Mobbing am Arbeitsplatz Learning Unit: Working life Reading & Writing Level B2 www.lingoda.com 1
Mobbing am Arbeitsplatz Leitfaden Inhalt Mobbing am Arbeitsplatz kann sowohl für das Opfer, als auch für die gesamte Firma sehr negative Auswirkungen haben. Erfahrt in dieser Stunde mehr darüber, wie Mobbing entsteht, und was man dagegen tun kann. Lernergebnisse 1. Stärkt euer Leseverständnis. 2. Erweitert euren Wortschatz rund um das Thema Mobbing 3. Diskutiert über eure eigenen Erfahrungen www.lingoda.com 2
Mobbing am Arbeitsplatz Mobbing bedeutet andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu quälen und seelisch zu verletzen. Typische Mobbinghandlungen am Arbeitsplatz sind die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit. www.lingoda.com 3
Am Arbeitsplatz wird zwischen Mobbing seitens Vorgesetzter und solchem, das von Mitarbeitern ausgeht, unterschieden. Der Psychoterror, der von Chefs ausgeübt wird, kommt in Deutschland in 40 Prozent der Fälle vor. In weiteren zehn Prozent mobben Chef und Mitarbeiter gemeinsam. Dagegen wird nur in zwei Prozent aller Fälle ein Vorgesetzter von seinen Untergebenen gemobbt. Hinzu kommt horizontales Mobbing; das heißt, der Betroffene wird von gleichgestellten Kollegen gemobbt. Mehr als 20 Prozent aller Mobbingopfer bezeichnen einen Kollegen als Täter. Etwa gleich viele Betroffene geben an, dass das Mobbing von einer Gruppe von Kollegen ausgeht. Etwas weniger als 15 Prozent aller Mobbingopfer in Deutschland sind davon überzeugt, dass sie sowohl von ihrem Vorgesetzten als auch von Kollegen gemobbt werden. www.lingoda.com 4
Die Mobbingforschung versucht, die Ursachen dieses Phänomens zu ergründen. Manche Mobbingforscher bescheinigen, dass Mobbingopfer im Durchschnitt ängstlicher, unterwürfiger und konfliktscheuer sind. Als weitere Ursache für Mobbing gilt die Persönlichkeit des Mobbers. Einige Autoren gehen davon aus, dass Menschen zu Mobbern werden, um ihr schwaches Selbstvertrauen zu kompensieren. Untersuchungen von Olweus unterstützen diese Annahme nicht. Seine Forschungsergebnisse weisen auf das Gegenteil hin; das heißt, dass die Täter im Durchschnitt selbstbewusster und weniger ängstlich sind. www.lingoda.com 5
Am weitesten verbreitet ist unter Forschern die Annahme, dass strukturelle Faktoren Mobbing auslösen. Äußerst schlechte Arbeitsorganisation und Produktionsmethoden wie etwa unklare Zuständigkeiten, Monotonie, Stress, allgemeine Mängel in der Kommunikations- und Informationsstruktur, ungerechte Arbeitsverteilung, Über- und Unterforderung, widersprüchliche Anweisungen, mangelnder Handlungsspielraum oder Kooperationszwänge gelten als Ursachen für Mobbing. Begünstigende Faktoren, wie etwa Konkurrenz unter den Mitarbeitern oder eine Organisationskultur, die keine hemmenden Mechanismen gegen Mobbing hat, kommen hinzu. www.lingoda.com 6
Mobbing hat weitreichende negative Folgen für die Gesundheit sowie für die berufliche und private Situation des Opfers. Regelmäßige feindselige Angriffe rufen negative Gefühle und starke Verunsicherungen bei den Betroffenen hervor, was in der Regel nicht ohne Folgen auf ihr Arbeits- und Leistungsverhalten bleiben wird. 98,7 % der deutschen Mobbingopfer geben an, dass sich Mobbing darauf auswirkt. Am häufigsten nennen Opfer laut Mobbing-Report Demotivation (71,9 %), starkes Misstrauen (67,9 %), Nervosität (60,9 %), sozialen Rückzug (58,9 %), Ohnmachtsgefühle (57,7 %), innere Kündigung (57,3 %), Leistungs- und Denkblockaden (57,0 %), Selbstzweifel an den eigenen Fähigkeiten (54,3 %), Angstzustände (53,2 %) und Konzentrationsschwächen (51,5 %). www.lingoda.com 7
Die privaten und familiären Auswirkungen von Mobbing auf die Betroffenen sind vielschichtig. Zu den häufigsten Folgen gehören laut Mobbing-Report Unausgeglichenheit (23,7 %), soziale Isolation (21,6 %), Streit in der Familie beziehungsweise Partnerschaft (19,7 %), allgemeine Belastung (16,6 %), finanzielle Probleme (15,4 %), Antriebslosigkeit (13,9 %), Aggressivität (9,6 %) und Überschattung des Privatlebens (9,6 %). www.lingoda.com 8
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas gegen Mobbing zu unternehmen. In vielen Fällen (laut Mobbing-Report 22,5 %) sehen Mobbingopfer als einzigen Ausweg die eigene Kündigung. Praktiker empfehlen Betroffenen, dem Täter Grenzen zu setzen, soweit es ihnen möglich ist. Es gilt als außerordentlich wichtig, dass das Opfer dem Mobber frühestmöglich ein klares Stopp! signalisiert. Betroffene, die den Täter nicht selbst zur Rede stellen können, können sich Hilfe innerhalb des Betriebes suchen. www.lingoda.com 9
Erster Ansprechpartner ist immer der Vorgesetzte, oder falls dieser am Mobbing beteiligt ist, dessen Vorgesetzter. Gespräche mit dem Täter sollen grundsätzlich zu dritt geführt werden. Der Dritte dient dabei als Zeuge, Coach oder Mediator. Der Betriebsrat beziehungsweise der Personalrat kann als Interessensvertreter des Mitarbeiters als Partner für Mobbingopfer geeignet sein, besonders, wenn Führungskräfte am Mobbing beteiligt sind. www.lingoda.com 10
Als ein nützliches Hilfsmittel für Opfer gilt ein Mobbingtagebuch, in dem das Opfer den Verlauf der Mobbingsituation so genau wie möglich festhalten soll. Dabei hält der Betroffene jedes Mal die Uhrzeit und die jeweilige Situation fest, in der gemobbt wurde, wer welche Handlung begangen hat, wer mit anwesend war und die Situation eventuell mitbekommen hat, und wie er sich dabei gefühlt hat. www.lingoda.com 11
Als zentrale Maßnahmen der Mobbingprävention gilt der Aufbau einer Organisations- und Führungskultur, die eine konstruktive Zusammenarbeit garantiert, in der jeder Einzelne von allen wertgeschätzt wird. Verantwortlich für die Gestaltung der Unternehmens- und Führungskultur, für den Arbeitsschutz und für die Intervention in konkreten Mobbing-Fällen ist der Arbeitgeber. Wenn er diese Aufgabe nicht nachweislich erfüllt, kann er vom Opfer arbeits- und zivilrechtlich belangt werden. www.lingoda.com 12
Vokabeln 1) das Mobbing 2) der Arbeitsplatz 3) der Chef 4) der Mitarbeiter 5) der Kollege 11) die Auswirkung 12) die Organisation 13) die Kultur 14) die Führungskraft 15) mobben 6) das Opfer 7) der Täter 8) der Mobber 9) die Ursache 10) die Folge www.lingoda.com 13
Übungen Sprechen Ordnet zu! Mobbing bedeutet Der Psychoterror, der von Chefs Mehr als 20 Prozent der Opfer Manche Mobbingforscher bescheinigen, Als weitere Ursache für Mobbing ausgeübt wird, kommt nur in 40 Prozent der Fälle vor. gilt die Persönlichkeit des Opfers. dass Mobbingopfer ängstlicher sind. bezeichnen einen Kollegen als Täter. andere Menschen seelisch zu verletzen. www.lingoda.com 14
Übungen Sprechen Ordnet zu! Mobbing hat negative Folgen Die privaten Auswirkungen von Mobbing In vielen Fällen sehen Mobbingopfer Praktiker empfehlen den Betroffenen Erster Ansprechpartner sind vielschichtig. die eigene Kündigung als einzigen Ausweg. den Tätern Grenzen zu setzen. für die Gesundheit. ist immer der Vorgesetzte. www.lingoda.com 15
Übungen Sprechen Ordnet zu! Der Personalrat kann Als ein nützliches Hilfsmittel Als zentrale Maßnahm der Mobbingprävention gilt Verantwortlich für die Gestaltung Der arbeitgeber ist auch für für Opfer gilt ein Mobbingtagebuch. der Aufbau einer Organisationskultur. der Unternehmenskultur ist der arbeitgeber. als Interessenvertreter des Opfers geeignet sein. den Arbeitsschutz verantwortlich. www.lingoda.com 16
Übungen Schreiben Vervollständigt die Sätze! In fünfzehn Prozent der Mobbingfälle? a) mobben Chefs. b).mobben Kollegen. c) mobben Kollegen und Chefs. Horizontales Mobbing bedeutet,? a) dass die Opfer von Kollegen gemobbt wird. b) dass die Opfer von seinen Mitarbeitern gemobbt wird. c) dass die Opfer von seinen Chef gemobbt wird. Nach einer Untersuchung von Olweus? a) sind Täter narzisstisch. b) sind Täter selbstbewusst. c) sind Täter ängstlich. www.lingoda.com 17
Übungen Schreiben Vervollständigt die Sätze! Unter anderem können ungerechte Arbeitsverteilung und Monotonie? a) Mobbing unterstützen. b). Mobbing verhindern. c) Mobbing verursachen. Betroffene, die den Täter nicht selbst zur Rede stellen können,? a) können Hilfe innerhalb des Betriebes suchen. b) können Hilfe außerhalb des Betriebes suchen. c) können dem Täter mit einer Kündigung drohen. Das Mobbingtagebuch? a) kann für das Opfer verwirrend sein. b) kann den Täter überführen. c) kann nützlich sein, wenn Mobbingsituationen bewiesen werden müssen. www.lingoda.com 18
Übungen Schreiben Richtig oder falsch? Soziale Isolation ist eine typische Mobbinghandlung. a) richtig b) falsch Die Mobbingforschung versucht, Mobbing zu verhindern. a) richtig b) falsch Ob man gemobbt wird, kann von der Organisationskultur abhängig sein. a) richtig b) falsch www.lingoda.com 19
Übungen Schreiben Richtig oder falsch? Mobbing kann Einfluss auf das Arbeitsverhalten des Opfers haben. a) richtig b) falsch Mobbingopfer kündigen selbst meistens nicht. a) richtig b) falsch Führungskräfte sind nie am Mobbing beteiligt. a) richtig b) falsch www.lingoda.com 20
Übungen Schreiben Richtig oder falsch? Das Mobbingtagebuch kann vom Täter geschrieben werden. a) richtig b) falsch In einer guten Organisation wird jeder geschätzt. a) richtig b) falsch In Mobbingfällen hat der arbeitgeber keine Verantwortung. a) richtig b) falsch www.lingoda.com 21
Übungen Sprechen Offene Fragen 1) Hast du selbst in der Schule oder auf der Arbeit einen Fall von Mobbing erlebt? 2) Welche Eigenschaften haben Menschen, die gemobbt werden, häufig? 3) Welche Eigenschaften haben Menschen, die mobben, häufig? www.lingoda.com 22
Übungen Sprechen Offene Fragen 4) Sollte Mobbing am Arbeitsplatz gesetzlich stärker bestraft werden? 5) Wie könnte Mobbing (egal ob in der Schule oder am Arbeitsplatz) am besten verhindert werden? 6) Kann Mobbing zwischen Angestellten auch im Internet stattfinden? www.lingoda.com 23
Zusammenfassung Mobbing am Arbeitsplatz 1. Lesen Du hast mehr über das Thema Mobbing erfahren 2. Wortschatz Du hast Wörter rund um das Thema gelernt 3. Textverständnis Du hast Fragen zum Text beantwortet und so dein Leseverständnis überprüft 4. Diskussion Du hast über eigene Erfahrungen gesprochen und überlegt, wie man Mobbing bekämpfen könnte www.lingoda.com 24
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Hausaufgaben Die folgenden Übungen könnt ihr nach der Stunde bearbeiten und beispielsweise in einer Privatstunde besprechen. Sie sollen dabei helfen, das Gelernte zu vertiefen. Viel Erfolg! www.lingoda.com 26
Hausaufgaben Schreiben Schreibe eine Zusammenfassung! Fasse die für dich wichtigsten Inhalte des Textes aus der Stunde zusammen. Hast du etwas Neues erfahren? Hat dich etwas sehr überrascht? www.lingoda.com 27
Hausaufgaben Schreiben Erstelle einen Dialog! Zwei Freunde unterhalten sich Person A wird in ihrer aktuellen Firma mit Mobbing konfrontiert, Person B hat Mobbing in einer ehemaligen Arbeitsstelle erlebt. Welche Erfahrungen haben sie gemacht/machen sie? Welche Ratschläge kann Person B geben? www.lingoda.com 28
Hausaufgaben Schreiben Eine E-Mail verfassen Du bist Chef einer kleinen Firma und hast erfahren, dass einer deiner Mitarbeiter gemobbt wird. Überlege, wie du gegen das Mobbing vorgehen möchtest und schreibe eine E-Mail an den Mobber/die Mobberin. www.lingoda.com 29
Hausaufgaben Schreiben Einen Essay schreiben Woran liegt es, dass es in der modernen Arbeitswelt so viele Fälle von Mobbing gibt? Was könnte man dagegen unternehmen? Überlege dir Strategien zur Bekämpfung von Mobbing. www.lingoda.com 30
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