Ferienkurs Experimentalphysik 3
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- Hertha Maurer
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1 Ferienkurs Experimentalphysik 3 Beugung und Interferenz Qi Li, Bernhard Loitsch, Hannes Schmeiduch Heinrich Grabmayr Mittwoch, Inhaltsverzeichnis 1 Kohärenz Beugung.1 Beugung am Einzelspalt Beugung am Gitter Interferenz Interferenz am Gitter Interferenz am Doppelspalt Interferenz an dünnen Schichten Interferenz mit mehrfach reexion an einer dünner Schicht Interferometer Fabry-Perot-Interferometer Michelson Interferometer Doppelbrechung 10 1
2 1 Kohärenz Um Interferenzeekte beobachten zu können muss eine stabile Phasenbeziehung zwischen elektromagnetischen Wellen vorliegen, φ = const.. Licht, bei dem diese Bedingung erfüllt ist, nennt man kohärent. Da es kein wirklich monochromatisches Licht gibt, liegt immer eine gewisse Frequenzverteilung ω im Licht vor, sodass die Frequenzen ω 0 ω ω ω 0 + ω vorkommen. Als Grenze zwischen Kohärenz und Inkohärenz kann man postulieren dass dort, wo Phasen um mehr als π auseinandergelaufen sind, keine Kohärenz mehr statt ndet. Die entsprechende Kohärenzzeit berechnet sich durch π = φ = t c ω = t c π ν (1) 1 t c = () ν Man unterscheidet zwischn zeitlicher/axialer Kohärenz und räumlicher/- transversaler Kohärenz. Erstgenannte beschreibt die Phasenstabilität zwischen zu unterschiedlichen Zeitpunkten von einer Lichtquelle emittiertem Licht. Das Michelson-Interferometer benötigt diese Art Koheränz, und man kann eine Kohärenzzeit t c und eine Koheränzlänge l c = c t c denieren, über der keine Kohärenz statt ndet. Transversale Kohärenz beschreibt die Phasenbeziehung an zwei senkrecht zur Ausbreitungsrichtung separierten Punkten, wie sie im Doppelspaltexperiment notwendig ist. Damit kann man eine Kohärenzäche identizieren, sodass man zu einem Kohärenzvolumen kommt, innerhalb dessen Interferenzeekte zu beobachten sind. Beugung Die Tatsache, dass wir bei Licht Beugung beobachten können, ist ein eindeutiger Hinweis auf die Wellennatur des Lichts. Der Photoeekt hingegen belegt uns die Teilchennatur des Lichts. Unter Beugung versteht man die Ablenkung von Wellen an einem Hindernis. Dies gilt für Licht- und alle anderen elektromagnetischen Wellen, sowie für Schall- und Wasserwellen. Im Falle von elektromagnetischer Strahlung geht es um die Ablenkung an Önungen in Gröÿenordnungn der Wellenlänge der Strahlung. Die Beschreibung erfolgt durch die Superposition vieler Einzelwellen in der Önung (Huygensches Prinzip). Allgemein unterscheid man zwischen Einzelspalt, Doppelspalt und einem Gitter, welches aus vielen Einzelspalten besteht..1 Beugung am Einzelspalt Um die Beugung besser verstehenzu können, betrachten wir nun Abbildung 1. Wir haben einen Spalt mit der Breite b. Von der linken Seite des Spalts fällt nun paralleles Licht ein welches von N Quellen im Abstand b ausgesendet wird.die Strahlen werden an dem Spalt unter dem Winkel θ gebeugt. Die abgelenkten Strahlen werden dann auf dem Schirm abgebildet und erzeugen ein Beugungsmuster.Der Gangunterschied zwischen zwei benachbarten Strahlen, die unter dem Winkel θ abgelenkt werden, beträgt D = b sin(θ). Damit ergibt sich ein Phasenunterschied von: ϕ = kd = π D = π πb b sin(θ) = sin(θ) (3) N
3 Abbildung 1: Beugung am Einzelspalt Daraus kann man jetzt die Amplitude der unter einem bestimmten Winkel θ abgelenkten Teilwellen durch Superposition bestimmen. E = E 0 N k=1 e i(ωt+ϕ k) = E 0 e iωt N k=1 e i(k 1) ϕ (4) Dieser Term lässt sich jetzt mit Hilfe einer geometrischen Reihe vereinfachen: N k=1 e i(k 1) ϕ = ein ϕ 1 e i ϕ 1 N ϕ = e i N 1 ϕ sin( ) sin( ϕ ) (5) Wenn wir jetzt die Anzahl N der Quellen gegen unendlichen gehen lassen, dann wird der Sinus Term im Nenner sehr klein und wir können die Kleinwinkelnäherung verwenden. (N ) ergibt sich für die Intensität I E I(θ) = I 0 sin ( πb sin(θ)) ( πb sin(θ)) (6) I 0 beschreibt die gesamte Intensität die aus dem Spalt kommt. Die Intensitätsverteilung lässt sich durch periodische Sinus Funktionen beschreiben. Jede Nullstelle dieser Funktion, mit Ausnahme θ = 0 liefert uns ein Minimum. Wenn der Nenner hingegen klein wird, haben wir ein Maximum. Die Ausnahme bei θ = 0 lässt sich sehr einfach erklären. Dazu schauen wir uns die Intensitätsverteilung im Limis gegen 0 an: 3
4 lim I sin ( πb sin θ) 0 θ 0 ( πb sin = I 0 θ) Aus der Intensitätsverteilung können wir nun allgemein die Bedingungen für Maxima und Minima ableiten. πb Maxima: sin θ = mπ πb Minima: sin θ = (m + 1 )π Hierbei entsprechen die Minima genau den Nullstellen der Intensitätsverteilung, die Maxima hingegen den lokalen Maxima im Zähler. In Abbildung ist ein Beugungsmuster von einem Einfach- und einem Doppelspalt dargestellt. Um θ = 0 bendet sich das 1. Hauptmaxima. In beide Richtungen zeigt uns jeder weitere Peak ein Maximum höherer Ordnung. Analog dazu zeigt uns jede Nullstelle ein Minimum. Es ist noch zu beachten, dass das 0te Mimimum mit dem Hauptmaximum zusammenfällt. Da es somit kein Mimimum zwischen dem Maximum mit m = 0 gibt, wird die Maximumsbedingung mit m = 0 als Breite des Hauptmaximums bezeichnet. Beim Doppelspalt kann man die Intensitätsverteilung als Produkt der Intensitäten der Einzelspalte mit einem Interferenzterm zwischen beiden darstellen. Abbildung : Beugung am Einzelspalt Die Beugung spielt vorallem bei optischen Geräten eine wichtige Rolle. Beugungserscheinungen lassen sich nicht nur beim Durchgang von Licht durch eine begrenzende Önung beobachten, sondern auch bei der Reexion an einer begrenzten Spiegeläche. So erhält man z.b. durch Reexion an einer spiegelnden Kreisäche ein Beugungsmuster im reektierten Anteil des Lichts, welches 4
5 völlig dem eines transmittierten Lichts durch eine Önung der gleichen Form entspricht. Eine wichtige Eigenschaft von optischen Geräten, die durch die Beugung von Licht bestimmt wird, ist das Auösungsvermögen. Zwei Punkte können gerade dann noch voneinander getrennt werden, wenn das Beugungsmaximum des einen Punktes auf das Beugungsminimum des anderes Punktes fällt. Mathematisch wird dieser Fakt durch das Rayleigh Kriterium für kreisförmigen Blenden beschrieben. Es gibt uns die minimale Winkelentfernung des ersten Miniums an: sin θ min θ min = 1, D Dabei ist D der Durchmesser der Önung.. Beugung am Gitter Wenn eine ebene Welle senkrecht auf eine Anordnung von N parallelen Spalten fällt, dann wird die Intensitätsverteilung aus dem Produkt von zwei Faktoren beschrieben. Der erste Faktor berücksichtigt die durch Beugung an jedem Einzelspalt verursachte Intensitätsverteilung, der zweite Faktor die Interferenz der Strahlen. Die Herleitung der Phasenverschiebung von zwei Spalten ist analog zu Abbildung 3: Gangunterschied optisches Gitter oben, jedoch tritt an Stelle der Breitendierenz b der Abstand zwischen den Spalten d auf. Der Interferenzterm der Intensitätsverteilung kann dann für N Spalten mit den Gleichungen (3),(4) und (5) berechnet werden. sin ( Nπd sin θ) I inter = I 0 sin ( (7) πd sin θ) sin ( πb I(θ) = I sin(θ)) 0 ( πb sin(θ)) sin ( Nπd sin θ) sin ( πd sin θ) (8) 5
6 Die Maxima und Minima in der Intensitätsverteilung hängen wie beim Einzelspalt vom Parameter b ab jedoch zusätzlich noch vom Abstand der Spalten zueinander d. 3 Interferenz Unter Interferenz versteht man die Überlagerung von zwei oder mehr Wellen nach dem Superpositionsprinzip. Das bedeutet das die Amplituden der Teilwellen additiv sind (nicht die Intensitäten!!!). Man Unterscheidet hierbei zwischen konstruktiver- und destruktiver Interferenz. Ersteres liegt vor, wenn der Gangunterschied zwischen beiden Strahlen ein ganzzahliges Vielfaches der Wellen ist. Hierbei kommt es zu einer Gegenseitigen Verstärkung der Teilwellen. Wenn die Wegdierenz genau m + 1 beträgt, dann haben wir den zweiten Fall. Hierbei löschen sich die Teilwellen genau aus. 3.1 Interferenz am Gitter Aus Abbildung 3 können wir den Gangunterschied zwischen zwei Teilstrahlen am Gitter ablesen: s = d sin α Jetzt müssen wir nur noch den gewünschten Gangunterschied einsetzen und wir erhalten die Bedingungen für Maxima und Minima. Für das m-te Hauptmaximum gilt: sin α = m d (9) Betrachtet man nun das Interferenzmuster eines Gitters, so erkennt man zwischen zwei Hauptmaxima mehrere Nebenminima und Maxima. Um eine Bedingung für diese zu nden, schauen wir uns Gleichung (8) an. Aus dem Zähler des Interferenzterms können wir die Bedingung für Nebenmaxima ablesen. ( ) Nπd sin sin θ Analog erhalten wir für die Nebenminima: Zusammenfassung: sin Nπd = 1 Nπd sin θ = (m + 1 )π Nπd sin θ = 0 sin θ = mπ Hauptmaxima: Nebenminima: sin θ = m Hauptmax d sin θ = m Nd (0 < m < N) 6
7 Nebenmaxima: sin θ = m + 1 Nd (1 m N ) 3. Interferenz am Doppelspalt Die Intensitätsverteilung bei einem Doppelspalt war schon in Abbildung gezeigt. Die Herleitung der dieser ist analog zu einem Gitter, jedoch mit nur N= Spalten. Die Bedingungen für Maxima und Minima bleiben dabei jedoch erhalten. Die Intensitätsverteilung lautet wie folgt: I(θ) = I 0 sin ( πb sin θ) sin cos θ) ( πb 3.3 Interferenz an dünnen Schichten ( ) πd sin θ (10) Fällt eine ebene Welle mit der Welenlänge unter dem Einfallswinkel θ 1 auf eine planparallele dünne Schicht mit dem Brechungsindex n, so wird ein Teil der Welle reektiert und ein Teil der Welle transmittiert. Der gebrochene Teil der Welle kann an der unteren Begrenzungsschichtt erneut reektiert und wieder an der oberen Schicht gebrochen werden. Da der Brechungsindex der Schicht n > n 1 tritt bei der Relexion an der oberen Grenzäche ein Phasensrung von π auf, was einem Wegunterschied von entspricht. Der optische Weg der Strahlen Abbildung 4: Vielfachreexion an planparalleler Schicht errechnet sich zu sowie W 1 = n 1 d tan θ sin θ 1 d W = n cos θ 7
8 Der Gangunterschied s zwischen den beiden reektierten Teilstrahlen beträgt s = W W 1 = n d cos θ n 1 d sin θ cos θ sin θ 1 = n d cos θ (1 sin θ ) s = n d cos θ (11) Die Bedingung für ein Interferenzmaximum: Die Bedingung für ein Interferenzminimum ist: s = m m = 0, 1,... (1) s = (m + 1 ) m = 0, 1,... (13) 3.4 Interferenz mit mehrfach reexion an einer dünner Schicht Wie schon im vorherigen Teilkapitel erwähnt, kommt es bei einer dünnen Schicht zu Mehrfachreexionen. Bei Auftreen einer Welle auf eine Grenzäche wird ein Teil der Welle transmittiert und ein Teil der Welle reektiert. Die jeweilligen Anteile können mit den Transmissions- und Reexionskoezienten berechnet werden. In Abbildung 4 sind reektierte Strahlen abgebildet. Der direkte re- ektierte Strahl, 1. Ordnung, sowie der an der unteren Schicht reektierte Strahl,. Ordnung. Die Amplitude der Strahlen nimmt oensichtlich proportional zur Ordnung ab. Bei der dünnen Schicht erhalten wir nun ein Interferenzbild aus quasi unendlich vielen Teilstrahlen. Um nun die Interferenz genauer zu betrachten, ist es sinnvoll den Gangunterschied in einen Phasenunterschied umzurechnen: ϕ = s π Die Gesamtamplitude der reektierten Welle ergibt sich dann zu: A = A 0 R 1 e i ϕ 1 Re i ϕ (14) Auf die genaue Herleitung von (1) wird verzichtet. Man muss phasenrichtig über die Amplituden der Teilwellen summieren. Aus der Gesamtamplitude können wir nun die Intensität berechnen und erhalten: (1 cos ϕ) I R = I 0 R 1 + R R cos ϕ = I 0 4R sin ϕ (15) (1 R) + 4R sin ϕ. Da wie hier jegliche Absorption vernachlässigt haben, gilt I R + I T = I 0. Unter Anwendung der Substitution F = 4R (1 R) erhalten wir die Airy-Formeln für die reektierte und transmittierte Intensität. 8
9 F sin ϕ I R = I F sin ϕ 1 I T = I F sin ϕ (16) (17) 4 Interferometer Ein Interferometer ist ein technisches Gerät, das der Interferometrie dient. Allgemein verwendet man es für die Feststellung von Interferenzen für Präzisionsmessungen.Zum Beispiel zur Messung der genauen Brechzahl, Wellenlänge oder einfach zur Spektroskopie. 4.1 Fabry-Perot-Interferometer Die gerade hergeleiteten Airy-Formeln nden zum Beispiel beim Fabry-Perot- Interferometer Anwendung. Ein Fabry-Perot-Interferometer ist eine Anordnung von zwei planparallen Platten die einseitig hochreektiert verspiegelt sind. Die Rückseite ist hierbei entspiegelt. Das physikalische Prinzip hinter der gesamten Aperatur ist die Vielsstrahlinterferenz. Das ganze muss im Vakuum stattnden. Der Abstand der Platten liegt meistens im cm-bereich. Trotzdem ist eine sehr genaue parallele Ausrichtung nötig um störende Relexionen zu vermeiden. Um Interferenz zu erhalten müssen die oben erwähnten Bedingungen erfüllt werden(siehe (11) - (13). Das Fabry-Perot-Interferometer erlaubt es Maxima bis hin zu mehreren zehntausend Ordnungen anzuzeigen, was dazu führt, dass man zum Beispiel die Wellenlänge des Lichts bis auf einige pm(10 1 m!!!) genau bestimmen kann. Abbildung 5: Fabry-Perot-Interferometer 9
10 4. Michelson Interferometer Beim Michelson-Interferometer fällt ein paralleles kohärentes Lichtbündel auf einen Strahlteiler der es in zwei Teilbündel aufspaltet. Der direkt reektierte Teil wird um 45 auf einen hochreektierenden Spiegel abgelenkt, der den Strahl genau zurück reektiert. Der transmittierte Strahl trit unter 0 ebenfalls auf einen hochreektierenden Spiegel, welcher jedoch um ein paar tausendstel Grad verkippt ist. Nach der Reexion an den hochreektierenden Spiegeln wird das Licht in einen Detektor gelenkt. Die berühmteste Anwendung des Michelson Interferometers ist die genaue Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit. Indem man eine Probe in den Strahlgang stellt, kann man diese auch für andere Medien bestimmen. Zu beachten ist allerdings wieder, dass man für konstruktive Interferenz einen Gangunterschied benötigt, der ein ganzahliges Vielfaches der Wellenlänge ist. Auÿerdem muss die optische Weglänge kleiner sein als die Kohärenzlänge. Abbildung 6: Michelson Interferometer 5 Doppelbrechung Für die bisher behandelten Phänomene haben angenommen, dass für die Dielektrische Verschiebung D = ϵϵ 0 E gilt. Die Permittivität ϵ wurde hierbei als Skalar angenommen. Dies gilt jedoch nur, wenn alle Kristalle im Medium räumlich isotrop wären und somit keine ausgezeichnete Richtung hätten. Diese Richtung 10
11 führt zu unterschiedlichen Rückstellkräften der Elektronen in verschiedene Richtungen.Damit wird aus dem Skalar ein Tensor dritter Stufe, also eine Matrix. ϵ = ϵ ϵ 0 (18) 0 0 ϵ 3 Auf die Matrix bezogen bedeutet das vorhanden sein eines isotropen Mediums das ϵ 1 = ϵ = ϵ 3. Wenn man jetzt die Symmetrie um eine Ordnung reduzieren, hat man ein optisch einachsiges Medium: ϵ 1 = ϵ ϵ 3. Eine weitere Reduzierung führt zu einem zweiachsigen Medium mit ϵ 1 ϵ ϵ 3. Da bei der Dielektrischen Verschiebung ϵ nun keine Proportionalitätskonstante mehr ist, muss der Vektor D nicht mehr parallel zu E stehen. Als Folge davon zeigt auch der Pointing Vektor S nicht mehr Automatisch in Richtung der ausbreitenden Welle. Es gilt zwar weiterhin D k und B k jedoch gilt für S = ( E B). Der Einfachheit halbes, betrachten wir hier nur optisch einachsige Kristalle. Hierfür verwenden wir folgende Denition: ϵ 1 = ϵ = ϵ ϵ 3 = ϵ Jetzt müssen wir die Einfallsrichtung beachten. Fällt das Licht in Richtung k = k3 ein, so ist der einzige Brechungsindex, der von Bedeutung ist: n = ϵ. Das bedeutet, dass der Strahl direkt in Richtung der optischen Achse einfällt. Wenn das Licht nicht in Richtung der optischen Achse einfällt, dann spaltet sich das Licht in zwei Komponenten auf. ordentlicher Strahl, Vektor steht senkrecht auf der optischen Achse auÿerordentlicher Strahl, Vektor bendet sich in ebene aus opt. Achse und Ausbreitungsrichtung des einfallen Strahls Abbildung 7: Doppelbrechung 11
12 Die Brechungsindices für die beiden Strahlen sind dann: n ao = n o = ϵ (19) [ cos θ + sin θ ] ϵ ϵ 1 (0) Trit ein Lichtstrahl genau senkrecht zur optischen Achse auf ein Plättchen der Dicke d, dann kommt es zwischen dem ordentlichen und dem auÿerordentlichen Strahl zu einer Phasenverschiebung. Diese berechnet sich aus: ϕ = πd (n o n ao ) Wenn beide Strahlen die gleiche Amplitude besitzen und der Gangunterschied s = d(n o n ao ) = beträgt, dann dreht sich die Polarisationsrichtung des Strahls um 90. Beträgt der Gangunterschied s = 4, entsteht aus linear polarisiertem zirkular polarisiertes Licht. Solche Plättchen nennt man und Plättchen. 4 1
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