Risikomanagement Stromausfall in der Einrichtung Forschungsprojekt GRASB, Empfehlungen BBK. Gemeinsam handeln. Sicher leben. Marco Barnebeck(Telemarco) / pixelio
Kreislauf des Risiko- und Krisenmanagements Quelle: BBK II.1 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 2
Forschungsprojekt GRASB 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 3
Forschungsprojekt GRASB GRASB Grundlagen und innovative Methoden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Stromversorgung unter Berücksichtigung der Bevölkerung Kernpartner: Assoziierte Partner: 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 4
Ergebnisse GRASB Systematik für das Risikomanagement Rahmenbedingungen des Risikomanagements in der Stromversorgung Gefahrenerfassung und Szenarienbildung Systemerfassung und Kritikalitätsanalyse Verwundbarkeit Risikoermittlung und Risikobewertung Kommunikationskonzept für einen großflächigen und lang anhaltenden Stromausfall 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 5
Szenariobildung Gefahren nach Wirkungsketten sortieren Szenario = Kombination mehrerer Gefahren mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen Mögliche Reduzierung der Szenarienvielfalt über Gefahren-Parameter Wirkung Ereignisse in "Deutschland" Gefahren-Parameter Gefahren: Parameter direkt (G0) überregional indirekt (> G 0 ) bereits eingetreten potentiell (z.zt.) möglich zukünftig mgl. (Entwicklung) kurz (max. Std.) Dauer zeitlicher Vorlauf räumliche Ausdehnung mittel (max. 2 Tg.) lang anhaltend (> 2 Tg.) kurzfristig (überraschend) mittelfristig ("warnbar") lang fristig ("planbar") lokal regional - Hochwasser/ Überschwemmung/ Sturmflut (/ Tsunami) - X - X - - (x) x x x x x x x (x) - niedrige Temperatur/ Frost (< 0 C) - X - X - - x x x x x (x) x x x 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 6
Kritikalitätsanalyse - Systemerfassung 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 7
Verwundbarkeit z.b.: Netzsteuerung Stromerzeugung abhängig von Stromnachfrage Prinzipiell unidirektionale Versorgung (von hoher zu niedriger Spannungsebene) Verbrauchernahe, bedarfsgerechte Erzeugung Wandel der Elektrizitätsversorgung Zunehmend fluktuierende Stromerzeugung bidirektionale Versorgung (Erzeugungsanlagen verstärkt auch an niedriger Spannungsebene angeschlossen) Verteilung von Erzeugung abhängig von meteorologischen Faktoren und einkommensabhängig 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 8
Bow-Tie-Diagramm 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 9
Risikoermittlung und -bewertung Experteneinschätzung: Wie wahrscheinlich/plausibel ist das Szenario? Wie hoch ist die Kritikalität des Prozesses? Welcher Schaden ist zu erwarten? Welche Verwundbarkeiten bestehen? Welche Schutzmaßnahmen gibt es (intern und extern)? Risikobewertung: Ist das vorhandene Sicherheitslevel ausreichend? Durch welche zusätzlichen Barrieren kann die Verwundbarkeit reduziert werden? 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 10
Ergebnisse GRASB 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 11
Ergebnisse GRASB 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 12
Risiko- und Krisenmanagement in der Einrichtung Dieter Schütz / pixelio.de 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 13
Risiko-/Krisenmanagement-Leitfaden KRITIS Handwerkszeug, um ein Risiko- und Krisenmanagement in Einrichtungen aufzubauen oder bestehende Systeme zu ergänzen Rahmenbedingungen und Eigenschaften, rechtliche Vorgaben Risiko- und Krisenmanagement Anhang Fragebögen 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 14
Leitfaden Risiko- und Krisenmanagement in Kritischen Infrastrukturen Risiko-/ Krisenmanagement in der Einrichtung 1. Vorplanung 2. Risikoanalyse 3. Vorbeugende Maßnahmen 4. Krisenmanagement 5. Evaluierung BMI 2011, S. 12 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 15
Wo liegen die Schnittstellen bei der Risikoanalyse? Gesamtperspektive für Regionen und Städte : Perspektive: Gesamtperspektive, Ausfall Dr. Schitky / pixelio.de Paulwip / pixelio.de Stadt, Region BBK von Versorgungleistungen Akteure: Staat/Kommune und Betreiber Ziel: Betroffenheit der Bevölkerung aufgrund von direkten Einwirkungen oder Ausfällen abschätzen Pino Madeo / pixelio.de Thorben Wengert / pixelio.de FotoHiero / pixelio.de Perspektive aus der Einrichtung Perspektive: Einrichtungsperspektive, Ausfall der Einrichtung Akteure: Betreiber + Staat/Kommune Ziel: Betriebliche Konsequenzen abschätzen
Technische Hinweise der Verbände 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 17
Technische Hinweise der Verbände VDE-FNN 2011, S. 12 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 18
Betroffenheit der Bevölkerung Im Rahmen der Haushaltsführung werden Vorräte für mehrere Tage angelegt Gut die Hälfte der Befragten hält Vorräte für mind. 1 Woche vor Ca. 1/5 der Befragten hält keine Vorräte vor Lebensnotwendige Medikamente werden von 94 % der Befragten für mind. 1 Woche bevorratet Erfahrung mit Katastrophen wirkt sich positiv auf die Vorbereitung aus Wesentlicher Beeinflussungsfaktor für die Vorratshaltung ist das Wohneigentum 04.03.2015 Langanhaltender, großflächiger Stromausfall Seite 19
Faltblätter 29.04.2015 Risikomanagement Stromausfall Abteilung II Seite 20
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Kontakt Christine Eismann Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Referat II.4 (Risikomanagement KRITIS, Schutzkonzepte KRITIS / Kulturgutschutz nach Haager Konvention) Provinzialstraße 93 53127 Bonn Tel.: +49 (0) 228 99 550 3402 E-Mail: christine.eismann@bbk.bund.de Homepage: www.bbk.bund.de BBK. Gemeinsam handeln. Sicher leben. 29.04.2015 04.03.2015 Risikomanagement Langanhaltender, großflächiger Stromausfall Stromausfall Abteilung II Seite 21