Segelfluggruppe Oberaargau Weiterbildung Streckenflug (nach dem Brevet) Dokumentgeschichte: Datum: Inhalt: 28.12.09 Basisdokument mit Phase A Streckenflug erstellt. Zwicky / Burkhalter Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 1/7
Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung...3 1.1 Ziele der Streckenflugweiterbildung 3 1.2 Gliederung der Weiterbildung 3 1.3 Kontrollblatt 3 2. Phase A: Die ersten 50 Stunden nach dem Brevet (Silber C)...4 2.1 Theoretische Grundlagen 4 2.2 Flugphase 5 3. Phase B: Die 50 bis 100 Stunden nach dem Brevet (Gold C)...7 3.1 Theoretische Grundlagen 7 3.2 Flugphase 7 4. Phase C: Flüge grösser als 300km (Diamanten)...7 4.1 Theoretische Grundlagen 7 4.2 Flugphase 7 Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 2/7
1. Einleitung 1.1 Ziele der Streckenflugweiterbildung Das Weiterbildungskonzept für Streckenflug in der Segelfluggruppe Oberaargau unterstützt die brevetierten Piloten, erfolgreiche Streckenflieger zu werden. Das Konzept hilft den Piloten, sich die Weiterbildungselemente selbständig, zweckmässig und angepasst an die eigenen Ziele und Möglichkeiten zu erarbeiten. Das Konzept sieht vor, dass die Weiterbildung dokumentiert (Kontrollblatt) und (wenn der Pilot damit einverstanden ist) auch auf der Homepage der SGO und dem OLC registriert wird. 1.2 Gliederung der Weiterbildung Das Weiterbildungskonzept für Streckenflug ist, basierend auf den Flugaufgaben für die FAI- Leistungsabzeichen, in Phasen gegliedert. Dabei werden Flugzeugpark und Benützungsreglement der SGO sowie die geographischen Räume rund um den Flugplatz Langenthal- Bleienbach berücksichtigt. Die Phasen sind: Phase A Die ersten 50 Stunden nach dem Brevet (Silber C) Phase B Phase C 50 bis 100 Stunden nach dem Brevet (Gold C), Segelfliegen in den Alpen Bei Bedarf: Teilnahme an Regionalmeisterschaften. Flüge grösser als 300km (Diamanten), Alpenstreckenflüge. Bei Bedarf Teilnahme an Schweizermeisterschaften und anderen Wettbewerben. Für alle drei Phasen werden jeweils ein Theorieblock, die gemeinsam Vorbereitung von Flugbeispielen sowie Flüge am Doppelsteuer angeboten (die meisten Flüge am Doppelsteuer sind freiwillig, führen aber zu Erleichterungen in Bezug auf das Benützungsreglement). 1.3 Kontrollblatt Der Pilot führt das nachfolgende Kontrollblatt über die Weiterbildung und bewahrt dieses im Flugbuch auf. Die Kontrollblätter dienen der Flugschule zusätzlich zur periodischen Erfassung des Ausbildungsstandes. Das Kontrollblatt beinhaltet ein Visum durch den Piloten und eines durch den Fluglehrer: Visum Pilot: Der Pilot hat das Ausbildungselement gewissenhaft vorbereitet Visum Fluglehrer: Der Fluglehrer bestätigt, dass der Pilot das Ausbildungselement sicher beherrscht. Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 3/7
2. Phase A: Die ersten 50 Stunden nach dem Brevet (Silber C) 2.1 Theoretische Grundlagen 2.1.1 Flugzeuge Siehe Benützungsreglement: Ka-8, Junior, B4, DG-500. 2.1.2 FAI Leistungsabzeichen Silber C Bedingungen: Dauerflug 5 h; Strecke 50 km; Höhengewinn 1000m Siehe Formular Antrag für internationale Leistungsabzeichen der FAI, Aero Club der Schweiz, Segelflug: http://www.segelflug.ch/d/reglemente/pdf/fai_form.pdf 2.1.3 Flugdokumentation und Navigationssysteme LX-20? 2.1.4 Karten und Unterlagen Segelflugkarte Schweiz Helmut Reichmann Streckensegelflug, 10. Auflage, Motorbuchverlag Handbuch LX-20 (siehe Homepage SGO) Kopien der VAC-Karten von Langenthal, (Olten), Triengen, Luzern-Beromünster, Buttwil, Birrfeld, Frickthal-Schupfart, Grenchen, Biel Kappelen, Courtelary Kursunterlagen: Weiterbildung nach dem Brevet in der SGO, Streckenflug Phase A. 2.1.5 Inhalt Theoriekurs Streckenflug Phase A, die ersten 50 Stunden nach dem Brevet 1. Repetition Reichmann 2. Aussenlanden 3. Lufträume um LSPL, insbesondere Handhabung TMA Bâle 4. Aussenlandung in Grenchen 5. Administratives zu den FAI-Leistungsabzeichen 6. Vorbereitung eines Streckenflugtages (Meteo, Notam, Kosif, Anhänger, Rückholer) 7. Vorbereiten der 50km Standardflüge ab LSPL respektive Klus 8. Auslesen der Flüge, einreichen beim AeCS, Anmelden von Pilot und Flug beim OLC 2.1.6 Spezifische Flugaufgaben (s. Kursunterlagen) Die Flüge sind in den..-loggern Nr bereits vorprogrammiert Flug 1: Dreick; Langenthal Gld.- Burgdorf Buttwil- Langenthal Gld Flug 2: Ziel-Rück: Langentha Gld.- Beznau KKW - Langenthal Gld. Flug 3: Dreieck: Langenthal Gld., Froburg - Taubenloch Langenthal Gld. Flug 4: Dreieck: Klus- Froburg- Taubenloch- Klus Flug 5: Ziel-Rück: Klus Chasseral- Klus Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 4/7
2.2 Flug 2.2.1 Hinweis Flugverfahren müssen nach dem Luftfahrzeug-Flughandbuch (AFM) erfolgen. Instruktionen oder Checklisten dürfen dem AFM nie widersprechen! Das Briefing / Debriefing Konzept wird konsequent eingesetzt (siehe Segelflugschulung SGO): Flugauftrag mit Zielsetzungen Durchführen des Fluges Selbstanalyse durch den Piloten Analyse durch den Fluglehrer 2.2.2 Simulierte Aussenlandung auf dem Flugplatz 2.2.2.1 AUSBILDUNGSZIEL: Der Pilot kann den Heim-Flugplatz ohne die gewohnten Referenzen sicher anfliegen. 2.2.2.2 AUSBILDUNGSELEMENTE: Korrekte Funkmeldungen Rechtsvolte (ungewohnte Seite) mit abgedeckten Instrumenten am Doppelsteuer Stabiler Anflug mit ½ Bremsklappen Ziellandung 2.2.2.3 ERLÄUTERUNGEN: Alle Elemente gemäss Segelflugschulung der SGO. 2.2.3 Aussenlandung auf Fremdflugplatz 2.2.3.1 AUSBILDUNGSZIEL: Der Pilot kann einen fremden Flugplatz sicher anfliegen 2.2.3.2 AUSBILDUNGSELEMENTE: Zweckmässige Flugvorbereitung Flug mit Motorsegler oder Segelflugzeug Volte einhalten Einfügen in den Verkehrsfluss Selbständiger Funk 2.2.3.3 ERLÄUTERUNGEN: Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 5/7
2.2.4 Simulierte Aussenlandung im Gelände 2.2.4.1 AUSBILDUNGSZIEL: Der Pilot kann ein Aussenlandefeld und Aussenlandebedingungen sicher beurteilen. Der Pilot kann einen Anflug auf ein Aussenlandefeld sicher planen und durchführen. Der Pilot erkennt die Hauptfehler, welche in einer Aussenlandung immer wieder gemacht werden. 2.2.4.2 AUSBILDUNGSELEMENTE: Beurteilung von Anflug und Landefeld bei Aussenlandung. Beurteilung der Windverhältnisse. Aussenlande Training mit Motorsegler. Stressfrei. 2.2.4.3 ERLÄUTERUNGEN: 2.2.5 Aussenlandung im Gelände mit bekannten Feld 2.2.6 AUSBILDUNGSZIEL: Der Pilot kann ein bekanntes und rekognosziertes Aussenlandefeld sicher anfliegen. 2.2.6.1 AUSBILDUNGSELEMENTE: Rekognoszieren eines Feldes Flugvorbereitung durch FL überwacht. Rückholmannschaft organisiert. Anflug mit Segelflugzeug (mit oder ohne Fluglehrer) Ziellandung 2.2.6.2 ERLÄUTERUNGEN: 2.2.7 Streckenflug im Jura 2.2.7.1 AUSBILDUNGSZIEL: Der Pilot bewegt sich sicher im Jura. 2.2.7.2 AUSBILDUNGSELEMENTE: Schlepp in den Jura Aufwindsuche, Windeinfluss Rekognoszieren von Flugplätzen Lufträume 2.2.7.3 ERLÄUTERUNGEN: Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 6/7
3. Phase B: Die 50 bis 100 Stunden nach dem Brevet (Gold C) 3.1 Theoretische Grundlagen Noch zu erarbeiten 3.2 Flugphase Noch zu erarbeiten 4. Phase C: Flüge grösser als 300km (Diamanten) 4.1 Theoretische Grundlagen Noch zu erarbeiten 4.2 Flugphase 4.2.1 Alpen- und Hangsegelflug Einweisung 4.2.1.1 AUSBILDUNGSZIEL: Alpensegelflug Taktik wird beherrscht. Alpensegelflug Gefahren sind bekannt. Hangflug Praxis wird beherrscht. Gefahren des Hangfluges werden automatisch und rechtzeitig erkannt. 4.2.1.2 AUSBILDUNGSELEMENTE: Hangflugregeln Geschwindigkeit im Hangflug Wind und Turbulenzen Durchfliegen eines Lees Hangflug Praxis mit Segelflugzeug oder Motorsegler mit Fluglehrer 4.2.1.3 ERLÄUTERUNGEN: Alpensegelflug nach Broschüre AeCS Hangregeln nach VFR Guide Streckenflug_nach_Brevet_SGO20100228 7/7