Bedeutung eines Konfliktes Wei Ji Risiko Gefahr Gelegenheit Chance
Blickwinkel in der Kommunikation C B D M. Roth, S. Schwarz, R. Roth; mediation@konflikte.streit.beziehungskisten.01; Zürich; Schulthess Juristische Medien AG; 2001; S. 10 A
Blickwinkel in der Kommunikation D C A M. Roth, S. Schwarz, R. Roth; mediation@konflikte.streit.beziehungskisten.01; Zürich; Schulthess Juristische Medien AG; 2001; S. 10 B
Blickwinkel in der Kommunikation A D B M. Roth, S. Schwarz, R. Roth; mediation@konflikte.streit.beziehungskisten.01; Zürich; Schulthess Juristische Medien AG; 2001; S. 10 C
Blickwinkel in der Kommunikation B A C M. Roth, S. Schwarz, R. Roth; mediation@konflikte.streit.beziehungskisten.01; Zürich; Schulthess Juristische Medien AG; 2001; S. 10 D
Eskalationsstufen Verhärtung 1 Debatte 2 Selbsthilfe möglich Taten 3 Koalitionen Gesichtsverlust Droh- 4 5 strategien Vernichtungs 6 schläge Zersplitterung Gemeins. 7 in den 8 Abgrund 9 Fremdhilfe unerlässlich Eskalationsstufen nach F. Glasl Moderation Mediation Therapie
Lösung durch Urteil Anerkennen des Konflikts Gut und Böse werden definiert Ein Urteil wird gefällt und exekutiert Gewinner & Verlierer keine gemeinsame Zukunft
M. Roth, S. Schwarz, R. Roth; mediation@konflikte.streit.beziehungskisten.01; Zürich; Schulthess Juristische Medien AG; 2001 Kündigung eines Mitarbeiters (bei nicht erfolgter Mediation) Q u a n t i t a t i v Gehalt i.d. Kündigungszeit Allfälliger Bonus Abfertigung Administrative Kosten für Personalsuche Interne Kosten für Personalersatz Einführung/Schulung Know How Verlust Reibungsverluste Einarbeitung Verlust von Kunden Imageverlust Verlust an Loyalität Dynamikverlust im Team Q u a l i t a t i v
Anwendung in Organisationen profitorientierte Organisationen non-profit Organisationen Privatwirtschaft Öffentlicher Bereich Private Vereine Institutionen
Arten der Konflikte in der Wirtschaft Konflikte in der Wirtschaft innerbetriebliche Konflikte Konflikte nach Fusionen Abteilungen/ Filialen Arbeitgeber Arbeitnehmer Mitarbeiter untereinander Gesellschafter untereinander Nachfolgeregelung Konflikte zwischen Unternehmen Kunde/Lieferant Mitbewerber/ Mitbewerber außerbetriebliche Konflikte öffentlicher Bereich Konflikte im Bauwesen Umweltkonflikte
Außerbetrieblicher Konflikt Q u a n t i t a t i v Verfahrenskosten durch Gerichtsverfahren Bindung von MA- Ressourcen Einfluss auf das operative Geschäft Einfluss auf den Markenwert Störung der Geschäftsbeziehung Gesichtsverlust gegenüber Partnern Imageverlust in der Öffentlichkeit Möglicherweise sogar Verlust des Kunden Q u a l i t a t i v
Was ist Mediation? Vermittlung durch unparteiische Dritte (Mediator) Einbeziehung aller Konfliktbeteiligten Mediation informell außergerichtlich vertraulich freiwillig, selbstbestimmt konsens- und zukunftsorientiert
Aufgaben des Mediators Erhaltung Allparteilichkeit Sicherstellung Unabhängigkeit Schaffung Rahmenbedingungen Strukturierung Mediationsprozess Verantwortung Verfahren Unterstützung Konfliktparteien Gefühle und Interessen ausdrücken Machtunterschiede ausbalancieren
Haftung des Mediators Grundlage Mediationsvertrag Verschwiegenheitspflicht (ZivMediatG 18) Haftpflichtversicherung (ZivMediatG 19) Aufklärungs- und Sorgfaltspflichten Haftung aus dem Quellberuf
Christoph Besemer; Mediation Vermittlung in Konflikten; Baden; 9. Auflage 2002 Schritte des Mediationsverfahrens Vorphase Die Konfliktparteien an einen Tisch bekommen Das Mediationsgespräch 1. Einleitung 2. Sichtweise der einzelnen Konfliktparteien 3. Konflikterhellung 4. Problemlösung 5. Übereinkunft Umsetzungsphase Überprüfung und ggf. Korrektur der Übereinkunft
Schema: Konfliktpyramide nach Christoph Besemer Mediation, Vermittlung in Konflikten S a c h e b e n e S a c h e b e n e B e z i e h u n g s e b e n e Werte Gefühle B e z i e h u n g s e b e n e Emotionen Informationen Beziehungsprobleme Interessen/Bedürfnisse Inter-/ Intrapersonale Probleme Kommunikationsprobleme
Interventionstechniken (exemplarisch) Aktives Zuhören Zusammenfassen Reframing - Spiegeln Reflecting Team Fragetechniken (miracle questions) Aufstellungen Rollenspiele Einzelgespräche
Win-Win Situation
Zukunftsaussichten der Beziehung KONFLIKT keine weitere Beziehung z. B. Einmalgeschäft Beziehung möglich z. B. Geschäftspartner Beziehung zwingend notwendig z. B. im Unternehmen
Mediationsstile Eingreifend A B Rechtsorientiert Beziehungsorientiert C D Quelle: James T. Peter, Bellevue Mediation Assistierend
Arten der Konfliktbearbeitung
Mediationsgesetz I I. Allgemeine Bestimmungen II. Beirat für Mediation BM Justiz III. Liste d. Mediatoren IV. Rechte/Pflichten (Verschwiegenheit 18 Haftpflichtversicherung 19) V. Hemmung von Fristen ( 22)
Verfahrenskostenvergleich 400.000 350.000 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 Ordentliches Gericht (1. und 2. Instanz) Schiedsgericht 50.000 0 0 50 250 500 2.500 5.000 Streitwert in tausend Studie: Dr. Reiner Ponschab, gwmk Mediation mit Anwälten Mediation
Verfahren am Arbeitsgericht Wien 5.500 Fälle pro Jahr (98% klagt AN/AK) 15% unstreitige Verfahren (Baubranche) 85% 20% Urteile 80% Vergleiche davon ca. 1/4 für W-Mediation geeignet Anwaltskosten/Verfahren bis EUR 7.000 AK gewinnt 80% der Fälle Dr. Trenner, Leiter der Rechtsschutzabteilung AK-Wien
Vorteile der Mediation Unternehmenskultur (z.b. höhere MA-Zufriedenheit) Interne Effekte Geringere Opportunitätskosten (z.b. weniger MA-Fluktuation) Qualitative Ergebnisse Quantitative Ergebnisse Kein Gesichtsverlust intakte Beziehungen 2003 Dr. Manuela Bartosek, ecomotion Externe Effekte Einsparung bei direkten Kosten (z.b. Verfahrenskosten)
Mediationsklausel Die Parteien verpflichten sich, sämtliche Differenzen, die sich künftig aus dem vorliegenden Vertrag ergeben oder mit diesem in Verbindung stehen, zunächst im Dialog untereinander zu bereinigen. Gelingt ihnen dies nicht, so verpflichten sich die Parteien, eine Lösung mittels einer Mediation vor der Einleitung rechtlicher Schritte zu versuchen. Mediationsklausel von roth schwarz roth, Kanzlei für Mediation, CH