Wir erfinden ein Spiel Kgh mit Seminarleiterin: Sachunterricht Klasse 2b Fachseminarleiterin: Frau Petersen Mentorin: Frau Nagel Referendarin: Annina Grüning Erich-Kästner-Gesamtschule An der Berner Au 12 22159 Hamburg 1
Freitag, den 22.2.08 2. Stunde, 8.45 h 9.30 h UE: Kinder in anderen Ländern Stunde: Wir erfinden ein Spiel 1. Ziele der UE fachlich - SuS lernen andere Lebensbedingungen kennen und setzen diese in Bezug zur eigenen Lebensrealität durchlaufend - SuS lernen ein Bild zu beobachten und mit Worten zu beschreiben - bei Unterrichtsgesprächen 2
- sie entdecken andere kulturelle Wirklichkeiten, wie Feste, Wohnsituationen, Kleidung, Nahrung, Spiele - Übersicht auf einer Weltkarte lernen sie zu argumentieren und andere Meinungen zu akzeptieren - SuS lernen formulieren und überprüfen Hypothesen - SuS lernen die Zusammenarbeit in der Gruppe 2. Übersicht über die Stunden der UE - Einordnung der Stunde in den Kontext der Unterrichtseinheit 1. + 2. Std.: Wie lebt eine Familie auf Westsamoa 3. 6. Std.: Wie feiert man in anderen Ländern Weihnachten 7. Std.: Wir puzzeln uns eine Weltkarte 8. + 9. Std.: Spiele aus anderen Ländern 3
10. Stunde: Hospitation Thema der Stunde- Was ist die zentrale Was ist die zentrale möglichst als Frage/ Schüleraktivität? Lehreraktivität? Vorhaben formuliert - Entwickeln eines - Wir erfinden ein - Unterstützung der Spieles in einer Spiel Gruppenarbeit Gruppe Anm. zur didaktischen Entscheidung: - SuS lernen in Gruppen zusammenzuarbeiten und kreativ zu werden Welche Medien, Soz.-, Differenzierungsform bieten sich an? Anm. - Tafel - Gruppenarbeit - Differenzierung: Hilfebox und Spielanleitung Ideen für die Weiterarbeit: - Bauarten von Häusern - Kleidung - Wie essen Menschen in anderen Ländern? - Kommunikation, Schrift und Sprache 4
3. Planung der Hospi Stunde 3.1 Bedingungsfelder des Unterrichts 3.1.1 Analyse des Unterrichtsgegenstandes Das Spiel ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird. Es ist eine Beschäftigung, die um der in ihr selbst liegenden Erheiterung oder Anregung willen und oft in Gemeinschaft mit anderen vorgenommen wird. Ein Großteil der kognitiven Entwicklung und der Entwicklung von motorischen Fähigkeiten findet durch Spielen statt. Einem Spiel liegen oft ganz bestimmte Handlungsabläufe zugrunde, aus denen, besonders in Gemeinschaft, dann Regeln hervorgehen können. Die konkreten Handlungsabläufe können sich sowohl aus der Art des Spiels selbst, den Spielregeln oder aber aus der Tatsache ergeben, dass unterschiedliche Individuen miteinander interagieren wollen. 5
3.1.2 Vorüberlegungen zur Lerngruppe und den Lernvoraussetzungen Allgemeine Angaben zur Lerngruppe - es handelt sich um eine 2. Klasse einer Grundschule mit integrativen Regelklassen - in dieser integrativen Regelklasse befinden sich Kinder mit Lernschwierigkeiten - die Klasse ist oft durch einen Sonderpädagogen zweitbesetzt eingeführte Rituale und Regeln - Morgendliche Begrüßung - Ruheglocke - Leisezeichen - Gesprächsregeln - Leisekönig ein oder mehrere Tische können sich einen Stempel in ihr Postheft verdienen, indem sie sich in der Stunde angemessen verhalten. - Aufräumen mit Musik - Feedback - Abschlusssingen 3.2 Didaktische Entscheidungen 6
3.2.1 Didaktische Überlegungen Die Auseinandersetzung mit dem Thema Kinder in verschiedenen Ländern ergibt sich aus internen Stoffverteilungsplänen, ebenso die Thematisierung von Spielen aus verschiedenen Ländern. In dieser Stunde haben die Kinder die Möglichkeit selber Kreativ zu werden und ihr eigenes Spiel aus Hamburg, Deutschland zu erfinden. Wenn die Spiele fertig sind, werden sie alle in der Klasse ausprobiert werden und auch noch in anderen Klassen eingesetzt werden. Dies dient der entsprechenden Würdigung des Endproduktes. Die Kinder lernen das Entwickeln und Umsetzen einer Spielidee. Dies ist dann auf die Freizeit übertragbar. Die Kinder haben die Möglichkeit weitere Spiele zu entwickeln und einzusetzen. Des Weiteren lernen die Kinder in Gruppen kreativ zu werden und dies zu kommunizieren und Kompromisse zu schließen. Die SuS müssen sich mit anderen Ideen und Meinungen auseinandersetzen und lernen Kritik auszuüben und zuzulassen. Argumentation in der Gruppe fördert den Sprachaspekt. Es ist vorgesehen, dass die SuS Materialien für den Bau eines Spiels vorgegeben bekommen. Jede Gruppe bekommt das gleiche Material. Dabei gibt es folgende Pflichtelemente, wie eine Pappe, eine Holzperle und das Spiel soll mindestens zu zweit gespielt werden können. Dies dient dem Zweck, dass die SuS später vergleichen auf welch unterschiedliche Weise das Material eingesetzt werden kann. Zur Differenzierung wird eine Hilfebox bereitstehen, in der sich Tipps befinden, wie die Materialien eingesetzt werden könnten. Es wird ebenso eine Spielanleitung vorliegen, die bearbeitet werden kann, wenn die Gruppe mit dem Spiel fertig ist. 3.2.2 Unterrichtsziel und Lernweg der Schüler 1. Die Vorstellung des Stundenverlaufes dient der Transparenz. 2. Das Singen dient der Schaffung einer positiven Lernatmosphäre und der Thematisierung der Unterrichtseinheit. 7
3. Der Einstieg dient der Reaktivierung der Arbeitsergebnisse der vorherigen Stunde. Durch die Fixierung der Ergebnisse an der Tafel bleiben die unterschiedlichen Arten von Spielen die Stunde über präsent und können von den Kindern zur Inspiration genutzt werden. Die Kriterien einer guten Gruppenarbeit werden thematisiert. Dies dient einem reibungsloseren Ablauf der Gruppenarbeit und der späteren Reflexion. 4. In der Gruppenarbeitsphase lernen die SuS zusammen kreativ zu werden und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen. 5. Die Präsentation dient der Würdigung der Ergebnisse. Es werden außerdem Vergleiche zwischen dem Einsatz der vorgegebenen Materialien gezogen. Die Kinder lernen hierbei, wie Unterschiedlich Aufgabenstellungen bearbeitet werden können. Die Präsentation dient außerdem dazu andere Gruppen zu inspirieren. 6. Die Reflexion über die Zusammenarbeit der Gruppe ermöglicht den SuS Kriterien für gute Zusammenarbeit in der Gruppe zu erfassen. Es werden individuelle Ziele zur Verbesserung der Gruppenarbeit genannt und in der nächsten Stunde wieder aufgegriffen. 8
3.2.3 Überlegungen zur methodischen Umsetzung und zu den Medien Der Einstieg in die Stunde wird frontal stattfinden, da die Tafel genutzt wird. Die Visualisierung der Spielarten und den Gruppenarbeitskriterien dient dem besseren Verständnis und der Präsenz während der Stunde. Die SuS haben so die Möglichkeit sich die Kriterien und die Spielarten zwischendurch zu vergegenwärtigen. Das Entwickeln eines Spiels wird in Dreiergruppen stattfinden. Es wird voraussichtlich zwei Vierergruppen geben. In größeren Gruppen würde die Verbindlichkeit des Einzelnen verloren gehen. Zu dritt bzw. viert können die SuS reelle Diskussionen führen und kreativ werden. Die Gruppenarbeitsphase wird mit einem Signal beendet. Gleichzeitig werden Anweisungen zum Aufräumen gegeben. Das Aufräumen wird mit Musik stattfinden. Dies erleichtert die Arbeit. Bei der Präsentation haben ein bis zwei Gruppen die Möglichkeit ihre Ergebnisse vorzustellen. Mehr Gruppen können wahrscheinlich aus zeitlichen Gründen nicht drankommen. Es werden aber Vergleiche gezogen zum Einsatz der Materialien. So werden auch die anderen Gruppen aktiv werden. 3.3 Stundenplanung - Verlaufsplanung Name: Annina Grüning Schule: Erich-Kästner-Gesamtschule Mentorin: Frau Nagel Hauptseminar: Frau Daviter Klasse: 2b Fach: Sachunterricht am: 22.2.08 um: 8.45h Im Klassenraum der 2b Stundenthema: Wir erfinden ein Spiel Stundenziel bzw. Schwerpunktlernziel: Wir erfinden ein Spiel fachlich: Was sind die Kriterien eines Spiels durchlaufend : Regeln einhalten, Zusammenarbeit in einer Gruppe lernen, Förderung der Kreativität Phase/ Bez./ Uhrzeit Lehreraktivitäten / Impulse Schülerbezogene Überlegungen/Schüleraktivitäten Sozialformen Medien Einsatz der Päd... 9
Thema Stundeneröffnung 8.45 8.47 - Begrüßung - Vorstellung der Gäste - Aufmerksam machen auf den Stundenverlauf und die Stundenfrage Didaktisch-methodischer Kommentar: - Vorstellen des Stundenthemas und des Verlaufes dient der Transparenz - SuS begrüßen die Lehrerin und die Gäste - ein Schüler liest den Stundenverlauf vor - Frontal Singen 8.47 8.49 - Singen des Liedes Anders als Du - Mitsingen - Spielen einer CD Didaktisch-methodischer Kommentar: - Das Singen dient der Schaffung einer positiven Lernatmosphäre Einstieg 8.49 8.55 - Wiederholung der Ergebnisse der vorherigen Stunde: - Welche Arten von Spiele haben wir kennen gelernt? - Fixierung der Wiederholungsergebnisse an der Tafel - SuS listen auf, welche Arten von Spiele sie kennen gelernt haben. - Frontal - Tafel - Erklärung des Arbeitsauftrages - SuS hören zu - Wie arbeitet eine Gruppe gut zusammen? - SuS benennen, was für einer Gruppenarbeit - Fixierung der Gruppenarbeitskriterien an der Tafel wichtig ist Didaktisch-methodischer Kommentar: - Reaktivierung der Arbeitsergebnisse der vorherigen Stunde - durch die Fixierung der Ergebnisse an der Tafel bleiben die unterschiedlichen Arten von Spielen die Stunde über präsent und können von den Kindern genutzt werden - Die Thematisierung der Kriterien einer guten Gruppenarbeit dient einem reibungsloseren Ablauf der Gruppenarbeit und der späteren Reflexion. Arbeitsphase 8.55 9.15 - Leistung von Hilfestellung bei der Gruppenarbeit - gegebenenfalls Hilfebox anbieten - gegebenenfalls Spielanleitung erstellen lassen - SuS entwickeln mit Hilfe der vorgegebenen - Materialien zur Erstellung des Spiels - Hilfebox 10
Didaktisch-methodischer Kommentar: - als Differenzierung wird eine Hilfebox mit Tipps zur Spielentwicklung bereitgestellt - ebenso liegen Arbeitsblätter für eine Spielanleitung bereit für die SuS, die ihr Spiel fertig haben Materialien ein Spiel - Arbeitsblätter mit Spielanleitung - Gruppenarbeit Aufräumphase 9.15 9.18 - Ansage, dass das Material in die dafür vorgesehenen Ablageboxen gelegt wird - Anstellen der Aufräummusik Didaktisch-methodischer Kommentar: - die Aufräummusik dient der Erleichterung des Aufräumens - SuS räumen ihre Sachen in die Ablageboxen - wenn die SuS fertig aufgeräumt haben setzten sie sich an ihren Platz - Aufräummusik Präsentationsphase 9.18 9.27 - Auswählen von Schülergruppen zur Präsentation der Arbeitsergebnisse - Wofür wurden die Materialien verwendet? - Vergleichen Didaktisch-methodischer Kommentar: - die Präsentation dient der Würdigung der Ergebnisse - es werden außerdem Vergleiche zwischen dem verschiedenen Einsatz der vorgegebenen Materialien gezogen - SuS präsentieren der Klasse ihre (Zwischen)Ergebnisse - SuS stellen den Vergleich zwischen dem Einsatz der Materialien an - Frontal Reflexionsphase 9.27 9.30 - Daumenprobe: Unsere Gruppe hat gut zusammen gearbeitet. - Was hat gut geklappt? - Was müssen wir nächstes Mal besser machen? - SuS reflektieren die Zusammenarbeit ihrer Gruppe - Frontal - Ausblick auf die nächste Stunde Didaktisch-methodischer Kommentar: - die Reflexion über die Zusammenarbeit der Gruppe ermöglicht den SuS Kriterien für gute Zusammenarbeit in der Gruppe zu erfassen - es werden individuell Ziele zur Verbesserung der Gruppenarbeit genannt, die in der nächsten Stunde noch mal aufgegriffen werden Literatur: http://de.wikipedia.org/wiki/spiel Anhang: Spielanleitung, Tippkarten, Aufgabenstellung 11
Namen der Erfinder: Spielanleitung Wie heißt das Spiel? Was braucht man dafür? Wie viele Spieler können mitspielen? Wie startet das Spiel? Was passiert dann? Müssen bestimmte Regeln beachtet werden? Wie endet das Spiel? Kann man das Spiel gewinnen? 12
Tipp Nummer 1: Die Pappe kann man so verwenden: - als Spielbrett, wie bei dem Spiel Schlangen und Leitern oder Mensch ärgere dich nicht - als Spielbrett für ein Glücksspiel wie Ende - als Spielbrett für ein Nachdenkspiel, wie Mti oder Mühle - oder bastelt aus der Pappe ein Tor oder ein Zielfeld mit Löchern zum Murmeln - schneidet Figuren aus und macht ein Legespiel, wie Tangram - Transportiert darauf eine Murmel, als Geschicklichkeitsspiel Tipp Nummer 2: Ihr könntet ein Würfelspiel erfinden. Vielleicht malt ihr ein Startfeld und ein Zielfeld. Dazwischen Felder auf denen man etwas tun muss, wie zum Beispiel 1 Mal aussetzen, 2 Felder vor, 3Felder zurück. Denkt euch etwas aus. Tipp Nummer 3: Ihr könntet die Pappe als Zielscheibe zum Murmeln nehmen. Ihr könntet Löcher in die Pappe schneiden und Zahlen an die Löcher schreiben. 13
Man könnte versuchen auf die Pappe zu murmeln und die Löcher zu treffen. Man bekommt bei einem Treffer die Punkte, die über dem Loch stehen. Tipp Nummer 4: Ihr könntet die Pappe als Spielfeld eines Glücksspiels benutzen. Malt dazu Felder auf. Es könnte einen Start und ein Ziel geben. Ein Kind könnte raten in welcher Hand sich der Stein seines Mitspielers befindet. Rät er richtig: ein Feld vor. Was passiert, wenn er falsch rät? Denkt euch etwas aus. Tipp Nummer 5: Transportiert auf der Pappe eine Murmel. Malt die Pappe hierfür bunt an und beklebt sie. Denkt euch einen Weg aus, den man laufen muss ohne die Murmel zu verlieren. Schafft es auch jemand mit zwei Murmeln? Aufgabe: Heute seid ihr Erfinder. Bastelt aus den Materialien ein Spiel. Ihr müsst nicht alles verarbeiten. Wichtig: - Das Spiel soll zu Zweit oder in der Gruppe zu spielen sein. 14
- Die Pappe soll benutzt werden. - Eine Holzperle soll benutzt werden. Denkt euch etwas aus! Viel Erfolg beim Erfinden! 15