Hauptstadtkongress 2016

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1 Hauptstadtkongress 2016 Der Rehapatient als Gast? Prof. Dr. Andrea E. Raab Krankenhaus Klinik Rehabilitation 2016 Marketing und Vertrieb: Alles anders in der Rehabilitation , Uhr Uhr

2 Befragung im Rahmen der wissenschaftlichen Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt 1 Forschungsfrage und Forschungsplan? 2 Grundgesamtheit: Kurgäste/Rehapatienten eines Heilbades in (Nord)Bayern Erhebungszeitraum: März bis Mai 2016 Untersuchungsinstrument: Schriftlicher (hochstandardisierter)fragebogen Forschungsplan Stichprobe: 289 Personen (Rehapatienten 2, sonstige Kurgäste [Aufenthalt in Hotel, Pension, Ferienwohnung, Wohnmobil und Thermengäste]) Forschungsfrage: Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Rehapatienten und anderen Gästen eines Kurortes in Bezug auf Nutzung von medizinischen und nicht-medizinischen Angeboten, Informationsverhalten...? 1 Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt mit vier ausgewählten nordbayerischen Kurorten und ihren Leistungsträgern 2 von Rehakliniken unterschiedlicher Indikationen

3 Abgefragtes Szenario 1 Stellen Sie sich bitte vor, Sie planen, Ihre nächste Gesundheitsreise im Jahr 2017 auch wieder in Bad ABC zu verbringen. Für die Reisevorbereitung orientieren Sie sich bitte an der nachfolgenden Checkliste. Bitte nehmen Sie zudem an, dass diese Gesundheitsreise von Ihnen hauptsächlich privat finanziert sein soll. Dies soll nicht ausschließen, dass dabei gewisse Leistungen auch von ihrer Krankenkasse erstattet werden. 1 Quelle: Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt mit vier ausgewählten nordbayerischen Kurorten und ihren Leistungsträgern 3

4 Welche Gesundheits- und/oder Wellness-Angebote möchten Sie in Anspruch nehmen? 1 Gesundheitscoaching* Entspannungskurse* Bewegungskurse* Kurse für gesunde Ernährung* Packungen* Kosmetische Behandlungen* Sauna Massagen (Heil-/Thermal-) Bäder Sonstige Kurgäste (n=200) Rehapatienten (n=75) Gesamt (n=275) Keine 4,5% 4,0% 4,4% 3,0% 3,0% 6,2% 6,9% 11,0% 10,7% 14,7% 14,0% 18,0% 17,3% 17,8% 20,0% 22,9% 25,5% 28,0% 27,5% Im Vergleich zur Gruppe Sonstige Kurgäste würden Rehapatienten häufiger Gesundheitsangebote (z.b. Entspannungskurse, Bewegungskurse, Gesundheitscoaching) aber auch weniger Wellness-Angebote (z.b. Kosmetische Behandlungen) in Anspruch nehmen. 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% * Ein Chi-Quadrat-Test wurde durchgeführt, um zu testen, ob sich die Verteilungen der unterschiedlichen Variablen in Bezug auf die beiden Gruppen Rehapatienten und Sonstige Kurgäste (z.b. Gäste mit Aufenthalt im Hotel, Pension, Ferienwohnung, Wohnmobil sowie Thermengäste (zumeist Tagesgäste)) signifikant unterscheiden. Es besteht ein Unterschied zwischen den beiden Gruppen der mit * gekennzeichneten Verteilungen bei einem 5% Signifikanzniveau 4 1 Quelle: Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt mit vier ausgewählten nordbayerischen Kurorten und ihren Leistungsträgern 37,3% 42,5% 45,3% 44,0% 44,5% 60,5% 58,7% 60,0% 65,0% 67,6% 74,7%

5 Wo möchten Sie wohnen? 1 Sonstige Kurgäste (n=199) Rehapatienten (n=67) Gesamt (n=266) Nirgendwo, ich möchte als Tagesgast wiederkommen Wohnmobil/Wohnwagen Ferienwohnung Pension oder Gästehaus 3-Sterne-Hotel 5,0% 7,5% 5,6% 6,0% 5,5% 4,5% 9,4% 10,2% 16,1% 17,9% 16,5% 19,4% 19,6% 15,8% 23,9% Im Vergleich zu der Gruppe der Sonstigen Kurgäste würden Rehapatienten für ihren Aufenthalt signifikant häufiger eine Ferienwohnung, Pension oder ein Gästehaus wählen, während sonstige Kurgäste häufiger ein 4- Sterne Hotel beziehen würden.* 4-Sterne-Hotel 20,9% 36,1% 41,2% 5-Sterne-Hotel 6,5% 6,0% 6,4% 5 0% 10% 20% 30% 40% * Ein Chi-Quadrat-Test wurde durchgeführt, um zu testen, ob sich die Verteilung der Variable Aufenthaltsort in Bezug auf die beiden Gruppen Rehapatienten und Sonstige Kurgäste (z.b. Gäste mit Aufenthalt im Hotel, Pension, Ferienwohnung, Wohnmobil sowie Thermengäste (zumeist Tagesgäste)) signifikant unterscheiden. Es besteht ein Unterschied der Verteilungen bei einem 1% Signifikanzniveau. 1 Quelle: Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt mit vier ausgewählten nordbayerischen Kurorten und ihren Leistungsträgern

6 Schlussfolgerung auf das Angebot von Kern- und Zusatzleistungen Leistungspolitik Rehapatienten sind gesundheitsbewusster als reguläre Gesundheitstouristen und bevorzugen Gesundheitsangebote gegenüber Wellnessangeboten. Nicht-medizinische Leistungen (u.a. Wohnen und Essen) werden von Rehapatienten auch und gerade im Selbstzahlermodus weniger wertgeschätzt als von regulären Gesundheitstouristen. Ehemalige Rehapatienten als mögliche zukünftige Zielgruppe von Rehakliniken für Selbstzahlerleistungen? 6

7 Welche Quellen nutzen Sie generell, um sich über Gesundheit zu informieren? 1 Sonstige Kurgäste (n=197) Rehapatienten (n=79) Gesamt (n=276) Arzt 65,0% 67,0% 72,2% Internet 42,1% 44,6% 50,6% Krankenkasse* 15,7% 21,7% 36,7% Apotheker 21,8% 25,3% 22,8% Fernsehen Soziales Umfeld Printmedien 16,8% 12,7% 15,6% 20,3% 21,7% 22,3% 21,5% 22,1% 25,3% Der Arzt ist die am häufigsten genannte Informationsquelle für beiden Gruppen in Bezug auf Gesundheitsfragen. Gesundheits- Radio Keine 6,6% 10,1% 7,6% 4,6% 8,9% 5,8% 5,1% 1,3% 4,0% Darüber hinaus verwenden Rehapatienten häufiger die Krankenkasse als Informationsquelle*. Sonstige 3,0% 1,3% 2,5% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% * Es besteht ein Unterschied (Chi-Quadrat-Test) bei einem 1% Signifikanzniveau zwischen den Gruppen Rehapatienten und Sonstige Kurgäste (z.b. Gäste mit Aufenthalt im Hotel, Pension, Ferienwohnung, Wohnmobil sowie Thermengäste (zumeist Tagesgäste)). 7 1 Quelle: Heilbäderstudie der Technischen Hochschule Ingolstadt mit vier ausgewählten nordbayerischen Kurorten und ihren Leistungsträgern

8 Schlussfolgerung in Bezug auf Kommunikationskanäle Der niedergelassene Arzt ist für Rehapatienten wie für Gesundheitstouristen die wichtigste Informationsquelle. An zweiter Stelle steht für BEIDE Gruppen das Internet. Ein gut strukturierter, empathischer Internetauftritt wird zunehmend wichtiger. Für Rehapatienten ist die Krankenkasse die drittwichtigste Anlaufstelle. Ein Netzwerk aus neutralen Informationsquellen wird immer bedeutender. 8

9 Ausgangsfragestellung Der Rehapatient als Gast? Nein nicht ohne weiteres, sein Kauf- und Nutzungsverhalten unterscheidet sich signifikant von dem eines Gesundheitstouristen! 9

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