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Transkript:

Physikalisches Anfängerpraktikum Gruppe Mo-6 Wintersemester 2005/06 Jens Küchenmeister (25380) Versuch: P-5 Transistorschaltungen - Vorbereitung - Inhaltsverzeichnis Transistor-Kennlinien 2. Eingangskennlinie....................................... 3.2 Ausgangskennlinie...................................... 3.3 Steuerkennlinie........................................ 4 2 Überlagerungstheorem 4 3 Transistorschaltungen 5 3. Transistor als Schalter.................................... 5 3.2 Verstärker in Emitterschaltung............................... 6 3.3 RC-Oszillator mit Transistorverstärker in Emitterschaltung............... 8

Transistor-Kennlinien Die sogenannten Transistorkennlinien sind die Graphen von jeweils zwei zu messenden Gröÿen eines Transistors, die charakteristisch für eben jenen sind. Die in diesem Versuch verwendeteten npn-transistoren bestehen aus drei Halbleiterschichten. Diese sind so angeordnet, dass eine dünne p-dotierte-halbleiterschicht zu beiden Seiten an n-dotierte- Halbleiterschichten angrenzt (woher auch die Bezeichnung npn-transistor stammt). Dabei werden die einzelnen Schichten folgendermaÿen bezeichnet:. Erste n-dotierte Schicht: Emitter 2. p-dotierte Schicht: Basis 3. Zweite n-dotierte Schicht: Kollektor Zwischen diesen Halbleiterschichten bildet sich nun die gewöhnliche Verarmungsschicht aus, wie sie bei Dioden üblich ist. Transistoren werden nun in der Regel so verwendet, dass man zwischen Emmitter und Kollektor eine Spannung anlegt, und zwar so, dass der Übergang von Emitter zu Basis leitend ist, der von Basis zu Kollektor jedoch sperrt(emitter negativ, Kollektor positiv). Auf diese Weise kann noch kein Strom ieÿen. Legt man jedoch an der Basis ein Spannung an, so wird die Grenzschicht zwischen Basis und Kollektor durch den hier ieÿenden Strom leitend. Doch es ieÿt nicht nur der relativ schwache Strom von Basis zu Emitter, sondern zusätzlich noch der sehr viel stärkere Strom zwischen Kollektor und Emitter. Es seien ab jetzt folgende Bezeichnungen verwendet: Basis-Emitter-Spannung: U BE Basis-Kollektor-Spannung: U BC Kollektor-Emitter-Spannung: U CE Basisstrom: I B Kollektorstrom: I C Emitterstrom: I E Es ist üblich, diese Gröÿen in einem Diagramm aufzutragen, d.h. die verschiedenen Achsen mit diesen Gröÿen zu belegen um so für den Transistor charakteristische Graphen zu erhalten. Dafür werden die Achsen folgendermaÿen eingeteilt: Hierbei wird der vierte Quadrant nicht verwendet (Zählung ab U C E/I C gegen Uhrzeigersinn). Die anderen drei Quadranten werden wie im Folgenden beschrieben, gefüllt. 2

. Eingangskennlinie Zur Bestimmung der Eingangskennlinie wird die folgende Schaltung aufgebaut, welche gegenüber der in der Vorbereitungshilfe leicht modiziert wird: Der eingebaute Vorwiderstand R C = kω dient dem Schutz des Transistors. Durch ihn wir die Spannung U CE zwar minimal geändert, der Eekt ist aber ab U CE > 0, 2V vernachlässigbar. Mit Hilfe eines regelbaren Widerstands wir die Stromstärke auf den gewünschten Wert eingestellt, der Widerstand ist beim Einschalten auf Maximum zu drehen, damit eventuelle Beschädigungen am Transistor vermieden werden. Wir messen nun den Strom mittels Amperemeter in 0µA-Schritten, von 0 bis 00 µa. Parallel wird der Wert der Spannung U BE notiert. Eingetragen in den 3. Quadranten ergibt das die Eingangskennlinie..2 Ausgangskennlinie Mit Hilfe des Oszilloskops sollen nun die Ausgangskennlinien bestimmt werden. Dafür wird folgende Schaltung verwendet: Da wir mit dem Oszilloskopen nicht direkt I C messen können, greifen wir über dem Widerstand R E die Spannung U y ab, und kommen, mittels Ohmschen Gesetz I = U R, () somit auf das gesuchte I C. Zuerst werden 00% des Stromes I B eingestellt, was bei richtiger Einstellung einem Strom von I C = 50mA entspräche. Die Kollektorspannung ist eine 2V Halbwellenspannung, die Basisspannung ist 2V Gleichspannung. Durch den Einbau des Widerstand ergibt sich aber das Problem, dass wir jetzt zwei Spannungen haben, nämlich U RE und U CE gemeinsam addiert auf der X-Achse liegen. Es ist also vorher (mittels Messung) festzuhalten, ob die Abweichung, welche durchn diese Messmethode entsteht, überhaupt tragbar ist. Hat man für die 00% von I B die Messung durchgeführt, dann sollen noch für 80%, 60%, 40% und 20% Werte folgen. 3

.3 Steuerkennlinie Für diesen Aufgabenteil ist keine zusätzliche Messung erforderlich - um den 2. Quadranten zu füllen, brauchen wir die Werte des Kollektorstromes I C für verschiedene Werte von I B. Diese sind uns ja aber aus den vorangegangenen Versuchsteilen in Erinnerung und somit brauchen wir lediglich die bereits bekannen Werte in das Diagramm einzutragen. 2 Überlagerungstheorem Es soll das folgende Theorem experimentell veriziert werden: In einer Schaltung mit linearen Bauelementer und mit mehreren Spannungsquellen ist die Spannung zwischen zwei beliebigen Punkten gleich derjenigen Spannung, die sich zwischen diesen beiden Punkten einstellen würde, wenn nur eine der Quellen aktiv wäre. Entsprechendes gilt auch für Strom in beliebigen Zweigen der Schaltung. Natürlich kann man sich die Spannungsquelle nicht einfach wegdenken - ihr Innenwiderstand muss weiterhin berücksichtigt werden. Wir wollen nun mit folgender Schaltung arbeiten: Es stehen 2 verschiedene Spannungsquellen zur Verfügung: Eine Gleichspannung U Gl = 2V, R i 0V Eine Rechteckspannung U Re = ±8V, R i = 50Ω desweiteren: R = kω R 2 =, 5kΩ R 3 = 330Ω Es können nun drei Fälle unterschiden werden: nur Gleichspannung, nur Rechteckspannung und beide zusammen, in denen wir jeweils experiementell und theoretisch die Spannung, die an R 3 abfällt, ermitteln, wobei die Relationen lediglich (sei hier erspart) aus Maschenregel, Ohmschen Gesetz und den Regeln zur Addition von parallelen und seriellen Widerständen hergeleitet sind: 4

. Nur Gleichspannung Hierbei wird also U Re durch den Innenwiderstand der Rechteckspannungsquelle ersetzt: 2. Nur Rechteckspannung R ges = R 2 + R 3 + = 75, Ω (2) R +R i I R2 = U Gl R ges = 6, 85mA (3) U R2 = I R2 R 2 = 0, 28V (4) U R3 = U R + U Ri = U Gl U R2 =, 72V (5) Hierbei wird also U Gl durch den Innenwiderstand der Gleichspannungsquelle ersetzt: 3. Beide Spannungsquellen zusammen: R ges = R + R 3 + = 270, 5Ω (6) R 2 +R i I R = U Re R ges = ±6, 30mA (7) U R = I R R = ±6, 30V (8) U R3 = U Re U R = ±, 70V (9) Sollte das Überlagerungstheorem stimmen, so müsst sich die resultierende Spannung als Summe der beiden zuvor errechneten Spannungen schreiben lassen, was hieÿe, dass: U R3 =, 72V ±, 70V = 3, 42V, bzw.0, 02V (0) da es darauf ankommt, wie die Polung der Rechteckspannung ist! 3 Transistorschaltungen 3. Transistor als Schalter Da ein Transistor benutzt werden kann, um mit kleinen Spannungen an der Basis groÿe Ströme zu steuern, kann ein Transistor auch als Schalter verwendet werden, indem der Basisstrom ganz abgeschaltet wird. Die Arbeitsgerade des Transistors wird durch die Betriebsspannung U und den Verbraucherwiderstand R C gegeben: was mit den angegebenen Werten von U = 2V und R C = 25Ω ergibt: U CE = U R C I C () I C = U CE 25Ω + 480mA (2) Die Angabe einer maximalen Verlustleistung bestimmt die Belastbarkeit des Transistors. Eine höhere Leistung könnte zur Beschädigung des Transsistors führen. Die Leistung kann durch eine Hyperbel angenähert werden: P = U CE I C (3) 5

Mit der angegebenen Verlustleistung folgt als Formel für die Hyperbel: I C = 0, 8W U CE (4) Dies ist zulässig weil der Basis-Emitter-Strom sehr klein gegenüber dem Emitter-Kollektor-Strom ist. Um den Transistor nicht zu gefährden, muss die Arbeitsgerade bei Dauerbetrieb immer unter der Leistungshyperbel liegen. Beim Betrieb als Schalter ist es jedoch zulässig, dass die Hyperbel von der Gerade geschnitten wird, da der Transistor beim Umschalten nur extrem kurze Zeit im kritischen Bereich oberhalb der Gerade ist. Im Dauerbetrieb ist dann entweder I C sehr klein, oder U CE, sodass der entsprechende Arbeitspunkt unter der Leistungshyperbel liegt. Nun soll das Beschriebene in der Praxis versucht werden - wir bauen folgende Schaltung auf: Der Widerstand R v soll 3 verschiedene Gröÿen haben: man tauscht unter kω, 0kΩ und 220kΩ. Dann wird die Spannung U CE und der Strom I C gemessen, die Helligkeit des Lämpchen notiert und die Verlustleistung gemäÿ (3) berechnet. 3.2 Verstärker in Emitterschaltung a) Einstellung des Arbeitspunktes Es sollte die Emitterschaltung aufgebaut werden: Mittels eines M Ω-Potentiometers soll der Arbeitspunkt eingestellt werden, d.h. dass man als U CE die Hälfte der Ausgangsgleichspannung von 2V einstellt, so dass U CE = 6V. Dann misst man den Wert von I C. 6

b) Berechnung der dynamischen Transistorkenngröÿen Man kann nun nach dem in vorangegangenen Aufgaben erstellen Vier-Quadranten-Diagramm verschiedenen Transistorgröÿen berechnen: i) Basis-Emitterwiderstand r B Man legt an die Eingangslinie eine Tangente und liest die Steigung (z.b.mittels Steigunsdreieck) ab, diese ist r B, also: R B = U BE I B (5) ii) Kollektor-Emitterwiderstand r c An das Stück zwischen Knick-und Endpunkt der Ausgangskennlinien werde eine Tangente gelegt und wieder die Steigung abgelesen: r c = U CE I C (6) iii) Stromverstärkungsfaktor β Der Stromverstärkungsfaktor ist die Steigung der Tangente an die Steuerkennlinie, d.h.: c) Berechnung der dynamischen Schaltungskenngröÿen β = I C I B (7) Mittels der eben bestimmten Gröÿen, lassen sich die dynamischen Transistorkenngröÿen errechnen (für R B = 0Ω, R B = 680Ω mit R C = kω): Eingangsimpedanz Z e = r B + R B (8) Ausgangsimpedanz Z a = ( + ) = r C kω r C R C r C + kω (9) Spannungsverstärkung v = U a U e = β Za Z e (20) In der Auswertung sollten die praktisch gefundenen Werte mit den auf dem Aufgabenblatt Angegebenen verglichen werden. d) Experimentelle Bestimmung der dynamischen Schaltungsgröÿen Hier wird die Emitterschaltung an einen Oszilloskopen angeschlossen, mit dem U a und U e gemessen werden, wobei man den Verstärkungsfaktor β nach (7) direkt ablesen kann. Zur Bestimmung der Eingangsimpedanz wird ein Potentiometer zwischen Eingang und Spannungsquelle so eingestellt, dass am Verstärker nur nochn die halbe Quellenspannung anliegt, weshalb dann gilt, dass die Eingangsimpedanz genau der eingestellte Widerstand vom Potentiometer ist. Die Ausgangsimpedanzbestimmung erfolgt analog - man schaltet das Poti an den Ausgang und hat bei der Hälfte der Spannung genau wieder die Ausgangsimpedanz gefunden. 7

e) Eingangskoppelkondensator Es wird ein Koppelkondensator verwendet, um ungewollte Spannungsspitzen zu glätten. Jedoch verzerrt ein Kondensator das Rechtecksignal. Hier soll der Spannungsabfall der Rechteckspannung (f = khz nicht gröÿer als 2% sein. Es gilt mit für den Basisstrom: Mit I B (T ) > 0, 98 I 0 folgt für die Kondensatorgröÿe: τ = r B C (2) I B = I B0 e t τ (22) C > 0, 0248s r B U a I B (23) 3.3 RC-Oszillator mit Transistorverstärker in Emitterschaltung Wir bauen einen RC-Oszillator nach Bild 2 der Vorbereitungshilfe auf: Bild 2 der Vorbereitungshilfe Die Emitterschaltung sei mit folgenden Elementen gebaut: R = kω, C = 68nF, R V = 220kΩ, R C = kω und R B = 680Ω. Prinzipiell ist die Funktionsweise der Schaltung folgende: Der Verstärker verstärkt das Eingangssignal und verschiebt dessen Phase um π. Nun wird das Signal an die Kette von drei RC Gliedern geliefert, die das Signal für eine bestimmte Frequenz wieder um π dreht. Das Signal aus der RC-Kette wird dem Verstärker wieder als Eingangssignal zugeführt. Die Schaltung oszilliert genau dann, wenn die Phasenverschiebung der RC-Kette π beträgt, da die Verstärkerschaltung invertierend ist. In diesem Fall wirkt die Verstärkerschaltung mitkoppelnd auf den Verstärkereingang. Der Abschwächungsfaktor muss somit negativ und reell sein. Für die Oszillatorfrequenz gilt laut Vorbereitungshilfe: f = 2π 6 R C (24) womit (aus der Vorbereitungshilfe) folgt: f=950hz 8