Management von Luftraum & Luftverkehr ATM Air Traffic Management ASM AirSpace Management AIM Aeronautical Information Management Daniel Weder / CEO skyguide Martin Brülisauer / Senior Expert Operations skyguide
Agenda Struktur und Mandat ANSP Strategie der skyguide 4-Punkte-Plan Single European Sky Flugverkehrsleiter/Fluglotse VFR IFR / Flugsicherung ATM ASM AIM Technische Systeme & Navigation
Skyguide ist ein leistungsfähiges Unternehmen 1 Unternehmen und eidgenössischer Auftrag 120+ Kunden 11,84 durchschnittliche Dienstjahre 14 + 1 besetzte Standorte (+ 43 unbesetzte) 80% weniger flugsicherungsbedingte Verspätungen seit 1999 100% Betriebsfähigkeit der ILS-Systeme (Instrumenten-Lande- System) vorgeschrieben 369 Mio. CHF Einnahmen im Jahr 2007 1258 FTE davon 268 Personen im technischen und 802 Personen im operationellen Bereich 65 227 vom AIM Call Centre (Luftfahrtinformationsdienst) angenommene Anrufe 94 665 Ausbildungsstunden 529 774 bearbeitete NOTAM-Nachrichten (NOtice To AirMen) 1,23 Millionen kontrollierte Flüge im Jahr 2007 100 Millionen Personen pro Jahr, die vom skyguide-service profitieren
Personal 34.4 Safety, Security, Quality skyguide bietet 1258 Vollzeitstellen 801.95 Operations 125.5 Finances, HR & Services 268.1 Engineering & Technical Services 12.6 Corporate Development 15 CEO staff Safety, Security, Quality Operations Finances, HR & Services Engineering & Tech Services Corporate CEO staff Development 97 Trainees 38.3 Temporary Stand 01.01.08
Gesetzlicher Auftrag Das vom Bund erteilte gesetzliche Mandat umfasst den Auftrag, im schweizerischen und im delegierten angrenzenden Luftraum eine sichere, flüssige und wirtschaftliche Abwicklung des Flugverkehrs zu gewährleisten. Dazu gehören die zivile und die militärische Flugsicherung, der Fernmeldedienst, der Luftfahrtinformationsdienst und der technische Dienst für Installation, Betrieb und Wartung der Flugsicherungssysteme. Skyguide ist eine privatrechtliche Aktiengesellschaft, Besitz des Bundes.
Verkehrsdichte - die Schweiz im Knotenpunkt
Hohe Stundenproduktivität der Flugverkehrsleiter 1.65 1.5 ATCO Stundenproduktivität 2005 (composite flight hours per ATCO *) 1.13 1.0 0.91 0.91 0.83 0.82 0.73 0.69 0.66 0.64 0.5 0.0 MUAC skyguide NATS Belcocontrol Austrocontrol LVNL DFS DSNA LFV Sweden ENAV *) Source: Eurocontrol ACE Report
Finanzierung 9 % skyguide finanziert sich durch 27 % 64 % Anflug- und Überfluggebühren Vergütung für Dienstleistungen an Zweitstaaten Vergütung für militärische Flüge Überfluggebühren (64%) Anfluggebühren (27%) Vergütung für militärische Flüge (9%) Einnahmen aus Leistungen im Bereich Kommunikation, Navigation und Überwachung
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FIR - Flight Information Regions Source: Airservices Australia
Air Navigation Services ANS MET ATM CNS AIS ATS SUR ASM ATFM COM NAV FIC ATC ALRS TEC Obst. ACC APP ADC Calibration
Entwicklung der ANS Industrie 2007-2020 Liberalisation Privatisation Corporatisation ANS ATM AIM CNS Aerodrome ATC Commercialisation Unbundling of ANS
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Unsere Vision für skyguide Skyguide positioniert sich als höchst zuverlässige und erfolgreiche zivile und militärische Flugsicherungsorganisation. Skyguide wird als solche in der Schweiz wahrgenommen Auf europäischer Ebene für Kooperationspartner attraktiv werden.
Skyguide Strategie: der Vier-Punkte-Plan Skyguide will die unternehmensweit integrierte Sicherheits-Kultur verstärken die absehbare Einnahmenlücke rasch kompensieren die Kapazität der Flugsicherung im Schweizer Luftraum erhöhen mit einer Modularisierung kundennäher und flexibler auftreten
Die absehbare Einnahmelücke rasch kompensieren Wenn die strukturelle Einnahmelücke nicht kompensiert wird, muss skyguide ihre Tarife deutlich erhöhen Kumulative Kostenunterdeckung (vor und nach internen Massnahmen) 0-50 -100 in Mio. CHF -150-200 ~-19 ~ -19 ~-19 (Budget) -38-53 -45-38 -45-71 -57-107 -61-57 -61 Delegierte Lufträume -40 mio CHF Regionalflugplätze -27 mio CHF -129-107 -107 Kumulative Unterdeckung nach den Massnahmen Ausgleich für strukturelle Einnahmelücke notwendig Kumulative Unterdeckung vor internen Massnahmen -250 2007 2008 2009-240 2010 2011 2012
Die strukturelle Unterdeckung muss gelöst werden Anpassung des Artikels 86 der Bundesverfassung Grundlage für eine Spezialfinanzierung für Aufgaben des Luftverkehrs (SFLV) im Einklang mit der Luftfahrtpolitik des Bundesrats (LUPO) Ein Teil der Einnahmen aus der Mineralölsteuer soll die strukturelle Ertragslücke der Flugsicherung kompensieren Änderung des Luftfahrtgesetzes Der Vernehmlassungsentwurf erlaubt nicht, die Ziele der LUPO zu erreichen, stattdessen bedroht er Erhalt und Entwicklung der skyguide. Skyguide fordert, den vorgeschlagenen Artikel 6b zu streichen Gebühren und Aufsichtsabgabe: Nein zu neuen Abgaben in der Luftfahrt) Skyguide verlangt, den neuen Artikel 101b zu fixieren (Leistungen des Bundes für die Flugsicherungsanbieter)
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Die Entwicklung des Flugverkehrs bis 2020 1997 2000 2010 2020 Source: Eurocontrol
Mögliche "Functional Airspace Blocks" in Europa
FAB EC = FAB Europe Central Performance driven approach: 1 Common Safety management System 1 Common Ops Concept: > Airspace Design > ATFCM-ASM > Air Traffic Control 1 Common Roadmap 1 Common charging scheme Convergence on common TEC Systems Other opportunities for cooperation
FAB EC Entwicklung FAB EC contractual framework FAB EC contractual framework Integrated FAB EC ANSP FAB EC contractual framework Independend ANSP Independend ANSP
skyguide will als "Creative Cooperator" strategische Optionen in Europa aktiv nutzen 1 Large Survivor Nur machbar für grosse Anbieter Kostenführerschaft skyguide Ziele Single European Sky Sicherheit stärken Leistungsfähigkeit verbessern und Incentives festsetzen Fragmentierung am Boden und in der Luft verringern 2 3 4 Focused Specialist Creative Cooperator National Protectionist Nichts tun Würde grosse Mittel erfordern, um in ausgewählten Bereichen führend zu sein Innovation Modularisierung - Entflechten Ausschau halten nach Fall-zu- Fall-Kooperationen Schutz der Regierung Fokussieren auf zusätzliche Verbesserungsprogramme
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Flugverkehrsleiter/Fluglotse - Profil Anforderungen: ein Gymnasium mit Matura oder eine 3-jährige kaufmännische oder 4-jährige technische abgeschlossene Berufslehre haben Schweizer Bürger (Voraussetzung für die militärische Ausbildung), die Niederlassungsbewilligung C haben oder EU-Bürger sein zwischen 19 und 30 Jahre alt sein über sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache bei Ausbildungsbeginn verfügen logisch denken und die Fähigkeit zu Mehrfacharbeiten haben psychisch belastbar und teamfähig sein ein hohes Verantwortungsbewusstsein besitzen und sehr zuverlässig sein Andri Pol
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Flüge nach Sichtflugregeln VFR Visual Flight Rules Sehen und gesehen werden! Oder auch: "see and avoid" - Flüge in definierten minimalen Sichtwetterbedingungen (VMC) - In bestimmten Luftraum-Klassen nur mit Freigabe der Flugsicherung - Pilot ist beim Start, im Flug und bei der Landung für die Luftraumüberwachung verantwortlich (mit Ausnahmen in gewissen Luftraum-Klassen)
Flüge nach Instrumentenflugregeln IFR Instrument Flight Rules Flüge in Instrumentenwetterbedingungen (IMC) / Flugverkehrsleitung (ATC Air Traffic Control) ist zuständig für die Luftraumüberwachung Clearances (Freigaben) from ATC by using Radiotelephony/"Voice" for Take-off, Flight-Level, Routing, Landing Speed- / Heading Instruction (Anweisung)
ATM Air Traffic Management Aufgaben der Flugverkehrsleitung ATC Verhinderung von Kollisionen in der Luft (Safety) Verhinderung von Zusammenstössen am Boden (Safety) Effizienter Ablauf des Flugverkehrs (Capacity) Gewährleistung des Fluginformationsdienstes Gewährleistung des Alarmdienstes, Unterstützung des Such- und Rettungsdienstes Auszug aus Anhang 11 ICAO Doc 4444 Prozessorientierte Abläufe und Verfahren: Rollen Start/Abflug Reiseflug Anflug/Landung - Rollen
ATC Flugverkehrsleitstellen und Dienste Mit genau definierten Zuständigkeitsbereichen IFR-Flüge werden an die nächste Leitstelle übergeben / Exakte FPL-Daten (Zeit über Übergabepunkt, Höhe etc.) sind Nachbarstelle im Voraus übermittelt worden TWR (sg CIV or MIL) Aerodrome Control Tower Kontrolle von Rollbewegungen, Landungen und Starts (IFR / VFR) APP / DEP (sg CIV or MIL) Approach / Departure Control Office. Kontrolle von An- und Abflügen (IFR) Umgebung Flughafen ACC (sg CIV) Area Control Center. Kontrolle von Transit-, An- und Abflügen (IFR) ausserhalb Umgebung Flughafen DELTA (VFR) / FIC Flight Information Center (VFR/IFR) ADDC / EZ (sg MIL) Air Defense and Direction Center / Einsatzzentrale Kontrolle von IFR / VFR Flügen, teilw. auch APP / Zusätzliche spezifische Dienste der sg MIL Flugsicherung
Zusätzliche spezifische Dienste der militärischen Flugsicherung Durchführung von taktischen Luftkämpfen durch Fighter Controller. Unterstützung der Luftwaffe beim Training der Luftverteidigung Luftraumüberwachung Durchführung von Luftpolizeidienst im Auftrag der Luftwaffe
Minimum-Staffelung bei IFR-Flügen En-route - Separation wird mittels Radarüberwachung gewährleistet - Radar mit grosser Reichweite - Flugzeuge mit hoher Geschwindigkeit 5nm / 9'000m 5nm / 9'000m 5nm / 9'000m 1'000ft 300m Horizontalstaffelung: 5 Nautische Meilen (ca. 9'000 m) oder Vertikalstaffelung 1'000 Fuss (ca. 300 m)
Minimum-Staffelung bei IFR-An- und Abflügen - Separation mittels Radarüberwachung - Radar mit kleiner Reichweite und extrem hoher Präzision - Flugzeuge mit tieferer Geschwindigkeit Staffelung 3 nm (5'500m) mit Speed-Control Staffelung / Separation: 3 Nautische Meilen (ca. 5'500 m) innerhalb Radius 20nm 1'000ft (ca. 300m) Beim Start: Staffelung mit Zeitintervall je nach Flugzeugtyp-Geschwindigkeit
Der Arbeitsplatz
Darstellung des Flugzeuges auf dem Radarbildschirm Symbol für Flugzeug Punkte zeigen die Herkunftsrichtung des Flugzeuges an, die letzten Radarpositionen, Positionserneuerung alle 4 6 Sekunden Label 450 SWR332 150 450 Knoten (oder Nautische Meilen) pro Stunde = Geschwindigkeit über Grund (ca. 840 Kilometer pro Stunde) SWISS 332 = Rufzeichen am Funk (Fluggesellschaft und Flugnummer) Flugfläche 150 (15'000 Fuss) = Flughöhe
Radar Bildauschnitt Nordschweiz
ASM AirSpace Management skyguide Zuständigkeitsbereich 45 % Ausserhalb der Schweiz Paris DSNA Reims Karlsruhe 55 % Innerhalb der Schweiz München Padova DFS Wien Austro Control Aix-en- Provence Milano / Roma ENAV
CIV/MIL Lufträume über der Schweiz und im delegierten Luftraum Luftstrassen AWY / ATS-Routen Flüge auf ATS-Routen mit Area Navigation = Navigationsmethode, welche es dem Piloten erlaubt (irgend)einen Kurs zu einem definierten Way-Point zu fliegen. Er muss nicht immer direkt ein Funkfeuer am Boden anpeilen. (GPS, DME/DME, VOR/DME RNAV)
CIV Kontrollsektoren der skyguide FL660 FL660 UAC 20200m Zürich 20200m UAC W KL4 M4 M4 UAC E FL355 FL325 FL285 FL245 FL125 FL105 FL355 M3 10800m K3 L3 M3 FL325 M2 9900m K2 L2 M2 FL285 M1 8700m K1 L1 M1 FL245Sector West Sector North Sector East Sector 7'500m South INN INE INS W S N E Genf Zurich Zurich Zurich Zürich Basel Bern Approach Departure Approach FL 105 Approach Approach APP West DEP DEP APP East W APP EARFA ARFA FIN Final FIN TWR TWR TWR 10800m 9900m 8700m 7'500m
An- und Abflüge in Zürich im Überblick RILAX NEGRA BLM AMIKI GIPOL HOC DEGES BERSU VEBIT DOPIL GERSA ABFLUGROUTEN ANFLUGROUTEN WARTERÄUME ENDANFLÜGE KELIP
Radarführung zum ILS Anflug auf die Piste 28 Flugzeug A Verkehr aus Norden und Osten 5000 Fuss Flugzeug B Verkehr aus Süden und Westen Quelle: Unique
Flughafen Zürich-Kloten 14 16 10 32 28 34
Anflug- / Abflugkonzepte Anflug von Norden Anflug von Süden Anflug von Osten
AIM Aeronautical Information Management ATFCM Air Traffic Flow Control Management Übersicht AIM ATFCM = ATM Static Data Production NOTAM Flight Plan Deposition Air Traffic Flow Management AIP Charting Weather Data AFTN
Agenda Struktur und Mandat ANSP Strategie der skyguide 4-Punkte-Plan Single European Sky Flugverkehrsleiter/Fluglotse VFR IFR / Flugsicherung ATM ASM AIM Technische Systeme & Navigation
Technische Systeme Customer AIS/ARO Airport CFMU COM Aeronautical Communication RADAR Multi Radar Tracker FMP DATA PROCESSING FDP Flight Plan Exchange: France Italy Germany Austria NAVAIDS Receiver Transmitter Safety Net Correlation STCA/MSAW Infonet Visualisation VOR/DME VHF Omni Range skyguide-net SWITCH Telephone Fallback Headset ILS/Localizer + Glidepath + DME (Distance Measuring Equipment) swisscom-net Radar Screen CONTROLLER'S WORKPLACE Weather + Infrastructure Data
Primär- und Sekundärradar Damit kann die Flugsicherung Luftfahrzeuge im Luftraum identifizieren. Primär Radar- Station Reflexion von Impulsen Unterschied von Sekundärund Primär- Radar Flugzeug-Transponder sendet Antwort-Impulse
Radarstandorte Schweiz und benachbartes Ausland München Lyon Milano Die Flugsicherung verfügt über ein flächendeckendes Netz von Radarstationen im In- und Ausland (die meisten auf Mode S umgerüstet).
Konventionelle Navigation im Anflugbereich VOR/DME LOC/ DME GP
Wie funktioniert ein ILS Instrumentenlandesystem? ILS Landekurssender ILS Gleitwegsender
Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit