperschaften erstellt wurden. Die sich auf mangelhaft ausgeführte Test stützende Behauptung der Autoren, dass die RE HEALING-Schaumprodukte nicht der ICAO-Zertifizierungsstufe B entsprächen, ist haltlos. Es handelt sich um einen unbegründeten Angriff auf die Qualität der Produkte, und den Ruf von The Solberg Company und deren Tochterfirmen. 13. Die fehlende Leistung der F3-Schäume bei heftiger Aufbringung bei sowohl ICAO-Zertifizierungsstufe B und EN scheinen mit den Effekten der Brandgut-Kontamination im Zusammenhang zu stehen, die sich bei direkter heftiger Beaufschlagung verstärkt. Löschschäume die mit der MMS-Düse erzeugt werden, sind schwerer und es wird daher erwartet, dass sie mehr Brandgut aufnehmen, als leichtere, aber unrealistischer hergestellte Schäume der Düse UNI 86. Das ICAO-Prüfverfahren beinhaltet keine Referenzen hinsichtlich einer heftigen Beaufschlagung, was ein neuerlicher Hinweis darauf ist, dass dieses nicht zur Anwendung kam. Die im Artikel gemachten Behauptungen zum Thema ICAO-Prüfverfahren sind daher zu ignorieren. Im selben Absatz folgt eine Besprechung der MMS-Düse, die weder seitens EN noch ICAO ein anerkannter Prüfapparatus ist, und so sind Testergebnisse, die mit diesem erzielt wurden zu ignorieren und sollten nicht im Rahmen einer Debatte zu EN- bzw. ICAO-Normen publiziert werden. 14. Fünf F3 Löschmitteln wurden unabhängig unter denselben Prüfbedingungen auf die Brandleistungsanforderungen der ICAO-Zertifizierungsstufe B und der Norm 1568 geprüft. Solberg hat bereits darauf hingewiesen, dass weder ICAO- noch die EN-Prüfprotokolle befolgt wurden, sondern die Produkte von einem Wettbewerber benotet wurden. 15. keines erfüllte die Prüfanforderungen der ICAO-Zertifizierungsstufe B. Auf EN geprüft, erreichte keines der Produkten IA-Bewertungen bei direkter, heftiger Beaufschlagung: einige erreichten diese Bewertung nur bei indirekter, sanfter Beaufschlagung. Es wurde der signifikant Abfall der Brandleistung beim Einsatz einer MMS-Prüfdüse beobachtet, die Schäume mit realistischerer Qualität erzeugt, wie diese bei den häufig eingesetzten Schaumwerfern und Handstrahldüsen auftritt. Auch hier wurden die ICAO- bzw. EN-Prüfprotokolle nicht eingehalten, die MMS-Düse ist nicht ein bei den Normunterlagen verzeichnetes Gerät und völlig irrelevant. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Merkblatt beschreibt einige der technischen Unregelmäßigkeiten des betreffenden Berichts und Artikels. Solberg vertritt die Ansicht, dass der genannte Bericht und Artikel eine hohe Anzahl von unzutreffenden Behauptungen, sowie zahlreiche technische Ungenauigkeiten und Verzerrungen von Tatsachen enthalten, bei denen es sich häufig um Vermutungen ohne stützende Beweise handelt. Daraus folgt, dass (a) die Arbeiten, anders als behauptet, nicht im Einklang mit dem Prüfprotokoll der ICAO- Norm durchgeführt wurden; (b) die Arbeiten nicht von einem anerkannten Prüflabor das mit den ICAO- und EN- Testverfahren und Anforderungen vertraut war, durchgeführt wurden; (c) die Arbeiten mit einem unpassenden und nicht anerkanntem Testapparat (wie der oben genannten MMS-Düse) durchgeführt wurden; und (d) die Bewertung der Testresultate nicht durch die Prüfanstalt sondern einen Schaum-Lieferant und Wettbewerber der getesteten Produkte durchgeführt wurde. Artikel und Brandversuchs-Bericht sind auf Anfrage an [email protected] erhältlich.
8 FLUORFREIE LÖSCHSCHÄUME FAKTEN UND FIKTION 8 solbergfoam.com TECHNISCHES MERKBLATT TB-1013_DE apr 2013 Copyright 2013 SOLBERG IST EIN WARENZEICHEN VON THE SOLBERG COMPANY ODER DEREN TOCHTERFIRMEN. Nord- und SüdAMErika The Solberg CoMPany 1520 Brookfield Avenue Green Bay, WI USA Tel: EMEA Solberg Scandinavian AS Radøyvegen Olsvollstranda N-5938 Sæbøvågen Norwegen Tel: Asien/Pazifik Solberg Asia Pacific Pty Ltd 3 Charles Street St Mary s NSW 2760 Australien Tel.:
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