Sortenwahl bei Wintergerste

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Transkript:

Sortenwahl bei Wintergerste Als ersträumende Getreideart erbringt sie über die Jahre überwiegend sichere Erträge bei guten Qualitäten. Eignet sich sehr gut als Vorfrucht in Rapsfruchtfolgen. Besonderheiten: Flaches Wurzelsystem, reagiert empfindlicher gegenüber Saatbettmängeln, zu tiefer Saatgutablage (energieverzehrende Ausbildung eines Halmhebers; bei zu flach abgelegtem Saatgut Risiko für Pflanzenverluste durch Auffrieren Ringelwalze), Bodenverschlämmung. Erreichen einer bestimmten Mindest - Zielbestandesdichte für hohen Ertrag um ein Vielfaches wichtiger als beim Winterweizen. Kornzahl je Ähre sowie TKM als Ertragsstrukturfaktoren wirken weniger ertragskompensierend als beim Weizen. Gute Vorwinterentwicklung mit Bestockung bis maximal EC 25 anstreben. Überwachsen vor Winter Saatzeit - vermeiden (stärkerer Pilzbefall vor Winter sowie e Auswinterungsgefährdung). Empfindliche Reaktion auf Gelbverzwergungsvirus bei Frühbefall im Herbst (Läuse als Virusvektoren). Krankheitsbefall in früher Schossphase (EC 31 bis 33) nicht überbewerten. Zeitige Ernte anstreben Gefahr der Ertragsminderung durch verstärktes Auftreten von Halm- und bei Ernteverzögerung. Aussaatmengen- bzw. Saatstärkenempfehlungen Wintergerste für die Anbaugebiete anzustrebende Zielbestandsdichte (Ähren/qm): Beährungskoeffizient (ährentragende Halme je Pflanze): Lößstandorte Lehmstandorte Sandstandorte Höhenlagen 610 550 600 530 2,6 2,1 2,0 2,0 TKM (g) (blaues Z-Saatgut-Etikett): Keimfähigkeit (%) (blaues Z-Saatgut-Etikett): Feldaufgangsverluste (%) * : 15 15 5 15 Überwinterungsverluste (%) * : 2 4 3 5 Aussaatmenge (kg je ha): = Saatstärke (Körner je qm): 283 323 326 331 Saatbettzustand: schlechtere Bedingungen erhöhen Feldaufgangs- sowie Überwinterungsverluste! Saatmengenzuschlag erforderlich. Saatzeit: je später, desto niedriger der Beährungskoeffizient! Zielbestandesdichte / Beährungskoeffizient 100 - (Feldaufgangsverluste + Überwinterungsverluste) 600 / 2,5 100 - (9 + 2) x 100 = 270 Kö/m² Zur endgültigen Berechung der korrekten Aussaatmenge sind dann noch die TKM und die Keimfähigkeit zu berücksichtigen: Aussaatmenge = Saatstärke x TKM / Keimfähigkeit Rechenbeispiel: 270 Kö/m² x 45 g / 92 % = 132 kg je ha * gegebenenfalls eigene Erfahrungswerte eingeben Stand: 01.02.2015 1

Wintergerste - Die Leistungen der Sorten im Ertrag - mehrjährig Ackerbauregion Lößstandorte Lehmstandorte Sandstandorte Höhenlagen Prüfjahr 2010 2011 2012 2013 2014 2010 2011 2012 2013 2014 2010 2011 2012 2013 2014 2010 2011 2012 2013 2014 Anzahl der Versuche 2 2 2 2 1 6 6 5 6 6 3 3 3 3 2 4 4 4 4 Ertrag (dt/ha, Vers.mittel) 98,7 79,5 97,2 106,2 108,4 90,2 83,2 91,1 91,8 91,2 91,6 60,3 92,1 82,9 87,2 93,1 85,3 n.a. 97,1 89,7 drei- und mehrjährig geprüft SY Leoo (H) 106 110 107 102 99 112 111 101 102 102 107 100 107 103 103 KWS Tenor 106 98 104 99 102 108 102 109 99 96 101 110 101 99 107 98 101 Matros(2), n.r. 109 98 98 100 102 103 102 104 102 105 106 100 106 107 97 Pelican 103 99 105 100 100 102 96 93 94 98 103 97 104 101 Antonella 106 107 96 101 107 103 95 102 98 104 102 103 98 KWS Meridian 106 105 106 101 102 107 99 108 102 98 99 98 Nerz ** 100 104 106 101 94 99 105 101 94 Leibniz 104 107 97 99 102 100 101 97 104 99 102 99 104 103 101 100 nicht auswertbar California(2) 94 101 107 98 107 100 Lomerit 101 101 98 94 101 100 105 95 93 105 103 96 94 99 100 95 Roseval 95 95 99 104 103 101 92 91 Metaxa(2) 100 104 93 104 87 zweijährig geprüft KWS Keeper ** 95 100 103 104 103 111 105 108 98 101 99 94 103 101 Galation (H) 106 105 109 101 101 106 109 102 104 105 108 105 101 Loreley 102 103 109 102 97 105 102 99 101 95 101 107 97 Anja 102 98 103 100 102 105 103 98 99 102 98 n. auswertbar Albertine(2) 104 103 107 98 99 101 100 95 erstjährig geprüft Wootan (H) 107 113 106 108 115 105 107 111 112 106 Quadriga 117 107 105 107 103 112 107 106 114 106 Tamina 109 102 100 99 102 102 103 100 97 98 Daisy 114 106 98 96 109 100 99 97 101 100 KWS Glacier(2) 102 103 98 96 113 105 105 100 97 97 SU Ellen, n.r. 1) 99 103 101 88 101 110 106 99 87 97 nicht auswertbar xxx = Wertprüfungsergebnisse = geringere Standortzahl n.a. = nicht auswertbar wegen Auswinterung (H) = Hybride (2) = zweizeilige Sorten ** = Resistenz gegen BaYMV-1, BaMMV u. BaYMV-2 n.r. = nicht resistent 1) SU Ellen nicht resistent gegen BAMMV (Mildes Gerstenmosaikvirus) aber resistent gegen BAYMV-1 und BAYMV-2 Stand: 01.02.2015 2

Wintergerste - Die Leistungen der Sorten in ihren agronomischen Merkmalen agronomische Merkmale Krankheitsanfälligkeit für Bestandesdichte Qualitätsmerkmale Ertragsbildung über Reife Lager Halmknicken Mehltau Netzflecken hl-gewicht Zulassungsjahr Pflanzenlänge Auswinterung Rhynchosporium Marktwareanteil Kornzahl je Ähre TKM Sorten Züchter/Vertrieb drei- und mehrjährig geprüft KWS Tenor KWS Getreide 2011 6 6 4 4 4 6 3 7 4 3 8 5 4 6 7 SY Leoo (H) Syngenta Seeds 2012 5 5 5 5 6 7 4 5 4 7 7 6 4 8 4 Matros(2) n.r. Syngenta Cereals 2011 6 5 4 6 5 4 3 6 4 3 6 6 8 2 7 KWS Meridian KWS Getreide 2011 5 5 4 5 5 5 5 5 4 4 7 5 4 7 5 Pelican (**) Hauptsaaten EU/2005 6 5 5 6 6 6 4 7 5 3 8 5 4 6 6 Antonella Nord/SU 2012 6 5 4 4 6 6 2 3 3 3 7 5 4 6 6 Nerz (GG) KWS Getreide 2008 7 5 4 6 5 5 3 5 5 4 7 5 4 5 6 Lomerit KWS Getreide 2001 5 6 4 7 6 5 4 6 6 6 7 6 4 6 6 Leibniz KWS Getreide 2007 6 6 5 6 6 6 5 4 5 8 7 6 4 6 6 Roseval PZO/IG EU/2008 5 5 5 4 4 5 4 5 5 3 3 7 6 Metaxa(2) Ack/BayWa 2008 5 3 6 4 5 5 3 6 3 4 7 6 9 1 7 California(2) Limagrain 2012 6 4 5 4 3 3 4 3 4 5 7 6 8 3 7 zweijährig geprüft KWS Keeper (GG) KWS Getreide 2013 6 6 4 4 5 4 4 5 4 3 7 6 4 7 6 Loreley Ack/SU 2013 6 5 3 3 5 5 2 3 5 3 7 5 3 7 7 Galation (H) ** Syngenta Seeds EU/2012 5 5 5 4 4 6 3 5 4 6 7 6 4 7 5 Anja Breun/Syngenta Cereals 2013 6 5 4 4 4 5 3 5 4 3 7 5 4 7 5 Albertine(2) Breun/Syngenta Cereals 2013 6 4 5 3 3 3 5 5 4 4 6 6 8 3 7 erstjährig geprüft Wootan (H) Syngenta Seeds 2014 5 6 5 5 5 6 3 4 4 7 7 6 3 9 5 Quadriga Secobra/BayWa 2014 6 6 5 4 4 5 4 5 4 5 8 6 3 7 7 KWS Glacier(2) KWS Getreide 2014 6 3 6 4 5 3 6 4 4 4 7 7 9 2 6 Daisy Breun/Syngenta Cereals 2014 5 5 4 4 4 4 4 4 4 4 7 6 4 7 5 Tamina DSV/IG 2014 6 6 5 4 4 4 2 5 4 3 7 6 4 7 5 SU Ellen n.r. 1) Nords/SU 2014 4 5 5 2 3 6 3 3 4 6 8 4 2 8 6 Erläuterungen = schlechter/geringer als Durchschnitt = besser/ als Durchschnitt ** Züchtereinstufung (nur für Qualitätsmerkmale) (H) = Hybride (2) = zweizeilige Sorten (GG) = Resistenz gegen BaYMV-1, BaMMV u. BaYMV-2 n.r. = nicht gelbmosaikvirusresistent, 1) SU Ellen nicht resistent gegen BAMMV (Mildes Gerstenmosaikvirus) aber resistent gegen BAYMV-1 und BAYMV-3 Stand: 01.02.2015 3

Sortenspezifische Beschreibungen des empfohlenen Wintergerstensortimentes 2014 (Ergebnisgrundlage: vieljährige und vielortige Landessortenversuche) Sorten sehr hohe Erträge werden erzielt, wenn... agronomische Besonderheiten... Ähren/ qm Kz/Ähre TKM (g/1000 Kö.) Schwächen/ Anfälligkeiten Stärken/ Widerstandsfähigkeiten Intensitätsanspruch sonstige Besonderheiten Ergebnisse n = SY Leoo (H) 42 550-600 um 45 um 45, bei * leicht Halm- und, hl-gewicht Matros (2) 53 um 950 20-25 55-60, bei leicht Standfestigkeit, Netzflecken, nicht gelbmosaikvirus-resistent Winterhärte, sonst blattgesund, mittel- spätreifer KWS Tenor 56 um 550 40-45 um 55, leicht bei, Netzflecken, (hl- Gewicht) Winterhärte, Standfestigkeit, sonstige Blattkrankheiten lang, spätreifer KWS Meridian 36 550-600 35-40 um 50, stärker bei (hl-gewicht) Winterhärte mittel- längere Sorte Pelican 79 550-600 35-40 50-55, stärker bei Standfestigkeit, Halm- und, Netzflecken, hl- Gewicht stark schwankend sonst blattgesünder mittel - spätreifer Nerz 69 500-550 um 40 50-55, bei Standfestigkeit Winterhärte, Mehltau sehr spätreif, "Doppel-resistenz", recht ertragsstabil Antonella 37 um 600 35-40 um 50, leicht steigend bei Halm- und Winterhärte, hohe Blattgesundheit, Standfestigkeit spätreifer, leuchtend grüne Ähre, kürzere Ähre Leibniz 102 um 550 um 40 um 55, sehr stabil auch bei, Standfestigkeit, Halmund hl-gewicht (aber schwankend) spätreifer California (2) z.g. Standfestigkeit, Halm- und, hl-gewicht, gute Blattgesundheit mittel- spätreifer Roseval 33 um 550 um 40 50-55, leicht bei hl-gewicht Standfestigkeit, Halmknicken, etwas länger, Blattfarbe dunkler, rötliche Grannenspitzen Galation (H) 24 um 600 um 40 um 45, bei, sonst blattgesünder, Standfestigkeit, Halmknicken KWS Keeper 28 550-600 35-45 45-50, bei leicht breite Blattgesundheit, Winterhärte, strohstabil spätreifer, "Doppelresistenz" Loreley 24 um 550 35-40 50-55, bei leicht steigend breite Blattgesundheit, Winterhärte, standfest spätreifer * = BD = Bestandesdichte (Ähren je m²) H = Hybridsorte, 2 = Zweizeilige Sorte z.g.: Anzahl der Daten noch zu gering Stand: 01.02.2015 4

Wintergerste Sortenempfehlungen für die Herbstaussaat 2014 Anbauregionen Lößstandorte *** (Köln-Aachener Bucht) Lehmstandorte (OWL, Münsterland, Niederrhein) Sandstandorte (Münsterland) Höhenlagen (Ost-Westfalen-Lippe, Sauerland, Berg.Land, Siegerland) SY Leoo (Matros) * Matros * (Matros) * KWS Meridian (KWS Tenor) (KWS Meridian) KWS Tenor (KWS Tenor) drei- und mehrjährig geprüfte Sorten (Pelican) (Nerz) ** (Pelican) (Antonella) (Leibniz) zweijährig geprüft - zum Testen! interessant für Neuvermehrungen Galation KWS Keeper ** (KWS Keeper) ** Loreley (Tamina) Quadriga Wootan (California) (Roseval) (Loreley) KWS Keeper ** ( ) = bei eigenen, noch guten Anbauerfahrungen bzw. stärker schwankende Erträge bzw. nicht besser als die besten Sorten * nicht resistent gegenüber Gelbmosaikvirus, ** = Gelbmosaikvirus-Doppelresistenz *** = diesjährig geringe Standortzahl Stand: 01.02.2015 5