Grundbegriffe der Informatik
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- Götz Biermann
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1 Grundbegriffe der Informatik Einheit 11: Graphen Thomas Worsch Karlsruher Institut für Technologie, Fakultät für Informatik Wintersemester 2010/2011 1/59
2 Graphische Darstellung von Zusammenhängen schon an vielen Stellen Gebilde durch Linien miteinander verbunden, z. B. in dieser Vorlesung in der Vorlesung Programmieren im realen Leben nun allgemein Gegenstand der Betrachtungen 2/59
3 Königsberg, 1652 (heute Kaliningrad) 3/59
4 Königsberg, 1652 (heute Kaliningrad) Leonard Euler (1736): Es gibt keinen Spaziergang, bei dem man über jede Brücke genau einmal geht. 4/59
5 Königsberg, 1652 (heute Kaliningrad) Leonard Euler (1736): Es gibt keinen Spaziergang, bei dem man über jede Brücke genau einmal geht. 4/59
6 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Überblick 5/59
7 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Gerichtete Graphen 6/59
8 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 7/59
9 Gerichteter Graph gerichteter Graph festgelegt durch ein Paar G = (V, E) V nichtleere, endliche Knotenmenge E Kantenmenge; darf leer sein E V V (also auch endlich) üblich: graphische Darstellung, also nicht V = {0, 1, 2, 3, 4, 5} E = {(0, 1), (0, 3), (1, 2), (1, 3), (4, 5), (5, 4)} sondern... Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 8/59
10 Beispielgraph statt V = {0, 1, 2, 3, 4, 5} E = {(0, 1), (0, 3), (1, 2), (1, 3), (4, 5), (5, 4)} lieber oder Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 9/59
11 Beispielgraph statt V = {0, 1, 2, 3, 4, 5} E = {(0, 1), (0, 3), (1, 2), (1, 3), (4, 5), (5, 4)} lieber oder Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 9/59
12 der gleiche Beispielgraph (nur anders hingemalt) Anordnung der Knoten in der Darstellung irrelevant zwei Darstellungen des gleichen Graphen: Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 10/59
13 Beispielgraph 2: ein Baum G = (V, E) mit V = {1} ( 2 i=0 {0, 1}i ) = {1, 10, 11, 100, 101, 110, 111} E = {(w, wx) x {0, 1} w V wx V } = {(1, 10), (1, 11), (10, 100), (10, 101), (11, 110), (11, 111)} graphisch Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 11/59
14 Beispielgraph 3: ein de Bruijn-Graph G = (V, E) mit V = {0, 1} 3 = {000, 001, 010, 011, 100, 101, 110, 111} E = {(xw, wy) x, y {0, 1} w {0, 1} 2 } = {(000, 000),..., (010, 101),... } graphisch Kante der Form (x, x) E heißt Schlinge Graph ohne Schlingen heißt schlingenfrei Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 12/59
15 Teilgraph G = (V, E ) ist ein Teilgraph von G = (V, E), wenn V V E E V V, also Knoten- bzw. Kantenmenge von G muss Teilmenge von Knoten- bzw. Kantenmenge von G sein, und die Endpunkte jeder Kante von E müssen auch zu V gehören. Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 13/59
16 Teilgraph: Beispiel ein Teilgraph des de Bruijn-Graphen von vorhin: Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen 14/59
17 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 15/59
18 Pfade schreibe M (+) für die Menge aller nichtleeren Listen von Elementen aus M. Pfad in einem gerichteten Graphen nichtleere Liste p = (v 0,..., v n ) V (+) von Knoten wobei für alle i Gn gilt: (v i, v i+1 ) E Länge eines Pfades: Anzahl n = p 1 der Kanten (!) Wenn p = (v 0,..., v n ) ein Pfad ist, heißt v n von v 0 aus erreichbar Pfad (v 0,..., v n ) heißt wiederholungsfrei, wenn gilt: Die Knoten v 0,..., v n 1 sind paarweise verschieden und die Knoten v1,..., v n sind paarweise verschieden. v0 und v n dürfen gleich sein Pfad mit v 0 = v n heißt geschlossen oder auch Zyklus ein wiederholungsfreier Zyklus heißt auch einfacher Zyklus Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 16/59
19 Pfade schreibe M (+) für die Menge aller nichtleeren Listen von Elementen aus M. Pfad in einem gerichteten Graphen nichtleere Liste p = (v 0,..., v n ) V (+) von Knoten wobei für alle i Gn gilt: (v i, v i+1 ) E Länge eines Pfades: Anzahl n = p 1 der Kanten (!) Wenn p = (v 0,..., v n ) ein Pfad ist, heißt v n von v 0 aus erreichbar Pfad (v 0,..., v n ) heißt wiederholungsfrei, wenn gilt: Die Knoten v 0,..., v n 1 sind paarweise verschieden und die Knoten v1,..., v n sind paarweise verschieden. v0 und v n dürfen gleich sein Pfad mit v 0 = v n heißt geschlossen oder auch Zyklus ein wiederholungsfreier Zyklus heißt auch einfacher Zyklus Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 16/59
20 Pfade: Beispiele (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 17/59
21 Pfade: Beispiele (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 18/59
22 Pfade: Beispiele (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 19/59
23 Pfade: Beispiele (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 20/59
24 Pfade: Beispiele zweimal (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 21/59
25 Pfade: Beispiele (100) ist Pfad der Länge 0 (100, 001) ist Pfad der Länge 1 (100, 000, 001) ist Pfad der Länge 2 (110, 101, 011, 111, 111, 111) ist Pfad der Länge 5 (011, 110, 101, 011) ist einfacher Zyklus der Länge 3. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 22/59
26 strenger Zusammenhang gerichteter Graph heißt streng zusammenhängend, wenn für jedes Knotenpaar (x, y) V 2 einen Pfad in G von x nach y existiert Beispiel: hier existieren sogar einfache Zyklen, die alle Knoten enthalten Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 23/59
27 strenger Zusammenhang gerichteter Graph heißt streng zusammenhängend, wenn für jedes Knotenpaar (x, y) V 2 einen Pfad in G von x nach y existiert Beispiel: hier existieren sogar einfache Zyklen, die alle Knoten enthalten Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 23/59
28 strenger Zusammenhang gerichteter Graph heißt streng zusammenhängend, wenn für jedes Knotenpaar (x, y) V 2 einen Pfad in G von x nach y existiert Beispiel: hier existieren sogar einfache Zyklen, die alle Knoten enthalten Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 24/59
29 Bäume (gerichteter) Baum ist ein Graph G = (V, E), in dem es einen Knoten r V gibt mit der Eigenschaft: Zu jedem x V gibt es in G genau einen Pfad von r nach x. r heißt die Wurzel des Baumes. gleich: die Wurzel ist immer eindeutig Beispiel: Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 25/59
30 Bäume (gerichteter) Baum ist ein Graph G = (V, E), in dem es einen Knoten r V gibt mit der Eigenschaft: Zu jedem x V gibt es in G genau einen Pfad von r nach x. r heißt die Wurzel des Baumes. gleich: die Wurzel ist immer eindeutig Beispiel: Die Wurzel ist Knoten Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 25/59
31 Eindeutigkeit der Wurzel Lemma. Die Wurzel eines gerichteten Baumes ist eindeutig. Beweis Angenommen, r und r wären verschiedene Wurzeln Dann gäbe es einen Pfad von r nach r, weil r Wurzel ist, und einen Pfad von r nach r, weil r Wurzel ist. Hintereinanderhängen dieser Pfade der Länge > 0 ergäbe Pfad von r nach r, der vom Pfad (r) verschieden wäre. Also wäre der Pfad von r nach r gar nicht eindeutig. Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 26/59
32 Knotengrad Für gerichtete Graphen definiert man: Eingangsgrad eines Knoten y ist d (y) = {x (x, y) E} Ausgangsgrad eines Knoten x ist d + (x) = {y (x, y) E} Grad eines Knotens ist d(x) = d (x) + d + (x) A B C D Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 27/59
33 Bäume: Blätter und innere Knoten bei einem Baum heißen Knoten mit Ausgangsgrad = 0 Blätter Knoten mit Ausgangsgrad > 0 innere Knoten Gerichtete Graphen Pfade und Erreichbarkeit 28/59
34 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 29/59
35 Was ist die Struktur eines Graphen? das, was gleich bleibt, wenn man die Knoten umbenennt Graph G 1 = (V 1, E 1 ) heißt isomorph zu Graph G 2 = (V 2, E 2 ), wenn es eine Bijektion f : V 1 V 2 gibt mit der Eigenschaft: x V 1 : y V 1 : (x, y) E 1 (f (x), f (y)) E 2 f heißt dann auch ein (Graph-)Isomorphismus Beispiel: und A B C D Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 30/59
36 Was ist die Struktur eines Graphen? das, was gleich bleibt, wenn man die Knoten umbenennt Graph G 1 = (V 1, E 1 ) heißt isomorph zu Graph G 2 = (V 2, E 2 ), wenn es eine Bijektion f : V 1 V 2 gibt mit der Eigenschaft: x V 1 : y V 1 : (x, y) E 1 (f (x), f (y)) E 2 f heißt dann auch ein (Graph-)Isomorphismus Beispiel: und A B C D Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 30/59
37 Eigenschaften von Graphisomorphie Wenn G 1 isomorph zu G 2, dann auch G 2 isomorph zu G 1 : f 1 leistet das Gewünschte. Jeder Graph ist isomorph zu sich selbst: wähle f = IV Wenn G 1 isomorph zu G 2 (dank f ) und G 2 isomorph zu G 3 (dank g), dann auch G 1 isomorph zu G 3 : betrachte die Abbildung g f Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 31/59
38 Eigenschaften von Graphisomorphie Wenn G 1 isomorph zu G 2, dann auch G 2 isomorph zu G 1 : f 1 leistet das Gewünschte. Jeder Graph ist isomorph zu sich selbst: wähle f = IV Wenn G 1 isomorph zu G 2 (dank f ) und G 2 isomorph zu G 3 (dank g), dann auch G 1 isomorph zu G 3 : betrachte die Abbildung g f Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 31/59
39 Eigenschaften von Graphisomorphie Wenn G 1 isomorph zu G 2, dann auch G 2 isomorph zu G 1 : f 1 leistet das Gewünschte. Jeder Graph ist isomorph zu sich selbst: wähle f = IV Wenn G 1 isomorph zu G 2 (dank f ) und G 2 isomorph zu G 3 (dank g), dann auch G 1 isomorph zu G 3 : betrachte die Abbildung g f Gerichtete Graphen Isomorphie von Graphen 31/59
40 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 32/59
41 Graphen sind Relationen G = (V, E) mit E V V E binäre Relation auf V Frage: Bedeutung von E i? Antwort: Zusammenhang mit Pfaden der Länge i Betrachten zunächst den Fall i = 2: E 2 = E E, wobei E E = {(x, z) V V y V : (x, y) E (y, z) E} Pfad der Länge 2: Knotenliste p = (v0, v 1, v 2 ) mit der Eigenschaft, dass (v 0, v 1 ) E (v 1, v 2 ) E. Also: Ein Paar von Knoten ist genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 33/59
42 Graphen sind Relationen G = (V, E) mit E V V E binäre Relation auf V Frage: Bedeutung von E i? Antwort: Zusammenhang mit Pfaden der Länge i Betrachten zunächst den Fall i = 2: E 2 = E E, wobei E E = {(x, z) V V y V : (x, y) E (y, z) E} Pfad der Länge 2: Knotenliste p = (v0, v 1, v 2 ) mit der Eigenschaft, dass (v 0, v 1 ) E (v 1, v 2 ) E. Also: Ein Paar von Knoten ist genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 33/59
43 Graphen sind Relationen G = (V, E) mit E V V E binäre Relation auf V Frage: Bedeutung von E i? Antwort: Zusammenhang mit Pfaden der Länge i Betrachten zunächst den Fall i = 2: E 2 = E E, wobei E E = {(x, z) V V y V : (x, y) E (y, z) E} Pfad der Länge 2: Knotenliste p = (v0, v 1, v 2 ) mit der Eigenschaft, dass (v 0, v 1 ) E (v 1, v 2 ) E. Also: Ein Paar von Knoten ist genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 33/59
44 Graphen sind Relationen G = (V, E) mit E V V E binäre Relation auf V Frage: Bedeutung von E i? Antwort: Zusammenhang mit Pfaden der Länge i Betrachten zunächst den Fall i = 2: E 2 = E E, wobei E E = {(x, z) V V y V : (x, y) E (y, z) E} Pfad der Länge 2: Knotenliste p = (v0, v 1, v 2 ) mit der Eigenschaft, dass (v 0, v 1 ) E (v 1, v 2 ) E. Also: Ein Paar von Knoten ist genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 33/59
45 Graphen sind Relationen (2) Ein Paar von Knoten genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Man sieht leicht: Das Analoge gilt für i = 0 und i = 1. Spätestens vollständige Induktion lehrt: Lemma. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Für alle i N 0 gilt: Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E i, wenn x und y in G durch einen Pfad der Länge i miteinander verbunden sind. Korollar. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E, wenn x und y in G durch einen Pfad (evtl. der Länge 0) miteinander verbunden sind. Korollar. Ein gerichteter Graph G = (V, E) ist genau dann streng zusammenhängend, wenn E = V V ist. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 34/59
46 Graphen sind Relationen (2) Ein Paar von Knoten genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Man sieht leicht: Das Analoge gilt für i = 0 und i = 1. Spätestens vollständige Induktion lehrt: Lemma. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Für alle i N 0 gilt: Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E i, wenn x und y in G durch einen Pfad der Länge i miteinander verbunden sind. Korollar. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E, wenn x und y in G durch einen Pfad (evtl. der Länge 0) miteinander verbunden sind. Korollar. Ein gerichteter Graph G = (V, E) ist genau dann streng zusammenhängend, wenn E = V V ist. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 34/59
47 Graphen sind Relationen (2) Ein Paar von Knoten genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Man sieht leicht: Das Analoge gilt für i = 0 und i = 1. Spätestens vollständige Induktion lehrt: Lemma. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Für alle i N 0 gilt: Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E i, wenn x und y in G durch einen Pfad der Länge i miteinander verbunden sind. Korollar. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E, wenn x und y in G durch einen Pfad (evtl. der Länge 0) miteinander verbunden sind. Korollar. Ein gerichteter Graph G = (V, E) ist genau dann streng zusammenhängend, wenn E = V V ist. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 34/59
48 Graphen sind Relationen (2) Ein Paar von Knoten genau dann in der Relation E 2, wenn die beiden durch Pfad der Länge 2 verbunden sind. Man sieht leicht: Das Analoge gilt für i = 0 und i = 1. Spätestens vollständige Induktion lehrt: Lemma. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Für alle i N 0 gilt: Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E i, wenn x und y in G durch einen Pfad der Länge i miteinander verbunden sind. Korollar. Es sei G = (V, E) ein gerichteter Graph. Ein Paar von Knoten (x, y) ist genau dann in der Relation E, wenn x und y in G durch einen Pfad (evtl. der Länge 0) miteinander verbunden sind. Korollar. Ein gerichteter Graph G = (V, E) ist genau dann streng zusammenhängend, wenn E = V V ist. Gerichtete Graphen Ein Blick zurück auf Relationen 34/59
49 Was ist wichtig Das sollten Sie mitnehmen: gerichtete Graphen drücken Beziehungen aus (Relationen) Pfade strenger Zusammenhang Bäume Das sollten Sie üben: Benutzung der neuen Begriffe beim Reden Malen von Graphen sehen, wann Graphen isomorph sind Gerichtete Graphen wichtig 35/59
50 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Ungerichtete Graphen 36/59
51 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 37/59
52 Graphen ohne Richtung Manchmal gibt es in einem Graphen zu jeder Kante (x, y) E auch die Kante (y, x) E in umgekehrter Richtung dann oft graphische Darstellung der Kanten (x, y) und (y, x) nur durch einen Strich ohne Pfeilspitzen Man spricht dann auch nur von einer Kante. Beispiel Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 38/59
53 Ungerichtete Graphen: formal Ein ungerichteter Graph ist eine Struktur U = (V, E) mit V : endliche nichtleere Menge von Knoten E: Menge von Kanten mit E { {x, y} x V y V } adjazente Knoten: durch eine Kante miteinander verbunden Schlinge Kante mit identischen Start- und Zielknoten formal ergibt sich {x, y} mit x = y, also einfach {x} Graph ohne Schlingen heißt schlingenfrei Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 39/59
54 Teilgraph im ungerichteten Fall U = (V, E ) ist Teilgraph eines ungerichteten Graphen U = (V, E), wenn V V und E E { {x, y} x, y V }. also Knoten- bzw. Kantenmenge von G muss Teilmenge von Knoten- bzw. Kantenmenge von G sein, und die Endpunkte jeder Kante von E müssen auch zu V gehören. Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 40/59
55 Wege Weg in einem ungerichteten Graphen nichtleere Liste p = (v 0,..., v n ) V (+) von Knoten wobei für alle i G n gilt: {v i, v i+1 } E Länge eines Weges: Anzahl n = p 1 der Kanten (!) Wenn p = (v 0,..., v n ) ein Weg ist, heißt v n von v 0 aus erreichbar Weg (v 0,..., v n ) heißt wiederholungsfrei, wenn gilt: Die Knoten v 0,..., v n 1 sind paarweise verschieden und die Knoten v 1,..., v n sind paarweise verschieden. v0 und v n dürfen gleich sein Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 41/59
56 Ungerichtete Kanten und Relationen im gerichteten Fall: E binäre Relation auf V alle E i und E haben anschauliche Bedeutung im ungerichteten Fall: E keine binäre Relation, aber: zu U = (V, E) definiere Kantenrelation E g V V : E g = {(x, y) {x, y} E} G = (V, E g ) ist der zu U gehörende gerichtete Graph mit gleicher Knotenmenge V wie U. Wenn in U Knoten x und y durch Kante verbunden sind, dann gibt es in G Kante (x, y) von x nach y und Kante (y, x) von y nach x (denn {x, y} = {y, x}). Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 42/59
57 Ungerichtete Kanten und Relationen im gerichteten Fall: E binäre Relation auf V alle E i und E haben anschauliche Bedeutung im ungerichteten Fall: E keine binäre Relation, aber: zu U = (V, E) definiere Kantenrelation E g V V : E g = {(x, y) {x, y} E} G = (V, E g ) ist der zu U gehörende gerichtete Graph mit gleicher Knotenmenge V wie U. Wenn in U Knoten x und y durch Kante verbunden sind, dann gibt es in G Kante (x, y) von x nach y und Kante (y, x) von y nach x (denn {x, y} = {y, x}). Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 42/59
58 Ungerichtete Kanten und Relationen im gerichteten Fall: E binäre Relation auf V alle E i und E haben anschauliche Bedeutung im ungerichteten Fall: E keine binäre Relation, aber: zu U = (V, E) definiere Kantenrelation E g V V : E g = {(x, y) {x, y} E} G = (V, E g ) ist der zu U gehörende gerichtete Graph mit gleicher Knotenmenge V wie U. Wenn in U Knoten x und y durch Kante verbunden sind, dann gibt es in G Kante (x, y) von x nach y und Kante (y, x) von y nach x (denn {x, y} = {y, x}). Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 42/59
59 Ungerichtete Kanten und Relationen im gerichteten Fall: E binäre Relation auf V alle E i und E haben anschauliche Bedeutung im ungerichteten Fall: E keine binäre Relation, aber: zu U = (V, E) definiere Kantenrelation E g V V : E g = {(x, y) {x, y} E} G = (V, E g ) ist der zu U gehörende gerichtete Graph mit gleicher Knotenmenge V wie U. Wenn in U Knoten x und y durch Kante verbunden sind, dann gibt es in G Kante (x, y) von x nach y und Kante (y, x) von y nach x (denn {x, y} = {y, x}). Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 42/59
60 Zusammenhang ungerichteter Graph (V, E) heißt zusammenhängend, wenn der zugehörige gerichtete Graph (V, E g ) streng zusammenhängend ist. Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 43/59
61 Gerichtete und ungerichtete Graphen: hin und her nun umgekehrt: Ist G = (V, E) ein gerichteter Graph, dann definiere E u = { {x, y} (x, y) E} U = (V, E u ) ist der zu G gehörige ungerichtete Graph U entsteht aus G durch Entfernen der Pfeilspitzen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 44/59
62 ungerichtete Bäume ungerichteter Graph U = (V, E) heißt ein (ungerichteter) Baum, wenn es einen gerichteten Baum G = (V, E ) gibt mit E = E u. Beispiele: zwei Bäume a e c d b f g h Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 45/59
63 ungerichtete Bäume ungerichteter Graph U = (V, E) heißt ein (ungerichteter) Baum, wenn es einen gerichteten Baum G = (V, E ) gibt mit E = E u. Beispiele: zwei Bäume a e c d b f g h Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 45/59
64 Ungerichtete Bäume Aus verschiedenen gerichteten Bäumen entsteht durch weglassen der Pfeilspitzen der gleiche ungerichtete Baum. Wurzel gerichteter Fall: Wurzel leicht zu identifizieren. ungerichteter Fall: Von jedem Knoten führt ein Weg (sogar viele) zu jedem anderen Knoten. trotzdem manchmal ausgezeichneter Knoten irgendwie klar falls nötig, explizit dazu sagen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 46/59
65 Knotengrad bei ungerichteten Graphen ein heikles Thema: Was macht man mit Schlingen? in der Literatur: verschiedene Vorgehensweisen Der Grad eines Knotens x V in einem ungerichteten Graphen ist { 2 falls {x, x} E d(x) = {y y x {x, y} E} + 0 sonst Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall 47/59
66 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Ungerichtete Graphen Eine Anmerkung zu Relationen 48/59
67 Symmetrische Relationen Kantenrelation eines ungerichteten Graphen hat die Eigenschaft: Wenn (x, y) E g, dann immer auch (y, x) E g. So etwas kommt öfter vor und verdient einen Namen: Relation R M M heißt symmetrisch, wenn für alle x M und y M gilt: (x, y) R = (y, x) R. Ungerichtete Graphen Eine Anmerkung zu Relationen 49/59
68 Äquivalenzrelationen Eine Relation, die reflexiv, transitiv und symmetrisch ist, heißt Äquivalenzrelation. Beispiel: Isomorphie von Graphen Ungerichtete Graphen Eine Anmerkung zu Relationen 50/59
69 Was ist wichtig Das sollten Sie mitnehmen: ungerichtete Graphen: Unterschiede zu gerichteten Graphen Gemeinsamkeiten mit gerichteten Graphen Das sollten Sie üben: Benutzung der Begriffe Malen von Graphen, hübsche und hässliche Ungerichtete Graphen 51/59
70 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 52/59
71 Beschriftungen Manchmal beinhaltet die Graphstruktur nicht alle Informationen, die von Interesse sind. bei Huffman-Bäumen: Symbole als Beschriftungen an den Kanten, Zahlen als Gewichte an den Knoten Straßenkarten: Entfernungsangaben an Kanten... Ein knotenmarkierter Graph ist ein Graph G = (V, E) (gerichtet oder ungerichtet), bei dem zusätzlich eine Menge MV von (Knoten-)Markierungen und eine Markierungsfunktion mv : V M V gegeben sind. Ein kantenmarkierter Graph ist ein Graph G = (V, E) (gerichtet oder ungerichtet), bei dem zusätzlich eine Menge M E von (Kanten-)Markierungen und eine Markierungsfunktion me : E M E gegeben sind. Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 53/59
72 weitere Beispiele für allgemeine Markierungen Landkarte als Graph Jeder Knoten entspricht einem Land. Eine Kante verbindet zwei verschiedene Knoten, wenn die repräsentierten Länder benachbart sind, d. h. ein Stück gemeinsame Grenzen haben. Färbung der Landkarte: benachbarte Länder in verschiedenen Farben gefärbt Färbung des Graphen: adjazente Knoten haben verschiedenen Farben als Markierung Färbung m V : V M V heißt legal, wenn gilt {x, y} E = m V (x) m V (y) Wieviele Farben braucht man für eine legale Färbung? höchstens V mindestens? dieses Problem taucht in Compilern wieder auf... Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 54/59
73 weitere Beispiele für allgemeine Markierungen Landkarte als Graph Jeder Knoten entspricht einem Land. Eine Kante verbindet zwei verschiedene Knoten, wenn die repräsentierten Länder benachbart sind, d. h. ein Stück gemeinsame Grenzen haben. Färbung der Landkarte: benachbarte Länder in verschiedenen Farben gefärbt Färbung des Graphen: adjazente Knoten haben verschiedenen Farben als Markierung Färbung m V : V M V heißt legal, wenn gilt {x, y} E = m V (x) m V (y) Wieviele Farben braucht man für eine legale Färbung? höchstens V mindestens? dieses Problem taucht in Compilern wieder auf... Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 54/59
74 weitere Beispiele für allgemeine Markierungen Landkarte als Graph Jeder Knoten entspricht einem Land. Eine Kante verbindet zwei verschiedene Knoten, wenn die repräsentierten Länder benachbart sind, d. h. ein Stück gemeinsame Grenzen haben. Färbung der Landkarte: benachbarte Länder in verschiedenen Farben gefärbt Färbung des Graphen: adjazente Knoten haben verschiedenen Farben als Markierung Färbung m V : V M V heißt legal, wenn gilt {x, y} E = m V (x) m V (y) Wieviele Farben braucht man für eine legale Färbung? höchstens V mindestens? dieses Problem taucht in Compilern wieder auf... Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 54/59
75 Überblick Gerichtete Graphen Graphen und Teilgraphen Pfade und Erreichbarkeit Isomorphie von Graphen Ein Blick zurück auf Relationen Ungerichtete Graphen Übertragung der Grundbegriffe aus dem gerichteten Fall Eine Anmerkung zu Relationen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 55/59
76 Gewichtete Graphen Wenn die Knoten- oder Kantenmarkierungen Zahlen sind, dann spricht man auch von gewichteten Graphen. Beispiele für kantengewichtete Graphen: Verkehrsnetz: Kantengewichte sind Entfernungen/Reisezeiten Problem: finde kürzesten/schnellsten Weg von x nach y Problem: finde kürzeste Rundreise (einfachen Zyklus) die alle Knoten besucht Kabelnetz: Kantengewichte sind Baukosten Problem: finde billigste Möglichkeit, alle miteinander zu verbinden Lösung von Borůvka (1926) für die Stromversorgung in Mähren Rohrleitungsnetz: Kantengewichte sind Rohrquerschnitte Problem: finde maximal möglichen Fluss von x nach y Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 56/59
77 Gewichtete Graphen Wenn die Knoten- oder Kantenmarkierungen Zahlen sind, dann spricht man auch von gewichteten Graphen. Beispiele für kantengewichtete Graphen: Verkehrsnetz: Kantengewichte sind Entfernungen/Reisezeiten Problem: finde kürzesten/schnellsten Weg von x nach y Problem: finde kürzeste Rundreise (einfachen Zyklus) die alle Knoten besucht Kabelnetz: Kantengewichte sind Baukosten Problem: finde billigste Möglichkeit, alle miteinander zu verbinden Lösung von Borůvka (1926) für die Stromversorgung in Mähren Rohrleitungsnetz: Kantengewichte sind Rohrquerschnitte Problem: finde maximal möglichen Fluss von x nach y Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 56/59
78 Gewichtete Graphen Wenn die Knoten- oder Kantenmarkierungen Zahlen sind, dann spricht man auch von gewichteten Graphen. Beispiele für kantengewichtete Graphen: Verkehrsnetz: Kantengewichte sind Entfernungen/Reisezeiten Problem: finde kürzesten/schnellsten Weg von x nach y Problem: finde kürzeste Rundreise (einfachen Zyklus) die alle Knoten besucht Kabelnetz: Kantengewichte sind Baukosten Problem: finde billigste Möglichkeit, alle miteinander zu verbinden Lösung von Borůvka (1926) für die Stromversorgung in Mähren Rohrleitungsnetz: Kantengewichte sind Rohrquerschnitte Problem: finde maximal möglichen Fluss von x nach y Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 56/59
79 Gewichtete Graphen Wenn die Knoten- oder Kantenmarkierungen Zahlen sind, dann spricht man auch von gewichteten Graphen. Beispiele für kantengewichtete Graphen: Verkehrsnetz: Kantengewichte sind Entfernungen/Reisezeiten Problem: finde kürzesten/schnellsten Weg von x nach y Problem: finde kürzeste Rundreise (einfachen Zyklus) die alle Knoten besucht Kabelnetz: Kantengewichte sind Baukosten Problem: finde billigste Möglichkeit, alle miteinander zu verbinden Lösung von Borůvka (1926) für die Stromversorgung in Mähren Rohrleitungsnetz: Kantengewichte sind Rohrquerschnitte Problem: finde maximal möglichen Fluss von x nach y Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 56/59
80 Nichtbeispiel: noch mal die Brücken in Königsberg das können wir gar nicht als Graph formalisieren, denn von einem Knoten zu einem anderen kann es bei unserer Definition höchstens eine Kante geben Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 57/59
81 Nichtbeispiel: noch mal die Brücken in Königsberg das können wir gar nicht als Graph formalisieren, denn von einem Knoten zu einem anderen kann es bei unserer Definition höchstens eine Kante geben Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen Gewichtete Graphen 57/59
82 Was ist wichtig Das sollten Sie mitnehmen: vielfältige Beispiele für Knoten- und Kantenmarkierungen man stößt leicht auf diverse Optimierungsprobleme Das könnten Sie mal ausprobieren: an einfachen Beispielen Optimierungen versuchen (leicht? schwer?) Graphen mit Knoten- oder Kantenmarkierungen 58/59
83 Zusammenfassung gerichtete und ungerichtete Graphen wichtige Begriffe (Pfad, Zyklus, Baum,... ) Gemeinsamkeiten und Unterschiede Relationen symmetrische Relationen Äquivalenzrelationen Zusammenfassung 59/59
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