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Inhaltsverzeichnis. Geleitwort... Vorwort... Abkürzungsverzeichnis... 1 Theorie und Praxis von Nebenwirkungen... 1

Transkript:

Sammelraum für überörtliche Hilfe

Berechnung AZV (Vt) nach idealem Körpergewicht KG Mann 5 ml/kgkg 6 ml/kgkg 7 ml/kgkg 8 ml/kgkg KG Frau 5 ml/kgkg 6 ml/kgkg 7 ml/kgkg 8 ml/kgkg 1,50 m 48 kg 240 ml 290 ml 340 ml 380 ml 1,50 m 44 kg 220 ml 260 ml 310 ml 350 ml 1,55 m 52 kg 260 ml 310 ml 360 ml 420 ml 1,55 m 48 kg 240 ml 290 ml 340 ml 380 ml 1,60 m 57 kg 285 ml 340 ml 400 ml 460 ml 1,60 m 52 kg 260ml 310 ml 360 ml 420 ml 1,65 m 62 kg 310 ml 370 ml 430 ml 500 ml 1,65 m 57 kg 285 ml 340 ml 400 ml 460 ml 1,70 m 66 kg 330 ml 395 ml 460 ml 530 ml 1,70 m 62 kg 310 ml 370 ml 430 ml 500 ml 1,75 m 71 kg 355 ml 425 ml 500 ml 570 ml 1,75 m 66 kg 330 ml 395 ml 460 ml 530 ml 1,80 m 75 kg 375 ml 450 ml 525 ml 600 ml 1,80 m 71 kg 355 ml 425 ml 500 ml 570 ml 1,85 m 80 kg 400 ml 480 ml 560 ml 640 ml 1,85 m 75 kg 375 ml 450 ml 525 ml 600 ml 1,90 m 85 kg 425 ml 510 ml 595 ml 680 ml 1,90 m 80 kg 400 ml 480 ml 560 ml 640 ml 1,95 m 89 kg 445 ml 535 ml 620 ml 710 ml 1,95 m 85 kg 425 ml 510 ml 595 ml 680 ml 2,00 m 94 kg 470 ml 565 ml 660 ml 750 ml 2,00 m 89 kg 445 ml 535 ml 620 ml 710 ml Werte sind gerundet. IBW männlich = 50 + 2,3 x [Körpergröße/2,54-60] IBW weiblich = 45 + 2,3 x [Körpergröße/2,54-60]

Indikation (EVM) Kardiopulmonale Reanimation (nach ERC- Empfehlung), Anaphylaktischer Schock mit RR syst. < 70 mmhg und fehlendem Ansprechen auf Volumengabe Beta-1-Rezeptorstimulation, Alpha-2- Rezeptorestimulation, Beta-2-Rezeptorstimulation, Relaxtion der Bronchialmuskulatur (Bronchodilatation), Histaminfreisetzung Dosierung Erwachsene: CPR: 1mg (i.v./i.o.) Anaphylaxie: 0,05-0,1mg (i.v./i.o.) Kinder: CPR: 0,001mg/kgKG Anaphylaxie: Angabe für i.m.gabe Kinder < 6 Jahre: 150 µg (0,15ml) Kinder 6-12 Jahre: 300 µg (0,3ml) Kinder > 12 Jahre (u. Erw.): 500 µg (0,5ml) Zeitpunkt: CPR: VT/pVT: nach dem 3.Schock CPR:Asytolie/PEA: sobald Zugang liegt; Anaphylaxie: so schnell wie möglich Adrenalin (Suprarenin ) 1ml = 1mg (Ampulle) oder 25ml = 25mg (Stechflasche) Kontraindikation (EVM) CPR: keine; Anaphylaxie: HF > 150 / min; akutes Koronarsyndrom (AKS) Nebenwirkungen Tachykarde Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern, Vasokonstrition mit peripherer Minderdurchblutung, Hypertonie/Steigerung des myokardialen O 2 -Verbrauchs/AKS, Nervosität, Unruhe, Mydriasis, Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Hyperglykämie Bemerkung CPR: unverdünnt als Bolus, mit 20ml kristalloider Lösung nachspülen Anaphylaxie i.v.: Gebrauchfertige Lsg. für i.v. Gabe 1mg Adrenalin in 100ml NaCl 0,9% verdünnen; 1ml = 0,01mg = 10 µg Anaphylaxie i.m.: unverdünnt Repetitionen: CPR: Nach 3 min (Praxis: jeder zweite 2-min-Zyklus); Anaphylaxie: je nach in der initialphase des Schocks bei i.v.-gabe alle 3-5 Min

Salbutamol 1,5mg / 2,5ml (Ampulle) Inhalationslösung (Verneblernaske) Indikation (EVM) Kontraindikation (EVM) Obstruktive Atemwegserkrankung, COPD mit reversibler Komponente, Asthma bronchiale Bronchialerweiterung durch ß 2 -sympatomimetische, Wirkeintritt: 5-15 Minuten Wirkdauer: individuell Halbwertzeit: ca, 2,5 5 Std Dosierung Erwachsene/Schulkinder ED 1,5mg Salbutamolsulfat (1,25mg Salbutamol) max. Tagesdosis 12,5mg Inhalation über Verneblermaske mit 6-8l O 2 /min, ggf. Wiederholung nach 5-10 Min. Kinder bis 5 J. halbe Dosis des Fertiginhalats & 2ml NaCl 0,9% Kinder über 5 J. Erwachsenendisierung Schwere Herzerkrankungen, bekannte KHK, AKS, Hypertrophe obstruktive Kardiomyophatie, tachxkarde Arrhytnien, Einnahme v. Herzglykosiden, schwere unbezhandelte Hypertonie, Aneurysmen, Hyperthyreose Nebenwirkungen Palpationen, Tachykardie, Arrythmien, Extrasystolen, RR-Beinflussung, Missempfinden im Mund-Rachen- Bereich, Paradoxe Bronchospasmen, Tremor, Hyperaktivität, Kopfschmerz, Myokardiale Ischämie, Muskelkrämpfe, periphere Vasodilatation Bemerkung von Sympathimetika u. Parasympatholytika von Betablockern strenge Indikationsstellung bei Schwangerschaft u. Stillzeit Bei Überdosierung: Nebenwirkungen evtl. schnell & stark

Akutes Koronar Syndrom AKS Glyceroltrinitrat (Nitrolingual ) Aerosol zum sprühen Indikation (EVM) Kontraindikation (EVM) Bekannte Unverträglichkeit, Schock, RR < 100mHg, gleichzeitige Therapie mit Potenzsteigern: absolute Kontraindikation! hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) Wirkeintritt: 30-45 Sekunden Wirkdauer: 20-45 Minuten Halbwertzeit: 2-4,5 Minuten Dosierung 1-2 Sprühstöße (= 0,4-0,8mg) unter die Zunge des Patienten, einmalige Wiederholung nach 10 Minuten Nebenwirkungen Kopfschmerz, RR-Abfall, Reflextachykardie, Benommenheit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, allergische Hautreaktionen, AP-Beschwerden, Synkopen Bemerkung Sprühstoßabstand 30 sek, bei Zeichen der Hypotonie keine weitere, Applikation, Verstärkung des RR in Kombination mit Antihypertonika, Verstärkter RR bei Alkoholgenuß Verminderung der von Heparin

Indikation (EVM) Übelkeit,Erbrechen, zerebraler Schwindel, Morbus Meniere Dimenhydrinat (Vomex A ) 62mg/10ml (Ampulle) Kontraindikation (EVM) bek.unverträglichkeit, ICP-,akute Vergiftung, akuter Asthmaanfall, Porphyrie,akuter Glaukomanfall, Krampfanfälle, letzte Wochen der Schwangerschaft, Früh- u. Neugeborene, gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern, gleichzeitige Therapie mit Aminoglykosiden H1-Rezeptor-Antagonist, blockiert gezielt die Rezeptoren im emetischen Zentrum der Medulla oblangata, 1-2mg/kg KG Dosierung Nebenwirkungen Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Sehstörung, Tachykardie, -Augeninnendruck, paradoxe Reaktion (besonders bei Kindern)Veränderung des Blutbildes, erhöhte Leberwerte, Phototoxizität Bemerkung Verstärkung der von sedierenden Medikamenten, der anticholinergen von Atropin, Biperiden, Antidepressiva; der sedierenden von Alkohol Besonderheiten: Dimenhydrinat macht ausgesprochen müde. Es sollte daher bei Patienten, die durch die Notfallsituation bedingt eine verminderte Wachheit zeigen, zurückhaltend eingesetzt werden-besonders, wenn die Abnahme der Vigilanz einer Dynamik unterliegt.

Antikonvulsion Diazepam (Valium ) Rectiolen: 5 mg / 2,5 ml (bis 15 kgkg) / 10 mg / 2,5 ml (über 15kgKG) Indikation Kontraindikation (EVM) Überempfindlichkeit gegen Diazepam o. andere Benzodiazepine, Neugeborene u. Säuglinge < 6 Monate, Abhängigkeitserkrankung o. anamnese, Alkohol, Medikamente, Drogen, Schwere Form der Myasthenia gravis Ansatz am limbischen System, Dämpfung des zentralen Nervensystems, sedativ bzw. hypnotisch (dosisabhängig), antikonvulsiv (Krampfschwelle ), muskelrelaxierend, anxiolytisch (angstlosend), amnestisch (Gedächtnisverlust) Dosierung Erwachsene: 10 mg rektal Kinder: 5 mg rektal bis 15 kgkg 10 mg rektal über 15 kgkg Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, RR-Schwankungen, Paradoxe Reaktionen, Atemdepression, Herz-Kreislauf-Stillstand Bemerkung Wirkeintritt 2 3 Minuten Wirkdauer mit zunehmendem Alter 10 72 Std. Halbwertzeit altersabhängig 24 48 ( 100) Std.

Hypoglykamie Glucose Glukose 10% = 10 g / 100ml (Infusion) Glukose 40% = 4 g / 10 ml (Ampulle) Indikation Hyperglykamie Kontraindikation (EVM) Steigerung der Blutglukosekonzentration Nebenwirkungen Venenreizung (brennen an der Injektionsstelle), Nekrosen bei paravenöser Injektion, Hyperglykamie Dosierung Pat. ansprechbar: 1-2 Ampullen G40 oral Pat. nicht ansprechbar: Glukose 10% 100ml als Kurzinfusion Bemerkung Zwischen Gabe u. BZ-Kontrolle: ca. 10 Minuten warten Wirkeintritt: 2 5 Minuten Wirkdauer: individuell / situationsbedingt Halbwertzeit: individuell / situationsbedingt

Midazolam (Dormicum ) 5ml = 5mg (i.v. -Gabe)oder 3ml = 15mg (i.n.-gabe) Indikation Kontraindikation (EVM) Antikonvulsion, begleitende Sedierung im Rahmen der Analgesie mit Ketamin bekannte Überempfindlichkeit gegen Midazolam u. andere Benzodiazepine, schwere Ateminsuffizienz, akute Atemdepression, Myastheniagravis, Schlafapnoe- Syndrom, schwere Leberinsuffizienz, akute Vergiftung mit Alkohol, Hypnotika, Neuroleptika, Antidepressiva oder Lithium, Schwangerschaft im ersten Drittel Ansatz am limbischen System, Dämpfung des zentralen Nervensystems, sedativ bzw. hypnotisch (dosisabhängig), antikonvulsiv (Krampfschwelle ), muskelrelaxierend, anxiolytisch (angstlösend), amnestisch (Gedächtnisverlust) Dosierung Dosierung Erwachsene (zur Krampfdurchbrechung) i.v.:0,05 0,1mg/kgKG i.n.:5mg = 1ml (0,5ml pro Nasenloch) Wiederholung bis max. 15mgGesamtdosis Dosiererhöhung kleinschrittig bis Eintritt der klinischen Dosierung im Rahmen der Analgesie: 1-2mg vor der Ketamingabe Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, RR-Schwankungen,Paradoxe Reaktionen, Atemdepression, Herz-Kreislauf-Stillstand (selten) Bemerkung Midazolam immer langsam spritzen Wirkeintritt: ca. 30-120 sec Wirkdauer: 20-40 min Halbwertzeit: 2,5 Std Dosisreduktion bei alten Patienten sowie bei reduziertem AZ

Indikation Starke Schmerzen traumatologischer Ursache, VRS-Schmerzskala (verbale Rating-Skala) ist erforderlich, Lagerungs- / Basismaßnahmen reichen für die Schmerzreduktion nicht aus antagonistische am Glutamat-NMDA- Rezeptorkomplex,Hemmung der NMDA-abhängigen Freisetzung von Acetylcholin und derglutamatrezeptoren zusätzliche opioide Wirkkomponente, Auslösung einer dissoziativenanalgesie/anästhesie Verstärkung der von Sympathomimetika, Verstärkung der anderer Sedativa Dosierung Analgesie: i.v.:0,25-(0,5) mg/kg i.m.:0,5-1 mg/kg Bei 100mg auf 10ml NaCl verdünnen Wirkeintritt i.v.: 45 Sekunden Wirkdauer i.v: 20-40 Minuten Ketamin 100mg / 2ml oder 50mg / 5ml Kontraindikation (EVM) bekannte Unverträglichkeit, SHT mit Hypertension, KHK, AKS, Apoplex, Hyperthyreose, Eklampsie, Psychosen, bekanntes Krampfleiden, perforierende Augenverletzungen Nebenwirkungen Albträume, Erregungszustände (besonders beim Abklingen), RR-Anstieg, HF-Anstieg, Hypersalivation, Anstieg des Hirndruckes (ICP), Anstieg des Augeninnendruckes, Nystagmus (kurz nach Gabe für einige Sekunden), Übelkeit, Erbrechen, Krampfanfälle, Atemdepressionen (meist bei zu schneller Gabe oder, Begleitmedikation mit Benzodiazepinen), Unverträglichkeitsreaktionen Bemerkung Immer mit einem Benzodiazepin kombinieren, Einsatz bei SHT mit Hypotonie erscheint sinnvoll, da Verbesserung der Durchblutung des Gehirns, damit Verbesserung der Oxygenierung, bei Hypertension kontraindiziert(strenge Indikationsstellung bei RR >180/100 mmhg), auf ruhiges Umfeld achten