Beantwortung der Anfrage
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- Miriam Albrecht
- vor 9 Jahren
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1 Nr. 471 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages (2. Session der 15. Gesetzgebungsperiode) Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Dr. Schnell, Blattl, Essl, Rothenwänder, Steiner-Wieser und Wiedermann an Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Stöckl (Nr. 388 der Beilagen der 2. Session der 15. Gesetzgebungsperiode) betreffend Wartezeiten in den Salzburger Spitälern Hohes Haus! Zur Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Dr. Schnell, Blattl, Essl, Rothenwänder, Steiner-Wieser und Wiedermann betreffend Wartezeiten in den Salzburger Spitälern vom 5. Februar 2014 halte ich eingangs für die Krankenhäuser Hallein, Tamsweg, Mittersill sowie für das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Salzburg Folgendes fest: Im Krankenhaus Hallein werden jene Sonderfächer, in denen Wartelisten zu führen sind, nicht geführt. Das Krankenhaus Tamsweg verfügt über keine Abteilungen für die Sonderfächer Augenheilkunde und Optometrie, Orthopädie und orthopädische Chirurgie sowie Neurochirurgie. Somit werden auch keine Wartelisten geführt. An der Abteilung für Unfallchirurgie werden im Krankenhaus Tamsweg elektive orthopädische Eingriffe durchgeführt. Dabei beträgt die Wartezeit maximal drei bis vier Wochen. Aus diesem Grund werden auch keine Wartelisten geführt. Auch im Krankenhaus Mittersill liegen die Wartezeiten für die elektiven Operationen und invasiven Diagnosemaßnahmen unter vier Wochen, weshalb keine Wartelisten gemäß 21 a SKAG geführt werden. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder werden an der Abteilung für Chirurgie keine Eingriffe der Sonderfächer Augenheilkunde, Optometrie, Orthopädie und orthopädische Chirurgie sowie Neurochirurgie durchgeführt. Demzufolge werden auch keine Wartelisten geführt. Zu Frage 1: Für welche elektiven Operationen und invasiven Diagnosemaßnahmen bestehen derzeit Wartelisten (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalten ersucht)? SALK: Die Beantwortung dieser Frage und der Unterfragen ergibt sich aus der Beantwortung der übrigen Fragen bzw. der Tabelle im Anhang. 1
2 KH Zell am See: Das KH Zell am See ist aufgrund seines Leistungsspektrums derzeit nur für den Bereich der Katarakt-Operationen (Grauer Star) betroffen. KH Schwarzach: Hüft- und Knie-Endoprothetik, fußchirurgische Eingriffe, Schulteroperationen, Arthroskopien, handchirurgische Eingriffe. KH Oberndorf: Im Gesundheitszentrum Oberndorf bestehen für sämtliche orthopädische Operationen im Bereich der elektiven Operationen und invasiven Diagnosemaßnahmen derzeit Wartelisten. Zu Frage 1.1.: Wie viele Personen sind auf den einzelnen Wartelisten jeweils vorgemerkt (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalten unter der Angabe der Art der Operation oder Diagnosemaßnahme ersucht)? KH Zell am See: Per 28. Februar 2014 sind insgesamt 321 PatientInnen auf der Warteliste. KH Schwarzach: Rund 250 Personen mit den oben angeführten geplanten Eingriffen. KH Oberndorf: Per 20. Februar 2014 sind insgesamt 116 Personen auf den einzelnen Wartelisten (109 für eine Totalendoprothese des Knies bzw. an der Hüfte und sieben auf andere orthopädische Eingriffe). Zu Frage 1.2.: Wie hoch sind aktuell die durchschnittlichen Wartezeiten (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalten unter der Angabe der Art der Operation oder Diagnosemaßnahme ersucht)? KH Zell am See: Durch die Inbetriebnahme der Tagesklinik im Neubauteil des Projektes "Krankenhaus der Zukunft" Mitte November 2013 konnten die Wartezeiten betreffend Katarakt-Operationen auf rund zehn Wochen reduziert werden. KH Schwarzach: Im Rahmen der Hüft- und Knie-Endoprothetik rund zwei bis drei Monate. KH Oberndorf: Die durchschnittlichen Wartezeiten für eine Totalendoprothese Knie/Hüfte liegen bei sechs Monaten; für andere orthopädische Eingriffe beträgt die Wartezeit sechs bis acht Wochen. Zu Frage 1.3.: Gibt es Zielvereinbarungen, wie lange die durchschnittlichen Wartezeiten für Operationen oder Diagnosemaßnahmen zukünftig sein soll? 2
3 KH Zell am See: nein. KH Schwarzach: nein. KH Oberndorf: nein. Wenn ja, welche (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalt unter der Angabe der Art der Operation oder Diagnosemaßnahme ersucht)? - Zu Frage 2: Nach welchen Kriterien werden die Wartelisten geführt und sind diese Kriterien landesweit einheitlich? Wenn nein, in welchen Krankenanstalten gibt es Unterschiede? In der Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus, werden keine Wartelisten im üblichen Sinn bei elektiven Operationen geführt. Die PatientInnen werden nach der ambulanten Untersuchung bereits mit einem Aufnahmedatum vorgemerkt. An der Universitätsklinik für Augenheilkunde gibt es keine Wartelisten, sondern es werden die Termine nach Dringlichkeit fix vergeben, wobei der Großteil der Operationen tagesklinisch durchgeführt wird, sodass jederzeit dringliche Operationen eingeschoben werden können. An der Universitätsklinik für Neurochirurgie an der Christian-Doppler-Klinik wurde im Januar 2012 im Rahmen der Etablierung einer Excel-Datei eine mittelfristige Planung mit Ressourcenplanung eingeführt, die den stationären Aufnahmetermin beinhaltet, die prospektive Planung direkt in die Operationssäle, die personelle Planung und die technische Ressourcenplanung. Für den Bereich intrakranielle Chirurgie und den Bereich der Wirbelsäulenpatienten, die in der Allgemeinen Neurochirurgie behandelt werden, liegt man mit dieser Art der Planung derzeit bei unter vier Wochen. Damit ist das Führen einer Warteliste ohne Zuordnung zu Terminen nicht erforderlich. Für den Bereich Sondervereinbarung Wirbelsäulenchirurgie gibt es eine Warteliste betreffend die Priorisierung, wenn sich bei den Patienten innerhalb dieser Warteliste die klinische Gegebenheit ändern und sie vorgezogen werden müsste. Dies erfolgt dann nach rein medizinischen und betriebsorganisatorischen Aspekten. Eine Warteliste im Sinne von gemeldeten Patienten mit nicht gleichzeitig assoziiertem Aufnahme- und Operationstermin gibt es nicht. Es gibt im ORBIS-System eine Liste, aus der hervorgeht, wann der Patient für die stationäre Aufnahme angemeldet wurde und wann der Patient stationär aufgenommen wird. KH Zell am See: Im Krankenhaus Zell am See werden dringende Fälle (Vorreihungen) nur nach Begutachtung in der Augenambulanz vorgezogen. Vorreihungen werden z. B. für noch berufstätige PatientInnen 3
4 (z. B. Berufskraftfahrer) vorgenommen, weiters bei durch die Erkrankung (Grauer Star) bedingten zusätzlichen Problemen (z. B. psychische Erkrankung). Umgekehrt werden auch über Wunsch der PatientInnen Rückreihungen vorgenommen; es gibt immer wieder PatientInnen, für die ein OP-Termin innerhalb von zwei bis drei Monaten zu früh kommt und die den Eingriff auf den nächsten Herbst oder beispielsweise auf das nächste Frühjahr verschieben wollen. OP-Termine im Sommer oder in der Wintersaison sind dagegen weniger gewünscht. Im Krankenhaus Schwarzach wird die OP-Planung nach medizinischen und betriebsorganisatorischen Kriterien durchgeführt. Für das Gesundheitszentrum Oberndorf gilt als primäres Kriterium für die Reihung auf den Wartelisten der Tag der Anmeldung der PatientInnen. Zu Frage 2.1.: Welche Möglichkeiten der Vor- oder Umreihung gibt es? An der Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus, erfolgt die Terminvergabe nach medizinischen, sozialen und organisatorischen Kriterien. Davon ausgenommen sind Infektionen, Knochenbrüche oder wenn aus medizinischen Gründen eine Operation innerhalb weniger Tage erfolgen muss. Bei großen Operationen wie endoprothetischen Eingriffen (Erstoperationen) erfolgt die Terminisierung nach Schmerzbelastung, Behinderung, Lebensqualität, sozialen Umständen, Alter, Berufsfähigkeit etc.. Krankenhaus Zell am See: siehe Beantwortung Frage 2. Im Krankenhaus Schwarzach werden Infekte, postoperative Komplikationen oder mechanische Implantatkomplikationen (z. B. Hüftluxationen) vorgereiht. Im Gesundheitszentrum Oberndorf besteht prinzipiell die Möglichkeit der Vor- und Umreihung auf den Wartelisten, um auf medizinische Besonderheiten bzw. aktuelle Erfordernisse zu reagieren. Ebenso stellen auch betriebsorganisatorische Veränderungen ein Kriterium für ein individuelles Anpassen der Reihung dar. Zu Frage 2.2.: Unterliegen die Wartelisten einer internen oder externen Kontrolle? Wenn ja, in welcher Form? An der Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus, ist die interne Kontrolle wie folgt gewährleistet: Vergebene OP-Termine werden in der Morgenbesprechung auf ihre Rechtfertigung überprüft. 4
5 KH Zell am See: nein. Im Krankenhaus Schwarzach erfolgt die interne Kontrolle durch den Primararzt und seinen Stellvertreter. Im Gesundheitszentrum Oberndorf wird die Warteliste in einer nachvollziehbaren digitalen Form geführt, die eine interne und externe Kontrolle zu jedem Zeitpunkt ermöglichen würde. Zu Frage 2.3.: Wie viele dokumentierte Beschwerden hinsichtlich der Wartelisten gibt es (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalten und Art der Operation oder Diagnosemaßnahme ersucht)? Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus: Im Zeitfenster vom 1. Jänner 2013 bis zum 6. März 2014 gab es eine Beschwerde zu einer OP-Verschiebung. Eine seit einem halben Jahr geplante Operation der Patient war stationär und für die Operation vorbereitet musste kurzfristig abgesagt werden. Der Patient wurde darüber informiert, dass der nächstmögliche Operationstermin in zwei Tagen wäre. Operationsindikation war die Abtragung einer Knochenzyste. Im Krankenhaus Zell am See und im Krankenhaus Schwarzach liegen keine Beschwerden hinsichtlich der Wartelisten vor. Im Gesundheitszentrum Oberndorf ist ein Fall dokumentiert, wobei die Patientin zeitnah an das Krankenhaus Mittersill weitervermittelt wurde und dort nun zu einem früheren Zeitpunkt versorgt wird. Zu Frage 2.4.: Werden die Wartelisten auch als Steuerungsinstrument genutzt? Wenn ja, in welcher Form? Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus: siehe Beantwortung der Fragen 2. und 2.1. KH Zell am See: nein. KH Schwarzach: nein. Im Gesundheitszentrum Oberndorf werden die Wartelisten intern als Steuerungsinstrument genutzt, um medizinische und betriebsorganisatorische Bedürfnisse zu optimieren. So kann 5
6 anhand der Wartelisten die Kapazitätsauslastung der operativen und stationären Versorgung der Orthopädie optimal gesteuert werden. Zu Frage 3: Wie lang war bislang die durchschnittliche Wartezeit für eine endoprothetische Operation in den Salzburger Landeskliniken in den vergangenen drei Jahren (es wird um Aufgliederung nach Jahren ersucht)? An der Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus, erfolgen die Terminvorgaben in Abhängigkeit von den unter 2.1. angeführten Kriterien innerhalb von Wochen bis derzeit fünf Monaten. Ausnahme bildet ein eventuell späterer Terminwunsch des Patienten/der Patientin entsprechend seiner Lebensplanung. Da ORBIS 2011 noch nicht eingeführt war, sind die Daten für das Jahr 2011 nicht verfügbar; ORBIS wurde im Mai 2012 eingeführt. Die entsprechenden Daten sind in der angefügten Tabelle ersichtlich. Zu Frage 3.1.: Wie viele Personen standen durchschnittlich auf der Warteliste (es wird um Aufgliederung nach Jahren ersucht)? Mit Stichtag 6. März 2014 sind an der Universitätsklinik für Orthopädie, Landeskrankenhaus, 271 PatientInnen zu operativen Eingriffen vorgemerkt. Durchschnittswerte lassen sich in der aktuellen Dokumentation nicht erheben. Zu Frage 3.2.: Wie viele Operationen wurden in den vergangenen drei Jahren durchgeführt (es wird um eine Aufgliederung nach Jahren und Art der Operation ersucht)? Siehe Tabelle im Anhang. Zu Frage 3.3: Gibt es Zielvereinbarungen, wie lange die durchschnittliche Wartezeit für eine endoprothetische Operation in den Salzburger Landeskliniken zukünftig sein soll? Wenn ja, welche? Nein. Zu Frage 4: Wie lange war die durchschnittliche Wartezeit für eine endoprothetische Operation in den anderen Salzburger Fondsspitälern soweit diese dort durchgeführt werden in den vergangenen drei Jahren (es wird um eine Aufgliederung nach Krankenanstalt und Jahren ersucht)? KH Zell am See: siehe Beantwortung Frage 1 (gilt auch für die Fragen 4.1. bis 4.3.). 6
7 KH Schwarzach: In den Jahren 2011, 2012 und 2013 jeweils durchschnittlich zweieinhalb Monate. KH Oberndorf: Im Jahr 2011 betrug die durchschnittliche Wartezeit sechs Wochen, im Jahr 2011 dreieinhalb Monate und im Jahr 2013 fünfeinhalb Monate. Zu Frage 4.1.: Wie viele Personen standen durchschnittlich auf der Warteliste (es wird um Aufgliederung nach Jahren und Krankenanstalt ersucht)? KH Schwarzach: Die Warteliste für 2011 wäre nur unter einem ungerechtfertigt hohen Verwaltungsaufwand auszuheben gewesen; im Jahr 2012 standen 170 Personen auf der Warteliste, im Jahr KH Oberndorf: Im Jahr 2011 gab es keine Warteliste, 2012 waren es 100 Personen und Personen. Zu Frage 4.2.: Wie viele Operationen wurden in den vergangenen drei Jahren durchgeführt (es wird um eine Aufgliederung nach Krankenanstalt, Jahren und Art der Operation ersucht)? KH Schwarzach: Rund 600 Endoprothesen pro Jahr seit 2011 und rund 600 andere elektive Eingriffe pro Jahr in den vergangenen drei Jahren. KH Oberndorf: 2011 waren es 521 Totalendoprothesen, und Zu Frage 4.3.: Gibt es Zielvereinbarungen, wie lange die durchschnittliche Wartezeit für eine endoprothetische Operation zukünftig sein soll? Wenn ja, welche (es wird um Aufgliederung nach Krankenanstalten ersucht)? KH Schwarzach: nein. KH Oberndorf: nein. Ich ersuche das Hohe Haus um Kenntnisnahme dieser Anfragebeantwortung. Salzburg, am 17. März 2014 Dr. Stöckl eh. 7
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Beantwortung der Anfrage
Nr. 517 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages (3. Session der 15. Gesetzgebungsperiode) Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubvorsitzenden Steidl und Ing. Mag. Meisl an Landeshauptmann-Stellvertreter
Beantwortung der Anfrage
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Beantwortung der Anfrage
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Beantwortung der Anfrage
Nr. 90-BEA der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages (4. Session der 15. Gesetzgebungsperiode) Beantwortung der Anfrage der Abg. Klubobmann Naderer und Fürhapter an die Landesregierung
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