Anleitung LP Ziel: Die Schülerinnen und Schüler kennen zentrale Daten der Zeitungsgeschichte. Arbeitsauftrag: Die Lehrperson erklärt den Auftrag und verteilt die Arbeitsblätter. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten den Text und setzen die Wörter in die richtigen Lücken im Text ein. Die Lösung wird in der Klasse besprochen. Material: Arbeitsblatt Text 1 4 Lösungsblatt 1 4 Einzelarbeit und Plenum 15 Minuten Zusätzliche Informationen Die Einbettung dieser Einheit in den Geschichtsunterricht kann sinnvoll sein. Sie geht von der Kenntnis wesentlicher geschichtlicher Strömungen und Ereignisse aus.
Arbeitsblatt Text 1 Aufgabe: Lies den Text zur aufmerksam durch. Setze dann die Wörter in die richtigen Lücken. Besprich deine Lösung in der Klasse. Buchdruck Internet Radio Zensur Fusionen Zugang Tageszeitung periodische Zeitung Zürcher Zeitung Verband Schweizer Presse Voraussetzung Pressefreiheit Kantone überwachen Liberalisierung Massenkommunikation Telegraf verfassungsrechtlich lesen politische hohe Auflage Aufklärungsbewegung Fotos Informationspresse Spätes Mittelalter und frühe Neuzeit (15. 16. Jh.) Um 1450 erfindet Johannes Gutenberg in Mainz den. Mit dieser Erfindung sind viele weitere geschichtliche Entwicklungen verknüpft. Sie stellt eine zentrale für die Erzeugung von gedruckten Nachrichten für ein grösseres Publikum dar. 1597 erscheint die erste. Sie heisst Historische Relatio, wird in Augsburg verlegt und in Goldach gedruckt. Sie erscheint nur einmal pro Monat, da die Verteilung noch sehr zeitaufwändig ist.
Arbeitsblatt Text 2 Absolutismus und Aufklärung (17. 18. Jh.) Am Anfang dieser Periode kann erst ein kleiner Teil der Bevölkerung. Die Obrigkeiten überwachen die öffentlich verbreiteten Schriften, und die ist ein gängiges Mittel zur Kontrolle des Schriftguts. Ab dem 18. Jh. erfasst die auch die Schweiz. Zentrale Ideen sind: Förderung der individuellen Verstandeskräfte des Menschen, Ablehnung jeder Art von geistiger Bevormundung, zu Bildung und Wissen für möglichst viele Menschen. Schreiben und Lesen stehen aus diesen Gründen hoch im Kurs. Ab 1789 dringen die revolutionären Ideen stärker durch und umgehen die Zensur immer mehr. Zwischen 1610 und 1634 erscheint in Basel und Zürich die Ordinary-Wochen-Zeytung. Sie ist ein reines Nachrichtenblatt. 1650 bekommt Leipzig die erste der Geschichte mit dem Titel Einkommende Zeitung. 1738 wird der heutige L Express unter dem damaligen Titel Feuille d Avis de Neuchâtel gegründet. Ab 1780 erscheint die Vorläuferin der Neuen Zürcher Zeitung unter dem Namen. Helvetische Republik und Mediation (1798 1815) Frankreich marschiert in der Schweiz ein und gibt ihr 1798 eine republikanische Verfassung. Sie garantiert die in Artikel 7. Die Pressefreiheit ist die natürliche Folge des Rechtes eines jeden, sich unterrichten zu lassen. 1803 verfügt Napoleon Bonaparte, dass die Schweiz durch die Mediationsverfassung wieder kantonal organisiert werden soll. Die führen daraufhin die Zensur, sei es öffentlich oder insgeheim, wieder ein.
Arbeitsblatt Text 3 Restauration und Regeneration (1815 1848) Zwischen 1815 und 1830 werden die vorrevolutionären Zustände wieder hergestellt (= restauriert). Die Kantone haben den Auftrag, die Presse intensiv zu. 1830/31 folgt die Phase der Regeneration, die zu einer liberalen Umgestaltung der Kantone führt. Zwischen 1827 und 1858 werden aufgrund der zunehmenden in der Schweiz fast 500 Zeitungen gegründet. Sie sind stark engagiert in der politischen Meinungsäusserung. 1837 wird der durch den Engländer Samuel Morse erfunden, der die Voraussetzung für die Inbetriebnahme von Nachrichtenagenturen darstellt. 1848 wird nach dem Sonderbundskrieg von 1847 die Bundesverfassung angenommen. Sie garantiert jetzt die Presse- und Meinungsfreiheit. Bundesstaat und Industrialisierung (1848 1900) Die demokratisch-förderalistische Staatsstruktur macht die Schweiz in diesen Jahren zu einem der zeitungsreichsten Länder Europas. Die Zeitungen und Nachrichtenblätter sind zentrale Instrumente und Ausdrucksmittel des öffentlichen Meinungsaustausches. Sie bilden auch eine wichtige Grundlage zur Ausübung des demokratischen Wahlrechts. Durch technische Neuerungen wächst die Anzahl der Zeitungen erneut von 448 im Jahr 1885 auf 1 005 im Jahr 1902. Ab 1850 entstehen weltweit Nachrichtenagenturen. 1863 wird die erste Rotations-Druckmaschine gebaut. Sie erlaubt grössere Auflagen und macht den Anzeigenverkauf interessanter. 1893 wird in Zürich der Tages-Anzeiger gegründet. Er ist gekennzeichnet durch: (43 000 Expl.), tiefer Preis, hoher Anzeigenverkauf, grosse Leserschaft, politisch ausgewogener Textteil.
Arbeitsblatt Text 4 1895 wird die Schweizerische Depeschenagentur gegründet. 1899 wird der Schweizerische Zeitungsverlegerverein (SVZ) gegründet. 1900 1945 Um die Jahrhundertwende feiert die moderne ihren Durchbruch. Neben politischen werden auch Fach- und Freizeitinformationen immer gefragter. Zeitschriften entstehen und und Bilder finden vermehrt Verwendung. Konkurrenz erhalten die Printmedien durch das aufkommende. 1922 nimmt der erste Schweizer Radiosender seinen Betrieb auf. 1926 wird die erste Gratiszeitung in der deutschsprachigen Schweiz, Der Schweizerische Beobachter, verteilt. Ab 1939 unterstehen die Medien für die Dauer des Zweiten Weltkriegs einer Zensurbehörde. Seit 1945 Im Wirtschaftsaufschwung nach dem Ende des Weltkriegs wird die traditionelle Parteipresse von der unabhängigen abgelöst. Ökonomischkommerzielle Faktoren bestimmen die Zeitungslandschaft immer mehr, die zunehmend von kleinerer Lokalblätter geprägt ist. Radio und Fernsehen nehmen weiter an Bedeutung zu. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts stellen die neuen elektronischen Medien wie das eine weitere Herausforderung für die Printmedien dar. 1953 wird in Zürich und Genf der Fernsehversuchsbetrieb aufgenommen. 1959 erscheint der Blick als erste Schweizerische Boulevardzeitung. 1996 nennt sich der SVZ um und heisst von nun an.
Lösungsblatt 1 Lösung Spätes Mittelalter und frühe Neuzeit (15. 16. Jh.) Um 1450 erfindet Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck. Mit dieser Erfindung sind viele weitere geschichtliche Entwicklungen verknüpft. Sie stellt eine zentrale Voraussetzung für die Erzeugung von gedruckten Nachrichten für ein grösseres Publikum dar. 1597 erscheint die erste periodische Zeitung. Sie heisst Historische Relatio, wird in Augsburg verlegt und in Goldach gedruckt. Sie erscheint nur einmal pro Monat, da die Verteilung noch sehr zeitaufwändig ist. Absolutismus und Aufklärung (17. 18. Jh.) Am Anfang dieser Periode kann erst ein kleiner Teil der Bevölkerung lesen. Die Obrigkeiten überwachen die öffentlichen verbreiteten Schriften, und die Zensur ist ein gängiges Mittel zur Kontrolle des Schriftguts. Ab dem 18. Jh. erfasst die Aufklärungsbewegung auch die Schweiz. Zentrale Ideen sind: Förderung der individuellen Verstandeskräfte des Menschen, Ablehnung jeder Art von geistiger Bevormundung, Zugang zu Bildung und Wissen für möglichst viele Menschen. Schreiben und Lesen stehen aus diesen Gründen hoch im Kurs. Ab 1789 dringen die revolutionären Ideen stärker durch und umgehen die Zensur immer mehr.
Lösungsblatt 2 Zwischen 1610 und 1634 erscheint in Basel und Zürich die Ordinary-Wochen-Zeytung. Sie ist ein reines Nachrichtenblatt. 1650 bekommt Leipzig die erste Tageszeitung der Geschichte mit dem Titel Einkommende Zeitung. 1738 wird der heutige L Express unter dem damaligen Titel Feuille d Avis de Neuchâtel gegründet. Ab 1780 erscheint die Vorläuferin der Neuen Zürcher Zeitung unter dem Namen Zürcher Zeitung. Helvetische Republik und Mediation (1798 1815) Frankreich marschiert in der Schweiz ein und gibt ihr 1798 eine republikanische Verfassung. Sie garantiert die Pressefreiheit in Artikel 7. Die Pressefreiheit ist die natürliche Folge des Rechtes eines jeden, sich unterrichten zu lassen. 1803 verfügt Napoleon Bonaparte, dass die Schweiz durch die Mediationsverfassung wieder kantonal organisiert werden soll. Die Kantone führen daraufhin die Zensur, sei es öffentlich oder insgeheim, wieder ein. Restauration und Regeneration (1815 1848) Zwischen 1815 und 1830 werden die vorrevolutionären Zustände wieder hergestellt (= restauriert). Die Kantone haben den Auftrag, die Presse intensiv zu überwachen. 1830/31 folgt die Phase der Regeneration, die zu einer liberalen Umgestaltung der Kantone führt. Zwischen 1827 und 1858 werden aufgrund der zunehmenden Liberalisierung in der Schweiz fast 500 Zeitungen gegründet. Sie sind stark engagiert in der politischen Meinungsäusserung.
Lösungsblatt 3 1837 wird der Telegraf durch den Engländer Samuel Morse erfunden, der die Voraussetzung für die Inbetriebnahme von Nachrichtenagenturen darstellt. 1848 wird nach dem Sonderbundskrieg von 1847 die Bundesverfassung angenommen. Sie garantiert jetzt verfassungsrechtlich die Presse- und Meinungsfreiheit. Bundesstaat und Industrialisierung (1848 1900) Die demokratisch-förderalistische Staatsstruktur macht die Schweiz in diesen Jahren zu einem der zeitungsreichsten Länder Europas. Die Zeitungen und Nachrichtenblätter sind zentrale politische Instrumente und Ausdrucksmittel des öffentlichen Meinungsaustausches. Sie bilden auch eine wichtige Grundlage zur Ausübung des demokratischen Wahlrechts. Durch technische Neuerungen wächst die Anzahl der Zeitungen erneut von 448 im Jahr 1885 auf 1 005im Jahr 1902. Ab 1850 entstehen weltweit Nachrichtenagenturen. 1863 wird die erste Rotations-Druckmaschine gebaut. Sie erlaubt grössere Auflagen und macht den Anzeigenverkauf interessanter. 1893 wird in Zürich der Tages-Anzeiger gegründet. Er ist gekennzeichnet durch: hohe Auflage (43 000 Expl.), tiefer Preis, hoher Anzeigenverkauf, grosse Leserschaft, politisch ausgewogener Textteil. 1895 wird die Schweizerische Depeschenagentur gegründet. 1899 wird der Schweizerische Zeitungsverlegerverein (SVZ) gegründet. 1900 1945 Um die Jahrhundertwende feiert die moderne Massenkommunikation ihren Durchbruch. Neben politischen werden auch Fach- und Freizeitinformationen immer gefragter. Zeitschriften entstehen und Fotos und Bilder finden vermehrt Verwendung. Konkurrenz erhalten die Printmedien durch das aufkommende Radio.
Lösungsblatt 4 1922 nimmt der erste Schweizer Radiosender seinen Betrieb auf. 1926 wird die erste Gratiszeitung in der deutschsprachigen Schweiz, Der Schweizerische Beobachter, verteilt. Ab 1939 unterstehen die Medien für die Dauer des Zweiten Weltkriegs einer Zensurbehörde. Seit 1945 Im Wirtschaftsaufschwung nach dem Ende des Weltkriegs wird die traditionelle Parteipresse von der unabhängigen Informationspresse abgelöst. Ökonomischkommerzielle Faktoren bestimmen die Zeitungslandschaft immer mehr, die zunehmend von Fusionen kleinerer Lokalblätter geprägt ist. Radio und Fernsehen nehmen weiter an Bedeutung zu. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts stellen die neuen elektronischen Medien wie das Internet eine weitere Herausforderung für die Printmedien dar. 1953 wird in Zürich und Genf der Fernsehversuchsbetrieb aufgenommen. 1959 erscheint der Blick als erste Schweizerische Boulevardzeitung. 1996 nennt sich der SVZ um und heisst von nun an Verband Schweizer Presse.