VR- UND GL-Praxis 7 Normatives Management Ein Beitrag zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und -aufsicht von Prof. Dr. Rolf Dubs 2., überarbeitete Auflage 2012 Haupt Verlag 2013 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 258 07764 2 schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG
VR- UND GL-PRAXIS Herausgegeben vom IFPM Center for Corporate Governance der Universität St. Gallen
Rolf Dubs Normatives Management Ein Beitrag zur einer nachhaltigen Unternehmensführung und -aufsicht 2., überarbeitete Auflage HAUPT VERLAG BERN STUTTGART WIEN
2. Auflage: 2012 1. Auflage: 2010 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-07764-2 Alle Rechte vorbehalten. Copyright 2011 by Haupt Berne Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. Gestaltung und Satz: René Tschirren Printed in Germany www.haupt.ch
Geleitwort Mit der Schriftenreihe «VR- und GL-Praxis» wollen wir die wichtigsten Untersuchungsergebnisse unseres IFPM Center for Corporate Governance (www.ccg.ifpm.ch) einem Fachpublikum vorstellen. Unser «New Corporate Governance»-Ansatz beinhaltet folgende Empfehlungen: Keep it situational Keep it strategic Keep it integrated Keep it controlled Die hier vorliegende Schrift ist dem zweiten Grundsatz «Keep it strategic» zuzuordnen. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat eines aufgezeigt: Die quartalsorientierte Shareholder-Maximierung und Wirtschaftsethik sind unvereinbar. Zu den erfolgreichsten Unternehmen gehören in den meisten Ländern Familiengesellschaften, bei denen Familyness einen Wettbewerbsvorteil darstellt, sowie vereinzelt transnationale Unternehmen (wie z.b. Nestlé oder Johnson & Johnson). Was ist diesen gemeinsam? Sie vertreten alle einen nachhaltigen «Shared Value-Ansatz». Dabei werden gemäss der nachfolgenden Abbildung bei allen wichtigen Unternehmensentscheiden immer gleichzeitig die Ansprüche der Kunden, Eigentümer, Mitarbeitenden und der Mitwelt berücksichtigt. Geleitwort V
Shareholder-Orientierung «Glokaler» Shared Value-Ansatz Globaler Shareholder Value-Ansatz Top Executives Aktionäre Aktionäre Kunden Personal Mitwelt Kunden Kreditoren Personal Lokaler Stakeholder Value-Ansatz Kreditoren Personal (inkl. Top Executives) Kunden Gesellschaft Aktionäre Corporate Governance-Ansätze Stakeholder-Orientierung Die meisten Corporate Governance-Richtlinien für börsenkotierte Unternehmen basieren auf dem Shareholdermaximierungsansatz, der wirtschaftsethisches Verhalten vernachlässigt. Es verwundert deshalb nicht, dass der Südafrikanische King III Report weltweit zu den wenigen Ausnahmen gehört, der sowohl den Shared Value- Ansatz als auch wirtschaftsethisches Verhalten postuliert (vgl. 2.2.3.3). In dieser neuen Ausgabe unserer Schriftenreihe stellt Rolf Dubs, der über langjährige Erfahrung mit Erfolgsausweis als Präsident und Mitglied des Verwaltungsrats zahlreicher namenhafter Unternehmen im In- und Ausland ver- VI
fügt, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Führung und Aufsicht von Unternehmen vor. Ob Unternehmen in Zukunft zu den Gewinnern oder Verlierern im Zuge des weltweiten Wandels gehören, hängt vor allem von der Wahl des Werteansatzes ab. IFPM-HSG Center for Corporate Governance der Universität St. Gallen St. Gallen, 1. September 2010 Martin Hilb (Herausgeber) Geleitwort VII
Inhaltsverzeichnis Geleitwort V Vorwort 1 Vorwort zur zweiten Auflage 4 1 Denkmodelle der Unternehmensführung 5 1.1 Problemlage 5 1.2 Das traditionelle, eindimensionale Verständnis der Unternehmung 6 1.3 Ein neues integratives Unternehmensmodell 9 1.4 Zielkonflikte als Merkmal ganzheitlich vernetzter Unternehmensführung 10 1.5 Strategisches und normatives Denken 12 1.6 Definition der Nachhaltigkeit 14 1.7 Zwischenzusammenfassung 15 1.8 Einwände gegen die Aussagen dieser Zusammenfassung 16 1.9 Die entscheidende Fragestellung 19 2 Orientierungshilfen für das normative Management 21 2.1 Die Wirtschaftsethik 21 2.1.1 Ansatz 21 2.1.2 Die drei Ansätze der Wirtschaftsethik 22 2.1.2.1 Übersicht 22 Inhaltsverzeichnis IX
2.1.2.2 Korrektive Wirtschaftsethik 22 2.1.2.3 Funktionalistische Wirtschaftsethik 23 2.1.2.4 Integrative Wirtschaftsethik 25 2.1.3 Zwischenzusammenfassung 28 2.2 Bisherige Aktivitäten bezüglich des normativen Managements von Unternehmungen 30 2.2.1 Übersicht 30 2.2.2 Code of Conduct (Code of Ethics) 30 2.2.3 Code of Corporate Governance 32 2.2.3.1 Grundlagen 32 2.2.3.2 Der Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance 34 2.2.3.3 Der «King Code of Governance for South Africa 2009» 35 2.2.4 Initiativen zur Umschreibung der Corporate Social Responsibility 38 2.2.4.1 Grundlagen 38 2.2.4.2 Der UN Global Compact 39 2.2.4.3 World Ethos Declaration 40 2.3 Zwischenzusammenfassung 42 2.4 Nachhaltigkeit und Verantwortung von Leitungsorganen in Kapitalgesell schaf ten aus juristischer Sicht 45 2.4.1 Die Principal-Agent-Theorie 45 2.4.2 Das Spannungsfeld Ziele der Unternehmung und Corporate Social Respon sibility 46 2.4.3 Praktische Folgerungen 49 3 Die Bewertung der Bemühungen um das normative Management 55 3.1 Entwicklungstendenzen 55 3.2 Das Verfahren der ESG-Ratings 56 3.3 Beurteilung 59 X
4 Das normative Management 61 Das gesellschaftliche Grundproblem und die Anforderungen an Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder 4.1 Notwendigkeit des ganzheitlichen Denkens in der gesamten Gesellschaft 61 4.2 Zusätzliche Anforderungen an Verwaltungsräte im Hinblick auf normatives Management 64 4.3 Zusätzliche Anforderungen an Mitglieder von Leitungs organen 65 4.4 Gefahren für die unternehmerische Freiheit 68 5 Normatives Management in der Unternehmenspraxis 71 Strategische Planung und alltägliche operative Führung 5.1 Ausgangslage für praktische Empfehlungen 71 5.2 Übersicht 73 5.3 Ein Modell zur Reflexion normativer Fragen 74 5.4 Die konkreten Bereiche des normativen Managements 75 5.4.1 Grundsätzliche Fragen 75 5.4.2 Fragen zur ökonomisch-strategischen Entwicklung 76 5.4.3 Fragen zur ökologischen Verantwortung 77 5.4.4 Fragen zur sozialen Verantwortung 78 5.4.5 Fragen zur Qualität der Governance 82 5.4.6 Abschliessende Fragen 84 6 Nachwort 85 Literaturverzeichnis 89 Inhaltsverzeichnis XI