Janine Isabel Schumm



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Transkript:

Janine Isabel Schumm Optimierung des Kalkulationsprozesses von Systembauwerken Entwicklung einer modellbasierten Angebotskalkulation für Fertigteile mit der Bausoftware RIB itwo

Fakultät Bauingenieurwesen Fachbereich Baubetrieb Zentralbereich Unternehmensentwicklung Abteilung Organisation Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Engineering an der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Hochschule Nürnberg Optimierung des Kalkulationsprozesses von Systembauwerken Entwicklung einer modellbasierten Angebotskalkulation für Fertigteile mit der Bausoftware RIB itwo Vorgelegt von: Janine Schumm Matrikelnummer: 2114505 Gutachter: Zweitprüfer: Praxisbetreuer: Prof. Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gerhard Galneder Prof. Dr.-Ing. Roland Babanek Dipl.-Ing. Mathias A. Bartl Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Dippold Ausgabedatum: 02. Januar 2014 Abgabedatum: 26. Februar 2014

Sperrvermerk Die vorgelegte Bachelorarbeit mit dem Titel: Entwicklung einer modellbasierten Angebotskalkulation für Fertigteile mit der Bausoftware RIB itwo beinhaltet vertrauliche und interne Daten der Firmengruppe Max Bögl Die Einsicht in die Bachelorarbeit ist Unbefugten nicht gestattet. Ausgenommen hiervon sind die Gutachter sowie berechtigte Mitglieder des Prüfungsausschusses. Die Vervielfältigung und Veröffentlichung der Bachelorarbeit auch auszugsweise ist grundsätzlich nicht erlaubt. Eine Ausnahme von dieser Regelung bedarf einer Erlaubnis der Firmengruppe Max Bögl

Danksagung I-1 I. Danksagung Zu Beginn dieser Arbeit möchte ich mich bei den Kollegen aus der Praxis bedanken, die mich bei der Erstellung meiner Bachelorarbeit unterstützt und damit wesentlich zu deren erfolgreichen Ausgang beigetragen haben. Ein besonderer Dank gebührt hierbei dem Gruppenleiter der Technischen Organisation, Herrn Mathias A. Bartl. Durch Ihn erfolgte die Erstbetreuung dieser Bachelorarbeit seitens der Firmengruppe Max Bögl. Auch die baubetriebliche und bausoftwareseitige Fachbetreuung bekam ich zu großen Teilen durch Ihn. Ein weiterer Dank geht an Herrn Sebastian Dippold für seine Unterstützung bei allen modellbasierten Fragestellungen mit der Bauprozessmanagement-Software RIB itwo sowie der Kalkulation von Fertigteilen. Bei den anderen Kollegen der Technischen Organisation möchte ich mich ebenfalls für ihre Unterstützung im Tagesgeschäft und das gute Miteinander bedanken. Darüber hinaus bedanke ich mich für die mir entgegengebrachte Offenheit und die tatkräftige Unterstützung seitens der Kolleginnen und Kollegen des Fertigteilwerkes Gera. Besonders hervorzuheben sind dabei der Leiter der Kalkulation Herr Erik Voigtländer sowie Frau Marion Mühlsteph und Frau Ingrid Rückhardt. Die Kollegen gaben mir interessante und zugleich aufschlussreiche Einblicke in ihre aktuelle Arbeitsweise bei der Kalkulation von Fertigteilen. Ein weiterer Dank gebührt den Herren Helmut Blomeier, Karl-Heinz Sammüller, Thomas Schmid und Florian Schuster aus der Abteilung Technische Gebäudeausrüstung. Sie unterstützten mich bei der Entwicklung der Gliederungsstruktur im Bereich TGA, indem sie mir ihre Wünsche und Anforderungen an die Gliederungsstruktur vermittelten.

Kurzfassung II-1 II. Kurzfassung Die Durchgängigkeit von Daten und eine einheitliche Gliederungsstruktur sind bei der Abwicklung von Bauprojekten unumgänglich. In der deutschen Bauindustrie wird die Nachkalkulation zumeist stiefmütterlich behandelt, da diese aufgrund des regelmäßigen Fehlens von einheitlichen und durchgängigen Strukturen nur sehr schwer bis gar nicht möglich ist. So ist es eines der Hauptziele dieser Arbeit, den Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig gleichbleibende und vor allem durchgängige Strukturen bei der Kalkulation von Bauvorhaben sind. Aus diesem Grund wurden die Ausschreibungs- und Vergabestandards diverser Länder vor allem in Bezug auf Gewerkestrukturen und Standardleistungstexte sowie deren Verbreitung analysiert. Innerhalb Europas lassen sich einige positive Beispiele wie die Schweiz oder die Niederlande finden, die eine zentral gesteuerte Gliederungsstruktur sowie Normenpositionen entwickelt haben und die als solche landesweit zum Einsatz kommen. Im Geschäftsbereich Hochbau der Firmengruppe Max Bögl existieren bereits einheitliche Strukturen. Diese Strukturen orientieren sich jedoch sehr stark an den einzelnen Bauprojekten bzw. Bauherren, wodurch eine gleichbleibende Bearbeitung für die Kalkulatoren nicht gegeben ist. Durch die Phasenübergänge vom Angebot, über den Auftrag bis hin zur Ausführung werden die Strukturen mehrmals überarbeitet, was mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden ist. Um diese Überarbeitung zu umgehen, wurden im Rahmen der vorliegenden Arbeit Überlegungen angestellt, wie die einzelnen Strukturen zu einer Gesamtstruktur zusammen geführt werden können. Diese Überlegungen bilden jedoch lediglich den Grundstein, da hier noch ein hohes Maß an Abstimmungsarbeit notwendig ist, um ausreichend auf die Bedürfnisse aller Projektbeteiligten eingehen zu können. In den kommenden Monaten wird innerhalb der Firmengruppe Max Bögl die Kalkulation von Fertigteilen v.a. in der Sparte Logistikzentren grundlegend umstrukturiert. Im Rahmen dieser Arbeit galt es daher abzuwägen, ob die derzeit verwendete Software PRIAMOS für die Angebotskalkulation beibehalten werden soll oder ob ein Wechsel auf die Bauprozessmanagement-Software RIB itwo Verbesserungen mit sich bringt. Als Entscheidungsgrundlage und um aufzuzeigen, was mit der Software RIB itwo möglich ist, wurde ein Vorlageprojekt für die Kalkulation von Fertigteilen in der Sparte Logistikzentren erstellt. Dieses Vorlageprojekt zeichnet sich durch seine klaren Strukturen aus und wird, aufgrund der Ausrichtung der Software auf die Belange der Bauindustrie, die Arbeit der Kalkulatoren künftig deutlich komfortabler, nachvollziehbarer, durchgehender und vor allem zeitsparender gestalten.

Inhalt III-1 III. Inhalt 1 Einleitung... 1 1.1 Aktuelle Situation... 1 1.2 Zielsetzung und Abgrenzung... 2 1.3 Aufbau der Arbeit... 3 2 Baubetriebliche Grundlagen... 5 2.1 Vertragsarten im Bauwesen... 5 2.1.1 Leistungsverträge... 5 2.1.2 Aufwandsverträge... 7 2.1.3 Garantierter-Maximalpreis-Vertrag... 8 2.2 Leistungsbeschreibung... 9 2.2.1 Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis... 9 2.2.2 Leistungsbeschreibung mit Leistungsprogramm... 10 2.3 Bauauftragsrechnung... 11 2.3.1 Kalkulationsarten... 11 2.3.2 Verfahren... 13 2.4 Risikomanagement in der Bauindustrie... 15 2.4.1 Risiko... 16 2.4.2 Risikoklassen... 16 2.4.3 Phasen des Risikomanagements auf Unternehmensebene... 17 2.4.4 Phasen des Risikomanagements auf Projektebene... 20 2.4.5 Umsetzung in der Kalkulation... 22 3 Ausschreibungs- und Vergabestandards...24 3.1 Deutschland... 24 3.1.1 Öffentliches Baurecht Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen... 24 3.1.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 25 3.2 Österreich... 27 3.2.1 Öffentliches Baurecht... 27 3.2.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 28 3.3 Schweiz... 33 3.3.1 Öffentliches Baurecht auf Bundesebene... 33 3.3.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 34 3.4 Niederlande... 38 3.4.1 Öffentliches Baurecht Aanbestedingswet 2012... 38 3.4.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 39 3.5 Dänemark... 40 3.5.1 Dänisches Baurecht... 41 3.5.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 42

Inhalt III-2 3.6 Norwegen... 44 3.6.1 Norwegisches Baurecht... 44 3.6.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 45 3.7 Rumänien... 46 3.7.1 Öffentliches Baurecht... 46 3.7.2 Besonderheiten bei Ausschreibung und Vergabe... 47 3.8 Standards im angloamerikanischen Raum und Teilen Asiens... 49 3.9 Zwischenfazit... 50 4 IST-Analyse des Kalkulationsprozesses bei Max Bögl...51 4.1 Geschäftsbereich Hochbau... 51 4.2 Sparte Logistikzentren... 52 4.3 Fertigteile für Logistikzentren... 54 4.3.1 Aktuelles Vorgehen... 54 4.3.2 Möglichkeiten für das zukünftige Vorgehen... 55 5 Praxisbeispiel zur Optimierung der Fertigteilkalkulation... 57 5.1 Grundlegendes zur Software RIB itwo... 57 5.1.1 Erstellung von Projekten... 57 5.1.2 Projektfenster... 57 5.2 Erstellung der Leistungsverzeichnisse und Standardpositionen... 58 5.2.1 Leistungsverzeichnisse... 58 5.2.2 Standardpostionen... 60 5.3 Modul Ausstattung... 61 5.3.1 Anlegen der Ausstattung... 61 5.3.2 Einlesen der Struktur des Leistungsverzeichnisses... 61 5.3.3 Prozessschritt Bemusterung erzeugen... 63 5.3.4 Prozessschritt Ausstattung erstellen... 67 5.3.5 Erweiterte Mengenabfragen... 69 5.4 Modul Kalkulation... 73 5.4.1 Anlegen der Kalkulation... 73 5.4.2 Erstellung der Kalkulationsansätze... 73 5.5 Leistungsverzeichnis und Kalkulation auf Projektebene... 76 5.5.1 Generierung... 76 5.5.2 Ergebnisdarstellung... 78 6 Entwicklung einer Gliederungsstruktur...80 7 Abschließende Betrachtungen...82 7.1 Ergebnisdiskussion... 82 7.2 Fazit und Ausblick... 83