Modul Transformation des Programms Vertech 2.4 Inhaltsverzeichnis Vorwort 2 Einleitung 3 Installation, Deinstallation 3 Lizenz 3 1 Transformation verschiedener Koordinatensysteme 3 1.1 Dialogbereich Eingangsdateien 4 1.2 Dialogbereich Transformationsmethode 7 1.3 Geodätischer Datumsübergang 8 1.4 Transformation über identische Punkte 9 1.5 Dialogbereich Ausgabe 10 1.6 Starten der Berechnung 11 2 Berechnung von Transformationsparametern über identische Punkte 12 2.1 Dialogbereich Parametersatz 12 2.2 Dialogbereich Restklaffungen 13 2.3 Dialogbereich Von-System und Nach-System 13 2.4 Starten der Berechnung 14 3 Koordinatentransformation berechnen 14 3.1 Dialogbereich Rotation, Translation, Maßstab 15 3.2 Dialogbereich Parametersatz 15 3.3 Dialogbereich Punktauswahl 15 3.4 Dialogbereich Transformation 16 3.5 Transformation starten 16 Urheber / Kontakt 16 Stand: 19. November.2013 Modul Transformation 1/16
Modul Transformation Vorwort Das Programm Vertech wurde zur Verwendung im Bereich des Vermessungswesens, zur Berechnung, Verwaltung und Darstellung von Koordinaten erstellt. Trotz längerer intensiver Testphase an praxisorientierten Beispielen, kann keine vollständige Gewähr für die Richtigkeit der Ergebnisse übernommen werden. Vertech ist mit bestem Wissen und Gewissen programmiert worden und sollte zuverlässige Ergebnisse liefern. Es sollte allerdings folgendes beachtet werden: Trotz der Ausrichtung auf eine Zielgruppe von Benutzern, die dem Vermessungswesen nahe stehen, muss eine fachliche Grundlage in Form von Grundwissen zum Vermessungswesen vorhanden sein, um Ergebnisse richtig interpretieren zu können. Sämtliche Ergebnisse sollten vom Benutzer nochmals gesichtet und überprüft werden. Hierbei reicht in der Regel der "kritische Blick" meist schon aus. Auf eine einfache Benutzerführung wird viel Wert gelegt, allerdings darf man hierbei nicht vergessen, dass es sich bei Vertech um eine Spezialanwendung handelt, die sich nicht ganz ohne vorherige Einarbeitung selbstständig erschließt. Bitte nehmen Sie sich daher für diese Anleitung ca. eine Stunde Zeit. Eine der Hauptfunktionalitäten von Vertech ist die Netz- und Bündelblockausgleichung sowie die Koordinatentransformation. Diese sehr komplexen Themen sind meist nur Vermessungsingenieuren zugänglich. Vertech bietet hier eine Lösung an, damit auch andere Fachgruppen die Vorteile dieser Berechnungen nutzen können. Es ist hier allerdings zu bemerken, dass es ganz ohne Vorkenntnisse nicht geht und etwas Erfahrung nötig ist. In dieser Anleitung sind die wichtigsten Punkte beschrieben. Gerade hiermit sollte sich der Benutzer intensiv beschäftigen, damit die Ergebnisse richtig interpretiert werden können. Ich bin jederzeit bemüht, den jeweiligen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden und Vertech in Ihrem Sinne weiterzuentwickeln. Melden Sie mir daher bitte alle auftretenden Fehler bzw. Mängel, und ich werde diese umgehend beheben. Ein nahe liegender Fehlgebrauch und wichtige Hinweise sind in dieser Anleitung mit dem Wort Achtung hervorgehoben. Modul Transformation 2/16
Einleitung Dieses Dokument beschreibt die Funktionen aller Transformationsmodule in Vertech. Im Gegensatz zu den Modulen Vermessung und Photogrammetrie ist die Beschreibung nicht an einem bestehendem Beispieldatensatz angelehnt, sondern beschreibt die einzelnen Dialoge und Funktionen direkt. Eine kurze Ablaufbeschreibung an einem Beispiel ist der Anleitung Vermessung zu entnehmen. Da aber der Umfang aller Funktionen für die kurze Beschreibung zu hoch ist, können sie hier nachgelesen werden. Installation, Deinstallation Packen Sie den Installer von Vertech 2.4 aus, starten ihn mit einem Doppelklick und folgen den Anweisungen auf dem Bildschirm. Zum Deinstallieren verwenden Sie unter Start Einstellungen Systemsteuerung Software den Eintrag Vertech Deinstallieren. Es werden alle Dateien, Verzeichnisse und Links entfernt, die bei der Installation angelegt wurden. Der Eintrag in der Registrierung wird auch gelöscht. Hierbei wird auch der Freischaltcode Ihrer Lizenz gelöscht. Bitte bewahren Sie diesen daher gut auf. Lizenz Um Transformationen mit Vertech auszuprobieren, können Sie die Demoversion von Vertech verwenden, in der alle Module freigeschaltet sind. Ansonsten benötigen Sie das Modul Transformation. Mit der Basisversion können Sie die Projekte lediglich betrachten und keine Berechnungen vornehmen. 1 Transformation verschiedener Koordinatensysteme Dieses Modul transformiert Koordinaten und, falls vorhanden, Rotationswinkel von Bildorientierungen. Es kann zwischen verschiedenen Dateitypen und Transformationsmethoden gewählt werden. Durch umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, kann eine vorhergehende Umformatierung der Daten verzichtet werden. Eingangsdateitypen: ASCII-Textdateien in wählbaren Formaten Vertech fko-dateien (Koordinatendatei) Vertech dhm-dateien (Digitale Höhenmodelle) Vertech ori-dateien (Bildorientierungen) Fremdformate: IGI-Exposure, IGI/Bingo Fremdformate: ESRI-Shape, ESRI-TFW (mit TIFF) Modul Transformation 3/16
Transformationsmethoden Lagetransformation mittels geodätischem Datums- und Ellipsoidübergang (7-Parameter Transformation, Standard, Bursa-Wolf, Molodenski) Höhentransformation mittels Geoid- oder Ellipsoidhöhen Umprojektionen, geographische und geozentrische Koordinaten Transformation über identische Punkte (2D, 3D-Ähnlichkeitstransformation) Transformation über finite Elemente in Deutschland (NTv2 BeTA 2007) Transformation über finite Elemente in der Schweiz (Reframe) Winkelumrechnungen von Bildwinkeln Der Berechnungsdialog findet sich im Programmmenü unter: > Vermessung Koordinatentransformation Koordinatensysteme...< Dialog Transformation verschiedener Koordinatensysteme 1.1 Dialogbereich Eingangsdateien Eine Liste von Dateien kann eingelesen und hintereinander abgearbeitet werden. Das Format und das Eingangskoordinatensystem der einzelnen Dateien kann unterschiedlich sein. Mit der Schaltfläche >Hinzufügen< werden die zu transformierenden Dateien ausgewählt. Modul Transformation 4/16
Als erstes muss das Koordinatensystem, das Höhensystem, gegebenenfalls die Projektion und das Dateiformat von jeder Datei eingestellt werden. Mit der rechten Maustaste auf ausgewählte Einträge öffnet sich ein Kontextmenü, in dem die Einstellungen vorgenommen werden können. Koordinatensystem ändern Hier öffnet sich eine Liste vordefinierter Koordinatensysteme mit den zugehörigen Einstellungen. In der Liste sind zurzeit weltweite, Deutsche und Schweizer Koordinatensysteme eingetragen. Nachträglich können einige Einstellungen noch verändert werden. Projektion ändern Es öffnet sich eine Liste der unterstützten Projektionen. Als Ausnahme, da es sich hier nicht um Projektionen handelt, sind auch geographische und geozentrische Koordinaten wählbar. Ellipsoid ändern Wiederum öffnet sich die Liste der unterstützten Ellipsoide. Sicherlich ist es nicht sinnvoll ein Bessel Ellipsoid mit UTM Koordinaten zu verwenden, trotzdem wäre es einstellbar. Höhensystem ändern Es kann hier nur zwischen orthometrisch und ellipsoidisch hin- und hergeschaltet werden. Modul Transformation 5/16
1.3 Geodätischer Datumsübergang Dialogbereich geodätischer Datumsübergang In diesem Transformationstyp werden die Berechnungen der Reihenfolge nach bestimmt und gegebenenfalls Parameter eingegeben. Ellipsoidübergang Wird das Kästchen aktiviert, kann ein Zielellipsoid ausgewählt oder per Hand eingegeben werden. Es erfolgt also ein Ellipsoidübergang. Wird kein Haken gesetzt, ist das Zielellipsoid das selbe, wie das Eingangsellipsoid und es wird kein Ellipsoidübergang berechnet. Geodätisches Datum Wird das Kästchen aktiviert, kann ein spezielles geodätisches Datum ausgewählt oder per Hand eingegeben werden. Es erfolgt also ein geodätischer Datumsübergang. Wird kein Haken gesetzt, wird kein geodätischer Datumsübergang berechnet. Höhentransformation Wird das Kästchen aktiviert, erfolgt eine Höhenübertragung. Hier kann entweder ein ellipsoidischer Höhenübergang zwischen verschiedenen Ellipsoiden berechnet, oder ein Geoidmodell zur Berechnung herangezogen werden. Die Geoidmodelle müssen als Vertech DHM Datei vorliegen. Vorgegebene weltweite, freie Geoidmodelle finden sich im Vertech-Programmverzeichnis unter Data (egm96.dhm oder icgem_eigen-gl04c.dhm). Es können aber auch Geoidmodelle vom BKG (GCG05 kostenpflichtig) importiert werden. Zielkoordinaten/Projektion Als letzter Schritt ist eine Umprojektion möglich. Wird das Kästchen aktiviert, kann zwischen verschiedenen Projektionen gewählt werden. Obwohl einige Einträge keine Projektion beschreiben (geographische, geozentrische Koordinaten), sind diese auch hier aufgeführt. Bei UTM oder Gauss-Krüger-Koordinaten ist die Angabe des Streifen nötig. Bleibt diese Angabe leer, wird der natürliche Streifen verwendet. Bei der Angabe von 7 stelligen UTM-Koordinaten muss aber trotzdem der 8 stellige Streifen (Bsp.: 32 statt 2) eingegeben werden. Modul Transformation 8/16
Wurde vorher mit Vertech aus identischen Punkten ein Parametersatz berechnet (2D oder 3D-Helmerttransformation) kann hier die entstandene Parameterdatei ausgewählt werden. Transformation mit dem NTv2-Ansatz Bei diesem Transformationstyp wird mittels finiter Elemente des NTv2-Ansatzes über eine wählbare Gitterdatei die Berechnung durchgeführt. Die Gitterdatei definiert das Eingangs- und Zielsystem. Zur Zeit ist nur die Berechnung in Deutschland zwischen ETRS89 und DHDN90 (Gitterdatei: BETA2007.gsb) und ETRS89 und RD83 (Gitterdatei: SAETA2010.gsb, Sachsen) möglich. Die Gitterdateien sind frei über das BKG oder den Landesvermessungsämtern erhältlich und finden sich im Vertech- Programmverzeichnis unter Data. Diese Transformation ist eine reine Lagetransformation (2D). Es ist aber möglich, einen Höhenübergang mittels eines Geoidmodells in dieser Transformation einzubinden. Hierbei wird ein vorhandenes Geoidmodell ausgewählt (in unserem Beispiel egm96) und eingestellt in welches Höhenmodell das Ergebnis berechnet werden soll (orthometrische Höhen, ellipsoidische Höhen). Modul Transformation 9/16
Transformation über Reframe (Schweiz) Diese Transformation ermöglicht, wie beim NTv2-Ansatz, die Berechnung der Transformation mittels finiter Elemente in der Schweiz. Das Reframe wird von der Swisstopo zur Verfügung gestellt und muss vorher installiert werden. Die Höhenübertragung über das Schweizer Geoidmodell, kann zusätzlich installiert werden, ist aber kostenpflichtig und muss über Swisstopo bestellt werden. Die Transformation ist zwischen den Systemen ETRS89, LV03, LV95, sowie geographischen und geozentrischen Koordinaten möglich. Die Höhenübertragung ist zwischen ellipsoidischen Höhen, LN02 und LHN95 (nur wenn das Geoidmodell vorhanden ist) möglich. 1.5 Dialogbereich Ausgabe Die berechneten Zielkoordinaten können nun in einer bestimmten Form gespeichert werden. Der Speicherpfad, Dateiname, sowie zusätzliche Angaben zum Format werden im Bereich Ausgabe gemacht.
Des Weiteren ist es wählbar, ob die Streifenbezeichnung in die Koordinate des Rechtswertes geschrieben wird, ob der Name des berechneten Punktes vorangestellte Nullen haben soll und ob Bildwinkel (wenn vorhanden) transformiert werden sollen. Im letzten Fall kann zwischen gon/grad, omega-phi-kappa, phi-omega-kappa, alphany-kappa gewählt werden. In einigen Fällen werden Punkte in Gruppen eingeordnet (Bsp.: Luftbilder in Flugtrassen). Wenn eine Gruppen/Trassen Bezeichnung vorhanden ist, kann sie in den Punktnamen geschrieben werden (Bsp.: Bilder 1 bis 10 wurden der Trasse 1 zugeordnet, also wird die 1 mit Unterstrich vor der Bildnummer gesetzt: 1_1, 1_2,...,1_10. Bei vorgesetzten Nullen könnte das auch so aussehen: 01_0001, 01_0002,...,01_0010). 1.6 Starten der Berechnung Durch Betätigung der Schaltfläche >Starten< wird die Berechnung gestartet. Alle Dateien in der Eingabeliste werden abgearbeitet. Nach der Berechnung erscheint ein Dialog, in dem die Anzahl der berechneten Dateien angezeigt wird. Sollte die Anzahl nicht die der Eingangsdateien betragen, könnten folgende Fehler aufgetreten sein. Zieldateiname existiert schon und der Haken >Vorhandene Dateien überschreiben< ist nicht gesetzt. In diesem Fall wird die Datei nicht geschrieben. Die Transformation ist nicht möglich, da die Eingangsdatei nicht lesbar ist oder eine nicht berechenbare Kombination vorliegt. Bei Berechnungen über identische Punkte / finite Elemente ist ein Fehler aufgetreten (Wertebereich falsch, oder fehlerhafte Installation von Reframe) Modul Transformation 11/16
2 Berechnung von Transformationsparametern über identische Punkte In vielen Fällen sind die Transformationsparameter nicht bekannt, besonders wenn ein lokales Koordinatensystem in ein Landeskoordinatensystem überführt werden soll. Hierbei gibt es die Möglichkeit über mehrere in beiden Systemen bekannten identische Punkte, die Transformationsparameter zu berechnen. Die Anzahl der benötigten Punkte hängt maßgeblich von der Anzahl der Transformationsparameter ab. Der Berechnungsdialog findet sich im Programmmenü unter: > Vermessung Koordinatentransformation Parameter...< 2.1 Dialogbereich Parametersatz Es werden zwischen vier verschiedenen Parametersätzen unterschieden. Drei von ihnen ermöglichen eine 2D Berechnung und einer eine 3D Berechnung. 2D-Helmert Mit diesem Parametersatz können 2D Lagekoordinaten als 4 Parameter Transformation (1 Winkel, 1 Maßstab, 2 Verschiebungen X,Y) berechnet werden. Die Minimalanzahl der identischen Punkte liegt bei zwei. Diese Transformation ist am besten für die Umwandlung von verebneten Koordinaten (Landeskoordinaten) geeignet. Die Höhen werden lediglich über den jeweiligen Schwerpunkt der Höhenwerte in jedem Koordinatensystem angepasst und beschreibt keine eigentliche Transformation. 3D-Räumliche Ähnlichkeitstransformation Dieser Parametersatz ermöglicht eine echte 3D Transformation und wird als 7 Parameter Transformation bezeichnet (3 Winkel, 1 Maßstab, 3 Verschiebungen X,Y,Z). Die Minimalanzahl der identischen Punkte liegt bei drei. Diese Transformation eignet sich eher für zwei frei im Raum liegende verschiedene Koordinatensysteme (Bsp.: geozentrische Koordinaten bei einem geodätischem Datumsübergang). Trotzdem können auch mit diesem Parametersatz verschiedene Landeskoordinatensysteme transformiert werden, allerdings ist kein signifikanter Vorteil gegenüber der 2D-Helmert Transformation zu erwarten. 2D-Affin Die 6 Parameter der 2D-Affin Transformation (a0,a1,a2,b0,b1,b2) beschreiben eine Drehung, zwei Verschiebungen, eine Scherung und zwei Skalierungen und ist nicht für Landeskoordinaten geeignet. Hiermit lassen sich Koordinaten zweier Ebenen (Bsp.: innere Orientierung bei analogen Messbildern) transformieren. Die Minimalanzahl der identischen Punkte liegt bei drei. Modul Transformation 12/16
2D-Projektiv Ähnlich wie bei der Affintransformation können nur Koordinaten zweier Ebenen transformiert werden. Die 8 Parameter (a11,a12,a13,a21,a22,a23,a31,a32) beschreiben hier eine Zentralprojektion, die für eine Bildentzerrung nötig ist. Auch dieser Transformationstyp ist für Landeskoordinaten ungeeignet. Die Minimalanzahl der identischen Punkte liegt bei vier. 2.2 Dialogbereich Restklaffungen Nach erfolgter Berechnung wird hier die Standardabweichung aller identischen Punkte angezeigt. Nachdem die Transformationsparameter berechnet wurden, wird für jeden identischen Punkt die Transformation berechnet und ein Soll-Ist Vergleich gemacht. Die Abweichungen für jeden einzelnen Punkt können mit der Schaltfläche >Anzeigen< angezeigt werden. Sollte nur die Minimalanzahl von identischen Punkten verwendet worden sein, sind die Restklaffungen immer Null. Es empfiehlt sich daher mehr Punkte als nötig zu verwenden (Redundanz), um eine Kontrolle und Genauigkeitsangabe der Transformationsparameter zu ermöglichen. 2.3 Dialogbereiche Von-System und Nach-System Wenn im Vertech ein Projekt vorher geöffnet wurde, wird automatisch der Dateiname der Koordinatendatei (FKO) im Von-System angezeigt. Sollte aber eine vom Projekt unabhängige Koordinatendatei verwendet werden, kann diese in Form einer FKO- Datei geöffnet werden. Mit >Anzeigen< werden die Koordinaten angezeigt. Mit dem Feld über der Schaltfläche >Hinzufügen< werden die identischen Punkte eintragen und >Hinzufügen< betätigen. Nun wird geprüft, ob die eingetragenen Punktnamen auch wirklich in der jeweiligen Koordinatendatei vorhanden sind. Es werden nur vorhandene Punkt in die Punktliste aufgenommen und angezeigt. Mit >Löschen< werden in der Liste ausgewählte Punkte entfernt, mit >Alle löschen< alle Punkte der Liste entfernt. Achtung! Die Reihenfolge der Punkte in beiden Listen muss stimmen. Da die identischen Punkte in beiden Systemen unterschiedliche Bezeichnungen (Bsp.: Von v1, Nach n1) haben können, erfolgt die Zuordnung über die Reihenfolge der Einträge in den Listen. Es wäre natürlich sinnvoll, diese Punkte auch gleich in beiden Systemen zu benennen. Wenn die Punktbenennung gleich ist, können wir die Schaltfläche zwischen den Systemen betätigen, um die Punkte vom Von-System auch im Nach-System einzutragen. In beiden Fällen wird geprüft, ob sie vorhanden sind, und wenn nicht wird der Eintrag in den Listen nicht erfolgen. Mit der entgegengesetzten Schaltfläche geht das auch in umgekehrter Richtung. Wird die Schaltfläche gewechselt werden. betätigt kann zwischen Von-System und Nach-System Modul Transformation 13/16
2.4 Starten der Berechnung Wurden nun alle identischen Punkte und der Transformationstyp definiert, lässt sich die Berechnung starten. Das erfolgt mit der Schaltfläche >Berechnen<. Nach Beendigung der Berechnung sind die Schaltflächen >Speichern<, >Anzeigen< und im Bereich Restklaffungen (siehe 2.2) >Anzeigen< aktiviert worden. Mit >Speichern< werden die Transformationsparameter mit ihren Restklaffungen in einer Transformationsdatei (TRS) zur weiteren Berechnung mit Vertech gespeichert. >Anzeigen< zeigt lediglich die Transformationsparameter an. Möglicherweise ist die Berechnung in einigen Fällen nicht konvergent, dann können keine Transformationsparameter berechnet werden. In diesem Fall könnten die identischen Punkte eine ungünstige geometrische Verteilung (Bsp.: auf einer Geraden) aufweisen. Wenn falsche Punkte als identisch gelten, ist auch ein sehr ungenaues oder kein Ergebnis zu erwarten. 3 Koordinatentransformation berechnen Sind die Parameter der Transformation bekannt ist die Berechnung einer Koordinatentransformation von Punkten möglich. Der Berechnungsdialog findet sich im Programmmenü unter: > Vermessung Koordinatentransformation Berechnung...< Modul Transformation 14/16
3.1 Dialogbereiche Rotation, Translation, Maßstab Für eine 3D Transformation können diese Parameter per Hand eingegeben werden. Die Rotation ist auf verschiedene Weise definierbar. Entweder als Winkel mit freier Definition der Winkelreihenfolge und Einheit, oder als Rotationsmatrix. Werden die Winkel per Hand eingegeben, wird automatisch die zugehörige Rotationsmatrix berechnet und angezeigt. Eine Rückrechnung der Rotationsmatrix in die Drehwinkel ist allerdings hier nicht möglich. Eine Verschiebung (Translation) und der Maßstab für jede Achse ist per Hand in die entsprechenden Felder einzutragen. 3.2 Dialogbereich Parametersatz Wenn hier keine Eingaben gemacht werden, wird die Transformation mit den per Hand eingegebenen Werten der Rotation, Translation und Maßstab berechnet. Es ist hier aber möglich, vorher berechnete Transformationsparameter (aus 2) einer Transformationsdatei (TRS) einzulesen. öffnen ansehen speichern Mit >öffnen< werden TRS Dateien oder MAT Dateien (Matrizendateien) gelesen. In der TRS Datei können mehrere Transformationsparametersätze gespeichert sein. Nach dem Öffnen dieses Dateityps sind in der Aufklappbox darüber die in der Datei enthaltenen Transformationsparametersätze auswählbar. Wird ein 2D-Helmert, 3D Räumliche Ähnlichkeit oder 3D-Rotation, Translation, Maßstab Datensatz ausgewählt, werden seine Parameter in den Bereichen Rotation, Translation und Maßstab gegebenenfalls umgerechnet und angezeigt. Bei den Datensätzen 2D- Affin und 2D-Projektiv ist das nicht möglich, die Bereiche sind dann inaktiv (grau). Wird eine MAT Datei geöffnet, kann auch hier in der Aufklappbox eine Matrix ausgewählt werden. Diese Matrix beschreibt aber lediglich die Rotationsmatrix und hat keine Einflüsse auf die Translation oder des Maßstabs. Mit >speichern< werden per Hand in den Bereichen Rotation, Translation und Maßstab eingegebene Werte in einer TRS Datei gespeichert. Wird eine vorhandene Datei verwendet, werden die Parameter in dieser Datei angehängt. Mit >ansehen< kann die vollständige TRS Datei betrachtet werden. 3.3 Dialogbereich Punktauswahl In der Regel werden die Punkte des gerade geöffneten Vertech Projektes transformiert. Hier kann ausgewählt werden, welche Punkte transformiert werden sollen. Diese Auswahl funktioniert nur bei FKO Dateien oder mit dem geöffnetem Projekt. Modul Transformation 15/16
3.4 Dialogbereich Transformation Mit der Einstellung des Dateiformats wird bestimmt, welcher Dateityp transformiert werden soll. Es kann sowohl eine Liste von Punkten, als auch mehrere Dateien transformiert werden. Eigentlich ist aber dieser Berechnungsdialog für FKO Dateien vorgesehen, und daher ist sowohl die Auswahl von Dateien und das Speichern nicht optimal gelöst. Alle Berechnungen, die mit diesem Berechnungsdialog durchgeführt werden können, können auch mit dem Dialog Transformation verschiedener Koordinatensysteme (siehe 1.4) erfolgen, indem alle Transformationsparameter vorher in eine TRS Datei gespeichert werden. Die Liste als Text beinhaltet eine Liste von Punkten in dem Format: Punktname Rechtswert Hochwert Höhe omega phi kappa Wählt man einen Eintrag aus, der auch Bildwinkel beinhaltet (Vertech ori, Liste als Text, Bingo, Bingo/IGI) wird die Aufklappbox Drehwinkel bei Bildorientierungen aktiviert. Hier kann die Reihenfolge der Drehwinkel definiert werden. Der Haken Nur Winkel transformieren ist nur für den Fall gedacht, dass Winkel und Koordinaten getrennt berechnet werden und sollte in der Regel nicht betätigt werden und hat eher experimentellen Charakter. 3.5 Transformation starten Wenn alle Einstellungen des Dialogs erfolgt sind, kann mit der >Schaltfläche< Transformation die Berechnung gestartet werden. Je nachdem welches Dateiformat gewählt wurde, wird nun die Eingangsdatei(en) und Zieldatei bzw. Zielpfad abgefragt. Danach erfolgt sofort die Transformation (ohne Fortschrittsbalken). Das Ergebnis kann dann mit einem Texteditor betrachtet werden. Urheber / Kontakt Dipl.-Ing. John Moré Bild und Daten für Bau und Landschaft Harzburger Str. 5 D-13187 Berlin Email: vertech@jmore.de Tel.: +49 / (0)30 / 89627109 Fax.: +49 / (0)30 / 89629665 Internet: http://vertech.jmore.de http://www.jmore.de Modul Transformation 16/16