7. Workflow Printmedien



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Transkript:

7. Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik Bildquelle: http://www.regioit-for-utilities.de/images/workflow_web.jpg 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik

Die Druckproduktion von gestern Dieses war der erste Workflow und die Geburt der grafischen Industrie. 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 2

Begriff Workflow Workflow ['wə:kfləʊ; englisch»arbeitsfluss«] der, prozessorientierte Abwicklung arbeitsteiliger Vorgänge beziehungsweise Geschäftsvorfälle in Unternehmen und Behörden mit dem Ziel größtmöglicher Effizienz. Quelle: www.lexikon.meyers.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 3

Begriff Workflow Ein Arbeitsablauf, englisch Workflow, ist eine vordefinierte Abfolge von Aktivitäten in einer Organisation. Der Arbeitsablauf betont dabei die operativ-technische Sicht auf die Prozesse, während der in der Definition nahe stehende Geschäftsprozess den Bezug zu betriebswirtschaftlichen Faktoren wie Kosten und Erlösen betrachtet, z.b. bei einem Handelsprozess. Dabei kann ein IT-System den Ablauf unterstützen, ihn mit notwendigen Daten versorgen und ihn gemäß einer im System hinterlegten Vorgabe oder eines dafür vorgesehenen Algorithmus abwickeln. Herstellerübergreifende, internationale Gremien wie WfMC haben dazu Standards wie BPML entwickelt. Das Ziel ist hierbei weniger eine Dokumentation für eine Organisation oder deren Mitarbeiter, sondern eine mögliche (Teil-) Automatisierung der Ausführung. In Abgrenzung vom Geschäftsprozess wird dabei detailliert auf die operative Ebene eingegangen, indem die Arbeitsablauf-Beschreibung (workflowdefinition) den Prozess in Bestandteile gliedert, die auf IT-Ebene eindeutig sind und in deterministischer Beziehung zueinander stehen. Quelle: www.wikipedia.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 4

Workflow Printmedien Quelle: MAN Roland 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 5

Workflow im Printmedienbetrieb Workflow = Arbeitsfluss Jeder Printmedienbetrieb hat seinen individuellen Workflow. Der Workflow ist abhängig von der Auftragsstruktur, de Kundenwünschen und den eingesetzten Produktionsmitteln. In der Praxis wird das Wort Workflow allerdings unterschiedlich eingesetzt. Oftmals wird es nur auf die Druckvorstufe bezogen, da es hierfür auch viele Workflow Softwareprodukte gibt, genau genommen gehört der Druck und die Weiterverarbeitung aber auch dazu. Der Trend geht dahin, dass die Digitalisierung den Druck und die Weiterverarbeitungsprozesse durchdringt. Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 6

Moderner Printmedienbetrieb Vertriebsmanager und Druckvorstufenmanager Einkauf und Planung Agentur und Kunde Data Mining System Netzwerkserver High Speed Netzwerk Digitales Job Ticket Ausschießen und Rippen Color Management Stanzmaschine Zusammentragmaschine Transport und Logistik Roboter und Materialfluss Transportsystem Druckmaschinen und Drucker Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 7

Beispiel eines digitalen Workflows Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 8

Wandel der Prozesse - Cross-Media Before (Graphic Arts Technology) Pre-Press Press Post-Press Now (Media Technology) Contents producion Packaging and dissemination in different channels Retrieval and use "Cross-Media" Quelle: Oittinen, P.: Education in Media Technology at Helsinki University of Technology. Graphic Arts in Finland 28(1999)3, S. 3-6 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 9

Beispiel für einen Medien-Dienstleister Verzeichnis gesperrter Kreditkarten Abfrage der Datenbank Herstellung 3.000 Hefte Versand in Europa Werbung für neuen Investmentfond Drucken 200.000 Folder Drucken 20.000 Verkaufsprospekte Brennen 500 CD s Einstellen ins Internet 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 10

Beispiel für einen Content Provider (1) 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 11

Beispiel für einen Content Provider (2) 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 12

Cross-Media Digitaler Workflow ermöglicht die Ausgabe der Informationen sowohl auf Print als auch auf elektronischen Medien ( Cross Media Publishing ) Der digitale Workflow der Daten erfolgt heute bevorzugt mit PDF- Dateien. Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 13

Cross-Media Verschiedene Datenquellen, wie z.b. das Internet, Dateien verschiedener Formate und Inhalte wie Video, Audio, Grafik und Bild, werden in einem Cross Media Betrieb durch eine Datenbank verwaltet. Aus diesen Daten, die digital vorliegen müssen oder in einem Cross Media Betrieb digitalisiert werden, werden zunächst ausgabeunabhängig die Entwürfe erstellt und dann erst relativ spät vor der eigentlichen Ausgabe für das entsprechende Trägermedium optimiert, z. B. Internet, CD-ROM oder Print. Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 14

Cross-Media Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 15

Cross-Media versus Multimedia Crọss-Media-Publishing [- mi:dia pʌblɪʃɪŋ; englisch ], Mehrfachnutzung von elektronisch aufbereiteten Daten, Texten und Bildern, die in unterschiedlichen Medien (zum Beispiel als gedrucktes Buch, Zeitschrift oder Zeitung, als CD- ROM, auf DVD und im Internet) publiziert werden. Multimedia [lateinisch] das (meist ohne Artikel verwendet), Informatik, Medientechnik, Telekommunikation: allgemein die gemeinsame Anwendung mehrerer Medien, heute (im Zuge der Konvergenz der technischen Übertragungsmöglichkeiten) als Oberbegriff für eine Vielzahl von Produkten, Diensten und Anwendungen aus dem Computer-, Telekommunikations- sowie Hörfunk- und Fernsehbereich verwendet. Multimedia beinhaltet die computergestützte Kombination von digitalisierten Texten (Daten), Tönen (Audio), Grafiken und Bewegtbildern (Video), bei deren Anwendung ein interaktiver Dialog zwischen Anbieter und Nutzer möglich ist. Verschiedene Medientypen werden dabei integrativ verwendet, wobei man von Multimedia erst dann spricht, wenn mindestens ein dynamischer Informationstyp (z. B. Audio) einbezogen ist. Quelle: www.lexikon.meyers.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 16

Workflow in der Druckvorstufe (PrePress) Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 17

Digitaler Aufbau einer Druckseite Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 18

PDF-Workflow Beim PDF Workflow werden die Daten in eine PDF-Datei umgewandelt, z.b. mit den Programmen Pronergy (Heidelberg), Apogee (Agfa) oder Distiller (Adobe). Sie erlaubt die Ausgabe als Druck, im Internet oder z. B. auf CD-ROM. Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 19

PDF-Workflow Die PDF Datei ist ein standardisiertes, komprimiertes und optimiertes Dateiformat. Mit der PDF Datei können zusätzliche Prozessschritte wie Preflighting (Datencheck im Prepress und im Druck), Trapping (Überfüllung/Unterfüllung beim Bildaufbau) und Color Management durchgeführt werden. Die PDF Datei kann als einzelseitiger Farbproof ausgedruckt werden. Im Anschluss wird die PDF Datei gerippt und ausgegeben. Quelle: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 20

Raster Image Prozessor - RIP 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 21

Raster Image Processor (RIP) Ein Raster Image Processor (RIP) ist eine spezielle Hardware oder eine Kombination aus Hardware und Software, die spezifische Daten einer höheren Seitenbeschreibungssprache, beispielsweise PostScript, PDF (auch VPS, AFP) oder PCL in eine Rastergrafik umrechnet, in der Regel, um diese anschließend auf einem Drucker auszugeben. In der Druckvorstufe werden die Daten nach der Anpassung an eine CTP (Computer to Plate) Anlage gesendet um eine Druckplatte nach der Vorlage direkt herzustellen. Für das Senden der Daten an den RIP Server werden Programme wie ApogeeX genutzt. Ein Raster Image Processor implementiert im wesentlichen zwei Funktionen: Umrechnung von Vektorgrafiken in Rastergrafiken bestimmter Auflösungen Neuberechnung von Rastergrafiken zur Umwandlung in andere Auflösungen bzw. Größen Explizit gebräuchlich ist der Begriff Raster Image Processor nur in der Druckvorstufe bzw. in der Reproduktionstechnik und meint dort eine spezielle Komponente im Druckprozess, die neben den oben genannten Funktionen weitere Aufgaben übernimmt:farbmanagement, OPI-Bildersetzung, Separation, Trapping. Quelle: www.wikipedia.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 22

Raster Image Processor (RIP) Der RIP ist neben der Druckmaschine selbst die wichtigste und zugleich fehleranfälligste Komponente im Druckprozess. Kommerzielle RIPs unterscheiden sich bezüglich der implementierten Funktionen, ihrer Kompatibilität mit bestimmten Postscript-Versionen und ihrer PDF- Unterstützung erheblich. Der Trend geht allerdings dahin, dass viele Aufgaben der Druckvorstufe zunehmend von der RIP-Komponente übernommen werden. Weiterhin besitzt jeder Postscript-Drucker bzw. jeder PCL-Laserdrucker einen internen RIP in seiner Firmware. Das freie GNU-Programm Ghostscript, das die direkte Darstellung von Postscript-Dateien erlaubt, bildet einen reinen Software- RIP. Abstrahiert man von diesen speziellen RIPs, so kommen "raster image processors" überall dort zum Einsatz, wo Bilddaten zur Ausgabe bzw. zur Darstellung am Monitor in Rastergrafiken umgerechnet werden müssen. Somit besitzt jedes Betriebssystem oder (Grafik-)Programm eine Art "raster image processor". Beispielsweise setzt die einfache Darstellung von Text, der überwiegend in vektorisierter Form vorliegt, eine RIP-Komponente voraus. Quelle: www.wikipedia.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 23

PDF/X Definiert eine Teilmenge des Portable Document Format (PDF), die durch klare Bedingungen bezüglich Schriftart, Color Management u.a. für einen reibungslosen Datenaustausch in bzw. zwischen der Druckvorstufe und dem Druck sorgt (X: exchange) Ende der 90er Jahre auf der Basis von PDF 1.2, Acrobat 3 vom Committee for Graphic Arts Technologie Standards (CGATS, USA) entwickelt PDF/X-1 2002 von ISO für Workflows mit Color Management als internationaler Standard festgeschrieben PDF/X-3 Quelle: C t 1/2003 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 24

Der PDF- und PDF/X-Workflow im Vergleich Quelle: C t 1/2003 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 25

PDF/X im Internet Quelle: C t 1/2003 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 26

Digitalisierung und Workflow Vernetzte Druckproduktion Management-Workflow Produktions-Workflow Wie sollen die einzelnen Fertigungsschritte miteinander kommunizieren? Quelle: Heidelberger Druckmaschinen AG 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 27

Digitalisierung und Workflow Standards In der grafischen Industrie existieren folgende Standards: Standard eines Datenflusses (Data-Workflow): Redaktion und Herstellung von Druckdaten aber auch Druck und Imagecontrol; Farbstandards (Colormanagement): gleiche Farbe auf allen Ausgabemedien (Remote-Proofing; Color-Management-Systeme); Standards für die Plattenbelichtung: Ausgleich von Rasterwerten und Punktzuwachs bei der Plattenbelichtung (AM-, FM-Raster; CtP-Technologie); Standards zur Qualitätskontrolle (Color-Check-Workflow): Druckkontrollstreifen, Farb- und Rasterkontrollfelder, Registerkontroll-Marken, Eigenschaften (Farbschichtdicke, Rasterung, Gestaltung und Form des Druckpunktes bspw. dublieren, schablonieren); etc. Bisher völlig ungenügend, großes Potential! Quelle: das Bild im Hintergrund - zeitungstechnik März 2005, S. 24 u. 25 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 28

Digitalisierung und Workflow CIP3 -CIP4 -JDF CIP3 Cooperation for Integration of PrePress, Press and PostPress CIP4 Cooperation for Integration of Processes in PrePress, Press and PostPress Ziel: Entwicklung eines allgemeinen Standardformates zur Verwaltung und Steuerung von Industriedaten (Fertigungsinformationen) im grafischen Gewerbe Die Basis für die Zukunft: CIP4 und GATF (Graphic Arts Technical Foundation) Zertifikat für das Produktionsformat im grafischen Gewerbe JDF. (Job Definition Format) Quelle: www.cip4.org 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 29

CIP3 CIP3: International Cooperation for Integration of Prepress, Press and Postpress Ziel: die Produktion von Druckprodukten zu verbessern und zu automatisieren. Basis: Print Production Format (PPF) Historie - Dezember 1993: erste Ideen - September 1994: erster Entwurf der Spezifikation - Dezember 1994: Entwicklung eines Prototypen - Februar 1995: Gründung des CIP3 Konsortiums (15 Gründungsmitglieder) - Mai 1995: CIP3-Präsentation auf DRUPA 95 (Version 1.0) - August 1995: Druckvorstufe erzeugt erste CIP3 PPF-Datei - August 1996: Version 2.0 des CIP3 PPF - Juni 1997: Version 2.1 des CIP3 PPF - Juni 1998: Version 3.0 des CIP3 PPF - Oktober: 1999 39 Mitgliedsfirmen Technische Unterstützung: Fraunhofer IGD Darmstadt Quellen: www.cip4.de. Stefan Daun, Fraunhofer IGD, 1999 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 30

CIP4 CIP4: International Cooperation for the Integration of Processes in Prepress, Press and Postpress mit derzeit 300 Mitgliedern aus der grafischen und Druckindustrie (Software, Systemkomponenten, Maschinen, Verfahren aber auch on-demand, e-commerce etc.) Gründung: 2000 Ziel: Computerbasierte Integration aller, für die grafische und Druckindustrie maßgebenden Prozesse, insbesondere die Spezifikation von Standards Basis: Job Definiton Format (JDF) Weitere Infos: www.cip3.org www.cip4.de Quelle: www.cip4.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 31

Digitalisierung und Workflow Job Definition Format (JDF) ist Standard seit 2004. definiert und beschreibt alle Produktionsdaten und phasen eines Druckauftrages. ermöglicht die Integration von Produktion und Administration auf einer allgemein gültigen Kommunikationsbasis. garantiert eine durchgängige Arbeitsstruktur für den ganzen Workflow. überwacht und kontrolliert den gesamten Produktionsprozess. ist internetfähig. JDF Auftragsmanagement Produktionsplanung und -steuerung Produktionsmittel und -ressourcen Layout Press S/W Seiten Pre- Press * Broschüre PPF JDF Umschlag Press Press Post- Press PPF Produktknot en Prozess- Gruppen- Knoten * PJTF Portable Job Ticket Format (Adobe) Quelle: Kühn, W.: JDF, Springer Verlag Berlin Heidelberg 2000 CtP Prepress Post- Press Prepress CtP Post- Press Prozess- Knoten 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 32

Job Definition Format (JDF) Digitale Auftragstasche JDF beinhaltet Metadaten zur Beschreibung der gesamten Produktentstehung für Druckprodukte, also für Arbeitsabläufe im Prepress, Press und Postpress JDF beruht auf die Extensible Markup Language (XML), die u. a. eine internetbasierte Kommunikation mit anderen Systemen ermöglicht. JDF unterstützt CIP3 PPF und PTJF (Portable Job Ticket Format, Adobe Systems) Spezifiziert Druckauftrag, Produktionsmittel und enthält technische, organisatorische terminliche und evtl. auch betriebswirtschaftliche Informationen Erlaubt ein sehr großes Optimierungspotenzial über die gesamte Prozessstrecke in den Betrieben der grafischen Industrie unter Einbeziehung externer über das Internet, also z. B. des Kunden, der Spedition, des Papierlieferanten usw. Im JDF Workflow übernimmt ein zentrales Produktionsplanungssteuerungssystem (PPS) den Transport der auftragsbezogenen Daten durch die gesamte Prozesskette und ermöglicht die Voreinstellungen von praktisch allen Maschinen Quellen: Heidelberger Print Media Academy: World of Print Media, www.cip4.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 33

Beispiel JDF in der Buchbinderei Die Produktionseinstellungen können aus dem JDF übernommen werden. Quelle: Fachhefte grafische Industrie, 2005 Ein Auftrag wird im Management Informationssystem (MIS) des Kunden eröffnet. Ist er einmal im elektronischen Auftragsbuch erfasst worden (zum Beispiel Name, Auflage, Produkttyp, Umschlag, Papierart, Grammatur, Lieferdatum u.v.a.), so lassen sich diese Daten exportieren und können in die Liniensteuerung der Weiterverarbeitung übernommen werden. Mit den eingelesenen Daten kann die Maschine eingerichtet werden. Während der Auftrag läuft, werden die aktuellen Produktionsdaten über das Job Messaging Format (JMF) an das MIS gemeldet. Dieses Feedback ist die Basis für eine stets aktualisierte Produktionsplanung im MIS. Nach Ende des Jobs wird das geschlossene File mit allen relevanten Produktionsdaten an das MIS zurückgeschickt. Es bildet die Basis für die Nachkalkulation und weitere Analysen. 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 34

Printmedienproduktion Digitaler Workflow Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 35

Digitalisierung und Workflow Printmedienproduktion gestern - heute? Trend CtP Erwartung Digitaldruck 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 36

on Demand Publishing on demand Print on Demand Book on Demand on Demand Herstellung auf Nachfrage oder nach Bedarf, keine Lagerhaltung BoD - Book on Demand Herstellung von Büchern nach der Bestellung PoD - Print on Demand Herstellung und Weiterverarbeitung von Druckprodukten Publishing on Demand Bedarf steht vor der Publikation und Produktion umfasst neben dem Druck auch das Publizieren auf anderen Medien/Datenträgern 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 37

BoD - Book on Demand Bücher im Server anstatt auf dem Regal - das Prinzip "Book on Demand" besteht darin, die Daten für ein Buch im Computer zu speichern und erst bei Bedarf zu drucken, d. h. nach der Bestellung. Druck mit Digitaldrucksystemen meist Standardformatgrößen, Inhalt meist einfarbig, Cover vierfarbig. Near-Line -Produktion: Weiterverarbeitung räumlich direkt neben Druckmaschine; händisches Umsetzen. Erfolg? Weitere Infos: www.bod.de - Books on Demand GmbH www.bmod.de - Bertelsmann Media on demand www.schaltungsdienst.de - Schaltungsdienst Lange (Handbücher) www.ruckzuckbuch.de - RuckZuckBuch (RZB) Books on Demand www.barnesandnoble.com - frühes US-Patent von Barnes & Noble 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 38

PoD - Print on Demand "Drucken auf Nachfrage" ist im ersten Moment ein irreführender Begriff, da nahezu jedes Drucken eine Auftragsfertigung ist. Bei PoD bezieht sich die "Nachfrage" jedoch auf den Abverkauf beim Auftraggeber des Druckauftrages. Oft ruft ein Verlag die beauftragte Auflage in Teilauflagen (Quoten) bei der Druckerei ab. Die Druckerei kann die Auflage auf einmal oder in Teilauflagen produzieren und zwischenlagern (Platz, Kosten). Von PoD spricht man, wenn die Anzahl der gedruckten Teilauflagen in die Größenordnung der Gesamtauflage kommt. Der Auftraggeber ruft hier kleine Losgrößen ab, im Extremfall die Losgröße "eins". PoD zielt auf eine zeitliche Untergliederung in quotierte Teilauflagen ab. 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 39

Customizing Beim Customizing (auch Targeting) werden verschiedene Zielgruppen angesprochen, die Gesamtauflage wird in Teilauflagen mit gewissen Anteilen variablen Inhalts aufgeteilt. Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 40

Personalisierung Bei der Personalisierung (auch VDP - Variable Data Printing) werden individuelle Inhalte auf das Produkt aufgedruckt. Es kann entweder nach dem Druckprozess (offline) oder während des Druckens (inline) erfolgen. Quelle: Kipphan, H.: Handbuch der Printmedien. Heidelberg: Springer Verlag, 2000 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 41

Voraussetzung: Vernetzung horizontal/vertikal 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 42

Voraussetzung: Logistik in der Druckerei 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 43

Trends in der grafischen Industrie Digitalisierung, Vernetzung Wettbewerb der Medien Hohes technisches Innovationstempo Zielgruppenorientierung, Fragmentierung von Märkten Personalisierung Zeitwettbewerb Diversifikation zum Mediendienstleister Angebot korrespondierender Dienstleistungen kleinere Auflagen, schnell und kostengünstig Überkapazitäten, Kostendruck Wandel Berufsbilder und Qualifikationsprofile 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 44

Verständnisfragen Workflow Definieren Sie den Begriff Workflow Welche Workflow gibt es in einem Printmedienbetrieb? Erkläre den Unterschied zwischen einem Management- und Produktionsworkflow Was bedeuten JDF und CIP? Welche on demand -Technologien kennen Sie? BoD welche Zukunft sehen Sie? 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik 45

Impressum Einführung in die Druck- und Medientechnik Vorlesung im Wintersemester 2011/12 Prof. Dr.-Ing. E. Dörsam Technische Universität Darmstadt Fachgebiet Druckmaschinen und Druckverfahren Magdalenenstr. 2 64289 Darmstadt Betreuung: Jürgen Willmann http://www.idd.tu-darmstadt.de 7.Workflow Printmedien Einführung in die Druck- und Medientechnik