Integriertes Nachtragsmanagement:



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Transkript:

Holger Scherer Integriertes Nachtragsmanagement: Verfahrenshandbuch für die Dokumentation von Behinderungen/ Störungen und Nachtragssachverhalten auf der Grundlage der VOB Aufgrund der angespannten Kostensituation im Baugewerbe gewinnen rechtliche Aspekte, besonders in der Ausführungsphase eines Projektes, immer mehr an Bedeutung. Dieser Band 4 wurde als Diplomarbeit an der Fachhochschule Darmstadt, unter Betreuung von Referent Prof. Dr.-Ing. Andreas Lang und Korreferent Prof. Dr.-Ing. Lothar Ruf in einer Zusammenarbeit mit der Philipp Holzmann AG erarbeitet. Er ist eine Weiterführung der Schriftenreihe ausgezeichneter Diplomarbeiten, welche mit dem Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.v. institutionalisiert wurde, um dem Baubetrieb Richtlinien und Hilfestellungen zu liefern. Der Autor Holger Scherer sieht sich nach seiner zweijährigen Tätigkeit als Bauleiter in einem Baukonzern in seinen Inhalten und Vorgehensweisen mehr als bestätigt.

Inhaltsverzeichnis Einleitung 9 Teil A 1. Bauvertragsmanagement 11 1.1 Allgemeines zum Bauvertragsmanagement 12 1.2 Klärung des Umfangs der vertraglichen Leistung 12 1.3 Klärung der Zuständigkeiten der Baubeteiligten (Vollmachten) Herausstellen der Position des Architekten als Vertreter des Bauherrn 15 2. Änderungen der vertraglichen Leistung 17 2.1 Vorbemerkung 18 2.2 Die Änderung des Einheitspreises bei Mengenänderungen gemäß 2 Nr. 3 VOB/B 18 2.2.1 Grundsätzliches zu 2 Nr. 3 VOB/B 18 2.2.2 Mengenänderungen bis zu 10% gemäß 2 Nr. 3 Abs. 1 VOB/B 20 2.2.3 Mengenüberschreitungen über 10% gemäß 2 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B 20 2.2.4 Mengenunterschreitungen von mehr als 10% gemäß 2 Nr. 3 Abs. 3 VOB/B 20 2.2.5 Beweislast und Dokumentationserfordenisse für Fallkonstellationen bei 2 Nr. 3 VOB/B 20 2.2.6 Angeordnete Mengenüberschreitungen 21 2.2.7 Angeordnete Mengenunterschreitungen 21 2.2.8 Beweislast und Dokumentationserfordernisse bei Anordnungen des Auftraggebers hinsichtlich der Vertragsmenge 21 2.2.9 Fast vollständige Mengenunterschreitung, sowie der Wegfall ganzer Positionen ohne Anordnung des Auftraggebers 21 2.3 Übernahme von Leistungsteilen durch den Auftraggeber (Teilkündigung gemäß 2 Nr. 4 VOB/B) 22 2.4 Änderung der vertraglichen Leistung durch den Auftraggeber gemäß 2 Nr. 5 VOB/B 22 2.5 Zusätzliche, im Vertrag nicht vorgesehene Leistungen gemäß 2 Nr. 6 VOB/B 23 2.6 Abgrenzung zwischen 2 Nr. 5 und 2 Nr. 6 VOB/B 24 2.7 Beweislast und Dokumentationserfordernisse für Fallkonstellationen bei den 2 Nr. 5 und 2 Nr. 6 VOB/B 25 2.8 Nicht angeordnete, geänderte oder zusätzliche Leistungen (nicht bestellte Leistungen) gemäß 2 Nr. 8 VOB/B 25 5

2.8.1 Leistungen ohne Auftrag oder unter eigenmächtiger Abweichung vom Vertrag gemäß 2 Nr. 8 Abs. 1 VOB/B 25 2.8.2 Die ausnahmsweise Vergütungspflicht für nicht bestellte Leistungen gemäß 2 Nr. 8 Abs. 2 VOB/B 26 2.8.2.1 Das nachträgliche Anerkenntnis gemäß 2 Nr. 8 Abs. 2 Satz 1 VOB/B 26 2.8.2.2 Die notwendige, dem mutmaßlichen Willen des Auftraggebers entsprechende Leistung gemäß 2 Nr. 8 Abs. 2 Satz 2 VOB/B 26 2.9 Beweislast und Dokumentationserfordernisse für Fallkonstellationen bei 2 Nr. 8 VOB/B 28 2.10 Ansprüche des Auftragnehmers auf zusätzliche Vergütung gemäß 2 Nr. 9 VOB/B 28 2.11 Beweislast und Dokumentationserfordernisse für Fallkonstellationen bei 2 Nr. 9 VOB/B 28 3. Ansprüche des Auftragnehmers bei Behinderungen 33 3.1 Vorbemerkung 34 3.2 Klärung des Begriffs der Behinderung im Sinne von 6 VOB/B 34 3.3 Einteilung der Behinderung nach ihrer Verursachung 34 3.4 Behinderungstatbestände gemäß 6 Nr. 2 VOB/B Folge: Fristverlängerung 36 3.4.1 Streik und Aussperrung gemäß 6 Nr. 2 Abs. 1b VOB/B 36 3.4.2 Höhere Gewalt und unabwendbare Umstände gemäß 6 Nr. 2 Abs. 1c VOB/B 36 3.4.3 Witterungsbedingte Umstände gemäß 6 Nr. 2 Abs. 2 VOB/B 36 3.4.4 Vom Auftraggeber zu vertretende Umstände gemäß 6 Nr. 2 Abs. 1a VOB/B 37 3.5 Schadensersatzansprüche des Auftragnehmers gemäß 6 Nr. 6 VOB/B 37 3.6 Beweislast und Dokumentationserfordernisse für Fallkonstellationen bei 6 VOB/B 39 4. Sinnvoller Aufbau eines Nachtrags 41 Teil B 1. Anforderungen an ein Dokumentationssystem 45 1.1 Aufgaben der Dokumentation 46 1.2 Allgemeine Dokumentationsanforderungen 47 1.3 Dokumentationsanforderungen des Auftragnehmers 47 1.4 Dokumentationsanforderungen des Auftraggebers 48 1.5 Wechselbeziehungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber 48 2. Entwicklung eines Dokumentationsmanagementsystems 53 2.1 Vorbemerkung 54 2.2 Leitfaden für die Abwicklung und Dokumentation von Nachtragssachverhalten 54 2.3 Leitfaden für die Abwicklung und Dokumentation von Behinderungen bzw. Störungen 57 2.4 Darstellung von EDV-Möglichkeiten innerhalb eines integrierten Systems 60 6

2.5 Das Dokumentationssystem als Bestandteil des Qualitätsmanagements 62 3. Baubetriebliche Dokumentationstechniken 63 3.1 Vorbemerkung 64 3.2 Überprüfung der projektspezifischen Randbedingungen 64 3.3 Das Baustellenberichtswesen 64 3.3.1 Das Bautagebuch 64 3.3.2 Tagesberichte 65 3.3.3 Maschinentagesberichte 65 3.3.4 Störungsbericht 65 3.3.5 Stundenlohnzettel 66 3.3.6 Aufmaßprotokoll 66 3.3.7 Abnahmebericht 67 3.4 Besprechungswesen 67 3.4.1 Jour-Fix-Protokolle 67 3.4.2 Schriftverkehr 67 3.5 Planunterlagen 68 3.5.1 Planeingangsliste 68 3.5.2 Planinhaltsvergleiche 68 3.5.3 Planbereitstellungslisten 68 3.6 Foto und Videodokumentation 68 3.7 Vergleich der geplanten mit den tatsächlichen Ausführungsfristen 69 3.8 Soll-Ist-Vergleich der Mitwirkungspflichten des Auftraggebers 69 3.9 Dokumentation von Behinderungen 69 3.10 Dokumentation von Nachträgen 70 4. Integration der Dokumentationstechniken in das Dokumentationsmanagementsystem 71 5. Dokumentation als Hilfsmittel eines Baustellencontrollingsystems 73 5.1 Vorbemerkung 74 5.2 Soll-Ist-Vergleiche 74 5.3 Mengenvergleiche 74 5.4 Kostenartenvergleich 75 5.5 Nachkalkulation 75 7

Teil C 1. EDV Programm 77 1.1 Vorbemerkung 78 1.2 Systemvoraussetzungen 78 1.2.1 Hardwarevoraussetzungen 78 1.2.2 Softwarevoraussetzungen 79 1.3 Gesamtbeschreibung 79 1.3.1 Zielsetzung von PMDS 79 1.3.2 Aufgaben und Funktionalität von PMDS 79 1.3.3 Systemstruktur (Programmstrukturplan) 80 1.4 Erläuterungen zur Systemanwendung 86 1.4.1 Menü Datenerfassung/ Datenbearbeitung 86 1.4.2 Menü Datenabfrage 89 1.4.3 Menü Datenberichte 89 1.5 Erweiterungsmöglichkeiten 89 Teil D 1. Überprüfung der Funktionalität der entwickelten Leitfäden 1 1.1 Vorbemerkung 92 1.2 Überprüfung der Leitfäden anhand von Praxisbeispielen 92 Index 99 8

Einleitung Einleitung Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik des integrierten Nachtragsmanagements. Bei der Bearbeitung werden zwei Leitfäden für die Dokumentation von Behinderungen beziehungsweise Störungen und Nachtragssachverhalten entwickelt. Die Leitfäden stellen ein systematisches Hilfsmittel bei der Durchführung von Bauprojekten hinsichtlich des Nachtragsmanagements dar. Diese sollen dem Bauleiter im Hinblick auf eine gesicherte und geordnete Dokumentation das Tagesgeschäft erleichtern. Die Diplomarbeit untergliedert sich in vier Teile. Teil A ist als Hinführung zur Thematik der Dokumentation zu verstehen. Es wird ein Einblick in das Bauvertragsmanagement vermittelt, das die Grundlage für die Auseinandersetzung mit vertraglichen Problemstellungen darstellt. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Abwicklung von Bauprojekten vom Grundsatz her die Erfüllung eines geschlossenen Vertrages darstellt. Im weiteren werden die baurechtlichen Grundlagen der 2 und 6 der VOB/B erläutert. Die genaue Kenntnis der VOB/B und speziell die Regelungen der oben genannten Paragraphen bildet die Basis für das Nachtragsmanagement, das für eine erfolgreiche wirtschaftliche Abwicklung von Bauprojekten unabdingbar ist. Bei der Erläuterung dieser baurechtlichen Grundlagen wird auch auf die verschiedenen Dokumentationsbedürfnisse eingegangen. Teil B stellt den eigentlichen Hauptteil der Diplomarbeit dar, der sich mit der Entwicklung eines Dokumentationsmanagementsystems befaßt. Um die besonderen Dokumentationserfordernisse, die bei Behinderungen, Störungen und Nachtragssachverhalten entstehen, zu berücksichtigen, werden für genau diese Sachverhalte Leitfäden (Verfahrensanweisungen) entwickelt. Diese sollen eine geordnete, nachvollziehbare und auch gerichtsfeste Dokumentation schon auf der Baustelle ermöglichen. Das Baugeschehen wird somit auch für Dritte klar und nachvollziehbar dargestellt. Das EDV-Programm in Teil C beinhaltet verschiedene Hilfsmittel, wie Checklisten, Übersichtsformulare, eine Projektstammdatei, etc., die im Hinblick auf die Dokumentation von Ist-Werten eine Erleichterung und auch Zeitersparnis im Tagesgeschäft bringen sollen. Die Anwenderfreundlichkeit der entworfenen EDV steht hierbei besonders im Vordergrund. Im Teil D wird die Funktionalität der entwickelten Leitfäden sowie der EDV-Hilfsmittel aufgezeigt. Dies wird durch die Umsetzung der Verfahrensanweisungen bei einigen Praxisbeispielen erreicht. 9