Schlaganfall und - Projekt
Wie häufig ist ein Schlaganfall?
Wie häufig ist ein Schlaganfall? in Deutschland ereignen sich pro Jahr ca. 200000 Schlaganfälle
Wie häufig ist ein Schlaganfall? in Deutschland ereignen sich pro Jahr ca. 200000 Schlaganfälle Alle 3 Minuten ein Schlaganfall
Eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn
Transiente Durchblutungsstörung: TIA (<24 Std.) Dauerhafte Symptomatik: Kompletter Infarkt
Eine Transitorisch Ischämische Attacke (TIA) ist eine vorübergehende neurologische Störung, die in ihren Symptomen einem Schlaganfall gleicht, sich aber wieder vollständig zurückbildet. Eine TIA dauert wenige Minuten bis Stunden (definitionsgemäß maximal 24 Stunden). Die Symptome werden durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn hervorgerufen.
Akute Durchblutungsstörung im Gehirn
Die Blutversorgung des Gehirns A. cerebri anterior A. carotis interna A. cerebri media A. cerebri posterior A. basilaris A. vertebralis Urban & Fischer VerlagMünchen
Funktionelle Anatomie
Ein Schlaganfall äußert sich häufig durch folgende plötzlich einsetzende Symptome:
Symptome Folgen des Schlaganfalls sind: einseitigen Lähmungen und Gefühlsstörungen der Arme und Beine, Sprach-, Schluckstörung, Seh-, und Gleichgewichtsstörungen Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen
Sehstörung Tritt plötzlich eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ein, so übersieht der Betroffene z. B. Gegenstände und Menschen auf einer Körperseite. Dies kann zu Stürzen oder Unfällen führen.
Störungen des räumlichen Sehens Der Betroffene fühlt sich in vertrautem Umfeld unsicher und kann sich nicht mehr orientieren. Doppelbilder Betroffene sehen Gegenstände überlappend und fassen beim Griff nach der Kaffeetasse daneben. Sie haben das Gefühl als schauten sie durch eine beschlagene Brille.
Sprache, Sprachverständnisstörung Sprachstörungen können sich in leichteren Fällen als stockende, abgehackte Sprache äußern, aber auch: Verdrehen von Silben oder Verwenden von falschen Buchstaben. Der Betroffene kommuniziert mit seiner Umwelt im Telegrammstil, hat eine verwaschene oder lallende Sprache. In seltenen Fällen kann er gar nicht mehr sprechen.
Bei einigen Patienten kommt es zu Sprachverständnisstörungen. Das bedeutet, der Betroffene kann durch die Fehlfunktion im Gehirn nicht mehr verstehen, was man ihm sagt.
Lähmung, Taubheitsgefühl Eine plötzlich eintretende Lähmungserscheinung auf einer Körperseite kann auf einen Schlaganfall hinweisen.
Gestörtes Berührungsempfinden, wie z. B. bei einem eingeschlafenen Fuß. Bei einigen Betroffenen stellt sich ein Pelzigkeitsgefühl auf einer Körperseite ein. Häufig sind Gesicht, Arm und Hand stärker betroffen.
Ein typisches Merkmal ist ein herunterhängenden Mundwinkel.
Schwindel mit Gangunsicherheit Ein weiteres Schlaganfall-Symptom ist plötzlich auftretender Schwindel, verbunden mit Gangunsicherheit. Schwindel wird unterschiedlich empfunden: Man kann das Gefühl haben, Karussell zu fahren (Drehschwindel) oder auf einem Schiff auf bewegter See zu sein (Schwankschwindel). Manche Betroffenen fühlen sich auch, als ob sie mit einem Fahrstuhl hinuntersausen würden.
Sehr starker Kopfschmerz Vorher nicht gekannte, äußerst heftige Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Ursache sind plötzlich auftretend Durchblutungsstörungen einer bestimmten Hirnregion oder Einblutungen in das Hirngewebe (meist hervorgerufen durch das Platzen oder Zerreißen einer in der Regel angeborenen Gefäßaussackung). Diese starken Kopfschmerzen können mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein.
Das Symptom des Kopfschmerzes kann zunächst allein auftreten, aber mit etwas Zeitverzögerung auch zu Lähmungen, zu Bewusstseinsverlust oder Verwirrtheit führen. Wichtig für den Arzt ist, welche Tätigkeit der Patient unmittelbar vor dem Auftreten der Symptome ausgeübt hat.
Was ist zu tun?
Das sollten Sie im Notfall tun! Verdacht auf Schlaganfall schnell handeln durch frühen Beginn der Therapie können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und Folgekomplikationen gemindert werden. Die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls werden dadurch begrenzt oder vollständig vermieden. Tritt ein Schlaganfall auf, zählt jede Minute.
Bei Verdacht auf Schlaganfall gibt es keinen Fehlalarm! beim geringsten Verdacht sofort der Rettungsdienst oder Notarzt rufen es gilt: Lieber ein nicht erhärteter Verdacht, als eine verlorene Chance! früher Beginn der Akut-Therapie - größere Aussicht auf eine möglichst vollständige Rückbildung der Symptome
Akuter Schlaganfall time is brain
Beim Auftreten von Schlaganfall- Symptomen wählen Sie sofort: Notruf 19222
Warum ist Eile geboten?
Akutsituation Jeder Schlaganfall ist ein Notfall! Besonders innerhalb der ersten drei Stunden kann wirkungsvoll Hirnsubstanz gerettet werden. Transport auf eine Schlaganfallstation TIME IS BRAIN Basis: DSG-Leitlinie Ischämischer Schlaganfall: Akuttherapie (2005)
Akuter Schlaganfall - time is brain rtpa-lyse: Eine frühe Therapie ist wichtig Progression irreversibler neuronaler Schädigungen zugrunde gegangene Neuronen zugrunde gegangene Synapsen zugrunde gegangene Myelinfasern beschleunigte Alterung pro Schlaganfall 1,2 Milliarden 8,3 Billionen 7 140 km 36 Jahre pro Stunde 120 Millionen 830 Milliarden 714 km 3,6 Jahre pro Minute 1,9 Millionen 14 Milliarden 12 km 3,1 Wochen pro Sekunde 32 000 230 Millionen 200 m 8,7 Stunden Saver (2006); DSG-Leitlinie Ischämischer Schlaganfall: Akuttherapie (2005)
Die Penumbra Großes tissue at risk Kleines tissue at risk
Was passiert im Krankenhaus?
Akuter ischämischer Hirninfarkt Optimales Prozessmanagement Rettungsdienst informiert vom Einsatzort aus Notaufnahme Bildgebung Stroke Unit 10 20 30 40 Minuten Neurologe vor Ort! Anamnese, Befund Labor evtl. EKG, US Diff.. MRT/ MRA oder CCT evtl. CTA, DSA evtl. RöThorax rtpa TEAM-Expertise Expertise Basistherapie Monitoring kompetente Diagnostik
Obligate Diagnostik Computertomographie So rasch wie möglich bei Verdacht auf Schlaganfall Differenzierung ischämischer Insult Hirnblutung Subarachnoidalblutu ng Tumor Lokalisation Ausdehnung Alter der Läsion Basis: DSG-Leitlinie Ischämischer Schlaganfall: Akuttherapie (2005)
Was ist die Lyse-Therapie?
Effektivität der Lyse in Abhängigkeit von der Zeit Odds Ratio (OR)/NNT kombinierter Endpunkt (3 Monate: mrs 1, NIHSS 1, BI 95) 0 90 min: : OR 2.8 NNT»4 91-180 180 min: OR 1.5 NNT»9 181-270 min: OR 1.4 NNT»21 271-360 min: OR 1.2 NNT»45 Association of outcome with early stroke treatment: pooled analysis of ATLANTIS; ECASS, and NINDS rt-pa stroke trials. Lancet 2004
Entscheidende Frage: Wann sind die neurologischen Symptome aufgetreten? Genauer Beginn ist wichtig!
Systemische Lysetherapie Einschlußkriterien für Lysetherapie Rekombinanter Gewebsplasminogenaktivator (rtpa, Actilyse) Beginn der Therapie 0-3 h (neu: bis 4 ½ h) nach Symptombeginn (Alter der Pat. < 80J.) NIHSS zwischen 5 und 25 Punkten Blutung durch Bildgebung ausgeschlossen Alle Gefäßterritorien Zentrum mit Erfahrung in der Schlaganfalltherapie
Systemische Lysetherapie TEMPiS
Schlaganfallstation Weiterbehandlung auf Schlaganfall- Station Monitorüberwachung Regelmäßige Kontrolle des neurologischen Status Abklärung der Risikofaktoren Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie
Schlaganfallstation
Schlaganfallstation
"Stroke Unit =Schlaganfallstation es hat sich herausgestellt, dass vor allem auch durch unspektakuläre Maßnahmen wie ständige Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz, Blutzucker, Temperatur, Sauerstoffsättigung, neurologischem Befund und durch entsprechend frühzeitiges Gegensteuern negative Auswirkungen auf das Hirngewebe nach einem Schlaganfall vermieden werden können. Klassische Aufgaben der "Stroke Unit", die nach der Logistik einer Intensivstation funktioniert, sind schnellstmögliche exakte Diagnosestellung und Erstellung eines ätiologischen Konzeptes, enge apparative und klinische Patientenüberwachung, Akuttherapie.
Einstellung der Risikofaktoren
Bluthochdruck Je höher der Blutdruck, desto höher das Schlaganfall-Risiko. Bluthochdruck verursacht Schäden an den Gefäßwänden und begünstigt die Entwicklung der Arteriosklerose. Erhöhter Blutdruck verursacht zunächst keine Beschwerden. So bleibt er lange Zeit unerkannt. Studien belegen, dass allein durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung des Bluthochdrucks das Schlaganfall-Risiko um bis zu 40 Prozent gesenkt werden kann.
Diabetes mellitus Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfall- Risiko. Wie beim Bluthochdruck wird die Krankheit oft erst spät entdeckt, denn viele Diabetiker sind anfangs beschwerdefrei. Ein ansteigender Blutzuckerspiegel greift die Gefäßwände an und beschleunigt das Entstehen von Arteriosklerose. Betroffen sind in besonderem Maße die Organe, die durch viele feine Gefäße gut durchblutet werden, d.h. Augen, Nieren, Nerven und Füße.
Fettstoffwechselstörungen Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut kann das Schlaganfall-Risiko um das zweifache erhöhen. Blutfette lagern sich an den Arterienwänden ab, können Engpässe bilden und fördern so die Entwicklung von Arteriosklerose. Ob der erhöhte Cholesterinspiegel gesundheitsgefährdend ist, kann ein sogenanntes "Fettprofil" sichtbar machen. Neben dem Gesamtcholesterinwert werden "gutes" HDL- und "schlechtes" LDL-Cholesterin bestimmt.
Rauchen Rauchen erhöht das Schlaganfall- Risiko um das zwei- bis vierfache. Im Zigarettenrauch sind gesundheitsschädigende Stoffe wie Nikotin Teer und Kohlenmonoxid enthalten, die nach ihrer Aufnahme ins Blut zu Schädigungen der Gefäßwände führen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit