Newsletter r e b o O kt
News Seit 1. Oktober gibt es nun die Praxis Birgel Jeden Monat erscheint auf unserer Internetseite (www.praxis-birgel.de) in Facebook und parallel in unserem Praxis-TV ein Newsletter, der immer wie dieser Erste aufgebaut ist und folgende Rubriken enthält: News Medizin-Fortbildung Enthält aktuelle News und Themen aus der Physiotherapie oder unserer Praxis (neue Behandlungstechniken / Studien / Tipps / Teamänderung / Angebote und Aktionen) Hier wird immer ein fachliches Thema relativ einfach erklärt und verständlich zusammengefasst. Wir achten darauf, möglichst wenig medizinische Fachbegriffe und lateinische Wörter zu verwenden Übung des Monats Eine Übung wird vorgestellt, die sich meist auf die Medizin-Fortbildung bezieht und gut zu Hause durchführbar ist
Terminablauf
Medizin-Fortbildung er b o t Ok Rückenschmerzen Statistisch bekommt jeder zweite Mensch in Deutschland während seines Lebens ernsthafte Rückenschmerzen. Viele verschiedene Krankheitsbilder, wie z.b. Wirbelsäulenarthrose, Bandscheibenvorwölbungen- und Vorfälle oder Einengung im Nervenkanal können einen akuten oder chronischen Rückenschmerz hervorrufen. Bei akuten (spezifischen) Rückenschmerzen kann man eine Ursache ausfindig machen, z.b. handelt es sich um eine Wirbelblockierung der kleinen Facettengelenke auf Grund einer Zerrung (Beispiel: ein Sturz beim Skifahren oder der sog. Hexenschuss durch falsches Heben) oder wird z.b. ein Nerv durch einen Bandscheibenvorfall eingeklemmt. Die meisten Patienten erleiden akute Schmerzen (ca. 80%), die aber zu 90% innerhalb einiger Tage bis wenigen Wochen wieder abklingen. Bei chronischen (unspezifischen) Rückenschmerzen hingegen ist eine direkte Ursache auch mit modernen Verfahren nicht eindeutig nachzuweißen und es können mehrere Ursachen, wie z.b. genetische Veranlagung oder Bewegungsmangel zu Grunde liegen. Nur etwa 10% der Patienten werden tatsächlich chronische Rückenpatienten. Das bedeutet, sie haben Beschwerden, die länger als 3 Monate unablässig auftreten. Sicher ist, dass in beiden Fällen die muskuläre Komponente sehr wichtig ist. Einmal kann ein Rückenschmerz durch zu schwache Muskulatur entstehen, weil die Gelenke dann mehr abnutzen und nicht gedämpft werden und zum anderen können Schmerzen am Rücken (z.b. knöcherner Ursache) zu einer deutlichen Spannungszunahme im Muskel führen, was den Schmerz dann weiter unterhält.
Ein gutes Beispiel ist die Skoliose bei der eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule vorliegt, welche der Körper durch eine Spannungserhöhung in der Muskulatur versucht auszugleichen. Diese Spannungserhöhung kann dann Schmerz verursachen Durch schmerzlindernde Maßnahmen an Wirbelsäule und Spannungssenkung der umgebenden Muskulatur durch physikalische Maßnahmen wie Massage, Wärme, usw. lassen sich Schmerzen lindern. Die nachhaltigste Maßnahme bei Rückenschmerzen ist aber die gezielte Stabilisation und Kräftigung. Knöcherne Veränderungen der Wirbelsäule kann man durch gezielte Kräftigungsübungen nicht wieder gerade biegen, jedoch kann gezieltes Krafttraining abgeschwächte Muskeln kräftigen und leistungsfähiger machen. Die Kräftigung führt dazu, dass sich Alltagsbelastungen und Fehlbelastungen nicht mehr so gravierend auswirken und man prophylaktisch ein Widerauftreten der Rückenschmerzen verhindert. In Bezug auf Rückenschmerzen ist v.a. die tiefliegende autochthone Rückenmuskulatur sehr wichtig, denn diese stabilisiert und verspannt die einzelnen Wirbelkörper untereinander. Die höchste Effizienz für die wichtigen tiefen Rückenmuskeln werden durch schnelle, kurze Impulsbewegungen mit wenig Widerstand erreicht, wie eine Studie von Arokoski eindrücklich zeigt. Außerdem sollte man die Rumpfmuskulatur (Rückenstreck- und Bauchmuskulatur), sowie die funktionell dazugehörende Gesäßmuskulatur kräftigen. Man sollte nicht vergessen, dass man bereits ab dem 25. Lebensjahr im Zuge des physiologischen Alterungsprozesses jährlich ca. ein Prozent seiner bestehenden Muskelmasse verliert, wenn man dem nicht durch entsprechende körperliche Aktivität entgegenwirkt. Ein Ausdauertraining allein genügt nicht. Der Vorteil eines Krafttrainings ist ein geringer Zeitaufwand. Es genügt bereits eine Einheit pro Woche, die wenn effizient gearbeitet wird sogar relativ kurz gehalten werden kann.
. Autochthone (tiefliegende) Muskeln stützen jeden Wirbelkörper Knöcherne Wirbelsäule mit Bandscheiben Oberflächliche Rückenmuskulatur
Übung des Monats KREUZHEBEN. Mit Kreuzheben stellen wir euch eine komplexe Kraftübung vor, die Rückenschmerzen nicht nur mindern oder oft sogar beheben kann, sondern auch ein optimales Training für viele Alltagssituationen ist (z.b. Sofa heben). Das Erlernen des richtigen Hebens durch diese klassische Grundübung ist ein wichtiger vorbeugender Aspekt, nicht nur in Bezug auf eine Bandscheibenproblematik, sondern ganz allgemein was das Problem Kreuzschmerzen betrifft. Durch das Kreuzheben hat man dazu in nur einer Übung die gesamte Oberschenkel-, Schulter- und v.a. Rumpfmuskulatur (Rückenstrecker- und Bauchmuskulatur) trainiert. Das ist funktioneller als jede Muskelgruppe einzeln zu trainieren und spart Zeit. Legen Sie sich ein schützendes Muskelkorsett an! 1. schulterbreiter stabiler Stand mit leicht nach außen gedrehten Füßen 2. Hantel nach unten bringen durch Beugung der Kniee (Kniescheibe soll nicht über Fußspitze hinausgehen Hinten absitzen von der Bewegung her) Dabei Rücken vorbeugen aber gerade halten (Hohlkreuz + Rundrücken vermeiden) 3. Die Hantel evtl. kurz absetzen und dann Körper wieder aufrichten (Hinstehen) dabei Hantelstange möglichst nah an den Schienbeinen entlang nach oben ziehen Tipp: auch mit Theraband ausführbar. Wir helfen und kontrollieren Sie gerne beim Erlernen der Übung Sprechen Sie uns an.
. Kreuzheben ist für Hobby- als auch Leistungssportler gut geeignet. Oben im Beispiel hat das nicht mehr viel mit Gesundheit zu tun, trotzdem interessant: Arnold Schwarzenegger hebt mit 19 Jahren 280 kg
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