Coaching 1 Grundlagen
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- Leopold Michel
- vor 9 Jahren
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1 Coaching 1 Grundlagen
2 Coaching Als Coach deines neuen Teams gibt es sehr viele Aufgaben Doch bevor es losgeht, musst du dir im Klaren sein, was du mit deiner Tätigkeit überhaupt bewirken möchtest. Was sind die Zielbereiche des Coachings? Wie funktioniert effektives Coaching? 2
3 Zielbereiche des Coachings erregt ruhig? gespannt entspannt? teambewusst? selbstbezogen? zielbewusst? Motivation Emotionaler Zustand Spieler/in offensiv defensiv? kontrolliert emotional? Einstellung Selbstvertrauen Technik Taktik Mental unsicher? ängstlich? stabil? Handlung 3
4 Effektives Coaching 6-Säulen-Modell von Lothar Linz Emotionen Beziehung Zeit Coaching Struktur Sprache Inhalt Grundfrage: Wann und wie sage ich wem was? 4
5 Beziehung Jede Botschaft beinhaltet eine Aussage über die Beziehung (Sender-Empfänger-Modell) Hinter dem Team stehen Klare Grenzen aufzeigen Fehler nicht mit Liebesentzug bestrafen Kritik und Strafen sind auf das Verhalten und die Sache zu beziehen 5
6 Inhalt Der Inhalt sollte für den Zuhörer interessant und relevant sein: Aufmerksamkeit erzeugen Handlungsorientiert mit möglichst konkreten und praxisnahen Anleitungen coachen: Geh früher in den Slot! Zum Mitdenken anregen: Art und Weise des Fragens; Lösungsorientierung Weniger ist oftmals mehr= 6
7 Struktur Klar kommunizieren, worüber Sie sprechen Jetzt komme ich zum Defensiv-Verhalten Wesentliches hervorheben Das ist mir besonders wichtig Am Ende kurzes Fazit ziehen Denken und Sprechen organisieren und schriftlich Vorbereitung der Ansprachen: - Strukturierung des Denkens -Denken ist das Ordnen des Tuns 7
8 Sprache Nicht nur das was, sondern auch das wiekann matchentscheidend sein Einfache Sprache, da ich ja von den Spielern verstanden werden will! Verengung der Wahrnehmung unter Stress berücksichtigen: SEH-Modell (sehen, entscheiden, handeln) Positive Sprache:.und nicht wieder 15 Tore kassieren versus im Slot blocken wir wie eine Wand 8
9 Zeit In der Kürze liegt die Würze! Pausenbesprechung nutzen Timeout einsetzen Zeitpunkt des Debriefings planen Rhetorikmerksatz: Du kannst über alles sprechen, nur nicht länger als 45 Minuten 9
10 Emotionen Spieler inspirieren (neue) Kräfte wecken Sachinfo mit Emotionsgehalt verknüpfen Lassen die Spieler spüren, was Ihnen am heutigen Sieg liegt 10
11 Aufgaben Die Aufgaben des Coachs beginnen schon viel vor dem Spiel und Enden lange danach Doch was ist zu tun? Vorbereitung und Organisation Vor dem Spieltag Kurz vor dem Spiel Während dem Spiel In der Pause -Unterbrüche-Time Out Nach dem Spiel 11
12 Vor dem Spieltag Administratives (Halle, Abfahrt, Schiedsrichter, Tenuefarbe usw.) Verpflegung Infos zum Gegner (evtl. schriftlich, evtl. Video) Taktik festlegen (System off, def) Aufstellung bekannt geben (Position Reserve) Specialteams (PP, BP, Standardsituationen) Positives Klima schaffen Ziele definieren (einfache Schlagworte) 12
13 Time-Plan Beispiel für den zeitlichen Ablauf eines Spiels Ankunft Umziehen Einspiel-Shirt - 90 Match Besprechung Kabine - 70 Warm-Up (draussen) Pulli - 45 individuelle Vorbereitung - 30 Einspielen Halle Einspiel-Shirt - 10 Kurzbesprechung Kabine Match-Trikot - 0 Spiel Erstelle einen möglichst detaillierten Time-Plan für dein Team! 13
14 Kurz vor dem Spiel Ritual (allen bekannt, flexibel) Individuelle Spieler-Vorbereitung Team-Vorbereitung (Kurz! Repetition wichtiger Punkte; Zielsetzung) Einlaufen & Einspielen (Konzentration; Aufgaben repetieren) Letzte Minuten vor Spielbeginn (Vor-Startzustand steuern, Zusammenhalt/Teamgeist) Sicherheit vermitteln! 14
15 Während dem Spiel Infos: Wann? welche Art? Anweisungen & Aufgaben motivierend, aufbauend, konkret, klar, kurz, einfach, loben, aufmuntern, bestärken, anerkennen Coach ist Vorbild: Ruhe & Zuversicht ausstrahlen; SR & gegnerische Provokationen lassen ihn kalt Coach setzt sein Team nicht unter Druck, vor allem bei Verunsicherung der Spieler Der Coach analysiert fortlaufend das Spielgeschehen Coach ist vor allem dann wichtig, wenn es dem Team nicht läuft Der Coach gibt nie auf! Nicht auf Besserung hoffen, sondern handeln! 15
16 Unterstützende Massnahmen Unterstützung durch Information Botschaften an den Verstand Ratschläge, Taktische Hinweise, Rollen, Aufgaben= Beurteilende Unterstützung Der Trainer beurteilt das Verhalten und die Leistung Korrigieren, tadeln, loben, bewerten= Soziale Unterstützung Anhören von Sorgen und Ängste Ermutigen, auf Ratschläge eingehen, Selbstvertrauen= Emotionale Unterstützung Kann beruhigend oder aktivierend wirken. Körpersprache, Mimik, Gestik, Kommunikation= 16
17 Während dem Spiel In Führung: anspornen, motivieren, unterstützen technische & taktische Hinweise geben Spieler ertragen eher Kritik Überheblichkeit verhindern In Rückstand: antreiben, motivieren, Kräfte mobilisieren Schwachstellen des Gegners aufzeigen Vertrauen ausdrücken das Bestmögliche vom Einzelnen fordern 17
18 In der Pause Physische & psychische Erholung Statistik beachten, personelle Umstellung planen Spieler werden informiert wie im nächsten Abschnitt gespielt werden soll (knapp& klar; 3-Punkteregel) : Veränderungen, Anpassungen, Umstellungen positive Wendungen / Negativspirale unterbrechen Zielsetzung wird bestätigt oder angepasst das Team soll mit einem realistischen Ziel und dem Wissen, wie dieses zu erreichen ist, sowie mit einer intakten Kampfmoral aus der Pause kommen. Weniger kann mehr sein! 18
19 Beispiel Halbzeitbesprechung (nach 6-Säulen-Modell) Faktoren des 6-Säulen-Modells Beziehung Sprache Struktur Inhalt Zeit Emotionen Beschreibung Ihr seid OK. Ich unterstütze euch! Positiv, kurz, präzis Maximal 3 Punkte sachlich, Kerninhalte betonen Konkrete, spielbezogene Handlungsanweisungen 2-3 Minuten warten, 5 min Information, 2 min Einstimmung Zuerst sich selbst und die Spieler beruhigen, zum Abschluss emotional coachen 19
20 Time-Out rasch organisieren (trainieren!) Der Coach spricht erst, wenn alle Spieler anwesend sind Kurze & klare Informationen keine Diskussionen zulassen ruhige, anspornende Sprache keine Hektik Inhalte zielgerichtet & aufgabenorientiert keine Fehlerauflistung: Lösungen anbieten Knapp und zielgerichtet! 20
21 Kurz nach dem Spiel Der Coach identifiziert sich sowohl bei Sieg wie auch bei Niederlage mit dem Team Je nach Spielausgang: Lob / Gratulation bzw. aufmuntern, zuhören - wenn nötig Einzelgespräche führen Der Coach vertritt das Team nach Aussen (Zuschauer, Vorstand, Medien,...) Realistische, objektive Spielanalyse und Beurteilung; nüchtern & sachlich zurückhaltend mit Lob & Kritik umgehen 21
22 Analyse Sachliche Spielanalyse (Video, Statistiken, Assistenztrainer...) Einschätzung der Spieler Auch eigenes Coaching analysieren Schlüsse aus dem Spiel ziehen (für Training und Spiel) Aus Fehlern lernen Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! 22
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