Verhalten von Pferden Text Soziale Organisation und Sinneswahrnehmung Doris Schneider http://www.tierkommunikator.net/
Soziale Organisation Ziel des Zusammenlebens stabile, soziale Gesellschaft größere Überlebenschancen, bessere Verteidigung gegen Feinde Sicherung des Fortbestandes
Soziale Struktur Der Gruppenkoordinator hält die Herde zusammen geht meistens als Letzter der Gruppe Anführer/in der Herde leitet die Gruppe ist ruhig, erfahren, dominant geht an der Spitze Herdenmitglieder Rangordnung richtet sich nach dem Dominanzprinzip Ranghohe Pferde besitzen innere Autorität, sind Meister der Kommunikation - kaum körperliche Mittel notwendig Rangniedere Pferde tragen Konflikte meist mit körperlichen Mitteln aus
Kommunikation durch Signale Akustische Signale schneller Informationsaustausch, große Reichweite, Sender leicht zu identifizieren, hoher Energieaufwand Visuelle Signale gute Reichweite, schneller Informationsaustausch, Sender deutlich erkennbar, leichter bis starker Energieaufwand Taktile Signale (Oberflächensensibilität) Schneller, direkter Informationsaustausch, Sender genau zu identifizieren, geringer Energieaufwand Chemische Signale große Reichweite, langsamer Informationsaustausch, Sender nicht leicht identifizierbar, geringer Energieaufwand
Sinneswahrnehmung Das Wissen über die Wahrnehmung trägt wesentlich dazu bei das Verhalten der Pferde zu verstehen, richtig zu deuten und Missverständnisse zu vermeiden.
Sinneswahrnehmung - Visuelle Wahrnehmung Pferde besitzen große Augen und können mit jedem Auge rund 215 nach links und rechts, sowie 180 nach oben und unten sehen. Darauf ausgerichtet, auf größere Distanzen grobe Umrisse bzw. Bewegungen wahrzunehmen (Fluchtverhalten) Anpassen der Kopfhaltung (höher, tiefer, seitlich) um zu fokussieren Eingeschränktes Farbspektrum (Blau-, Gelb- und Grautöne) Zusätzliche reflektierende Schicht im hinteren Auge ermöglicht bessere Lichtausbeute bei Dunkelheit
Sinneswahrnehmung - Auditive Wahrnehmung Äußerst bewegliche Ohren (16 Muskeln/Ohr) - beinahe jede beliebige Richtung Ohren können unabhängig voneinander bewegt werden - kann sich gleichzeitig auf Geräusche aus 2 Richtungen konzentrieren Können weit entfernte Geräusche früher wahrnehmen als Menschen Können besser zwischen Geräuschen unterschiedlicher Lautstärke unterscheiden
Sinneswahrnehmung - Auditive Wahrnehmung Reaktion auf Geräusche Ausrichten eines Ohres auf das Geräusch Ausrichten des zweiten Ohres auf das Geräusch Drehen des Kopfes in Richtung des Geräusches Drehen des ganzen Körpers in Richtung des Geräusches Was die Augen wahrnehmen, wird mit dem Gehör überprüft.
Sinneswahrnehmung - Taktile Wahrnehmung An verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedlich empfindlich Anzahl und Dichte der Sinnesrezeptoren (bei Vollblütern näher an der Hautoberfläche) Dickes des Fells Dicke der Haut Besonders sensible Körperregionen Kopf, Hals, Widerrist, Schultern, Unterbauch, Flanken, Rückseite/Innenseite der Beine
Sinneswahrnehmung - Taktile Wahrnehmung Hautsinne - reagieren auf von außen kommende Reize & dienen der Wahrnehmung von Berührung, Schmerz, Temperatur Organsinne - auf Veränderung innerhalb des Körpers ausgerichtet & machen das Pferd auf körperliche Bedürfnisse aufmerksam Tiefensinne - reagieren auf Reize des Bewegungsapparates & ermöglichen dem Pferd seine Position und relative Stellung zum Boden zu beurteilen
Sinneswahrnehumg - chemische Wahrnehmung Geruchssinn Erkennen von Gefahren, Identifizieren & Kontaktaufnahme mit Artgenossen/Menschen, Beurteilung von Futter, Aufspüren von Wasser, Orientierung im Territorium Wahrnehmung durch Schnuppern (Aufnahme von Botenstoffen mit der Luft), Prusten (Reinigung, um nachkommende Informationen unverfälscht aufnehmen zu können), Flehmen (Weiterleiten der Atemluft zum Jacobschen Organ)
Sinneswahrnehumg - chemische Wahrnehmung Geschmacksinn Spielt vorwiegend bei der Futteraufnahme eine Rolle 4 Geschmacksrichtungen (wie Mensch): salzig bitter süß sauer Zur Unterscheidung verschiedener Futterstoffe (Information über den Nährstoffgehalt) Zur Regulierung der Verdauung (chemisches Gleichgewicht des Körpers aufrecht erhalten)
Und Allah nahm eine Handvoll Südwind und erschuf damit das Pferd. Das Pferd aber wollte nicht zu Fleisch werden und es wollte auch nicht dem Menschen dienen. Da versprach Allah, dass das Pferd nach seinem Tode wieder zu Wind werden würde und fortan in ewiger Freiheit leben würde. Doris Schneider http://www.tierkommunikator.net/