Der Waldkindergarten
Wir sind der Waldkindergarten... Wir sind der Waldkindergarten in Osnabrück, unser Träger ist die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück. Seit 1999 erkundet eine Waldkindergruppe im Alter von 3-6 Jahren den Wald im Stadtteil Sutthausen. Die Natur mit Ihren Tieren und Pflanzen, der Jahreszeitenwechsel, das Erleben, Erkunden, Wahrnehmen und Spielen sind nur einige der täglichen Erfahrungen.
Wir sind der Waldkindergarten... Der Waldkindergarten bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten und einen großen, natürlichen Raum für die persönliche Entwicklung von sozialer Kompetenz, körperlicher und geistiger Fertigkeiten und bewusster Natur- und Umwelterfahrung.
Persönlichkeitsentwicklung Der Wald eröffnet den Kindern große und kleine Abenteuer: Stockbrücken über Bäche bauen, Schnecken, Frösche anfassen und spüren, auf Baumstämmen balancieren, sich an Hängen abseilen. Deren Bewältigung fördert das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeitsentwicklung.
Soziale Kompetenz Im Wald sind die Kinder auf natürliche Art und Weise auf Kooperation angewiesen und erleben Freude und Freundschaft durch die gemeinschaftliche Bewältigung großer Herausforderungen. Sie müssen z.b. schwere Hölzer zum Bau von Buden gemeinsam organisieren. Die natürlichen Materialien, die der Wald bietet, regen die Kinder zur Entwicklung von Ideen und zum gemeinsamen Spiel an.
Bewegungsangebote - Körper - Gesundheit Der Kindergartenraum ist der Wald: ohne Wände, Stühle, Heizung. Stets sind die Kinder in Bewegung, sei es um die Waldgrenzen zu erfassen, um sich z.b. Stühle zu bauen oder um warm zu bleiben. Durch die Bewegung in einer abwechslungsreichen, natürlichen Umgebung fördert der Waldkindergarten verschiedene sensomotorische Bereiche.
Musische Angebote - ästhetische Wahrnehmung Stimmen, Vogelgezwitscher, Plätschern, Rascheln und Knacken. Der Wald mit seinen Geräuschen sensibilisiert die Kinder in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit. Die Aufmerksamkeit wird bewusst durch Singen, Klangspiele, Stilleübungen und Lauschen gefördert. Der Wald bietet viele Möglichkeiten, die Kinder in Ihrer ästhetischen Wahrnehmung zu sensibilisieren und zu fördern. Sie werden auf Farben, Formen und rhythmische Veränderungen in der natürlichen Umgebung aufmerksam gemacht.
Sprachförderung Der Weg zu den Waldplätzen, das Entscheiden über die Tagesvorhaben sowie das gemeinsame Spiel regt an und fördert die Sprechgelegenheiten der Kinder untereinander. Im täglichen Miteinander wird gezielt Aufmerksamkeit auf die Sprache der Kinder und deren Entwicklung gerichtet. Es werden Geschichten und Märchen erzählt, Kinderbücher vorgelesen sowie Reim-, Sing- und Kreisspiele gelernt.
Umwelterziehung Die Natur ist groß besonders aus der Perspektive des Kindes. Sie hat ihre eigenen Gesetze und ihren eigenen Rhythmus, an die sich die Kinder anpassen müssen. Ein Regelverständnis erwächst auf ganz natürliche, begreifbare Art und Weise. So erfordern z.b. die Witterungsverhältnisse unterschiedliche Verhaltensweisen, ein regennasser Baumstamm ist plötzlich beim Klettern rutschig. Die Kinder lernen Ehrfurcht und Achtung vor Pflanzen, Tieren, der Natur und Umwelt insgesamt. Das Begreifen und Kennenlernen des Waldes im Spiel ist die einfachste Form der Umwelterziehung.
Kreativität - Phantasie Der Wald und das Spielen ohne vorgefertigte Spielmaterialien regen die eigene Phantasie und Kreativitätsentwicklung verstärkt an. Der gefundene Stock kann zum Schwert von Ritter Kunibert, aber auch zum Presslufthammer für Straßenarbeiten werden. Neben den Naturmaterialien stehen den Kindern weitere Gegenstände zum Basteln, Schneiden, Kleben und Kneten zur Verfügung. Die Kinder können beim Gestalten ein hohes Maß an Vorstellungskraft entwickeln.
Konsumverhalten Das Spielen ohne vorgefertigte Spielmaterialien wirkt einem unkritischen Konsumverhalten entgegen. Die Kinder erleben weniger ist mehr, sie erleben sich in der Zeit und haben die Möglichkeit Langeweile zu spüren und zu nutzen. Der Wald bietet unerschöpfliche Möglichkeiten zum Konsum der ganz anderen Art: Rollenspiele, Entdecken, Experimentieren, Forschen, Bauen, Werken und schöpferisches Gestalten.
Gelände Der Hörner Bruch ist von seiner Größe und Beschaffenheit, der Vielfalt der Naturlandschaft, Bodenbeschaffenheit, Gräben, Wasserläufen, Hügel, Unterholz und Kletterbäume dazu geeignet, über eine mehrjährige Entwicklungszeit genügend Anreize und Motivation zu bieten.
Das Waldgebiet ist der Mittelpunkt der Naturerfahrung und der pädagogischen Arbeit, die durch die Begehung und Besuche anderer Landschaften, Stadtgebiete, Museen, Bauernhöfe und Einrichtungen ergänzt wird.
Träger Der Heilpädagogische Hilfe Osnabrück e.v. ist Träger des Waldkindergartens. Waldkindergarten Osnabrück im Hörner Bruch Adolf Staperfeld Straße Büro Heilpädagogische Hilfe Osnabrück Industriestraße 7 49082 Osnabrück Tel.: 05 41 / 99 91-2 14 E-Mail: info@os-hho.de www.os-hho.de
Druck: osnabrücker werkstätten Werkstatt Schledehausen