Versuchsauswertung: Operationsverstärker
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- Theresa Dresdner
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1 Praktikum Klassische Physik II Versuchsauswertung: Operationsverstärker (P-59,6,6) Christian Buntin, Jingfan Ye Gruppe Mo- Karlsruhe, 7. Mai Inhaltsverzeichnis Emitterschaltung eines Transistors. Einstufiger Transistorverstärker Verstärkung einer Dreiecksfrequenz Verstärkung ohne Emitterkondensator Frequenzabhängigkeit der Verstärkung Grundschaltung eines Operationsverstärkers 4. Nichtinvertierender Verstärker Eingangs- und Ausgangswiderstand Frequenzabhängigkeit der Verstärkung Die invertierende Grundschaltung 6 3. Invertierender Verstärker mit zehnfacher Verstärkung Addierer Integrierer Differenzierer Komplexere Schaltungen mit Operationsverstärkern 9 4. Idealer Einweggleichrichter Generator für Dreieck- und Rechtecksignale Programmierte Differentialgleichung. Ordnung
2 Emitterschaltung eines Transistors Vorbemerkung Wenn nicht anders angegeben, so beziehen sich die Spannungswerte immer auf den Spitze- Spitze-Wert. Emitterschaltung eines Transistors. Einstufiger Transistorverstärker Wir haben den einstufigen gleichstromgegengekoppelten Transistorverstärker nach der Vorbereitungshilfe aufgebaut. Den Arbeitspunkt haben wir zu 7,89 V (Gleichspannung) gemessen. Dies ist hier ein sehr guter Wert, da dieser in der Mitte zwischen V und der Maximalspannung 5 V liegt.. Verstärkung einer Dreiecksfrequenz Wir haben bei zwei verschiedenen Ausgangsamplituden (Abbildungen und ) die Verstärkung bestimmt: Eingangsspannung U E [V]: 6 mv 74 mv Ausgansspannung U A [V]: 3, V,4 V Verstärkung v U = U A U E : 3 4 Die mittlere Verstärkung dieses Transistorverstärkers beträgt somit v U = 3. Bei höherer Amplitude zeigte sich, dass der obere Teil der Ausgangsamplitude niedriger ausfällt als der Untere. Die Schaltung verstärkt hier also nicht mehr beide Halbwellen gleichermaßen..3 Verstärkung ohne Emitterkondensator Im Gegensatz zur letzten Aufgabe wurde das Eingangssignal hier ohne Verzerrungen verstärkt. Allerdings fiel die Verstärkung deutlich geringer aus: Eingangsspannung U E [V]: 43 mv 688 mv,4 V,6 V Ausgansspannung U A [V]:,88 V 3,4 V 6, V 9,4 V Verstärkung v U = U A U E : 4,35 4,4 4,9 4,35 Somit erhalten wir eine mittlere Verstärkung von v U = 4,35. Dies liegt etwas unterhalb des erwarteten Wertes von v u = R C R E = 4,7, allerdings hatten die Widerstände alle Toleranzen von bis zu 5%. Daher ist unser Messergebnis ein akzeptabler Wert für die Verstärkung. Christian Buntin, Jingfan Ye
3 Praktikum Klassische Physik II Versuch P-59,6,6: Operationsverstärker Eingangsspannung U E [mv] Ausgangsspannung U A [V] ,5,5 -,5 - -, Abbildung : Transistorverstärker bei niedriger Ausgangsamplitude Eingangsspannung U E [mv] Ausgangsspannung U A [V] Abbildung : Transistorverstärker bei hoher Ausgangsamplitude 7. Mai 3
4 Grundschaltung eines Operationsverstärkers.4 Frequenzabhängigkeit der Verstärkung Wir haben die frequenzabhängige Verstärkung des gleichstromgegengekoppelten und des stromgegengekoppelten Transistorverstärkers bestimmt: Stromgegengekoppelt Gleichstromgegengekoppelt Frequenz [Hz] U E [V] U A [V] v U U E [V] U A [V] v U,64,56,6,7,7, 5, 4,3,, 4,8 8,5 5,6 6,8 3,,4 6,48 8,9,6 8,6 4,, 9,8 44,5 5,6 9,4 4,4,84 3, 7,7 k,6 9,4 4,4,8 3, 7, 5 k,8 9,8 4,3,84 3,8 75, k,8 9,8 4,3,84 3,8 75, 5 k,8 9,8 4,3,84 3,8 75, k,8 9,8 4,3,84 3,8 75, Beim gleichstromgegengekoppeltem Transistorverstärker sieht man in Abbildung 3 auf der nächsten Seite eine starke Frequenzabhängigkeit der Verstärkung, die nur durch die maximale Ausgangsspannung der Schaltung von 5 V begrenzt ist. Der von uns maximal gemessene Wert von 3,8 V liegt an Spannungsabfällen an Widerständen und zudem vermutlich an der ungenauen Spannungsangabe der Quelle. Die Verstärkung der stromgegengekoppelten Schaltung dagegen pendelt sich recht schnell bei der oben gemessenen Verstärkung von 4,35 ein. Bei geringen Frequenzen ist beidesmal die Verstärkung gering, da die Koppelkondensatoren am Ein- und Ausgang nur hohe Frequenzen gut durchlassen. Bei der gleichstromgegengekoppelten Schaltung allerdings wird durch den Emitterkondensator die Rückkopplung für hohe Frequenzen aufgehoben, wodurch die Verstärkung, anders als bei Stromgegenkopplung, weiter steigt. Grundschaltung eines Operationsverstärkers. Nichtinvertierender Verstärker Wir haben mit einem Operationsverstärker einen nichtinvertierenden Verstärker aufgebaut. Nach der Vorbereitung berechnet sich dessen Verstärkung v U zu v U = + R R =. Mit unserer Messung erhalten wir eine tatsächliche Verstärkung von v U = U A U E = 3,56 V,3 V =,3. Somit lässt sich also mit den goldenen Regeln die Verstärkung der Schaltung sehr gut bestimmen. 4 Christian Buntin, Jingfan Ye
5 Praktikum Klassische Physik II Versuch P-59,6,6: Operationsverstärker 5 Verstärkungsfaktor bei Stromgegengekopplung Stromgegengekoppelt Gleichstromgegengekoppelt k 5 k k 5 k k Frequenz [Hz] (logarithmische Skalierung) Abbildung 3: Frequenzabhängige Verstärkung der Transistorverstärker Verstärkungsfaktor bei Gleichstromgegengekopplung. Eingangs- und Ausgangswiderstand Eingangswiderstand Wir haben den Eingangswiderstand der Schaltung bestimmt, indem wir zwischen dem Eingang und dem Verstärker einen Messwiderstand R M = MΩ geschaltet und den effektiven Spannungsabfall UR eff M an ihm gemessen haben. Mit den Messwerten UR eff M = 9,5 mv und UE eff = 34 mv erhalten wir nach der Vorbereitung für den Ausgangswiderstand X: X = R M ( ) U eff E UR eff = 5 kω M Dies ist im Vergleich zu den anderen Widerständen immer noch wesentlich größer. Ausganswiderstand Um den Ausgangswiderstand der Schaltung zu bestimmen, haben wir einen verstellbaren Widerstand in den Ausgang geschaltet und diesen so eingestellt, dass die Ausgangsspannung auf die Hälfte ihres ursprünglichen Wertes abfällt. Nach dem Ohmschen Gesetz gilt nun, dass Ausgangswiderstand und der verstellbare Widerstand gleich groß sind. Somit erhalten wir nach Messung des verstellbaren Widerstandes für den Ausgangswiderstand einen Wert von 39, Ω. Dies ist ein sehr geringer Widerstand und entspricht auch unseren Erwartungen. 7. Mai 5
6 3 Die invertierende Grundschaltung.3 Frequenzabhängigkeit der Verstärkung Wir haben die frequenzabhängige Verstärkung des nichtinvertierenden Verstärkers bestimmt: Frequenz [Hz] U E [V] U A [V] v U, 54 5,68,3,54 5,5, k,54 5,5, k,54 5,5, 5 k,54 5,, 5 k,54 4,8 8, 75 k,54,96 5,9 k,54,4 4,4 Im Abbildung 4 zeigt sich, dass die Verstärkung bei Frequenzerhöhung lange Zeit konstant ist. Erst für sehr hohe Frequenzen fällt diese rapide ab. Doch sogar dort blieb das Signal immer noch recht gut verzerrungsfrei (Abbildung 5 auf der nächsten Seite). Verstärkungsfaktor k k 5 k 5 k k Frequenz [Hz] (logarithmische Skalierung) Abbildung 4: Frequenzabhängige Verstärkung des nichtinvertierenden Verstärkers 3 Die invertierende Grundschaltung 3. Invertierender Verstärker mit zehnfacher Verstärkung Wir haben einen zehnfachen Verstärker nach der Vorbereitungshilfe aufgebaut. Anhand der Signale auf Abbildung 6 auf der nächsten Seite sieht man deutlich, dass der Verstärker invertiert und die Verstärkung ziemlich gut dem Faktor entspricht. Mit unseren Messwerten 6 Christian Buntin, Jingfan Ye
7 Praktikum Klassische Physik II Versuch P-59,6,6: Operationsverstärker Eingangsspannung U E [mv] Ausgangsspannung U A [V] ,5,5 -,5 - -,5 - - Zeit t [µs] Abbildung 5: Signale am nichtinvertierenden Verstärker bei khz erhalten wir für die Verstärkung u V : u V = U A U E = 4,56 V,456 V = 6,64 V 664 V = Dies entspricht genau dem in der Vorbereitung berechneten Wert von v U = R R =. Eingangsspannung U E [V] Ausgangsspannung U A [V],5,,5,,5 -,5 -, -,5 -, -,5,5,5,5 -,5 - -,5 - -, Mai Abbildung 6: Signale am invertierenden -fach-verstärker bei khz 7
8 3 Die invertierende Grundschaltung 3. Addierer Wir haben einen Addierer aufgebaut und mit diesem auf eine Dreieckspannung eine Gleichspannung addiert. Mit Hilfe des Mittelwertes am Oszilloskop konnten wir beobachten, wie sich die Ausgangskurve je nach addierter Gleichspannung nach oben und unten verschoben hat. Da allerdings nur eine Gleichspannung addiert wurde, blieben die Spitzenspannungswerte unverändert. Bei einer Addition einer Gleichspannung U E =, V auf die Dreieckspannung mit dem Mittelwert U E =,58 V erhielten wir eine Ausgangs-Dreieckspannung mit einem Mittelwert von U A =,93 V. Dies entspricht im Rahmen der Genauigkeit der Gleichspannungsmessung in etwa dem erwarteten Ergebnis, da die Summe invertiert ausgegeben wird. 3.3 Integrierer Wir haben einen Integrierer aufgebaut und eine Dreiecksspannung und eine Rechteckspannung integrierern lassen. Bei der Integration der Dreieckspannung (Abbildung 7) zeigte sich ein parabelartiger Kurvenverlauf. An den Nullstellen der Dreieckspannung liegen wie erwartet die Minima und Maxima der Parabelkurven und an deren Extrema die Wendepunkte. Die Integration der Rechteckspannung (Abbildung 8 auf der nächsten Seite) ergab wie erwartet eine Dreieckspannung. Bei ansteigendem Verlauf dieser hat die Rechteckspannung eine negative Amplitude (und umgekehrt). Daran sieht man deutlich, dass der Integrierer ebenso wie der Addierer das Ergebnis invertiert.,5 Eingangsspannung U E [V] Ausgangsspannung U A [mv],5 -,5 - -, Abbildung 7: Integration einer Dreieckspannung 8 Christian Buntin, Jingfan Ye
9 Praktikum Klassische Physik II Versuch P-59,6,6: Operationsverstärker,5 Eingangsspannung U E [V] Ausgangsspannung U A [mv],5 -,5 - -, Abbildung 8: Integration einer Rechteckspannung 3.4 Differenzierer Wir haben einen Differenzierer aufgebaut und eine Dreiecksspannung und eine Rechteckspannung ableiten lassen. Die Differentiation der Dreieckspannung (Abbildung 9 auf der nächsten Seite) ergab wie erwartet eine Rechteckspannung, die allerdings invertiert ausgegeben wurde. An den nicht differenzierbaren Extrema sind deutlich Singularitäten in der Rechteckspannung zu erkennen. Bei der Differentiation des Rechtecksignals (Abbildung auf der nächsten Seite) wurde erwartungsgemäß ein Signal mit V ausgegeben. Allerdings traten an den nicht differenzierbaren Stellen der Rechteckspannung starke Spannungsspitzen auf, welche nur durch die Maximalspannung des Operationsverstärkers von ±5 V begrenzt wurden. 4 Komplexere Schaltungen mit Operationsverstärkern 4. Idealer Einweggleichrichter Wir haben einen idealen Gleichrichter aufgebaut und konnten dann an den beiden Ausgängen die beiden erwarteten Halbwellen abgreifen (Abbildung auf Seite ). Dieser Gleichrichter gibt die volle Halbwellenspannung aus, ohne sie um die Diodenknickspannung zu verringern. 7. Mai 9
10 4 Komplexere Schaltungen mit Operationsverstärkern,5 Eingangsspannung U E [V] Ausgangsspannung U A [V],5 -,5 - -,5,8,6,4, -, -,4 -,6 -, Abbildung 9: Differentiation einer Dreieckspannung Eingangsspannung U E [V] Ausgangsspannung U A [V],5,5 -,5 - -, Abbildung : Differentiation einer Rechteckspannung Christian Buntin, Jingfan Ye
11 Praktikum Klassische Physik II Versuch P-59,6,6: Operationsverstärker Eingangssignal U E [V] Positive Halbwelle U A [V] Negative Halbwelle U A [V],5,5 -,5 - -,5,8,6,4, -, -,4 -,6,6,4, -, -,4 -,6 -, Abbildung : Halbwellenspannungen am idealen Gleichrichter 4. Generator für Dreieck- und Rechtecksignale Wir haben den Signalgenerator aufgebaut und konnten die dadurch erzeugten Rechteckund Dreieckspannungen abgreifen (Abbildung ). Dabei erhielten wir beidesmal ein Signal der Frequenz 46 Hz. Die Rechteckspannung liegt mit 8, V am Maximum des Operationsverstärkers, da dieser hier als Schmitt-Trigger mit quasi unendlicher Verstärkung arbeitet. Für die Amplitude des Dreiecksignals erhalten wir einen Wert von 5,6 V. 5 Rechteckspannung U R [V] Dreieckspannung U D [V] Abbildung : Ausgangssignale des Signalgenerators 7. Mai
12 4 Komplexere Schaltungen mit Operationsverstärkern 4.3 Programmierte Differentialgleichung. Ordnung Wir haben eine programmierte Differentialgleichung zweiter Ordnung aufgebaut und damit versucht, eine Integralgleichung. Ordnung zu simulieren. Mit geringer Dämpfung bekamen wir eine sinusartige Kurve als Schwingfall zu sehen (Abbildung 3). Diese schwang mit einer Amplitude von 6,8 V bei einer Frequenz von 33,33 Hz. Wenn wir den Widerstand und somit auch die Dämpfung erhöhten, reagierte die Schwingung sehr stark verzögert. Daher fiel die Schwingung in einem bestimmten Widerstandsbereich sehr schnell auf ab. Den Kriechfall oder gar den aperiodischen Grenzfall konnten wir aus diesem Grund leider nicht simulieren. 5 Schwingung U [V] Abbildung 3: Schwingfall als Lösung der Differentialgleichung Christian Buntin, Jingfan Ye
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