Zusammenfassung Diodenlaser



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Zusammenfassung Diodenlaser von Simon Stützer Stand: 12. November 2008 Grundlagen zu Halbleitern Abgrenzung von Leitern, Halbleitern, Isolatoren Halbleiter sind wie elektrische Isolatoren bei T = 0 K nichtleitend die Leitfähigkeit steigt mit zunehmender Temperatur Energieband zwischen Valenzband (letztes voll besetztes Band) und Leitungsband ist kleiner als bei Isolatoren die Fermienergie E F bezeichnet die maximale Energie von Elektronen bei T = 0 K (das Pauli-Prinzip ist dafür verantwortlich, dass nicht alle Elektronen E = 0 besitzen) Abbildung 1: Unterscheidung zwischen Leitern, Halbleitern und Isolatoren; die Energie für Donatoren und Akzeptoren sind eingezeichnet die Verteilung der Elektronen wird durch die Fermi-Dirac-Verteilung beschrieben f(e) = 1 e E E F k B T +1 Dotierung dient zur Erhöhung der Leitfähigkeit eines Halbleiters fünfwertiger Atome in vierwertigen Halbleitern Elektronenüberschuss (Donator) dreiwertige Atome in vierwertigen Halbleitern Elektronenmangel (Akzeptor) Energieverteilung verschiebt sich (sieh Abbildung); Donator n-schicht, Akzeptor p- Schicht pn-übergang Zusammenbringen von p- und n-schicht Kontaktspannung, Fermi-Energie E F in beiden Teilen gleich, Verscheerung durch Diffusionsspannung 1

bei steigender Temperatur dehnt sich der Resonator aus und es werden langwelligere Moden geführt pn-übergang ist Leiter (Durchlassrichtung), wenn positive Spannung an p- Schicht, negative Spannung an n-schicht angelegt ist pn-übergang ist Isolator (Sperrrichtung), wenn negative Spannung an p- Schicht, positive Spannung an n-schicht angelegt ist Abbildung 2: Schema der Diode in Durchlassrichtung Durchlassrichtung: Bandverbiegung unter äußerer Spannung so groß: E A > E D Tunnelstrom Erzeugung von Licht im Halbleiter spontane Emission von Photonen der Energie E = h ν durch Rekombination von Elektronen und Löchern im pn-übergang direkte, indirekte Halbleiter betrachte Bandstruktur im Impulsraum, Elektronen werden neben Frequenz auch durch Impuls charakterisiert im Impulsraum besitzen sowohl Leitungs- als auch Valenzband nicht für alle Impulse die gleiche Kante, es existiert ein Maximum/Minimum der Kante am wahrscheinlichsten ist ein Sprung des Elektrons vom Maximum des Valenzbandes zum Minimum des Leitungsbandes liegen diese Extrema bei gleichen Quasiimpulsen, so ist die Anregung durch ein Photon möglich und nur die Energie nicht aber der Imuls wird geändert direkte Halbleiter liegen die Extreme bei unterschiedlichen Quasiimpulsen, so reicht die Anregung durch Photon nicht aus (Impuls zu schwach), Energie und Impuls müssen geändert werden z.b. durch Phonon möglich indirekte Halbleiter (Stichwort: Relaxion) Aufbau und Funktion einer Laserdiode pn-übergang in Durchlassrichtung mit aktiven Medium optische Anregung, als Resonatorspiegel dienen die ungeschliffenen Kristallendflächen senkrecht zur Grenzschicht Abbildung 3: Schema der Diode in Durchlassrichtung Laseroszillation mit großer Verstärkung da hohe Elektronendichte 2

typische Eigenschaften keine diskreten Emissionswellenlängen großer Modenabstand resultierend aus kurzer Resonatorlänge abstimmbarer Frequenzbereich durch Änderung von Strom und Temperatur hoher Wirkungsgrad (hohe Elektronendichte) sehr divergentes Strahlungsfeld einfaches Pumpen durch elektrischen Strom Grundlagen des Lasers Absorbtion und Emission von Licht: induzierte Emission, Einstein-Koeffizienten betrachte Zwei-Niveau(Energie)-System mit N 1 tieferen und N 2 höheren Zustand, dann gilt dn 1 dt = N 1 B 12 u + N 2 B 21 u + N 2 A 21 mit Einsteinkoeffizienten B 12, B 21 und A 21 sowie Strahlungsdichte u u(ν, T ) = 8πν3 h c 3 1 e hν kt 1 1. Term steht für Absorption: N 1 N 2, 2. Term stimulierte Emission: N 2 N 1, 3. Term: spontaner Zerfall N 2 N 1 Lebensdauer τ = 1 A 21 im Zustand N 2, Anzahl N 2 nimmt exponentielle ab Raten-Gleichunge Vergleich mit Planck schem Strahlungsgesetz betrachten wir die Gleichung für Zwei-Niveau-Sytem im stationären Fall (fester Temperatur T ) folgt mit N 1 = e hν kt N 2 N 1 B 12 u = N 2 B 212 u + N 2 A 21 u = aus Boltzmann-Statistik folgt u = A 21 B 21 B 12 B 21 e hν kt 1! = 8πν3 h 1 c 3 e hν kt 1 A 21 N 1 N 2 B 12 B 21 sieht man B 12 = B 21 und A 21 = 8πν3 h c 3 B 21 3

Kristalloptik Polarisation von Licht betrachtet bei transversalen Wellen (z.b. in z-richtung) Schwingung z.b. des E-Feldes in E x - bzw. in E y -Richtung unterscheide zwischen linear polarisiert (Feldkomponenten schwingen in Phase) und elliptisch polarisiertem Licht (Feldkomponenten haben Phasenverschiebung), im Spezialfall, dass die Phase 90 ist spricht man von zirkular polarisiertem Licht doppelbrechende Stoffe, ordentlicher und außerordentlicher Strahl, Hauptschnitt eines Kristalls doppelbrechende Stoffe besitzen für unterschiedliche Polarisationen unterschiedliche Brechungsindizes Aufspaltung in ordentlichen und außerordentlichen Strahl die senkrecht zueinander polarisiert sind Abbildung 4: Indexellipsoid mit Phasenanpassung Wirkungsgrad des Lasers maximal, wenn n(2ν) = n(ν) Nichtlineare Optik Erzeugung der zweite Harmonischen kleine elektromagnetische Felder die mit Materie wechselwirken erzeugen eine lineare Polarisation im Medium. P ( r, ω) = χ(ω) E( r, ω) mit zunehmender Feldstärke ist der Zusammenhang zur Polarisation nicht mehr linear, weitere Taylorterme werden relevant. P ( r, ω) = χ(ω) E( r, ω) + χ(ω) nl E 2 ( r, ω) Fourieranalyse zeigt das genau die doppelte Frequenz zum Ausgangsfeld beiträgt. Der Wirkungsgrad der Frequenzverdopplung berechnet sich zu: ν SHG = P2ν P ν = C Pν A L2 sin(δk L 2 ) (δk L 2 )2 Wirkungsgrad maximal wenn (δk = 0) und damit n(2ν) = n(ν) Dieser Zusammenhang kann mit Hilfe eines doppelbrechenden Kristalls erreicht werden. 4

Fragen zum Versuch Wie verhält sich die Leitfähigkeit eines undotierten Halbleiters bei tiefen und hohen Temperaturen? Anders als bei Metallen, deren Leitfähigkeit mit zunehmender Temperatur durch stärkere Teilchenbewegungen abnimmt (häufige Stöße von Elektronen mit Rümpfen), verbessert sich die Leitfähigekeit von Halbleitern. Grund: Mit zunehmender Temperatur erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Elektronen im Leitungsband zu finden (Fermi-Dirac-Verteilungsfunktion). Analog nimmt die Leitfähigkeit mit sinkender Temperatur ab, sodass Halbleiter bei T = 0 K faktisch Isolatoren sind. Der Halbleiterlaser sei ein n-niveau-system. Wie groß ist n? (Hinweis: Was geschieht in der aktiven Zone?) In einem Halbleiterlaser werden die diskreten Energieniveaus eines Elektrons, durch die Wechselwirkung mit allen anderen Atomen, in mehrere Niveaus aufgespalten. Für n-atome die wechselwirken kommt es dabei zu einer Aufspaltung in n-niveaus. Da n eine sehre große Zahl ist abstrahiert man von diskreten Niveaus zu sogenannten Energiebändern. Im aktiven Medium rekombineren dann Elektronen aus dem Leitungsband mit Löchern aus dem Valenzband unter Emission von Licht. Aus welchem Grund war es zunächst einfacher, einen MASER zu konstruieren statt einen LASER? Mikrowellen sind langwelliger als Laserstrahlung. Die Bedingung der Resonatorlänge L = n λ 2 konnte demnach zunächst leichter für MASER realisiert werden. Weshalb kann es keinen Zwei-Niveau-Laser geben? Da die Pumprate mit abnehmender Anzahl der Elektronen im Zustand N 1 abnimmt, die Rate der spontanen Emission jedoch zunimmt, würde sich ein Gleichgewichtszustand einstellen. Eine Besetzungsinversion, wie für den Laser erforderlich, wäre somit nicht realisiert. Was geschieht, wenn man weißes Licht in einem aktiven Medium zu verstärken versucht? welche Eigenschaften hat es danach? Wird weißes Licht durch ein aktive Lasermedium geschickt, werden die Frequenzen, tdie Elektronen auf ein höheres Nivau bringen, absorbiert. Das weiße Licht hat demnach nach dem aktiven Medium Absorptionslinien. Was ist der Unterschied zwischen Relaxionsoszillation und Spiking Relaxionsoszillation bezeichnet man eine phononische Schwingung und somit strahlungsfreie Übergänge. Spiking entsteht durch den verzögerte Aufbau des Photonenfeldes im aktiven Medium. Dadurch kommt es zu einer großen Inversion, die zu einer Spitze der Ausgangsleistung führt. Schwingungen der Laserleistung, also des Photonenfeldes. Spiking=Schwingungen des Photonenfeldes, Relaxion=Gitterschwingungen. Ist Spiking gefährlich, kann es unterdrückt werden? Durch den Spiking-Peak, dieser kann durchaus das 10000-fache der CW-Leistung betragen, können Laserkomponenten zerstört werden. Eine einfache Möglihkeit dies zu verhindern wäre eine kontinuierliches Hochfahren der Pumpleistung anstelle eines abrupten Einschaltens. Warum muss man Phasenanpassung machen, welche Freiheitsgrade braucht man zum justieren? Die Phasenanpassung dient zur Maximierung der Ausgangsleistung. Es muss die Bedingung n(2ν) = n(ν) erfüllt werden, sodass Grundwelle und SHG die gleiche Brechung erfahren, der walk-off also minimal ist. Dazu benötigt man zwei Freiheitsgrade. 5

Warum müssen bei leitungsstarken Lasern dielektrische Spiegel statt von Metallspiegl verwendet werden? Durch eine Absorption von rund 5% bei Metallen würden solche Spiegel bei hohen intensitäten zerstört. Bei dielektrische Spiegel erreicht man eine höhere Reflexivität. Fenster und Linsen müssen somit aus hitzebeständigem Material sein. Zur Polarisation kann z.b. ein doppelbrechender Kristall oder eine dielektrische Schicht im Brewsterwinkel genommen werden. Ein Laserstrahl mit einer Leistung von 250mW bei 800nm und einem Durchmesser von 0, 2mm trifft auf eine Oberfläche, die 25% des Lichtes diffus streut. Man beobachtet den Fleck aus 20cm und 1m Entfernung. Welche Intensität ist jeweils auf der Netzhaut. Die Intensität berechnet sich aus der reflektierten Leitung im Halbraum (der Kugel) in den reflektiert wird. I = P ref A = 0.25 P 250W 0.25 = A Kugel 0.5 4πr 2 0.5 I(r = 20cm) = 248 mw m, I(r = 1m) = 10 mw 2 m 2 I S = 1400 W m vernachlässigbar klein. 2 Dies ist im Vergleich zur Sonnenintensität 6