Konzeption eines Master-Data-Management-Systems. Sven Schilling

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Mit dem 6. Rundbrief gelange ich mit einem Update des Zeitservers an Alle.

Transkript:

Konzeption eines Master-Data-Management-Systems Sven Schilling

Gliederung Teil I Vorstellung MPC Capital AG Thema der Diplomarbeit Teil II Master Data Management Seite 2

Teil I MPC Capital AG

Vorstellung MPC Capital AG Kerngeschäft Die MPC Capital AG entwickelt, managt und vertreibt innovative Investmentkonzepte für vermögende Privatkunden Die angebotenen Produkte renditeorientierte und steueroptimierte Anlagenangebote geschlossene Fonds, offene Kapitalanlagen u.a. Schiffsbeteiligungen Immobilienfonds Lebensversicherungsfonds MPC Capital AG ist Deutschlands größtes unabhängiges Emissionshaus und eines der führenden in Europa Seite 4

Vorstellung MPC Capital AG MPC Capital AG börsennotiertes Unternehmen im SDAX Stand Mai 2008 über 160.000 Anleger insgesamt 286 Fonds und Kapitalanlagen aufgelegt Gesamtinvestitionsvolumen von EUR 16,8 Mrd. Eigenkapitalvolumen von rund EUR 7.0 Mrd. 386 Mitarbeiter Seite 5

Systemübersicht Projektierung Prospektierung Marketing Vertrieb Treuhand (TVP) Backoffice Vermittler digitale Schnittstelle Buchhaltung ProFund Anleger manuelle Schnittstelle Original ZS CRM CMS DWH Quelle: MPC AG Seite 6

IT-Landschaft CRM-System Größen ca. 150 Anwender, 50-80 permanent aktiv ca. 150.000 Zeichnungen auf 250 Produkten 120.000 Kontaktpersonen (100.000 Zeichner, 12.500 Partner) 23,5 GB in der Datenbank ERP-System (ProFund) Größen ca. 100 permanente Anwender ca. 286.000 Zeichnungen 66 GB in der Datenbank Seite 7

Gegenüberstellung CRM - ProFund Anzahl Datensätze CRM ProFund Systeme haben andere Sichten auf die Daten Personen Adressen 200.630 194.131 174.157 217.445 ProFund zur langjährigen Verwaltung kein automatischer Abgleich zwischen den Systemen Zeichnungen Produkte Firmen 235.720 570 17.160 286.000 384 5.560 unterschiedliche Datenstrukturen Seite 8

Motivation für MDM bestehende Herausforderungen kein automatischer Abgleich der Systeme manuelle Erfassung nötig Inkonsistenzen bei Änderungen kein Update im anderen System Ziele Qualitätsverbesserung Doppeleingabe verringern evaluieren ob sich der Einsatz von MDM lohnt Seite 9

Thema der Diplomarbeit Aufgaben Erarbeiten was MDM ist, was darunter zu verstehen ist Vor- und Nachteile von MDM erarbeiten IT-Landschaft der MPC analysieren Konzept erarbeiten Welche Daten integrierbar, Besonderheiten, Techniken MDM-Hersteller vergleichen Empfehlung abgeben MDM-System auswählen (Machbarkeit durch Prototypen aufzeigen Personenstammdaten aus CRM- und ERP-System unterschiedliche Struktur der beiden Stammdaten) Seite 10

Teil II Master Data Management

Master Data Management Was ist MDM allgemein Unterschied zum DWH Stammdaten Bedeutung Geschichte von MDM Gründe für den Einsatz Techniken und Ansätze Seite 12

Master Data Management Was ist MDM - allgemein deutsch: zentrale Stammdatenverwaltung befasst sich mit höchstem Gut der Unternehmen Informationen in den operativen und analytischen Systemen umfasst Themen wie Datenintegration Datenqualität Datenkonsolidierung Kunden-, Produktdatenabstimmung ermöglicht Zentrale Speichern von Stammdaten zentrales Update dieser schnelle und automatisierte Verteilung in die Zielsysteme Seite 13

Master Data Management Was ist MDM Unterschied zum DWH DWH Ziele Analyse, Reporting Performance, Controlling Berechnungen nur lesender Zugriff separates System MDM Ziele Stammdaten abgleichen Konsistenz Datenqualität erhöhen manipuliert Daten Teil der operativen Systeme Seite 14

Master Data Management Was ist MDM allgemein Idee Dateneingabe übergeordnete Anwendung: verantwortlich für Verwaltung (Datenintegration, - konsolidierung, -verknüpfung) Datenverteilung: von zentralem System an die lokalen Systeme Quelle: IBM: Master Data Management: Von der Gesamtsicht zur richtigen Sicht Seite 15

Änderung IT-Landschaft I Quelle: IDC Fallstudie Seite 16

Änderung IT-Landschaft II Quelle: IDC Fallstudie Seite 17

Änderung IT-Landschaft III Seite 18

Master Data Management Was ist MDM - Stammdaten zentrale Geschäftsobjekte ändern sich nur selten existieren in verschiedenen Anwendungen und Geschäftsbereichen Kunde in Vertriebs- und Rechnungssystem typische Stammdaten Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten Produkte, Material, Finanzen wichtig für Analysen und Berichte Seite 19

Master Data Management Was ist MDM - Bedeutung Unternehmen haben Produkt- und Kundendaten zu pflegen Bspw. nutzen 20,9% PIM-Software 3,6% nutzen MDM Haben somit weitere Stammdaten im Blick 34% pflegen Daten mehrfach Geringe Verbreitung da junges Thema Aufwand nötig Umbau Systemlandschaft Potential Reduzierte Mehrfachpflege Bessere Verwaltung Synchronisation Stammdaten Qualitätsverbesserung schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen Beispiel Pflegeaufwand pro Artikel Mehrfachpflege Aktualisierung Hauptkatalog Einstellen Artikel Internet Industriedurchschnitt 96 min 34% 8 Wochen 153 min HANSA-FLEX 20 min 2% 2 Wochen 0,15 min Quelle: LNC: Unternehmens- und Produktkommunikation Seite 20

Master Data Management Was ist MDM Geschichte von MDM Gründe für den Einsatz Techniken und Ansätze Seite 21

Master Data Management MDM Geschichte Ursprünglich Mainframe-Umgebungen Separate oder gemeinsame Dateiverwaltung Einführung relationaler Datenbanksysteme Aus jedem Anwendungsprogramm mittels Abfrage auf alle Daten Zugriff Client-Server-Architekturen Mehrere DB für unterschiedliche Anwendungen Verteilte Datenhaltung Insellösung Problematisches Abgleichen Idee von MDM Seite 22

Master Data Management Was ist MDM Geschichte von MDM Gründe für den Einsatz Vorteile Nachteile Techniken und Ansätze Seite 23

Master Data Management Vorteile von MDM IT-Sicht Systeme automatisch auf aktuellem Stand Fehler reduzieren Keine speziellen Transformationen nötig Mitarbeitersicht Reduktion administrative Tätigkeiten Reduktion Aufwand für Erfassung und Pflege der Daten Erhöhte Produktivität Bessere Datenverfügbarkeit und schneller Zugriff aktuellere Informationen Unternehmenssicht Optimierte Prozesse Höhere Produktivität Höhere Kundenzufriedenheit Umsatzsteigerung Bessere Reports & Analysen Fundiertere Managemententscheidungen Mehrfache Kosten- und Zeitersparnis Seite 24

Master Data Management Nachteile von MDM Systemausfall macht Unternehmen handlungsunfähig Änderungen sind sofort online auch Fehler Fehler replizieren sich Zentralisierung Rechtekonzept, Manipulationen hohe Komplexität bei der Installation Fehler durch falsche Grundeinstellungen unbemerkte Updates Datenabhängigkeiten Unterstützung durch Management und gesamtem Unternehmen erforderlich Seite 25

Master Data Management Was ist MDM Geschichte von MDM Gründe für den Einsatz Techniken und Ansätze Seite 26

Master Data Management Techniken und Ansätze Stammdatenpflege- und haltung zentralisiert lokal harmonisiert Stammdatenmodell teilweise harmonisiert Quelle: Legner, Otto 2007: Stammdatenmanagement Seite 27

Master Data Management System zentral führend Standards Verzeichnis Datenpflege zentral zentral dezentral dezentral + Verzeichnis Datenhaltung einmal (Online-Zugriff) mehrfach (Verteilung) mehrfach (führendes System + lokale) einmal einmal Verteilung asynchron synchron oder asynchron keine Keine Harmonisierter Datenbestand gewährleistet eingeschränkt gewährleistet gewährleistet teilweise gewährleistet Konsistenz gewährleistet (SPoT) gewährleistet (SPoT) teilweise gewährleistet nicht gewährleistet Aktualität Im zentralen System hoch, Verzögerung bei Verteilung führendes System hoch, Verzögerung bei Verteilung hoch hoch Seite 28

Diplomarbeit aktueller Stand aktuell theoretischer Teil (zu 80% abgeschlossen) künftig Kapitel über MPC Analyse Systemlandschaft Identifizieren von Stammdaten Untersuchung der verwendeten Systeme Probleme und Hürden erkennen Mögliche Umsetzungen evaluieren Empfehlung abgeben (Prototypen aufsetzen) Seite 29

Danke für die Aufmerksamkeit Fragen?