Der soziale Trainingsraum

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Meine Bewertung des Kurses

Transkript:

Der soziale Trainingsraum Denkanstöße aus Vorträgen von Frau Dr. Bründel

Grundgedanke Schüler/innen handeln aus ihrer Sicht rational Legitimes Bedürfnis Bekannte Handlungsoptionen Selektion der Erfolgversprechensten Eigenverantwortung fördern statt Verantwortung abgeben durch Reflexion des Entscheidungs- Prozesses

Trainingsraum-Prozess Klassenregeln Störung Nach 3. Trainingsraumbesuch Elternbrief Nach 5. Trainingsraumbesuch Elterngespräch Frageritual Was tun Sie? Wie lautet die Regel? Was passiert, wenn sie die Regel brechen? Wofür entscheiden Sie sich? Was 2. Störung geschieht, wenn sie nochmal die Regel brechen? Ich sehe, Sie haben sich entschieden? Trainingsraum gespräch Rückkehrplan Annahme Nachholen der Inhalte

Trainingsraum-Gespräch Kooperative Gesprächsführung Verstehen Aktives Zuhören Strukturieren Fragen Offene Fragen Paraphrasieren Gefühle ansprechen Verstehen der Störung Ressourcen erfragen Lösung erarbeiten

Lösungsorientierte Gesprächsführung Anregungen aus dem Konzept von de Shazer

Wege zur Lösung Konzentrationsschwäche Erfahrungen der Ablehnung durch Peers Alkoholkonsum des Vaters Konkretes Problem Streit zwischen den Eltern dahinterliegende Probleme Im Fokus steht die Suche nach einer Lösung Für jedes Problem gibt es eine Lösung Der Beratene hat das Potenzial zur Lösung

Ressourcenorientierte Fragen Ziele erfragen Skalenfragen Ausnahmen erfragen Hypothetische Fragen Überlebensfragen Beziehungsfragen Zeitprogression

Soziales Kompetenztraining Denkanstöße aus dem KSK-Training

Inhalte Motivation Konflikte Selbstsicherheit Aggression Körpersprache Kommunikation Beruf und Zukunft Gefühle Empathie Lob und Kritik

Struktur einer Einheit Montags, 4.-8. Stunde Ankommen Regeln Aufwärmen Übungen Abschluss Reflexion Abkühlen

Implementierung Intensität Feste Stunden in Wochenplan Blockveranstaltung als Projekttag/-woche Integration am Beginn des Unterrichts Aufwand

Antigewalttraining Denkanstöße aus den Seminaren mit Andreas Sedlag

Ziele und Methoden Gewaltanwendung reflektieren Geh schweigend in den Kreis Rücksicht einüben Menschen ertragen Meinungsvielfalt tolerieren Gewaltbarometer Alternative Lösungen üben Ich-Botschaften

Klassenraummanagement Denkanstöße von Prof. Dr. Nolting

Aktivierung und Fluss Enger Unterricht Aktivierung und Fluss Unterbrechung durch Warten Unterbrechung durch Reaktion auf Störung

Präsenz- und Stoppsignale Alle im Blick haben Kontakt zu allen halten Sich im Raum bewegen Signale senden, das alles gesehen wird

Peer-Group-Education Denkanstöße aus dem Buddy-Projekt

Bandbreite Wissensvermittlung Emotionale Hilfe Unterweisung Unterricht Unterstützung Freundschaft Vermittlung Beratung

Systemischer Ansatz Schulkultur Soziales Klima in der Klasse Sozialkompetenz der Person

Lebensweltorientierung Schüler erwerben ihre Kompetenzen nicht in der Diskussion abstrakter Modelle und didaktischer Herleitungen, sondern an Fragen des realen Schulalltags Damit Kinder und Jugendliche Verantwortung für sich, andere und die Schule übernehmen lernen, muss ihre Meinung auch gehört werden

Helfen lernen Reaktionsformen der Person, die Hilfe in Anspruch nimmt Ablehnung Erleichterung Unterordnung Reaktionsformen des Helfers Abwertung des Anderen Mitleid und übertriebene Parteinahme Dem anderen sein Problem abnehmen

Klassenrat Denkanstöße des Netzwerks Konflikthilfe

Verfahren Wöchentliche Sitzung mit der Klasse Anliegen werden vorher im Klassenratsbuch eingetragen In der Sitzung werden Anliegen besprochen Feste Reihenfolge: zuerst redet der Schüler mit dem Anliegen, dann reden ggf. direkt angesprochene Schüler/innen, zuletzt dürfen sich alle zu dem Fall äußern.

Unterstützungsangebote für Beratung zum Umgang mit Konflikten: Netzwerk Konflikthilfe http://www.netzwerk-konflikthilfe.de/ Für Beratung zum Umgang mit Mobbing: Bremer Jugenbüro www.bremer-jungenbuero.de Zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Handlungsspielraums Das Konstanzer Trainingsmodell ( KTM) I. Trainingshandbuch