Normatives Management

Ähnliche Dokumente
Normatives Management

St. Galler Beiträge zur Wirtschaftsethik. Band 43

Integriertes Employability-Management

Teamentwicklung mit Diversity Management

Organisationsentwicklung in der Praxis Herausgegeben von PD Dr. Friedrich Glasl. Band 6. Freies Geistesleben

Governance, Risk und Compliance im Mittelstand

Naturkinder. Ideen, Rezepte und Aktionen für drinnen und draußen. von Caroline Hosmann. 1. Auflage

Im Herzen der Macht?

Corporate Social Responsibility - Integrated Reporting als Form der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Das unternehmensweite Risikomanagementsystem

Sponsoring Der Leitfaden für die Praxis

Rudolf Grünig Richard Kühn. Strategieplanungsprozess

Wuppertaler Schriftsteller des 19. Jahrhunderts zwischen Revolution und Anpassung Clauder

Kompetenzorientierung: Eine Methodik für die Kinder- und Jugendhilfe

Die drei Engel der Weihnacht

Kennzahlen des Unternehmenswertorientierten Controllings

Sportmanagement 01. Management im Sport. Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Anwendungen der modernen Sportökonomie

Das Unerwartete managen

Die Internationalisierung der Big 4 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Michael S. Aßländer. Grundlagen der Wirtschaftsund Unternehmensethik

Stefan Hunziker Hermann Grab

Regulatory Social Policy

Corporate Responsibility in Medienunternehmen

Vom Entwurf zur Schachtel

Alexander W. Hunziker Eric Deloséa. Strategisches Public Management

Innovationsmanagement für KMU

Die Kritik der Gesellschaft

Ansätze zur Messbarkeit und Vergleichbarkeit der Corporate Governance Maßnahmen von Unternehmen

Dynamische Unternehmensentwicklung Freies Geistesleben

Dennis Julius Broich. Mitarbeiterbindung in KMU. Analyse von Instrumenten und Maßnahmen

Risikomanagement im Mittelstand 2010: Eine empirische Studie zum aktuellen Stand des Risikomanagements mittelständischer Unternehmen in Ostwestfalen

Kinderzimmer - gestalten, einrichten, renovieren

Neugründung eines medizinischen Versorgungszentrums aus betriebswirtschaftlicher Sicht

Mehr-Generationen-Familienunternehmen

Geschichten vom Scrum

Die Zulässigkeit von Unternehmensspenden

Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit

Peter Michael Bak Wirtschafts- und Unternehmensethik

Alptekin Erkollar Birgit Oberer. Balanced Scorecarding

Beiträge zur Heil- und Sonderpädagogik

Soziale Kompetenzen als strategischer Erfolgsfaktor für Führungskräfte

Personalmanagement nachhaltig gestalten Anforderungen und Handlungshilfen

Band II Heinz-Hermann Krüger Einführung in Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft

St. Galler Schriften für Tourismus und Verkehr. Band 4

Barbara Zollinger (Hrsg.) Wenn Kinder die Sprache nicht entdecken

Hans Kernen Gerda Meier. Achtung Burn-out! Leistungsfähig und gesund durch Ressourcenmana gement

Glaubwürdigkeit und Corporate Governance

Popularisierung als Ausweg aus der Relevanzkrise der Managementwissenschaft? Eine empirische Analyse des Harvard Business Review

CRR visuell. Die neuen EU-Vorschriften der Capital Requirements Regulation

Lösungs-, ressourcenund systemorientierte Heilpädagogik

Soziologie für die Soziale Arbeit

Frühe Spracherwerbsstörungen

Übergangs- und Endkonsolidierung nach IFRS

Integriertes Qualitätsmanagement

Wirtschaft Unternehmen Management

Lesen sehbehinderter Schülerinnen und Schüler

Familienunternehmen WIFU 2. Exploration einer Unternehmensform. Explorationen zu Familienunternehmen

Nachhaltigkeit und Versicherungen

Informatik. Christian Kuhn. Web 2.0. Auswirkungen auf internetbasierte Geschäftsmodelle. Diplomarbeit

Wissenschaft und Arbeitswelt - eine Kooperation im Wandel

Entscheidungshilfe zur Auswahl Schlanker Produktionssysteme für die Montage von Werkzeugmaschinen

Der Machtbegriff bei Hannah Arendt

Helga Becker neues drechseln

Emotionale Framing-Effekte auf Einstellungen

Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Wildemann

Industriestandort Schweiz

Glossare zu den Bänden <i>keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts 1 3</i>

Das Konzept der organisationalen Identität

Qualifikationsstand und Berufsverbleib nach dem DaF-Studium

Disziplin in der Schule

Die Balanced Scorecard als Instrument des strategischen Managements aus Sicht eines mittelständischen Logistikunternehmens

(Herausgeber) Gesunde Schule

Von der Kunst des Balancierens

Abenteuer Softwarequalität

Siegfried Nagel Torsten Schlesinger. Sportvereinsentwicklung

E-Commerce Leitfaden zum Management der Wertschöpfungskette mit E-Technologien

Frauenfiguren im zeitgenössischen Bollywoodfilm

Taschen-Definitionen

Bürokratie im Irrgarten der Politik

Konflikte in frühen Mutter-Kind Interaktionen

Eltern- und Familienarbeit in der Heimerziehung

Schuhwerk. Geschichte, Techniken, Projekte. Bearbeitet von Josephine Barbe, Franz Kälin

Strategie: Stimmungsmache

Liebe Fußballfreunde,

Toolbox Digitalisierung

Heike Kelter zeichnen heißt sehen. Haupt GESTALTEN

Gotlind Ulshöfer Gesine Bonnet (Hrsg.) Corporate Social Responsibility auf dem Finanzmarkt

Krise, Macht und Gewalt

Sozialtechnische Regeln in der Werbung

Nachhaltige Entwicklung im Tourismus in den Alpen

Thema: Strategische Unternehmensplanung in einer Data Warehouse-Umgebung unterstützt durch ein Wissensmanagementsystem.

Oliver Kruse I Volker Wittberg (Hrsg.) Fallstudien zur Unternehmensführung

Mehr Selbstständigkeit für Menschen mit Autismus

Diplomarbeit BESTSELLER. Eva-Maria Matzker. Einrichtungen des Gesundheitswesens strategisch steuern. Anwendung der Balanced Scorecard

Transkript:

VR- UND GL-Praxis 7 Normatives Management Ein Beitrag zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und -aufsicht von Prof. Dr. Rolf Dubs 2., überarbeitete Auflage 2012 Haupt Verlag 2013 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 258 07764 2 schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG

VR- UND GL-PRAXIS Herausgegeben vom IFPM Center for Corporate Governance der Universität St. Gallen

Rolf Dubs Normatives Management Ein Beitrag zur einer nachhaltigen Unternehmensführung und -aufsicht 2., überarbeitete Auflage HAUPT VERLAG BERN STUTTGART WIEN

2. Auflage: 2012 1. Auflage: 2010 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-07764-2 Alle Rechte vorbehalten. Copyright 2011 by Haupt Berne Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. Gestaltung und Satz: René Tschirren Printed in Germany www.haupt.ch

Geleitwort Mit der Schriftenreihe «VR- und GL-Praxis» wollen wir die wichtigsten Untersuchungsergebnisse unseres IFPM Center for Corporate Governance (www.ccg.ifpm.ch) einem Fachpublikum vorstellen. Unser «New Corporate Governance»-Ansatz beinhaltet folgende Empfehlungen: Keep it situational Keep it strategic Keep it integrated Keep it controlled Die hier vorliegende Schrift ist dem zweiten Grundsatz «Keep it strategic» zuzuordnen. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat eines aufgezeigt: Die quartalsorientierte Shareholder-Maximierung und Wirtschaftsethik sind unvereinbar. Zu den erfolgreichsten Unternehmen gehören in den meisten Ländern Familiengesellschaften, bei denen Familyness einen Wettbewerbsvorteil darstellt, sowie vereinzelt transnationale Unternehmen (wie z.b. Nestlé oder Johnson & Johnson). Was ist diesen gemeinsam? Sie vertreten alle einen nachhaltigen «Shared Value-Ansatz». Dabei werden gemäss der nachfolgenden Abbildung bei allen wichtigen Unternehmensentscheiden immer gleichzeitig die Ansprüche der Kunden, Eigentümer, Mitarbeitenden und der Mitwelt berücksichtigt. Geleitwort V

Shareholder-Orientierung «Glokaler» Shared Value-Ansatz Globaler Shareholder Value-Ansatz Top Executives Aktionäre Aktionäre Kunden Personal Mitwelt Kunden Kreditoren Personal Lokaler Stakeholder Value-Ansatz Kreditoren Personal (inkl. Top Executives) Kunden Gesellschaft Aktionäre Corporate Governance-Ansätze Stakeholder-Orientierung Die meisten Corporate Governance-Richtlinien für börsenkotierte Unternehmen basieren auf dem Shareholdermaximierungsansatz, der wirtschaftsethisches Verhalten vernachlässigt. Es verwundert deshalb nicht, dass der Südafrikanische King III Report weltweit zu den wenigen Ausnahmen gehört, der sowohl den Shared Value- Ansatz als auch wirtschaftsethisches Verhalten postuliert (vgl. 2.2.3.3). In dieser neuen Ausgabe unserer Schriftenreihe stellt Rolf Dubs, der über langjährige Erfahrung mit Erfolgsausweis als Präsident und Mitglied des Verwaltungsrats zahlreicher namenhafter Unternehmen im In- und Ausland ver- VI

fügt, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Führung und Aufsicht von Unternehmen vor. Ob Unternehmen in Zukunft zu den Gewinnern oder Verlierern im Zuge des weltweiten Wandels gehören, hängt vor allem von der Wahl des Werteansatzes ab. IFPM-HSG Center for Corporate Governance der Universität St. Gallen St. Gallen, 1. September 2010 Martin Hilb (Herausgeber) Geleitwort VII

Inhaltsverzeichnis Geleitwort V Vorwort 1 Vorwort zur zweiten Auflage 4 1 Denkmodelle der Unternehmensführung 5 1.1 Problemlage 5 1.2 Das traditionelle, eindimensionale Verständnis der Unternehmung 6 1.3 Ein neues integratives Unternehmensmodell 9 1.4 Zielkonflikte als Merkmal ganzheitlich vernetzter Unternehmensführung 10 1.5 Strategisches und normatives Denken 12 1.6 Definition der Nachhaltigkeit 14 1.7 Zwischenzusammenfassung 15 1.8 Einwände gegen die Aussagen dieser Zusammenfassung 16 1.9 Die entscheidende Fragestellung 19 2 Orientierungshilfen für das normative Management 21 2.1 Die Wirtschaftsethik 21 2.1.1 Ansatz 21 2.1.2 Die drei Ansätze der Wirtschaftsethik 22 2.1.2.1 Übersicht 22 Inhaltsverzeichnis IX

2.1.2.2 Korrektive Wirtschaftsethik 22 2.1.2.3 Funktionalistische Wirtschaftsethik 23 2.1.2.4 Integrative Wirtschaftsethik 25 2.1.3 Zwischenzusammenfassung 28 2.2 Bisherige Aktivitäten bezüglich des normativen Managements von Unternehmungen 30 2.2.1 Übersicht 30 2.2.2 Code of Conduct (Code of Ethics) 30 2.2.3 Code of Corporate Governance 32 2.2.3.1 Grundlagen 32 2.2.3.2 Der Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance 34 2.2.3.3 Der «King Code of Governance for South Africa 2009» 35 2.2.4 Initiativen zur Umschreibung der Corporate Social Responsibility 38 2.2.4.1 Grundlagen 38 2.2.4.2 Der UN Global Compact 39 2.2.4.3 World Ethos Declaration 40 2.3 Zwischenzusammenfassung 42 2.4 Nachhaltigkeit und Verantwortung von Leitungsorganen in Kapitalgesell schaf ten aus juristischer Sicht 45 2.4.1 Die Principal-Agent-Theorie 45 2.4.2 Das Spannungsfeld Ziele der Unternehmung und Corporate Social Respon sibility 46 2.4.3 Praktische Folgerungen 49 3 Die Bewertung der Bemühungen um das normative Management 55 3.1 Entwicklungstendenzen 55 3.2 Das Verfahren der ESG-Ratings 56 3.3 Beurteilung 59 X

4 Das normative Management 61 Das gesellschaftliche Grundproblem und die Anforderungen an Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder 4.1 Notwendigkeit des ganzheitlichen Denkens in der gesamten Gesellschaft 61 4.2 Zusätzliche Anforderungen an Verwaltungsräte im Hinblick auf normatives Management 64 4.3 Zusätzliche Anforderungen an Mitglieder von Leitungs organen 65 4.4 Gefahren für die unternehmerische Freiheit 68 5 Normatives Management in der Unternehmenspraxis 71 Strategische Planung und alltägliche operative Führung 5.1 Ausgangslage für praktische Empfehlungen 71 5.2 Übersicht 73 5.3 Ein Modell zur Reflexion normativer Fragen 74 5.4 Die konkreten Bereiche des normativen Managements 75 5.4.1 Grundsätzliche Fragen 75 5.4.2 Fragen zur ökonomisch-strategischen Entwicklung 76 5.4.3 Fragen zur ökologischen Verantwortung 77 5.4.4 Fragen zur sozialen Verantwortung 78 5.4.5 Fragen zur Qualität der Governance 82 5.4.6 Abschliessende Fragen 84 6 Nachwort 85 Literaturverzeichnis 89 Inhaltsverzeichnis XI