Das Stoffwechselprogramm
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- Harry Meissner
- vor 9 Jahren
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Transkript
1 Das Stoffwechselprogramm
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3 DR. MED. WOLF FUNFACK Das Stoffwechselprogramm Das Standardwerk zur individuellen Ernährungsumstellung
4 4 Inhalt Inhalt Gesund werden 9 Metabolic Balance das Original 10 Aus der Praxis 10 Neuer Denkansatz 10 Konkrete Hilfestellung 11 Jede Person ein Individuum 11 Als Lebensaufgabe gedacht 11 Ernährung wo stehen wir heute? 13 Von der Evolution zur»devolution«14 Der Body-Mass-Index als Indikator 16 Der BMI gibt Auskunft 17 Was ist Metabolic Balance? 21 Einzigartige Stoffwechselkur 22 Den Hormonhaushalt stärken 22 Persönlicher Ernährungsplan 24 Gesund essen lernen 25 Individuelle Blutanalyse 27 Metabolic Balance der Fahrplan 30 Phase 1 Vorbereitungsphase 30 Phase 2 Strenge Umstellungsphase 32 Phase 3 Gelockerte Phase 35 Phase 4 Erhaltungsphase 35 Die Mahlzeiten im Alltag 36 Individueller Ernährungsplan 36 Die Rezepte 38 Die Speisen 40 Die in Auftrag gegebene Studie wird s zeigen! 41 Inhalte der Studie 41 Erste Ergebnisse liegen vor 42 Exkurs: Süße Getränke die Krankheitsfalle 44 Der Stoffwechsel unsere große Biofabrik 47 Der Motor unseres Lebens 48 Eiweiß auch Protein genannt ist elementar 49 Aminosäuren als Bausteine 49 Biologische Wertigkeit 51 Gefahr der Übersäuerung 51 Kohlenhydrate sammeln die Sonnenenergie 54 Kraft- und Energielieferanten 55»Gute«und»schlechte«Kohlenhydrate 56 Fette sind für uns sehr wichtig 60 Aufgaben der Fette 60
5 Inhalt 5 Die Fettsäuren 60 Cholesterin 61 Exkurs: Fettsäuren dem Namensgeheimnis auf der Spur 62»Gute«und»schlechte«Fette 64 Vitalstoffe sind unerlässlich 68 Vitamine 68 Mineralstoffe und Spurenelemente 75 Sekundäre Pflanzenstoffe 80 Die Verdauung ermöglicht den Stoffwechsel 83 So funktioniert die Verdauung 84 Die Drüsen sind enorm wichtig 86 Der Abbau der Nährstoffe 88 Exkurs: Das Hormonsystem unsere Steuerungseinheit 90 Die Verdauung beginnt im Kopf 92 Der Speichel 93 Der Schlund und die Speiseröhre 95 Der Magen ist sehr sauer 96 Saures Milieu 98 Verweildauer im Magen 98 Der Darm ist ein Wunderwerk 99 Der Dünndarm 99 Der Dickdarm 101 Die Bauchspeicheldrüse vollbringt Höchstleistung 102 Zwei Drüsen in einem Organ 102 Schlüsselhormon Insulin 103 Leber und Galle sind unverzichtbar 106 Die Aufgaben der Leber 106 Die Gallenblase 107 Die Nieren Filterstation des Körpers 110 Stoffwechselvorgänge unter der Lupe 112 Die Verdauungsphasen 112 Die Verdauungssäfte 113 Exkurs: Verdauungssubstanzen im Überblick 120 Der Fettstoffwechsel im Detail 122 Das Immunsystem unsere Schutzpolizei 129 Fremde Stoffe erkennen und abwehren 130 Unspezifisches Immunsystem 130 Spezifisches Immunsystem 133 Schwaches Immunsystem eine Zivilisationskrankheit? 137 Ernährung und Immunsystem 139 Der Stoffwechsel auf Zellebene 141 Unsere Zellen erfordern Aufmerksamkeit 142 Der Aufbau der Zellen 142 Auf die Zellpflege kommt es an 145 Unsere Verantwortung 147 Achtung: Metabolisches Syndrom! 149
6 6 Inhalt Bewegung ist notwendig 151 Turbomotor für den Stoffwechsel 152 Sport bei Metabolic Balance 152 Sport verbessert Energiebilanz 155 Ernährung nach sportlicher Belastung 158 Ein Fitnessprogramm für jeden Typ 158 Fazit: Schlank im Schlaf! 159 Die Kraft der Gedanken auch beim Sport nutzen 160 Hüpf dich gesund! 160 Lebenselixier Wasser für alle Organismen 163 Wasser zum Überleben wichtig 164 Ohne Wasser kein Stoffwechsel 165 Wasser ist wunderbar 166 Cluster: die wässrigen Paarbeziehungen 169 Das Gedächtnis des Wassers 171 Die Seele des Wassers 173 Mentaltraining Hilfe für die Seele 177 Wie Emotionen Organe beeinflussen können 178 Morphinrezeptoren 178 Emotionen schützen vor Krankheiten 181 Es gibt keine objektive Wirklichkeit 183 Essen und Gefühle 185 Der Weg ist das Ziel! 187 Metabolic Balance für Vegetarier 189 Vegetarier? So geht s metabolisch! 190 Eiweiß kontra Heißhunger attacken 190 Wie gesund leben Vegetarier? 192 Proteine für Vegetarier 195 Metabolic Balance auch gut für Kinder 199 Richtig ernährt von Anfang an 200 Soziales Umfeld und Übergewicht 200 Zu wenig Bewegung 202 Ein umfassendes Konzept muss her 203 Exkurs: Macht Fett fett und krank? 206 Der Stoffwechsel ist krank ernährungsbedingt 209 Wohlstandskrankheiten nehmen zu 210 Metabolisches Syndrom 210 Adipositas ist extremes Übergewicht 214 Verschiedene Messgrößen 214 Weltweit auf dem Vormarsch 216 Verantwortung übernehmen 217 Herz-Kreislauf-Erkrankungen 218 Arteriosklerose 218 Durchblutungsstörungen 219 Bluthochdruck 220
7 Inhalt 7 Herzrhythmusstörungen 223 Metabolic Balance bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen 223 Diabetes mellitus die»zuckerkrankheit«224 Zwei Typen 224 Immer mehr Betroffene 225 Insulin extern zuführen 226 Unterzuckerung und Überzuckerung 229 Die Insulinresistenz 231 Diabetes erhöht Herzinfarktrisiko 235 Spätschäden bei Diabetes 237 Aktuelle Studien 237 Metabolic-Balance optimal für Typ-2-Diabetiker 240 Rheuma unangenehm zu jeder Zeit 242 Rheumatoide Arthritis 242 Der Rheumafaktor 244 Botenstoff TNF-a 245 Einfluss der Ernährung 245 Metabolic Balance bei Rheuma 246 Gicht erhöhte Harnsäurewerte 248 Purine und Harnsäurewerte 248 Der Gichtanfall 250 Therapie bei Gicht 250 Neuer Gichtauslöser entdeckt! 252 Metabolic Balance bei Gicht 252 Übersäuerung schadet den Zellen 254 Säuren, Basen und ph-wert 254 Was uns sauer macht 256 Metabolic Balance bei Übersäuerung 258 Exkurs: Atmen Sie sich gesund! 260 Körperreaktionen auf Nahrungsmittel 262 Unverträglichkeiten 262 Intoleranzen 263 Allergien 270 Allergien aus der Sicht von Metabolic Balance 271 Allergieprävention 274 ADHS das Zappelphilipp-Syndrom 276 Lebensweise ändern 276 ADHS und Homöopathie 278 ADHS und Ernährung 278 ADHS bei Erwachsenen 280 Metabolic Balance bei ADHS 281 Anti-Aging Fitness für den Körper 283 Hormone beeinflussen unser Leben 284 Es liegt in unserer Hand 284 Hormone steuern das Geschehen 285 Hormongesund essen 288 Hormonbalance dank Ernährungsumstellung 293 Wenn die Jahre bei den Frauen wechseln 294 Was passiert da im Körper? 294 Das Klimakterium 296 Osteoporose wenn Knochen brechen 299 Register 300 Impressum 304
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9 Vorwort 9 Gesund werden Falsche Ernährungsgewohnheiten sowie zahlreiche ungünstige Lebensmittel wie Fast Food, Low-Fat- und Light-Produkte, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe die heute in jedem Supermarkt die natürlichen Lebensmittel schon beinahe völlig verdrängt haben bringen unseren seit der Steinzeit ererbten Stoffwechsel oft ganz schön aus dem Gleis. Aber nur wer sich seinem Stoffwechsel entsprechend ernährt, kann schlank und gesund bleiben. Mit diesem Buch bieten wir allen Lesern, die sich für Ernährung und Gesundheit interessieren, aber auch Therapeuten, die sich mit Ernährungsmedizin befassen, eine umfangreiche Zusammenfassung der gesamten Metabolic- Balance -Philosophie. Erfahren Sie in diesem Leitfaden der gesunden Ernährung wesentliche Grundlagen über Nahrungsmittel, den gesunden Stoffwechsel, wie die Verdauung genau funktioniert und in welchem Zusammenhang der Stoffwechsel in Sachen Übergewicht und den damit assoziierten Erkrankungen steht. Denn wer gut Bescheid weiß, kann in puncto Ernährung ganz aktiv etwas für die eigene Gesundheit tun! Vergessen Sie Abspeckpillen oder Crash-Diäten. Setzen Sie mit Metabolic Balance besser langfristig auf eine Ernährungsweise, die individuell auf Sie abgestimmt ist, und lernen Sie wieder, auf Ihre eigenen Körpersignale zu hören. So stellen Sie für die Zukunft die richtigen Weichen für ein optimales Gewichtsmanagement und mehr Vitalität und Lebensfreude! Dr. med. Wolf Funfack
10 10 Metabolic Balance das Original Metabolic Balance das Original Oft kopiert, nie erreicht, so könnte man das Metabolic-Balance -Stoffwechselprogramm umschreiben, wenn man sich in den Dschungel undurchsichtiger Ernährungs- oder Diätprogramme begibt. Und dass die Original Metabolic- Balance -Methode gut funktioniert, dafür stehen inzwischen über Menschen, die erfolgreich an der Stoffwechselumstellung teilgenommen haben. Hinter dem Metabolic-Balance -Stoffwechselprogramm steht nicht wie oft angenommen wird ein dubioses, computergesteuertes Ernährungsprogramm. Metabolic Balance ist vielmehr das Ergebnis meiner langen Forschungsarbeit als Internist und Ernährungsmediziner. Bereits 1975 schrieb ich meine Doktorarbeit über das»übergewicht bei Säuglingen«. Als junger Arzt lag mein Tätigkeitsschwerpunkt aber zunächst noch auf der Arbeit in der Intensivstation in einem Krankenhaus: Hier versorgte ich Akutpatienten mit Beatmungsmaschinen, legte Herzschrittmacher und kämpfte damit sozusagen an vorders ter Front für das Wohl der Patienten. Damals zählte dieses Tätigkeitsumfeld für mich zum eigentlichen Bereich der Medizin. Wenn Kollegen damals Patienten eine Diät als Therapie empfohlen hatten, dachte ich zu jener Zeit noch, dass dies mit der eigentlichen Medizin wohl recht wenig zu tun hätte. Heute weiß ich, dass ein Großteil dieser damaligen Patienten vermutlich nicht auf der Intensivstation gelandet wäre, hätte er sich richtig ernährt. Aus der Praxis Neuer Denkansatz Seit 1983 arbeite ich als niedergelassener Internist in eigener Praxis. Die Kernpunkte meiner medizinischen Arbeit waren fortan stoffwechselbedingte Erkrankungen und deren Zusammenhang mit der Ernährung. Ich forschte jahrzehntelang, bis ich zu der Erkenntnis gelangte, dass Übergewicht in Zusammenhang mit den hormonproduzierenden Körperdrüsen stehen musste. Erst die Abkehr von gewohnten Denkweisen eröffnete mir den weiten Blick auf die ganzheitliche Regulation aller Hormone im
11 Für ein gesundes Leben 11 menschlichen Körper:»Es gilt zunächst, die innere Chemie des Körpers durch die richtige Ernährung wieder in Einklang zu bringen«, so meine grundlegende Erkenntnis. Im Jahr 2001 gründete ich dann gemeinsam mit Silvia Bürkle, Dipl.-Ing. für Ernährungstechnik in den Bereichen Ernährungsphysiologie und Diätetik, das ernährungsmedizinische Konzept zu Metabolic Balance. Konkrete Hilfestellung Der Vorteil für Sie, verehrte Leser: Mit dem auf Ihrer Blutanalyse basierenden, individuellen Ernährungsplan in Kombination mit den Ernährungsregeln nach der Metabolic-Balance - Methode versorgen Sie Ihren Körper mit all den Grundnährstoffen, die individuell für Ihren ausgewogenen Stoffwechsel erforderlich sind. Vertrauen Sie daher auf das Original, zumal Metabolic Balance inzwischen sogar eine neutrale medizinische Studie beauftragt hat, um die Wirksamkeit zu untersuchen. Die positiven Studienergebnisse werden bald für Furore sorgen. Jede Person ein Individuum Jeder Mensch is(s)t anders nicht nur in seinem Aussehen und seiner genetischen Veranlagung, sondern auch in seinen Ernährungsbedürfnissen. Das haben unzählige fehlgeschlagene Diäten bisher bewiesen. Es kann keine Diät geben, die für alle gültig ist! Denn der Stoffwechsel jedes Einzelnen bestimmt das Ernährungsprogramm, das folglich nur individuell sein kann. Deswegen ist das original Metabolic-Balance - Programm nach Dr. Funfack in seiner Bedeutung und Wirkung für die Gesundheit jedes Einzelnen nicht hoch genug einzuschätzen. Freilich erfordern die Ernährungsregeln am Anfang ein wenig Disziplin, die jeder aufbringen muss. Doch einmal probiert, ist Metabolic Balance der Schlüssel für mehr Wohlbefinden, Vitalität und Lebensqualität. Diese Erfahrung konnten Tausende und Abertausende Anwender bisher machen. Und möchten sie nicht mehr missen. Es gibt kein Kalorienzählen, kein Hungern und keinen Jojo-Effekt mehr. Jeder wird mit Genuss satt, ohne etwas entbehren zu müssen. Jeder kann so sein Wunschgewicht erreichen und halten. Und jeder kann mit dem original Metabolic-Balance -Programm Pluspunkte auf seinem Gesundheitskonto sammeln. Viele sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus, Arthrose, Rheuma, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Beschwerden lassen sich mit dieser Ernährungsform verbessern. Als Lebensaufgabe gedacht Wie bedeutungsvoll das original Metabolic Balance nach Dr. Funfack ist, erkennt man auch daran, dass es mittlerweile verschiedene Hotels, Apotheken und renommierte Fitnessinstitute in Deutschland gibt, die die Metabolic-Balance - Methode in ihr Programm mitaufgenommen haben. Metabolic Balance ist sozusagen ein Programm fürs Leben. Wer lange und gut leben will, sollte es unbedingt ausprobieren.
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13 Ernährung wo stehen wir heute? Die Menschen in westlichen Industrieländern werden immer dicker. Falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind meist die Ursache.
14 14 Ernährung wo stehen wir heute? Von der Evolution zur»devolution«es liegt auch an den in den menschlichen Genen gespeicherten Informationen, dass die Menschen heutzutage zunehmend an Übergewicht leiden. Denn eigentlich sind wir noch auf den Umgang mit der in der Steinzeit üblichen Nahrung gepolt. Da sich unsere Ernährung jedoch in wenigen Tausend Jahren sehr schnell geändert hat, konnten sich unsere Gene nicht an diese neuen Umstände anpassen. Kann es sein, dass sich im modernen Menschen ein Homo sapiens aus der Steinzeit verbirgt? Dass die Technologie- und Dienstleistungsgesellschaft den heutigen Büromenschen in ein Ernährungskorsett zwängt, dem die Gene entgegenstehen? Früher immer in Bewegung Die Evolution hat den Menschen seit jeher darauf geeicht, dass er sich bewegen muss, um an seine Nahrung zu kommen. Täglich 20 bis 30 Kilometer waren die steinzeitlichen Jäger und Sammler dafür zu Fuß unterwegs, was reichlich Energie kostete. Durch entsprechendes Essen vor allem Fleisch, Fisch und wenig Früchte, Wurzeln, Gemüse und Pilze füllten die Urzeitmenschen ihre Reserven wieder auf. Die Nahrung setzte sich also vor allem aus Eiweiß und Fett zusammen und stammte nur zu rund einem Fünftel aus Kohlenhydraten. Die Kohlenhydrate, die als Zucker verstoffwechselt werden, waren damals aber besonders wertvoll, da sie sehr viel Energie lieferten. Im Körper des Steinzeitmenschen wurden sie daher besonders sorgfältig gespeichert. Darauf konnte er dann zurückgreifen, wenn aufgrund eines knapperen Nahrungsangebots, etwa im Winter, längere Fastenperioden angesagt waren. Dieses an sich sehr schlaue Programm Knochenfunde belegen, dass die steinzeitlichen Jäger und Sammler recht gesund waren fährt der menschliche Körper auch heute noch. Doch: Vor bis Jahren entwicklungsgeschichtlich gesehen erst vor sehr kurzer Zeit gab der Mensch sein Nomadenleben auf, wurde sesshaft, wandte sich dem Ackerbau zu. Er nahm jetzt wesentlich mehr Kohlenhydrate zu sich, was noch keine allzu großen Nebenwirkungen zeigte, da in der Landwirtschaft schwere körperliche Arbeit die Muskeln beanspruchte. Das hat sich allerdings in den letzten 50 bis 100 Jahren wiederum drastisch geändert: Die Menschen der»sitzenden Bürogesellschaft«bewe-
15 Global betrachtet 15 gen sich im Durchschnitt nur 600 Schritte am Tag statt der empfohlenen 3000: Meist geht es nur vom Bett ein paar Schritte ins Bad, zum Frühstückstisch, ins Auto oder zu Bus und Bahn und dann ins Büro, wo oft acht Stunden sitzende Tätigkeit verrichtet wird. Abends wird dieser Weg zurück angetreten, manch einer geht vielleicht noch mit dem Hund spazieren oder in den Sportverein. Dennoch der Steinzeitmensch hat sich etwa 98 Prozent mehr bewegt, als die Menschen das heute tun. Und: Sie ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten (Brot, Pasta oder Mehlspeisen) eine Ernährungsweise, die die Gene dazu veranlassen, die uralten Signale an den Körper zu übermitteln: Er soll mit Einlagerung und Speicherung für»schlechte Zeiten«reagieren auf die moderne Lebensweise ist er scheinbar noch nicht eingestellt. Fazit: Der Stoffwechsel und die Verdauung ticken noch immer nach der Steinzeituhr. Aus Sicht der Evolution hat der Mensch immerhin 99,5 Prozent seiner Zeit als Jäger, Sammler und Fischer verbracht und nur etwa 0,5 Prozent als Ackerbauer. Die heutige Ernährungsweise macht nur einen Zeitrahmen von 0,005 Prozent aus. Genforscher errechneten, dass es bis zu Jahre dauern dürfte, bis die Evolution das Steinzeit-Stoffwechselprogramm an die modernen Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten angepasst hat. Bisher hat sie auf den Mix aus wenig Bewegung bei gleichzeitiger Zufuhr von enorm viel Energie nur eine Antwort gefunden: Übergewicht. Doch wie kann der moderne Mensch dem entgegensteuern? Pauschal mit einer fleischreichen und kohlenhydratarmen Steinzeit-Diät für alle? Sicher nicht. Wichtig ist eine dauerhafte Umstellung auf eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise, wie sie von Metabolic Balance empfohlen wird. In Kombination mit angemessener Bewegung kann so vielen der bekannten Zivilisationskrankheiten vorgebeugt werden. Der Mensch muss aufpassen, um sich nicht vom aufrecht Gehenden zurück zum gebeugt Kauernden zu entwickeln.
16 16 Ernährung wo stehen wir heute? Der Body-Mass-Index als Indikator Übergewicht ist ein ernst zu nehmendes Phänomen, das weitreichende Auswirkungen hat. Das fängt bei jedem Einzelnen an der sich zunächst schlechter bewegen kann und träge wird, später an Beeinträchtigung wichtiger Organfunktionen leidet und nachfolgend chronisch krank ist und mündet in gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Fakten. Es gibt verschiedene Messgrößen, die zur Erfassung des Körpergewichtes dienen. Manche haben sich im Laufe der Zeit an den Praxisalltag angepasst. So wurde jahrelang der sogenannte Broca-Index zur Messung des Übergewichts herangezogen. Beim Broca- Index wird von der Körpergröße 100 abgezogen und vom Ergebnis bei Männern 10 Prozent und bei Frauen 15 Prozent subtrahiert. Dies bedeutet, ein Mann, der 1,80 Meter groß ist ( = 80 Kilogramm, davon 10 Prozent abgezogen), sollte ein Idealgewicht von 72 Kilogramm, eine gleichgroße Frau ein Idealgewicht von 68 Kilogramm haben. Doch dies ist im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahrzehnten kaum noch erreicht worden. So hat man einen neuen Wert zur Messung des Übergewichts eingeführt, nämlich den Body-Mass-Index, bei dem die Körpergröße im Quadrat mit in die Berechnung eingeht. Es wird also das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern im Quadrat geteilt: BMI = Körpergewicht in kg (Körpergröße in Meter) 2 Ein Mensch, der 100 Kilogramm wiegt und 2 Meter groß ist, hat also einen BMI von 25! Entsprechend hat ein anderer Mensch, der ebenso 100 Kilogramm wiegt, aber nur 179 groß ist, einen BMI von 31,2. Hier spricht man schon nicht mehr von einer»dicken«person, sondern von einer fettleibigen, die ernste gesundheitliche Probleme hat. Adipös Adipositas Ab einem BMI von 30 bezeichnet man die entsprechenden Menschen als»adipös«, da dieses behandlungsbedürftige Übergewicht auch»adipositas«genannt wird. Ähnliche Begriffe sind»fettleibigkeit«oder das im englischen Sprachraum übliche»obesity«. Die Vermehrung des Körperfettgewebes betrifft dabei vor allem den Bauch und die Taille.
17 Einteilung nach WHO 17 Körpergewicht, BMI und Krankheitsrisiko Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Klassifikation BMI Krankheitsrisiko Untergewicht weniger als 18,5 erhöht Normalgewicht 18,5 bis 24,9 durchschnittlich Übergewicht 25 bis 29,9 erhöht Adipositas Grad I 30 bis 34,9 hoch Adipositas Grad II 35 bis 39,9 sehr hoch Adipositas Grad III mehr als 40 extrem hoch Der BMI gibt Auskunft Es besteht ein Zusammenhang zwischen einem hohen BMI und der Wahrscheinlichkeit, früher zu sterben, bevor man die statistische Lebenserwartung erreicht hat. Diese Todeswahrscheinlichkeit liegt bei Männern zur Zeit (2010) bei etwa 78 Jahren und bei Frauen bei 82 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit eines früheren Todes ist am geringsten, wenn der BMI unter 25 liegt, und verdoppelt sich bei einem BMI über 30! Einstufung nach WHO Doch lange bevor der Tod eintritt, gibt der BMI Aufschluss über das mit ihm verbundene Krankheitsrisiko, wie eine Tabelle von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt (siehe oben). Demnach unterscheidet man das Körpergewicht in sechs Klassen, von Untergewicht bis zu schwerwiegendem Übergewicht (Adipositas Grad III) und definiert dabei das Risiko, schwerwiegend zu erkranken. Zeitbezogene Entwicklung 1960 lag der Mittelwert für den BMI in den Industrieländern bei 21, im Jahre 2000 war dieser Wert auf 26 angestiegen und nach Berechnungen der WHO wird im Jahre 2040 die Hälfte der Bevölkerung einen BMI von 30 haben (siehe Seite 18). Jeder Zweite ist dann nicht nur übergewichtig, sondern bereits fettsüchtig! Deutschland im Vergleich Die aktuelle Studie der International Association for the Study of Obesity (IASO) vom April 2007 zeigt: In Sachen Übergewicht ist Deutschland Europameister. 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen bringen zu viel Gewicht auf die Waage, sind übergewichtig mit einem Body-Mass-Index von über 25! Der Ernährungsbericht 2008 der DGE spricht von über 60 Prozent der Gesamtbevölkerung, was bei einer Einwohnerzahl von 80 Millionen Bundesbürgern bedeutet, dass 48 Millionen zu dick sind.
18 18 Ernährung wo stehen wir heute? Die Schwangerschaft stellt Weichen Diese erschreckende Entwicklung beginnt bereits bei den Neugeborenen: In den 12 Jahren von 1985 bis 1997 hat das Geburtsgewicht der Säuglinge in der Bundesrepublik Deutschland um 151 Gramm zugenommen. In den»neuen Bundesländern«vor der»wende«in 20 Jahren lediglich um 40 Gramm! Das hat sicher nichts mit den Genen zu tun, wenn man weiter weiß, dass die deutschen Frauen heutzutage 2 Kilogramm mehr während der Schwangerschaft zunehmen als noch vor 20 Jahren. An erster Stelle ist hier die Ernährungsweise der Schwangeren zu nennen. Je mehr eine Frau in der Schwangerschaft zunimmt, desto höher ist der Körperfettanteil ihres Babys. Bei übergewichtigen Frauen (BMI >25) ist das Risiko für die Geburt eines»riesenbabys«(geburtsgewicht über 4000 oder 4500 Gramm) mehr als verdoppelt. Bei adipösen Frauen (BMI >30) ist das Risiko mehr als verdreifacht! Damit geben diese Frauen ihren Kindern eine schwere Last mit auf den Weg, denn einmal angelegte und in den ersten Jahren gut gefütterte Fettzellen verlangen ein Leben lang danach, gefüllt zu werden. Der BMI legt zu! Vergleich des mittleren Body-Mass-Index der Bevölkerung in den Industrieländern in den Jahren 1960 und 2000 mit einem Ausblick auf das Jahr Der mittlere Body-Mass- Index der Bevölkerung in den Industrieländern zeigt, dass die Menschen immer dicker werden. Lag der mittlere BMI im Jahr 1960 noch bei 21, prognostiziert die WHO, dass 2040 die Hälfte aller Menschen einen BMI von 30 haben werden. Anteil der Bevölkerung (in Prozent) untergewichtig normalgewichtig übergewichtig adipös stark adipös um 1960 Median 21 kg/m Median 26 kg/m Median 30 kg/m BMI (kg /m 2 ) Quelle: Müller, Manfred et al.: Prävention und Therapie von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter. Deutsches Ärzteblatt 2006; 103(6).
19 Übergewicht weltweit 19 Übergewicht in Europa Anteil in Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit einem BMI von 25. Stand: April 2007 Männer Frauen Deutschland 75,4 1 Deutschland 58,9 Tschechien 73,2 2 Großbritannien 58,5 Griechenland 73,0 3 Zypern 58,0 Zypern 72,6 4 Tschechien 57,6 Malta 69,4 5 Österreich 53,2 Großbritannien 66,6 7 Malta 51,2 Österreich 65,6 12 Spanien 48,0 Spanien 58,4 13 Polen 47,6 Polen 56,4 15 Griechenland 46,0 Niederlande 53,9 21 Niederlande 38,6 Italien 51,4 24 Frankreich 36,3 Frankreich 47,4 25 Italien 34,5 Quelle: SZ-Graphik; International Association for the Study of Obesity Nach einer Studie der Internationalen Vereinigung zur Erforschung der Fettleibigkeit sind drei Viertel der erwachsenen Männer und mehr als die Hälfte der erwachsenen Frauen in Deutschland übergewichtig oder fettleibig. Diäten sind keine Hilfe Das Dilemma ist groß, denn bis heute liegen noch keinerlei einheitliche Empfehlungen für eine gesunde Ernährung vor, die durch wissenschaftliche Studien ihre Richtigkeit beweisen. Solche Studien sind zugegebenermaßen nahezu unmöglich und nur mit großem Aufwand durchzuführen. Aber gerade in den Bereichen der Medizin, bei denen klare Fakten fehlen, tummeln sich Tausende von Therapieprogrammen, von denen jedes den Anspruch auf Richtigkeit erhebt, auch wenn sie sich teilweise sogar erheblich widersprechen. Dies gilt in besonderem Maß für die Unzahl an Diätprogrammen. Sie haben fast die Ausmaße von Religionskriegen erreicht, wenn die einen die Kohlenhydrate, andere die Fette in der Ernährung verurteilen, Kalorien auf weniger als die Hälfte reduzieren, Punkte vergeben, die zu zählen sind, unzählige Allergien gegen Nahrungsmittel feststellen, die dann ganz auf dem Speiseplan vermieden werden müssen, die Menschen nach Blutgruppen oder anderen Systemen in verschiedene Ernährungstypen einteilen oder die Mahlzeiten gleich durch Pillen oder Pulver ersetzen! Hier setzt Metabolic Balance an und bietet eine Alternative: Ein Stoffwechselprogramm, das den Körper wieder in sein natürliches Gleichgewicht bringt. Und zwar unter Berücksichtigung der ganz persönlichen Gegebenheiten. Deshalb steht am Anfang dieses Stoffwechselprogramms eine ausführliche Bestandsaufnahme des einzelnen Teilnehmers.
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21 Was ist Metabolic Balance? Ein ganzheitliches Programm, um Stoffwechselstörungen eines jeden Teilnehmers auszugleichen. Eine naturgerechte Insulinausschüttung ist das Ziel.
22 22 Was ist Metabolic Balance? Einzigartige Stoffwechselkur Der Name Metabolic Balance leitet sich sowohl von Metabolismus (= unser gesamtes Stoffwechselgeschehen) als auch von Balance (= Gleichgewicht) ab. Durch eine Ernährungsumstellung und einfache Regeln zur Nahrungsaufnahme wird eine naturgerechte Insulinausschüttung gefördert, über die der Hormonhaushalt gestärkt und der Stoffwechsel ins Gleichgewicht gebracht wird. Wir von Metabolic Balance haben eine klare Vision. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass eine natürliche Ernährung ein essenzieller Baustein für eine gesunde Ernährung ist: Ein ausgewogener, natürlicher Stoffwechsel ist die Basis für den harmonischen Ablauf aller Körperfunktionen. Damit sind wichtige Voraussetzungen für körperliche Gesundheit und seelisch-geistige Zufriedenheit, Lebensfreude sowie für eine bewusste Lebensführung geschaffen, innere Signale können wieder besser wahrgenommen werden. Dies ermöglicht, mehr Selbstverantwortung zu übernehmen und die persönliche Entwicklung zu fördern. Wir wollen einen Beitrag leisten zur persönlichen ganzheitlichen Entwicklung des Einzelnen, in der Familie und in letzter Konsequenz auch in der gesamten Gesellschaft. Wir richten all unser Tun darauf aus, dass die Kenntnisse über eine gesunde Ernährung und ihr Zusammenhang mit dem Gleichgewicht des Stoffwechsels weltweit bekannt und ernst genommen werden. Hierfür stellen wir geeignete, leicht anwendbare Mittel bzw. Systeme zur Verfügung, die einfach und individuell in der Anwendung sowie ganzheitlich und nachhaltig wirksam sind. Unserer gesellschaftlichen Verantwortung wollen wir dadurch gerecht werden, dass wir uns mit unserer Arbeit neben dem gesundheitlichen Aspekt auch weitreichenden ökologischen und ökonomischen Nutzen bringen. Den Hormonhaushalt stärken Metabolic Balance geht dabei von zwei grundlegenden Annahmen aus: 1. Jeder Mensch ist in der Lage, alle Hormone und Enzyme, die für einen ausgeglichenen Stoffwechsel erforderlich sind, selbst herzustellen, wenn ihm die dazu notwendigen Bau-
23 Ein Ausweg aus der Krise 23 stoffe über die Ernährung zugeführt werden. Aus diesen Bausteinen und auf ganz bestimmten Stoffwechselwegen (wie sie in jedem Lehrbuch der Biochemie genau beschrieben sind) baut unser Körper Hormone wie Adrenalin, Insulin oder Geschlechtshormone auf. 2. Jeder Mensch mit einem ausgeglichenen Stoffwechsel ist in der Lage, über seine inneren Signale (Appetit oder Abneigung) die Nahrungsmittel auszusuchen, die diese erforderlichen Baustoffe enthalten. Diese Fähigkeit, die Kinder und Schwangere noch besitzen, ein natürliches Verlangen nach den Nahrungsmitteln zu entwickeln, die der Körper jetzt gerade benötigt, ist uns Erwachsenen durch falsche Ernährung verloren gegangen. Oder glauben Sie, dass die Berge von Lebensmitteln im Einkaufswagen an der Kasse im Supermarkt tatsächlich genau die Nährstoffe enthalten, die unser Körper momentan braucht? uns Köstlichkeiten als auf der Zunge zergehend wahrnehmen lässt. Verführungen, die uns keinerlei Chancen lassen, der Versuchung zu widerstehen. Selbst der Gehörsinn verführt uns noch weiterhin, wenn wir leckere Würstel in der Pfanne brutzeln hören oder wenn wir hören, wie wir ein knackiges Brötchen in unserem Mund zerbeißen. Wir lassen uns täuschen Und noch viel schlimmer ist die Irreführung durch viele Produkte, die uns anhand von Geschmacks- und Aromastoffen Appetit auf ein Nahrungsmittel suggerieren, dessen Inhalts- Zuviel ist zu viel Doch in unserem Schlaraffenland, in dem es alles gibt und kein Mangel herrscht, lassen wir uns nur allzu gerne von dem täglichen Überangebot an Delikatessen, Süßwaren und Fast- Food-Produkten verführen. Dadurch haben wir verlernt, auf die Signale unseres Körpers zu hören. Wir entscheiden dann mehr nach unserem Verstand oder lassen uns durch einen unserer Sinne verführen: sowohl durch den Gesichtssinn, also die Augen, mit denen wir köstliche Speisen sehen, als auch den Geruchssinn, dank dem wir über die Nase feinste Aromen aufnehmen, und den Geschmackssinn, der Ernährung fängt im Supermarkt an. Kritisch auswählen und nur das kaufen, was einem guttut.
24 UNVERKÄUFLICHE LESEPROBE Wolf Funfack Metabolic Balance - Das Stoffwechselprogramm Das Standardwerk zur individuellen Stoffwechselumstellung ebook ISBN: Südwest Erscheinungstermin: Oktober 2010 Die Stoffwechselbibel vom metabolic-balance -Erfinder Das Metabolic-Balance -Stoffwechselprogramm als gesunde Ernährungsweise hat sich längst bewährt und etabliert. Jetzt erscheint das Bestsellerthema des Erfolgsautors Dr. med. Wolf Funfack als umfassendes Grundlagenwerk zu Metabolic Balance. Es enthält detailliertes, gut verständliches Hintergrundwissen zu den Themen Ernährung, Verdauung und Gesundheit und viele praktische Ideen, die bei der Ernährungsumstellung helfen. Erstmals beschreibt Dr. med. Wolf Funfack die positiven und nachhaltigen Wirkungen, die Metabolic Balance bei Erkrankungen wie erhöhte Blutfettwerte, Rheuma, Gicht, Allergien und vor allem auch bei Diabetes mellitus hat. Er weist auch auf die bemerkenswerten Erfolge bei übergewichtigen und hyperaktiven Kindern hin.
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