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1 Leistungsspektrum in Arztpraxen und ambulanten OP Zentren Chirurgie / Orthopädie - Bandnähte an großen und kleinen Gelenken - Gelenksspiegelungen - Hämorrhoidenentfernung - Leistenbrüche - Spaltung von Abszessen - operative Versorgung von Frakturen z.b. Handgelenk - Metallentfernung - offene Operationen an Knie, Schulter, Ellenbogen - Bauchdeckenplastiken - Brustvergrößerung - Brustverkleinerung - Lymphknotenentfernung

2 Leistungsspektrum in Arztpraxen und ambulanten OP Zentren Urologie - Vorhautverengung (Kinder und Erwachsene) - Endoskopische Eingriffe (z.b. Blasenspiegelung) Gynäkologie - Entfernung von Tumoren an der Brust - Entfernung von Tumoren am Muttermund - Ausschabungen Augen - Entfernung und Implantation von Linsen (grauer Star) - Oberlidplastiken - Unterlidplastiken z.b. Tränensäcke

3 Leistungsspektrum in Arztpraxen und ambulanten OP Zentren - Breites Spektrum von Instrumenten (MP) kommen zum Einsatz - Umfasst Risikobewertung von Unkritisches MP bis Einstufung unter Kritisch B und unter Umständen auch Kritisch C

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8 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Wieso treten diese schwerwiegenden Mängel in Arztpraxen auf? 1. Wenig Personal muss sich um mehrere Fachgebiete kümmern. 2. Ärzte/innen die keine Notwendigkeit sehen diesem Thema Bedeutung beizumessen. 3. MP Aufbereitung ist bei den Ausbildungsinhalten von Arzthelfer/innen und Krankenschwester nur Randthema und nicht definiert im Lehrplan 4. MP Aufbereitung ist im Medizinstudium nicht explizit vorgesehen nur allgemeine Hygienemaßnahmen 5. Die Aufbereitung von MP findet keine sichtbare Berücksichtigung in der Abrechnung mit den gesetzlichen (EBM) und den privaten Krankenkassen (GOÄ) 6. Die baulichen Strukturen lassen oft kaum Spielraum für separate Aufbereitungsräume oder Lagermöglichkeiten

9 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV 8. Wenn die Personalschulung über Sach- oder Fachkundelehrgänge doch erfolgt ist, treten häufig Probleme auf wie: - mangelhafte Aufbereitungshinweise der Hersteller - MP Lieferanten verfügen oft nicht über das notwendigen Wissen über Produkteigenschaften - Validierer mit zu hohen Kosten und / oder zu wenig Wissen - fehlende Einsicht der Arbeitgeber bei Umsetzung der neuesten Kenntnisse - die aufkommenden Kosten sind nicht kalkuliert und auch nicht notwendig - unterschiedliche Unterstützung seitens der Überwachungsbehörden und Gesundheitsämter ( Länderregelung, Wissenstand, Durchsetzung )

10 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Was macht die Arztpraxen zu etwas Besonderem? Die baulichen und räumlichen Bedingungen sind oft sehr beengt und entsprechen nicht den allgemeinen Anforderungen (Sterilisator und Instrumentenwanne stehen eng beieinander im Behandlungsraum?!) Arzthelfer/innen / Krankenschwester bewegen sich zwischen Patient und Aufbereitung fließend (Kreuzkontamination)

11 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV 3. Durch die fehlende Sensibilisierung werden in Arztpraxen kaum die notwendigen Personalressourcen geschaffen die für die entsprechenden Schulungen, Vorbereitung auf Validierungen sowie das Erarbeiten eines internes Qualitätsmanagement notwendig sind. 4. Vorzugsweise wird auf externe Fachberatung zurück gegriffen, die oft nicht den aktuellen Standards entsprechen und häufig von Firmen angeboten werden die nicht über das fachliche Know How verfügen.

12 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Beispiel von Inhaltlich Wertvollen Fortbildungen in 2009! September 2009 Fortbildung zum Hygienebeauftragten (Teilnehmer: - amb. Pflegedienste, - Medizinprodukte Berater, - Podologen) Die Verpackung zieht sich während der Sterilisation zusammen und wird Keim und Luftdicht. Ebenso muss alle 400 Chargen eine Überprüfung des Sterilisators mittels Sporenpakete erfolgen. Alle Instrumente und Geräte müssen auseinander genommen oder geöffnet sein, damit der Dampf ungehindert an alle Oberflächen gelangen kann. durch den Druck werden auch Schläuche und Punktionsnadeln!!! durchströmt und sterilisiert.

13 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Die Verpackung bei der Dampfsterilisation kann aus entsprechend geeigneten Behältern, Papier, Tuch oder wasserdampfdurchlässige Folie bestehen. Die Lagerzeiten richten sich nach der Verpackung u.v.m.

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17 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Zusammenfassung Aus dem operativen Leistungskatalog in Arztpraxen / ambulanten OP Zentren und Privatkliniken ergibt sich die klare Anforderung an die Aufbereitung von Medizinprodukten! Während in ZSVA`s die entsprechenden Gesetze, Normen und Empfehlungen bundesweit umgesetzt werden, sind in vielen ambulant operierenden Einrichtungen nicht einmal Mindestanforderungen an die Aufbereitung von Medizinprodukten erfüllt. Trotz baulich- und räumlicher Besonderheiten in Arztpraxen und unter dem Aspekt der finanziellen Belastung und Bindung von Personalressourcen beim sachgerechten aufbereiten von Medizinprodukten, muss ein klarer Qualitätsanspruch gestellt werden.

18 Fachausschuss Arztpraxen der DGSV Zusammenfassung Die wichtigste Hauptaufgabe besteht darin, den Mitarbeitern von ambulant operierenden Einrichtungen die Anforderung an die Aufbereitung von MP transparent und praxisnah zu vermitteln. Die Fort- und Weiterbildung soll über die entsprechenden Sach- und Fachkundekurse DGSV akkreditierte Bildungsträger erfolgen. Es müssen bundesweit einheitliche Qualitätsstandards angestrebt werden um Patientensicherheit und Personalschutz zu gewährleisten. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!!!

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