Expertenstudie Social Media Was ist dran, an dem Hype um Social Media? Es wird viel geredet von den neuen Chancen und Risiken, die soziale Netze dem Internet-Marketing bieten. Sichere Methoden und Erfahrungswerte sind derzeit noch Mangelware. Die vorliegende Expertenstudie wurde im Auftrag der Email-Expo von der Promio.net GmbH erstellt. Marketing-Verantwortliche aus ganz Deutschland wurden dafür im Vorfeld des Fachforums für E-Mail-Marketing am 16. Mai 2011 online befragt. Ziel war es zu klären, wie Unternehmen Social Media schon jetzt einsetzen oder dies für die nahe Zukunft planen, welche Maßnahmen ergriffen werden und welche Erwartungen dabei im Vordergrund stehen. Summary Social Media ist das Top-Thema für das Jahr 2011. Von den befragten Unternehmen betreiben bereits 55 Prozent Social Media, 38 Prozent wollen noch im laufenden Jahr in entsprechende Maßnahmen investieren. Wenn über Social Media gesprochen wird, sind meist Facebook und Twitter gemeint: 68,2 Prozent der bereits aktiven Unternehmen posten im gefällt -Netzwerk, 42,4 Prozent zwitschern zu ihren Followern. Die deutsche B2B-Plattform Xing schließt mit 37,9 Prozent auf. Der Fokus der Maßnahmen liegt dabei klar auf der Kundenbindung und -aktivierung. Direkter Verkauf oder Lead-Generierung werden kaum mit diesen sozialen Netzwerken verbunden. Ein schwarzer Fleck stellt bei vielen Firmen immer noch die Auswertung ihrer Social Media Aktivitäten dar. 25,8 Prozent der Verantwortlichen geben an, dass sie nicht wissen, wie sie diesbezüglich vorgehen sollen. Ganze 21,2 Prozent sehen nicht einmal mehr die Notwendigkeit für ein professionelles Monitoring. Über zwei Drittel nutzen immerhin eine bestehende Marktlösung für die Analyse ihrer Kommunikation. Trotz des Hypes um Facebook & Co. führt E-Mailing weiterhin den Marketing-Mix an und behauptet sich bei drei Viertel der Befragten als fester Bestandteil ihrer Kommunikation. Großer Nachholbedarf besteht allerdings bei der Integration von Social Media in die Kampagnen. Gut durchgesetzt hat sich professionelles Suchmaschinen-Marketing, das weiter an Bedeutung gewinnt. 63,6 Prozent der Manager geben an, SEO und SEM für ihre Wepages einzusetzen, 22,7 Prozent wollen 2011 hierein investieren.
Frage 1 Fast 40 Prozent der Befragten identifizieren Social Media Marketing als ihr wichtigstes Thema für 2011 Ein Fünftel möchte 2011 in SEO/SEM investieren E-Mail-Marketing steht auf Platz drei der Investitionsvorhaben, ist aber mit 12,1 Prozent nicht tonangebend Mobile-Marketing, vor zwei Jahren noch das Hype-Thema, steht jetzt weniger im Fokus
Frage 2 Mehrere Antwortmöglichkeiten Drei Viertel der Befragten nutzen E-Mail-Marketing stellt sich die Frage, warum 25 Prozent der Unternehmen dieses stärkste Instrument immer noch nicht nutzen PR und SEO/SEM finden bei zwei Dritteln der Firmen Einsatz und belegen zusammen mit E-Mailing die Top-3 der Marketinginstrumente Auffällig: Obwohl immer wieder todgesagt, bleibt Print weiterhin stark Trend steigend: Über die Hälfte der Firmen betreibt schon Social Media Marketing
Frage 3 Mehrere Antwortmöglichkeiten Facebook ist die uneingeschränkte Nr. eins unter den Social Media Maßnahmen, gefolgt von Twitter mit über 40 Prozent Xing schließt auf, obwohl die Plattform ein klares B2B-Instrument ist Fast ein Fünftel der Unternehmen sieht die Notwendigkeit, personell zu handeln Auffällig: 18,2 Prozent erkennen einen Personalbedarf allein durch Social Media
Eine externe Agentur beauftragen immerhin zwölf Prozent Keine Notwendigkeit für Social Media sieht eine Minderheit von nur fünf Prozent Startprobleme: Fast 14 Prozent sind unschlüssig, wie sie investieren sollen Frage 4 Social Media wird in erster Linie als Kundenbindungsinstrument gesehen Immerhin ein Viertel möchte die Reichweite erhöhen Drei Prozent planen, neue Kontakte/Adressen zu generieren Kein Ziel: Nur sieben Prozent wollen direkt über soziale Netzwerke verkaufen Nachholbedarf: Die Integration von Social Media in E-Mail-Marketing ist kaum Thema
Frage 5 Ein Viertel der Befragten weiß nicht, wie sie Social Media Aktivitäten auswerten sollen das bedeutet, die Unternehmen wissen auch nicht, wie erfolgreich sie sind Am meisten genutzt werden bestehende Marktlösungen Zwölf Prozent haben für das Monitoring eine eigene Technologie entwickelt
Frage 6 Fast 70 Prozent der Befragten betreiben zumindest Social Media Monitoring Immerhin 40 Prozent beteiligen sich an der Kommunikation in sozialen Netzen und kommentieren negative Einträge Sechs Prozent interessiert sich entweder gar nicht für Meldungen in den sozialen Netzwerken oder ignoriert schlechte Meldungen Immerhin sechs Prozent betreiben Reputationsmanagement über externe Agenturen