Gründertag Wetter 04. September 2009 Perspektive Existenzgründung Das Unternehmenskonzept Seite 1
Die Existenzgründung Die Unternehmensgründung und ihre Rahmenbedingungen Familie Finanzamt Existenzgründer Markt Mitarbeiter Konkurrenz Gründung Kunden Konzept Finanzierung Banken Lieferanten Behörden Kammern Seite 2
Gründertag Wetter 04. September 2009 Wichtige Elemente des Gründungskonzeptes Seite 3
Warum überhaupt ein Konzept erstellen? Zusammenfassung aller wichtigen Daten und Fakten Um den Überblick zu behalten und nichts zu vergessen Ablaufplan für das Vorgehen Als Kontrollinstrument (Soll-Ist-Vergleich / Finanzplanung) Um Geldgeber zu überzeugen Professionelle Präsentation und Außendarstellung Seite 4
Der allgemeine Teil Zusammenfassung (wichtige Aussagen zur Geschäftsidee, zur Person, zum Vorhaben und den notwendigen Voraussetzungen (Zulassungen, Genehmigungen, Ausstattung) sollten kurz auf max. einer DIN A 4 Seite zusammengefasst werden) Angaben zur Person Ausbildung und Berufsabschluss (fachliche Qualifikation) Kaufmännische Kenntnisse Zusatzausbildungen / Weiterbildung Berufserfahrung Branchenerfahrung sonstige für das Vorhaben wichtige Qualifikationen Diese Angaben sollten im Anhang des Unternehmenskonzeptes durch Lebenslauf, Tätigkeitsnachweis, Zeugnisse und Ausbildungsnachweise belegt werden. Seite 5
Der allgemeine Teil Rechtsform / Firma / Unternehmensbezeichnung (Angaben zur Rechtsform des Unternehmens und zum Namen, den das Unternehmen ggf. tragen soll) Anmeldungen / Genehmigungen / Auflagen (Angaben zu den notwendigen Anmeldeformalitäten (Gewerbeanmeldung, Eintrag in die Handwerksrolle), zu notwendigen Genehmigungen (Konzessionen, Zulassungen z. B. im Versicherungsbereich) oder Auflagen (Lärm- und Umweltschutz, etc.)) Produkte und Dienstleistungen (Was wird das Unternehmen zukünftig an Produkten und / oder Dienstleistungen anbieten? Wie schlüsseln sich die Produkte und Dienstleistungen in Produktgruppen und Angebotspaketen auf?) Kunden und Zielgruppen (Wer kommt als Kunde für die vorher genannten Produkte in Betracht? Welche Merkmale kennzeichnen die unterschiedlichen Kundengruppen?) Seite 6
Der allgemeine Teil Markteinschätzung / Marktvolumen / Trends (Wie sieht die Marktentwicklung aus? Statistiken und Aussagen zur aktuellen und zukünftigen Lage des Marktes heranziehen! Wo will sich das Unternehmen im Markt positionieren (Produkte / Dienstleistungen, Preisniveau)) Konkurrenzanalyse (Stärken und Schwächen) (Welche Konkurrenzunternehmen gibt es bereits? Wie groß ist die Konkurrenz (Anzahl der Betriebe, Größe (Umsatz, Mitarbeiterzahl, Fläche) der Betriebe)? Was sind die Vorund Nachteile der eigenen Produkte / Dienstleistungen im Gegensatz zur Konkurrenz?) Marketingaktivitäten (Wie will das Unternehmen über sein Produktprogramm, den Preis, die Kommunikation (Werbung) und den Vertrieb potenzielle Kunden erreichen? Welche Maßnahmen sind dafür notwendig? Welche finanziellen Reserven stehen dafür zur Verfügung?) Standort (An welchem Standort soll das Unternehmen eröffnet werden? Welche Merkmale bzw. Vor- und Nachteile weist der Standort auf? Wie zukunftssicher ist er?) Seite 7
Der allgemeine Teil Ausstattung / Produktion (Welche Grundausstattung ist erforderlich, damit das Unternehmen überhaupt arbeiten kann? Wie hoch sind die Investitionen, um die notwendigen Voraussetzungen schaffen zu können?) Personal / Organisation (Wie viel Personal benötigt das Unternehmen? Zu welchem Zeitpunkt soll zusätzliches Personal eingestellt werden? Wer übernimmt welche Aufgaben im Unternehmen? Wie sind die Abläufe organisiert?) Einkauf (Welche Punkte sind in Bezug auf den Wareneinkauf wichtig? Gibt es Schlüssellieferanten zu denen eine besondere Beziehung / Abhängigkeit besteht? Was ist an Mindestwarenlagerbestand anzuschaffen und vorzuhalten? Welche Konditionen (Rabatte, Zahlungsziele, etc.) werden im Einkauf erzielt?) Vertrieb und Logistik (Was ist in Bezug auf die Lagerhaltung, den Vertrieb und die Logistik wichtig?) Seite 8
Der allgemeine Teil Zukünftige Trends und Entwicklungen (Welche Trends und Entwicklungen werden das Unternehmen in der Zukunft beeinflussen? Welche (notwendigen) Veränderungen sind bereits absehbar?) Chancen und Risiken (Welche Chancen und Risiken sind mit der Existenzgründung verbunden? Wie werden diese Chancen und Risiken eingeschätzt bzw. beurteilt?) Seite 9
Der finanzielle Teil Notwendige Privatentnahme Einnahmen Ausgaben Gehalt Ehepartner/in Aushilfslohn Kindergeld Arbeitslosengeld I / II Gründungszuschuss Rente Miete + Nebenkosten Strom / Gas / Wasser Lebensunterhalt Priv. Beiträge und Versicherungen Bekleidung Sonstiges und Reserve Seite 10
Der finanzielle Teil Investitionsplan Vorhandene Ausstattung Neuanschaffungen Geräte und Maschinen Büroeinrichtung Computer, Drucker, Telefon, Software Laden- und Geschäftseinrichtung PKW Waren- und Materiallager Geräte und Maschinen Büroeinrichtung Technische Büroausstattung Laden- und Geschäftseinrichtung PKW, Transporter, LKW Waren- und Materiallager Seite 11
Der finanzielle Teil Finanzierungsplan Kapitalbedarfsplan Eigenkapital Sparguthaben / Depots Immobilien / Versicherungen Darlehen von Familienmitgliedern Fremdkapital Öffentliche Förderprogramme Hausbankdarlehen Bürgschaften Beteiligungskapital Anlagevermögen Geräte und Maschinen Büro-, Laden- und Geschäftseinrichtung Fahrzeuge Umlaufvermögen Waren- und Materiallager Betriebsmittelbedarf Gründungskosten Laufende Kosten (erste 2 bis 6 Monate) Seite 12
Der finanzielle Teil Rentabilitätsvorschau Einnahmen (Netto) Ausgaben (Netto) Umsatz aus Produktverkauf Umsatz aus Dienstleistungen Sonstige Einnahmen Waren- und Materialeinsatz Personalkosten Miete und Nebenkosten Telefon, Büromaterial, etc. Marketing- und Werbekosten Gebühren, Versicherungen, Beratung Zinsen und Kreditkosten Seite 13
Der finanzielle Teil Liquiditätsplanung Einzahlungen (Brutto) Umsatz aus Produktverkauf Umsatz aus Dienstleistungen Umsatzsteuer auf diese Umsätze Umsatzsteuererstattung v. Finanzamt Sonstige Einnahmen Zugang Eigenkapital oder Darlehen Auszahlungen (Brutto) Waren- und Materialeinsatz Personalkosten Miete und Nebenkosten Laufende Betriebskosten (s. o.) Umsatzsteuerzahlung an Finanzamt Gebühren, Versicherungen, Beratung Entnahme v. Eigenkapital / Investitionen Zinsen und Kreditkosten Seite 14
Der Anhang Lebenslauf Tätigkeitsnachweis Ausbildungsnachweise Arbeitszeugnisse Verträge (Gesellschafts-, Geschäftsführer-, Miet-, Kaufvertrag bzw. Vertragsentwürfe für die Geschäftsbeziehung mit Lieferanten oder Kunden) Referenzen Werbematerialien (Entwürfe von Briefpapier, Visitenkarte, Flyer, etc.) Muster Seite 15
Worauf zu achten ist! Max. 15 bis 20 Seiten zuzüglich Tabellen und Anhang Guter Aufbau und gute Präsentation des Konzeptes Das Konzept muss für Nicht-Fachleute nachvollziehbar sein Kurz, klar und verständlich schreiben Behauptungen und Unbewiesenes vermeiden Aussagen mit Statistiken und plausiblen Planungen stützen Nachvollziehbar und logisch planen Geldgeber durch vorhandene Kunden überzeugen Chancen und Risiken benennen und realistisch darstellen Seite 16
Gründertag Wetter 04. September 2009 Viel Erfolg für Ihre Existenzgründung! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Seite 17