PRÄSENZ- UND ERDUNGSÜBUNGEN

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Transkript:

ÜBUNGEN FÜR DEN ALLTA TAG CD 1 1 Herzatmung 2 Körper abklopfen 3 Baumübung 4 Schütteln 5 Der innere Geborgenheitsort 6 Innere Helfer CD 2 1 Body Scan 2 Ausdehnung 3 Achtsamkeitsübung 4 Tagesrückblick 5 Innerer Beobachter 6 Den Körper erwecken 3 1-1 1-2 1-3 1-4 1-5 1-6 2-1 2-2 2-3 2-4 2-5 2-6 ÜBUNGEN FÜR DEN ALLTAG CD 1 PRÄSENZ- UND ERDUNGSÜBUNGEN Präsenz wird in der Körperpsychotherapiee als ganzheitliches Phänomen verstanden: Geistige Wachheit und Verbindung mit dem eigenen emotionalen und Körpererleben. Erdung bedeutet, mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen, und zwar nicht nur physikalisch, sondern auch emotional und energetisch. Erdung heisst damit auch, in der Realität sein und führt zu Verankerung im Selbstgefühl (im Gegensatz zum Verhaften im Selbstbild). Eine gute Erdung kann Stabilität, Lebenskraft, Gefühle von Sicherheit, Geborgenheit, Zuversicht und Urvertrauen unterstützen.

HERZATMUNG 1-1 KÖRPER ABKLOPFEN 1-2 Diese Übung wirkt ausbalancierend auf das vegetativee Nervensystem, erdend und zentrierend. Sie ist hilfreich bei Anspannung, Konzentrationsschwierigkeiten, Einschlafstörungen, Nervosität oder mangelndem Kontakt zum Körper. 5 Das Abklopfen des Körpers intensiviert die Wahrnehmung der eigenen Körpergrenze und des Körperinnenraums. Die Übung wirkt aktivierend und steigert die Präsenz. BAUMÜBUNG 1-3 Diese Übung unterstützt eine gesunde Balance zwischen Stabilität und Flexibilität, zwischen Verwurzelung und Biegsamkeit. Sie wirkt erdend und zentrierend... SCHÜTTELN 1-4 Das sanfte Schütteln des Körpers hilft nicht nur, körperliche Anspannung zu lösen, es unterstützt auch das Loslassen von Emotionen und Gedanken. Im Schütteln können wir wahrnehmen, wo unser Körper loslässt und wo er hält. 6/

RESSOURCENÜBUNGEN N Ressourcen sind Kraftquellen, die den Menschen n nachhaltig nähren und ihm die Kraft geben, sich auch mit schwierigen und belastenden Situationen auseinanderzusetzen. Damit das Arbeiten mit Ressourcen fruchtbar wird, muss die Ressource spürbar, erfahrbar werden. Dies geschieht mit der Technik des Imaginierens. DER INNERE GEBORGENHEITSORT Die Verbindung mit dem inneren Geborgenheitsort unterstützt das Gefühl von Sicherheit und aufgehoben Sein. INNERE HELFER 1-5 1-6 Innere Helferfiguren ermöglichen die Verbindung zur eigenen inneren Weisheit und Intuition. 7/ ÜBUNGEN FÜR DEN ALLTAG CD 2 ACHTSAMKEITSÜBU UNGEN Beim Üben von Achtsamkeit geht es darum, uns selbst zu beobachten. Wir nutzen dazu das beobachtende Ich (unseren inneren Beobachter oder Zeugen). Das beobachtende Ich ist für Gewahrsein, Aufmerksamkeit und Sammlung verantwortlich. Von der Beobachterposition aus nehmen wir unsere Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken wahr als etwas, was wir haben. Im erlebenden Ich hingegenn sind wir häufig identifiziert mit unseren Körperempfindungen, Gefühlen und Gedanken. Wir erleben sie als das, was unser Wesen ausmacht, wer wir sind. Durch das Einüben des inneren Beobachters können wir uns aus dieser Verstrickung lösen und Distanz gewinnen. 8/

BODY SCAN 2-1 ACHTSAMKEITSÜBUNG 2-3 Eine grundlegende Übung zur Schulung und Differenzierung der Körperwahrnehmung, gut geeignet für Anfänger. Mittels einfacher Fragen wird die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen. AUSDEHNUNG 2-2 Unangenehme Gefühle werden in der Regel von körperlicher Anspannung oder Enge begleitet. Die Übung der Ausdehnung versucht hingegen, Raum zu schaffen für unangenehme Gefühle und Empfindungen und ihnen zu erlauben, nach Belieben zu kommen und zu gehen, ohne gegen sie anzukämpfen, vor ihnen davonzulaufen oder ihnen unangemessen Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht das Ziel von Ausdehnung, die unangenehmen Empfindungen loszuwerden oder sie zu verändern. Indem das unangenehme Gefühl akzeptiert wird, hat es weniger Einfluss auf uns, ungeachtet dessen, ob es sich verändert oder nicht. 9/ Diese Übung eignet sich für Menschen, die schon Erfahrung haben mit dem Üben von Achtsamkeit. Sie lässt viel Raum für das Wahrnehmen. TAGESRÜCKBLICK 2-4 Eine Übung für den Tagesabschluss: Nach achtsamem Zurückblicken auf den Tag wählen wir eine Situation aus, in der wir die Eigenschaften oder Qualitäten, die uns ein Herzensanliegen sind, gelebt haben und eine Situation, in der wir die Verbindung zu diesem Herzensanliegen vergessen oder nicht gespürt haben. Für beide Situationen wird das, was noch offen und hängig ist mit Geste, Wort oder Ton ausgedrückt. Wahrnehmen, liebevolles und akzeptierendes zu sich nehmen dessen, was ist, und Ausdrücken von Unerledigtem. helfen, die Situation zu vollenden und loszulassen. 10/

DER INNERE BEOBACHTER 2-5 QUELLEN Diese Übung hilft, die Zeugenposition einzuüben und den Unterschied zwischen erlebendem Ich und beobachtendem Ich wahrzunehmen. DEN KÖRPER ERWECKEN 2-6 Die self release-übungen der integrativen Körperpsychotherapie IBP unterstützen über Bewegung, Berührung, Atem und Stimme die Verfeinerung der Körperwahrnehmung und das Lösen von körperlichen und emotionalen Haltemustern. Dr. med. Eva Kaul eva.kaul@hin.ch Rudolfstrasse 19 052 / 343 99 51 8400 Winterthur Die aufgenommenen Übungen entstammen verschiedensten therapeutischen Richtungen und sind von mir im Laufe meiner Praxistätigkeit meinen Erfahrungen und der Rückmeldungen meiner Klienten entsprechend angepasst worden. Schriftliche Quellen: Luise Reddemann: Imagination als heilsame Kraft (Geborgenheitsort, Innere Helfer) Willigis Jäger, Beatrice Grimm: Der Himmel in i dir (Abklopfen, Schütteln) Russ Harris: Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei (Beobachter, Ausdehnung) Charlotte Joko Beck: Zen im Alltag (Beobachter) Mündliche Quellen: Thomas Schwager, Winterthur (Body Scan) 12/