ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2008



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Transkript:

Gemeinsame Prüfungsaufgaben der Steuerberaterkammern im Lande Nordrhein-Westfalen Name: ABSCHLUSSPRÜFUNG SOMMER 2008 Ausbildungsberuf: Steuerfachangestellte/r Prüfungsort: Termin: Donnerstag, 10. April 2008 Prüfungsfach: Rechnungswesen Bearbeitungszeit: 120 Minuten Bitte deutlich schreiben und Füllhalter, Kugelschreiber oder Filzstift benutzen. Gesamtpunktzahl: 100,0 Erzielte Punkte: 1. Aufgabenteil: 36,0 2. Aufgabenteil: 39,0 3. Aufgabenteil: 25,0 Note: Unterschrift Erstzensor: Unterschrift Zweitzensor:

1. Aufgabenteil (36,0 Punkte) Allgemeine Angaben Natalie Notteboom (N. N.) hat am 01. Oktober 2007 in Münster das Spezialfachgeschäft für Umstandsmoden Pré-Natalie (Einzelunternehmen) eröffnet. Sie ermittelt ihren Gewinn gemäß 5 EStG und versteuert ihre Umsätze nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes, ist uneingeschränkt zum Vorsteuerabzug berechtigt und erstellt monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Sachverhalt 1 (21,0 Punkte) Für die Erstellung der Eröffnungsbilanz zum 01. Oktober 2007 für das Einzelunternehmen der N. N. liegen folgende Angaben vor: 1. Bankkonto: Am 25.09.2007 wurde das betriebliche Bankkonto mit einer Privateinlage von 5.000,00 eröffnet. 2. Fahrzeug: a) Das am 02.11.2005 für 23.200,00 (einschl. 16 % Umsatzsteuer) privat angeschaffte Fahrzeug (Nutzungsdauer 5 Jahre) wird ab 01.10.2007 ausschließlich für betriebliche Zwecke des Einzelunternehmens genutzt. Der Teilwert des Fahrzeugs zum 01.10.2007 beträgt 17.500,00. b) Die Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von 480,00 und der Haftpflichtversicherungsbeitrag in Höhe von 720,00 für dieses Fahrzeug wurden von N. N. am 01.08.2007 für ein Jahr im Voraus aus privaten Mitteln entrichtet. 3. Darlehen: Am 28.09.2007 wurde N. N. von der Volksbank Rheine ein Existenzgründungsdarlehen in Höhe 50.000,00 gewährt. Nach Abzug eines Disagios in Höhe von 1.500,00 wurde dem betrieblichen Bankkonto der N. N. ein Betrag in Höhe von 48.500,00 gutgeschrieben. 4. Waren: N. N. hat Ende September modische Bekleidung für werdende Mütter im Wert von 60.000,00 zzgl. 19 % Umsatzsteuer eingekauft. Alle Rechnungen datieren aus September 2007 und waren am 01.10.2007 noch nicht bezahlt. 5. Einlage typischer stiller Gesellschafter N. N. s Bruder Kurt Notteboom hat sich als typischer stiller Gesellschafter am Einzelunternehmen Pré-Natalie seiner Schwester mit 10.000,00 beteiligt. Dieser Betrag wurde ebenfalls am 28.09.2007 auf das betriebliche Bankkonto der N. N. eingezahlt. Aufgabe 1) Ermitteln Sie die fortgeführten Anschaffungskosten für das o. a. Fahrzeug und entscheiden Sie unter Angabe der entsprechenden Rechtsvorschrift des EStG mit welchem Wert das Fahrzeug in der Eröffnungsbilanz (Einlagewert) zu bewerten ist! 2) Erstellen Sie die Eröffnungsbilanz zum 01.10.2007!

Lösung zu 1): Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten: Lösung zu 2): Aktivseite Eröffnungsbilanz zum 01.Oktober 2007 Passivseite

Sachverhalt 2 (15,0 Punkte) Die Buchführungsunterlagen für das Rumpfwirtschaftsjahr 01.10.-31.12.2007 enthalten u. a. die nachfolgenden Daten: Summe aller Tageseinnahmen (einschl. 19 % Umsatzsteuer) 121.380,00 Wareneinkäufe (einschl. Bezugskosten) nach dem 01.10.2007, netto 21.000,00 Warenbestand lt. Inventur zum 31.12.2007, netto 35.000,00 Geschäfts-/Handlungskosten (Sonstige betriebliche Aufwendungen) 41.000,00 Hinweis: N. N. tätigt ausschließlich Barverkäufe. Aufgaben a) Ermitteln Sie in einer übersichtlichen rechnerischen Darstellung die Höhe des Reingewinns in und Prozent (2 Dezimalstellen) in Bezug auf den Nettoumsatz (Umsatzrendite)! b) Ermitteln Sie den Kalkulationszuschlag (Rohgewinnaufschlagsatz) und die Handelsspanne (Rohgewinnsatz) jeweils in Prozent und den Kalkulationsfaktor für die Zeit vom 01.10. 31.12.2007 in Bezug auf die Tageseinnahmen (jeweils 2 Dezimalstellen)! Lösung zu a):

Lösung zu b): Kalkulationszuschlag (Rohgewinnaufschlagsatz) Handelsspanne (Rohgewinnsatz) Kalkulationsfaktor 2. Aufgabenteil (39,0 Punkte) Allgemeine Angaben Hans Schnieder (Ha. Sch.) betreibt seit 1983 in Münster ein Einzelunternehmen. Er fertigt unter der Firma Leder & Polster H. Schnieder e. K. Autositze aus Büffelleder. Er ermittelt seinen Gewinn gemäß 5 EStG und versteuert seine Umsätze nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes, ist uneingeschränkt zum Vorsteuerabzug berechtigt und erstellt monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Größenvoraussetzungen (Betriebsvermögen am 31.12.2006 unter 204.517,00 ) für die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen gem. 7 g EStG liegen vor. Ha. Sch. möchte für das Wirtschaftsjahr 2007 einen möglichst niedrigen steuerlichen Gewinn ausweisen. Der Jahresabschluss 2007 wird in der Zeit vom 01. bis 10. April 2008 erstellt.

Sachverhalt 1 (21,0 Punkte) Ha. Sch. hat am 17.12.2007 eine automatische computergesteuerte Maschine für das Zuschneiden der teuren Büffellederrohlinge angeschafft. Im Jahresabschluss zum 31.12.2006 hatte Ha. Sch. wegen der geplanten Anschaffung dieser Maschine einen Sonderposten mit Rücklageanteil nach 7g Abs. 3 und 7 EStG (Ansparabschreibung) in Höhe von 45.000,00 gebildet. Die Anschaffungskosten für diese Maschine einschl. eines bereits installierten Betriebssystems betragen 150.000,00 zzgl. 28.500,00 Umsatzsteuer. Der Rechnungsbetrag in Höhe von 178.500,00 laut vorliegender Rechnung vom 20.12.2007 wurde am 15.01.2008 durch Überweisung vom betrieblichen Bankkonto bezahlt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Maschine beträgt 4 Jahre. Um den Verschnitt bei den Büffellederrohlingen zu minimieren, hat Ha. Sch. ein Softwarehaus aus Bonn damit beauftragt, eine betriebsindividuelle Spezialsoftware für diese Zuschneidemaschine zu entwickeln. Die Anschaffungskosten für diese Software, die am 18.12.2007 installiert wurde, betragen 25.000,00 zzgl. 4.750,00 Umsatzsteuer. Der Betrag in Höhe von 29.750,00 wurde am 21.12.2007 vom betrieblichen Bankkonto überwiesen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Spezialsoftware beträgt 6 Jahre. Aufgaben a) Zuschneidemaschine 1. Bilden Sie die Buchungssätze, die sich im Zusammenhang mit der Anschaffung der Zuschneidemaschine bzw. der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil nach 7g Abs. 3 und 7 EStG (Ansparabschreibung) ergeben! 2. Berechnen Sie die höchstmögliche planmäßige AfA! 3. Berechnen Sie ggf. die Sonderabschreibung gem. 7 g EStG. 4. Buchen Sie die AfA bzw. die Sonderabschreibung! 5. Nennen Sie ( -Angabe) die Gewinnauswirkung (gewinnerhöhend, gewinnmindernd, gewinnneutral), die sich insgesamt aus dem Sachverhalt ergibt! b) Spezialsoftware 1. Buchen Sie die Anschaffung der Spezialsoftware! 2. Berechnen Sie die höchstmögliche planmäßige AfA! 3. Entscheiden und begründen Sie, ob Ha. Sch. für die Spezialsoftware die Sonderabschreibung gem. 7 g EStG in Anspruch nehmen kann! 4. Buchen Sie die planmäßige AfA! 5. Nennen Sie ( -Angabe) die Gewinnauswirkung (gewinnerhöhend, gewinnmindernd, gewinnneutral) der Buchung zu 4.!

a) Zuschneidemaschine zu 1. zu 2. zu 3. zu 4. zu 5. b) Spezialsoftware zu 1. zu 2. zu 3. zu 4. zu 5.

Sachverhalt 2 (10,0 Punkte) Im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten zum 31.12.2007 liegen folgende Daten vor: 1) Fertige Autositze (Fertige Erzeugnisse) Bestand am 01.01.2007: 250 Stück Bestand am 31.12.2007: 300 Stück Herstellungskosten/Stück: 1.450,00 2) Halbfertige Autositze (Unfertige Erzeugnisse) Bestand am 01.01.2007: 150 Stück Bestand am 31.12.2007: 100 Stück Herstellungskosten/Stück: 680,00 3) Verkaufspreis/Stück 1.700,00 zzgl. Umsatzsteuer Aufgabe a) Begründen Sie unter Angabe der Rechtsvorschrift des HGB, mit welchem Wert Ha. Sch. den Endbestand der o. a. Fertigen Erzeugnisse in der Bilanz zum 31.12.2007 ausweisen muss. ( -Angabe erforderlich!) b) Buchen Sie jeweils im Rahmen der Umbuchungen die Bestandsveränderung bei den Fertigen Erzeugnissen und bei den Unfertigen Erzeugnissen. c) Nennen Sie ( -Angabe) die Gewinnauswirkung (gewinnerhöhend, gewinnmindernd oder gewinnneutral), die sich durch diese Vorgänge insgesamt ergibt! Lösung zu a): Lösung zu b): Lösung zu c):

Sachverhalt 3 (8,0 Punkte) Im Rahmen der Abschlussarbeiten für das Wirtschaftsjahr 2007 sind noch folgende Vorgänge zu berücksichtigen: 1. Die Gewerbesteuer-Abschlusszahlung beträgt für den Erhebungszeitraum 2007 voraussichtlich 15.500,00. 2. Für die Tätigkeit des steuerlichen Beraters des Ha. Sch. werden voraussichtlich 2008 für das Jahr 2007 folgende Aufwendungen anfallen: Gebühren für die Erstellung des Jahresabschlusses 2007: ca. 2.500,00, Gebühren für die Erstellung der Gewerbesteuererklärung 2007: ca. 500,00, Gebühren für die Erstellung der Einkommensteuererklärung 2007: ca. 800,00, Gebühren für die Erstellung der Umsatzsteuererklärung 2007: ca. 350,00. Aufgaben a) Entscheiden und begründen Sie, ob und ggf. in welcher Weise die o. a. Vorgänge bei der Erstellung des Jahresabschlusses 2007 zu berücksichtigen sind! b) Nennen Sie ( -Angabe) die Gewinnauswirkung (gewinnerhöhend, gewinnmindernd oder gewinnneutral), die sich ggf. aus den Vorgängen zu 1. und 2. ergeben! Zu a) 1. 2. Zu b)

3. Aufgabenteil (25,0 Punkte) Allgemeine Angaben Erna Wenig (E. W.) hat sich zum 01.01.2008 in gemieteten Räumen in Dorsten, Hauptstr. 1, als selbstständige Heilpraktikerin niedergelassen. Sie ermittelt ihren Gewinn zulässigerweise gemäß 4 Absatz 3 EStG und ist darauf bedacht, den jeweils niedrigsten Gewinn zu versteuern. Vor Eröffnung der Praxis sind in 2007 folgende Geschäftsfälle angefallen: Sachverhalt 1 Zur Finanzierung der Praxiseinrichtung und sonstigen Aufwendungen hat E. W. ein Darlehen bei ihrer Hausbank in Höhe von 20.000,00 aufgenommen. Das Darlehen wurde nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2 % und eines Disagios in Höhe von 3 % am 20.12.2007 auf das bereits eröffnete Geschäftskonto in Höhe von 19.000,00 ausgezahlt. Die Zinsen für die Zeit vom 20.12.-31.12.2007 wurden dem betrieblichen Bankkonto mit Wertstellung zum 31.12.2007 am 02.01.2008 in Höhe von 33,33 belastet. Aufgabe Entscheiden und begründen Sie, in welcher Höhe ( -Angabe) und in welchem Jahr die Ausgaben aus dem o. a. Sachverhalt steuerlich zu berücksichtigen sind. Sachverhalt 2 Im Dezember 2007 hat E. W. u. a. folgende Einrichtungsgegenstände für ihre Praxis gekauft und sofort bei Lieferung am 21.12.2007 bar bezahlt: Schreibtisch, brutto 1.500,00 Besuchersitzgruppe, brutto 2.400,00 Schreibtischstuhl, brutto 300,00 4.200,00 Die Nutzungsdauer der Einrichtungsgegenstände beträgt 10 Jahre. Aufgabe Entscheiden und begründen Sie, ob und ggf. in welcher Höhe ( -Angabe) im Jahr 2007 aus dem o. a. Sachverhalt Betriebsausgaben steuerlich zu berücksichtigen sind.

Sachverhalt 3 Entscheiden und begründen Sie unter Angabe der gesetzlichen Bestimmungen, ob, wann und ggf. in welcher Höhe ( -Angabe) aus den folgenden Sachverhalten Betriebsausgaben steuerlich zu berücksichtigen sind: a) Für Malerarbeiten in den Praxisräumen sind E. W. Ausgaben in Höhe von 5.000,00 zzgl. 950,00 USt entstanden. Diesen Betrag hat E. W. entsprechend der Rechnung in voller Höhe am 28.12.2007 von ihrem privaten Bankkonto bezahlt. b) Die Miete für die Praxisräume für die Zeit vom 15.12.-31.12.2007 sowie für Januar 2008 hat E. W. am 28.12.2007 in Höhe von insgesamt 3.000,00 ebenfalls von ihrem privaten Bankkonto bezahlt. c) Zum 01.01.2008 legte E. W. ihren bis dahin privat genutzten PKW in ihr Betriebsvermögen ein. Eine mehr als 50%-ige betriebliche Nutzung ist gegeben, da sie viele Hausbesuche zu älteren Patienten macht. Die Haftpflichtversicherung für diesen PKW für die Zeit vom 01.10.2007 31.03.2008 hatte sie am 25.09.2007 in Höhe von 420,00 von ihrem privaten Bankkonto bezahlt. Der Folgebetrag von ebenfalls 420,00 für die Zeit vom 01.04.2008 30.09.2008 wurde am 25.03.2008 vom betrieblichen Bankkonto bezahlt. Die jährliche Kfz-Steuer für 2008 in Höhe von 350,00 hatte sie am 28.12.2007 vom betrieblichen Bankkonto überwiesen.