DATENBLATT VERMISSTE SENIOREN Vorbereitung auf einen eventuellen Vermisstenfall Sehr geehrte Damen und Herren, die Polizei Rheinland-Pfalz wendet sich mit diesem Faltblatt an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger im Lande. Wir möchten Sie auf die folgende Problematik aufmerksam machen und Sie gleichzeitig um Ihre Mithilfe bitten: Ältere Menschen leiden häufig unter Gedächtnisstörungen und Orientierungslosigkeit. Diese sind bei Demenzkranken besonders stark ausgeprägt. Nicht selten verlassen sie ihren unmittelbaren Lebensbereich und finden krankheitsbedingt nicht mehr zurück. Sie sind durch ihre Hilflosigkeit erheblichen Gefahren
ausgesetzt, insbesondere während der kalten Jahreszeit oder wenn eine regelmäßige Medikamenteneinnahme notwendig ist. Werden solche Menschen bei der Polizei vermisst gemeldet, ist es wichtig, keine Zeit zu verlieren. Die Polizei benötigt dann eine Reihe von Informationen, um schnell die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Sie können als Angehörige und Angehöriger oder Betreuerin und Betreuer Suchmaßnahmen wesentlich unterstützen, indem Sie wichtige Informationen in diesem Datenblatt festhalten und der Polizei für die notwendig werdenden Maßnahmen zur Verfügung stellen. Die in diesem Faltblatt notierten Informationen können entscheidend zum rechtzeitigen Auffinden einer vermissten Person beitragen. Füllen Sie daher bitte die folgenden Seiten gewissenhaft aus. Heben Sie die Informationen bei sich zu Hause auf. Im Falle einer Unterbringung einer oder eines Angehörigen oder einer betreuten Person in einem Alters-, Pflege- oder Wohnheim können die Unterlagen auch dort aufbewahrt werden. Wichtig ist, dass der Zugriff auf die Informationen zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet ist. Bringen Sie diese Unterlagen mit zur Polizei, wenn Sie Vermisstenanzeige erstatten. Für Ihre Mitarbeit bedanken wir uns schon jetzt. Mit diesem Beitrag erleichtern Sie die Sucharbeit der Polizei und der Hilfsdienste. Ihre Polizei Rheinland-Pfalz
Personalien der vermissten Person Name Geburtsname Vorname/-n Geburtsdatum und -ort Familienstand Staatsangehörigkeit/-en Religionszugehörigkeit Pflegestufe Angehörige / Bezugspersonen Aufenthaltsorte der vermissten Person Aktuelle Wohnanschrift Vorherige Wohnanschriften Ehemalige Arbeitsstelle/n
Krankenanamnese Hausarzt (Name, Tel. Erreichbarkeit) Zahnarzt (Name, Tel. Erreichbarkeit) Weiterer Arzt / Ärzte (Name/n, Tel. Erreichbarkeiten) Mobilität Eingeschränkt Gehbehinderung Gehhilfe, welche: Medikation Kommunikationsfähigkeit Regelmäßige Einnahme von Medikamenten notwendig, Mittel: Eingeschränkt, weil: Besondere Symptome / Ausprägung des Kranheitsbildes Besondere Vorkommnisse Personenbeschreibung Größe Gewicht Gestalt hager schlank athletisch kräftig dick Haarfarbe Brille Augenfarbe Hörgerät Muttermale / Narben Tätowierungen Kleideretiketten (Aufschrift) Besonderheiten Bekleidung zum Zeitpunkt des Verschwindens, ggf. mitgeführte Gegenstände
Lichtbild Halten Sie bitte für die Fahndung nach der vermissten Person ein möglichst aktuelles Lichtbild bereit. Sie können aber auch einen Personalausweis, einen Reisepass oder ein anderes Dokument mit einem Lichtbild mit zur Polizei bringen. Wichtig ist dabei immer, dass das Bild die Person möglich authentisch darstellt. Sollten nur ältere Lichtbilder existieren, können notfalls auch diese genutzt werden. Speichelprobe Sollte die vermisste Person nicht mehr lebend aufgefunden werden, wäre es hilfreich, wenn neben den Lichtbildern eine Probe von Körperzellen (Speichelprobe) vorhanden wäre, die durch die Polizei molekulargenetisch zur Feststellung des DNA-Identifizierungsmusters untersucht würde. Die Entnahme der Speichelprobe kann durch einen Abstrich der Mundschleimhaut mittels eines Wattestäbchens ungefährlich und schmerzfrei vorgenommen werden. Das erhobene DNA-Identifizierungsmuster wird ausschließlich für die Identifizierung der Person / der Leiche genutzt und in keiner anderen Datei gespeichert. Die entnommenen Körperzellen werden unverzüglich vernichtet, sobald sie für das der Entnahme zugrunde liegende oder ein anderes anhängiges Ermittlungsverfahren nicht mehr erforderlich sind ( 81c Abs. 5 StPO). Für die Speichelprobe nehmen Sie bitte ein handelsübliches Wattestäbchen und reiben damit über die Mundschleimhaut. Anschließend verwahren Sie das Wattestäbchen bitte in einem fest verschlossenen Papierkuvert auf. Biografie Freizeitbeschäftigung (Sport, Reisen, Gewohnheiten, Vorlieben, Abneigungen u.a.) Soziale Kontakte / wichtige Personen (Verwandte, Freunde, Kirche, Vereine u.a.) Ehe- / Lebenspartner (, Ehe / Partnerschaft geschlossen, Dauer, ggf. Tod der Partnerin / des Partners, Beruf u.a.) Frühere berufliche Tätigkeit/en Prägende Ereignisse (Verlust Partner/-in oder anderer Bezugsperson, Umzug, Kriegserlebnisse u.a.) Spezielle Interessen (Hobby, Sport, Musik, Museen u.a.) Normaler Tagesablauf / individuelle Rituale