Idole Helden Vorbilder

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Idole Helden Vorbilder Zielsetzung: Auseinandersetzung mit den Begriffen Idole Helden Vorbilder Materialien: Plakate, Stifte Ablauf: Die Schüler listen zuerst in Einzelarbeit die Namen von Idolen aus der Musikwelt auf. Anschließend stellen sie sich gegenseitig in der Kleingruppe diese Idole vor und einigen sich auf 10 15 Namen, die sie auf ein Plakat schreiben. In einer dritten Runde werden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen vorgestellt. Aus diesen Namen wählt die Klasse schließlich ihre 20 Pop Idole. Es folgt eine Diskussion zu den Begriffen Idole Helden Vorbilder. Die Schüler erhalten anschließend den Auftrag, in der Familie und in ihrem Bekanntenkreis zu recherchieren, welche Idole, Helden, Vorbilder es in der jeweiligen Jugendzeit gab. Dadurch ergibt sich eine intensive Auseinandersetzung über den Unterricht hinaus. In einem zweiten Schritt wird über die Ergebnisse der Befragung in der Klasse berichtet. Während der Erarbeitung des Themas erkennen die Schüler meist, dass Idole oft nur kurzfristig verehrt werden. Vorbilder sind oft auch sogenannte Helden des Alltags und finden sich auch im nächsten Umfeld. BESPIELTEXT ( Mittelschule Eppan, Klasse 3E, Schuljahr 2012/13): Unsere Eltern und Großeltern haben einerseits Vorbilder gehabt, die im Leben durch Fleiß und Einsatz etwas erreicht haben (Chef, Vater, Großvater) und die sich durch besondere Charaktereigenschaften ausgezeichnet haben (Großmutter, Firmpatin), andererseits wurden Menschen, die besonderes soziales Engagement gezweigt haben wie Martin Luther King oder Mutter Teresa bewundert oder Männer und Frauen, die Höchstleistungen im Sport oder in der Technik vollbracht haben (Sara Simeoni, Neil Armstrong). Die Anmut und Ausstrahlung sowie das schauspielerische Talent berühmter Frauen (Doris Day, Audrey Hepurn) bewunderten unsere Mütter und Großmütter.

Wie sind Helden? Zielsetzung: Auseinandersetzung mit den Charaktereigenschaften eines Helden

Material: Bunte Kärtchen, Packpapier, Stifte Ablauf: Schüler suchen Adjektive, die Helden charakterisieren, und schreiben sie einzeln auf Kärtchen. Die gesammelten Adjektive werden im Stuhlkreis vorgestellt und in die Mitte gelegt. Im Anschluss wird damit eine lebensgroßer Held gebaut. Zum Bau des Helden wird jedes Adjektiv nur einmal verwendet. Wenn Adjektive mehrfach genannt werden, ergibt sich dadurch auch die Möglichkeit, über diese besonderen Eigenschaften zu diskutieren. Durch eine intensivere Auseinandersetzung erkennen die Schüler meist, dass es Eigenschaften gibt, die für Helden besonders wichtig sind. Anregung: Fächerübergreifend kann der Held im Technikunterricht gebaut werden.

Heldengalerie Zielsetzung: Verschiedene Helden und ihre Entwicklung kennen lernen

Ablauf: Schüler sitzen im Stuhlkreis. Kärtchen mit Namen berühmter Persönlichkeiten liegen in der Mitte auf. Die Namen der meisten Persönlichkeiten sind den Schülern unbekannt bzw. sagen ihnen wenig. Jeder Schüler wählt sich eine Person aus und recherchiert dazu. Es sollen dazu verschiedene Medien genutzt werden. Die gesammelten Informationen sollen im Anschluss in kreativer Form präsentiert werden, z.b. Leporello, Klappbuch, Buchumschlag, Plakat. Als Schwierigkeit ergibt sich, dass es kaum schülergerechte Texte gibt und dass vielfach der gesellschaftliche Hintergrund bzw. der historische Kontext mancher Heldenbiografien den Schülerinnen und Schülern unbekannt und von ihrer Lebenswelt weit entfernt ist.

Dialog Zielsetzung: Verschiedene Heldinnen und ihre Entwicklung kennen lernen, Förderung der Mündlichkeit Material: Biografien von verschiedenen Frauenpersönlichkeiten Ablauf: Ausgehend vom JÖ Text zu Andreas Hofer (siehe Anhang) erarbeiten die Schüler nach dieser Vorlage in Partnerarbeit einen ähnlichen Dialog mit ihrer Heldin. Anschließend wird das Interview den Mitschülerinnen und Mitschülern vorgespielt. Der Text wird frei gesprochen. Für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten mit dem Textverständnis haben, ist diese Aufgabe nicht einfach. Anhang: LINK zu JÖ

Der rote Faden Zielsetzung: Den roten Faden im Leben der Heldinnen und Helden herausarbeiten Materialien: Texte, rote Wolle, Schere, Kärtchen, Klebstoff Ablauf: Heldenbiografien haben gemeinsam, dass ein einschneidendes Erlebnis oder Ereignis dazu geführt hat, dass diese Personen aktiv wurden, um etwas in der Gesellschaft zu verändern. Die Helden leisteten sehr oft auch gewaltsam Widerstand, die Heldinnen engagierten sich sozial oder versuchten, durch das Schreiben journalistischer oder literarischer Texte Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen. Die Schüler arbeiten die wichtigsten Ereignisse im Leben ihres Helden heraus und halten sie in Stichworten fest. Für jedes Ereignis wird ein eigenes Kärtchen verwendet. Anschließend werden diese chronologisch auf einen roten Wollfaden geklebt. Die einzelnen Biografien werden nun der Klasse vorgestellt. Wenn alle Biografien vorgestellt worden sind, diskutieren die Schüler über Gemeinsamkeiten in der Entwicklung dieser Persönlichkeiten. Es gilt herauszuarbeiten, welches Ereignis dazu geführt hat, dass die Person zur Persönlichkeit bzw. zum Helden wurde. Ein Vergleich zwischen Helden und Heldinnen kann angestellt werden. Für Jugendliche mit Schwierigkeiten im Textverständnis ist diese Aufgabenstellung etwas komplex. Es fällt ihnen nämlich oft schwer, die wichtigsten Informationen in so knapper Form festzuhalten. Wir konnten auch beobachten, dass manche Schülerinnen und Schüler nur schwer erkennen, was schlussendlich den Wandel einer Person hervorgerufen hat. Vergleich Held Heldin (Schülertext, Klasse 3E, Mittelschule Eppan, Schuljahr 2012/13): Die Männer kämpften für die Menschenrechte, verfolgten aber besonders politische Ziele, sie kamen sehr oft aus einer reichen Familie, hatten mehr Rechte/Privilegien (als Frauen) und konnten daher ihre Ziele leichter erreichen. Frauen hatten insgesamt weniger Rechte, durften oft nicht zur Schule gehen und taten sich dadurch schwerer als Männer, ihre Ziele zu verfolgen. Heldinnen setzten sich meist für sozial benachteiligte Frauen in sogenannten Entwicklungsländern ein und für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auch sie kamen zumeist aus sozial höher gestellten Familien.

Akrostichon: Nach Abschluss der Unterrichtseinheit können mit der Klasse Akrostichons geschrieben werden. Diese Textgattung eignet sich besonders gut, um in komprimierter Form das Erarbeitete und Gelernte wiederzugeben. Die Lehrperson erhält Aufschluss darüber, welche Sachverhalte die Schülerinnen und Schüler besonders angesprochen haben. Vorbilder sind wichtig, um im Leben eine Richtung zu finden. Oft hat man verschiedene Vorbilder. Reinhold Messner wäre für leidenschaftliche Kletterer ein Vorbild. Für mich ist Christiano Ronaldo ein Vorbild, denn er hält den Ball gut unter Kontrolle und macht gute Dribblings. Immer und zu jeder Zeit kann man Vorbildern Sachen abschauen. Lieber mehr Vorbilder haben.

Denn wenn ein Vorbild mich enttäuscht, hoffe ich, dass mein anderes Vorbild meine Hoffnungen erfüllt. (Lorenz Peer, Mittelschule Eppan, Klasse 3e, Schuljahr 2012/13) Hat eine schwere Vergangenheit hinter sich Ein Mensch, der mutige, revolutionäre Entscheidungen trifft Leider werden Helden für ihre Taten bestraft Durchsetzungsstarke Person mit starkem Charakter Innen ist ein weicher Kern, aber außen eine harte Schale Natürlich da, um zu helfen (Alex Zozin, Mittelschule Eppan, Klasse 3E, Schuljahr 2012713) Hilfsbereit sein zu jeder Zeit braucht viel Kraft und Einsatz Engagiert sein ist nicht immer leicht Liebevoll und mit viel Geduld Dabei In schwierigen Zeiten und bei Niederlagen Nie das Ziel aus den Augen verlieren und die Tat vollbringen. (Michaela Herbst, Mittelschule Eppan, Klasse 3E, Schuljahr 2012/13)